Mittwoch, 9. September 2020

Die Drei-Arten-Mensch

 (c) pixabay
 

nach Mark Aurel (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 in Vindobona oder Sirmium)

Im Zusammenhang mit "Geben, Helfen, Handeln".


Marc Aurel unterscheidet drei Arten von Menschen und fordert dich auf, dir darüber Gedanken zu machen, welche Art von Mensch du sein willst. Welche dich "glücklich" machen wird. Nämlich nur die, die in deinem Einflußbereich leigt.

  • Der eine Mensch erwartet eine Gegenleistung wenn er jemandem hilft. Wenn er jemandem etwas "gutes" tut!

  • Der zweite erwartet keinen Gegenleistung, sieht aber im anderen "immer" einen Schuldner!

  • Der andere wiederum erwartet weder eine Gegenleistung, noch sieht er in den anderen einen Schuldner. Also jemanden, in dem er etwas "Gut" hat. Er ist wie eine Weinrebe aus der Trauben hervorgehen.


Zu welcher Art gehörst Du?

Hilfst du Menschen nur gegen einen Gegenleistung?

Erwartest Du keine Gegenleistung, sagst es auch, dass Du keine Gegenlesitung erwartest, ABER du siehst - in deinem stillen Kämmerlein - in den anderen einen Schuldner? Hegst du eine Erwartung? Und wenn die Zeit reif ist, willst du die Schuld beglichen wissen?"

oder

Tust du Gutes des Guten Willen! Weil es Dir gut tut zu sehen wenn andere durch deine Handlung wieder "gerade" laufen können? Bist du die "kleine" Weinrebe aus der Trauben hervorgehen und daraus evtl. ein ganzer Weinstock. Und zuguter Letzt ein ganzer Weinberg?

Und bei welcher Art genau spürst du eine Harmonie in dir. Eine Ausgeglichenheit?

Das erinnert mich an eine Unterhaltung mit einem jungen Mann (25).

Der schrieb mir eine Nachricht und gratulierte mir zum Geburtstag. Ich erinnerte ihn daraufhin, dass er mir versprochen hat, sich bei mir zu melden. Wegen meines Media-Servers.


Er schrieb: "Das war eine geanze Weile her als wir uns treffen wollten!"

Ich: "Tja, Zuverlässigkeit und so!"

Er:"Ne eher keine Lust mehr immer nur den Leuten zu helfen!"

Ich: "Ich bin den Leuten?"

Er: "Viele um mcih herum haben mir einfach keinen Dank für meine Hilfe gezeigt. Für die war alles selbstverständlich. Darum helfe ich halt net mehr. Dafür verlange ich auch von niemand mehr Hilfe. Hat sich seit einiger Zeit recht gut bewährt."

Ich: "Verlass dich nicht so sehr darauf."

Er:"Naja, vielen denen ich geholfen habe und für die das selbstverständlich ist, haben mich schon mehrfach enttäuscht als ich Hilfe benögitgt habe, warum also darauf bauen?"

Ich:"Ich verstehe schon was du mir sagen willst. Ich weiß nur nicht ob du verstehst was ich dir sagen will? Wenn du hilfst, dann tue es OHNE eine Erwartungshaltung. Dies kann nämlich enttäuschen. Aber es sind nicht die anderen. Es ist deine Erwartungshaltung. ... Viel Spaß mit deinen Enttäuschungen."

Er:"Warum soll ich Zeit investieren um jemand zu helfen, wenn er mir danach nicht dankbar ist? Das ist doch der einzige Grund warum man hilft, oder? Wenn Menschen es als selbstverständlich sehen, dass ich ihnen helfe, ohne dass sie es für selbstverständlich sehen dankbar zu sein, oder auch mal zu helfen (wobei mir das erste wichtiger ist), dann sehe ich keinen Grund zu helfen!"

Ich möchte hier mit dem Dialog aufhören, weil dieser ziemlich laaang ging. Was ich hier beispielhaft darstellen will ist, wie glücklich ist dieser Mensch? Warum genau hat er geholfen? Ist er wirklich mit sich und seinem Leben zufrieden?

Offensichtlich nicht. Denn dieser junge Mensch sagte mir noch, dass er die Menschen mitlerwieile hasse und nichts mit ihnen zu tun haben möchte. Und er hat jetzt einen Job in dem er in seinen Schichten ganz alleine ist und ganz alleine arbeitet.

Und das mit 25 Jahren!

Was wird er an seine Kinder weitergeben?

Ist es wirklich der einzige Grund weshalb man anderen hilft?

Er ärgert sich über etwas was nicht in seinem Einflußbereich liegt.

Was genau tut er um die Welt in die Richtung zu verändern die er gerne sehen will?

Zu welcher Art Mensch wollen Sie gehören?


(c) georg mouratidis 


 

Dienstag, 8. September 2020

"Haben - tun -sein!"

(c) pixabay
 
Die meisten Menschen leben nach dem Motto:"haben, tun, sein".

"Wenn ich mal Zeit habe, werde ich dann das und das tun und dann werde/kann ich dieser Mensch sein!"

Anstatt:

"Weil ich das und das sein will, werde ich genau das tun und dann habe ich das und das!"

Denn sonst warten sie darauf, dass sich irgend etwas von ganz alleine ändert! Das sich der andere ändert. Dass irgendetwas eintritt!
Darauf können sie aber lange warten. Sehr lange!

Da gibt es eine Dame die ich seit Jahren "begleite" und die mit ihrem Leben unzufrieden ist und ihren Mann verlassen will. Weil sie genau da das Problem ihres "unglücklichen" Lebens" sieht.

Jedoch, egal welche Strategien sie selbst findet, die sie als Lösungen für ihr Problem sieht, geht sie nicht an.

Sie wartet, dass sich im Außen etwas ändert. Dass sich endlich ihr Mann bewegt.

Sie sagt z.B."Er soll endlich ausziehen, dann habe ich die Wohnung. Weil eine so günstige finde ich nie wieder!"

Ihr gefällt es natürlich nicht, wenn ich ihr sage, dass ihr Mann genau das gleiche sagen kann, was sie sagt.

Sie lebt genau nach dem "haben, tun, sein"

"Wenn ich die Wohnung endlich alleine habe, dann kann ich das tun was mir gefällt und kann dann ein freier und glücklicher Menschen sein!"

Anstatt:

"Weil ich glücklich und frei sein will, werde ich genau das tun, nämlich mir eine eigene Wohnung suchen und dann habe ich auch das was mir gefällt."

Nun, ich begleite diese Frau seit ca. 2 Jahre. Es ändert sich nichts!

Jaja, ich weiß: alles braucht seine Zeit.

ABER, wie Wittgenstein schon gesagt hat:"So wie man durch rechnen rechnen lernt, lernt man durch sprechen sprechen."

Die Ergänzung von mir:"und so lernt man duch leben leben!"

(c) georg mouratidis

Samstag, 5. September 2020

"Wenn ich es mir leisten könnte ...

... dann würde ich es auch tun!"

resignation (c) pixabay.com
 

Das sagte mir meine Nachbarin, als ich ihr erzählte, dass ich meinem Chef (ich fahre auch Linienbus) gesagt habe, dass er mir bitte nicht so viele Stunden aufbrummen solle. Denn mir ist meine LEBENSZEIT sehr wichtig.

"Wie man sich bettet so liegt man!" antwortete ich ihr!

Darauf antwortete meine Nachbarin: "Du mit deinen schlauen Sprüchen. Die braucht kein Mensch!"

Das genau ist die Inspiration weshalb ich diesen Artikel schreibe.

Diesem Menschen ist wohl nicht bewusst, was diese Aussage mit ihr macht.

Mit dem Element "ich" bringt sie ein neues Element zum Element "Hinderniss" hinzu.

Das Problem jedoch ist, dass der Fokus auf das "ich" gesetzt wird.

"Ich kann es mir nicht leisten."

"Ich bin nicht in der Situation es zu verändern."

"Ich habe es nicht in der Hand."

Der Fokus wird nicht auf das "Hindernis" gesetzt und auch nicht darauf, WIE sie es ändern kann.

Was sie ändern kann?

Wie könnte eine Änderung aussehen, damit sie es sich auch leisten kann!

Sie sieht das Hindernis an.

Ein Hindersnis, welches sie nicht bewegen kann.

Dieses Hindernis ist ja so "mächtig" und "ICH" bin ja so klein.

Wer so denkt wird es nicht weit bringen.

Schauen Sie sich dieses Hindernis an und überlegen Sie, was sich für Sie MIT diesem Hindernis an Chancen bieten.

Gibt es einen Hebel, den Sie nutzen können, um dieses Hindernis zu "heben"? Zu "bewegen".

Oder gehören Sie zu den Menschen, die sofort aufgeben und resignieren.

Wie meine Nachbarin? "Wenn ich es mir leisten könnte, dann ..."

Was dann?

Bewegen Sie sich!

"Das bessere KÖNNEN ist das WOLLEN. Das bessere WOLLEN ist das TUN!" (c) georg mouratidis

Oder machen Sie es wie meine Nachbarin, Getreu dem Motto: "Wir können uns entscheiden weiter in unserer Scheiße zu sitzen, weil sie warm hält. Und uns wundern wenn es stinkt!" (c) georg mouratidis

Oder machen Sie es wie Hannibal, der Karthager: "Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen."

In diesem Sinne: Finden Sie ihren Weg, oder machen Sie sich IHREN. Resignieren Sie aber nicht!

(c) georg mouratidis

weitere Artikel ...

Donnerstag, 27. August 2020

Denn, wer ein Glas Meerwasser trinkt, weiß noch lange nichts über den weiten Ozean!

 
"Denn, wer ein Glas Meerwasser trinkt, weiß noch lange nichts über den weiten Ozean!" - gm -
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Neulich hatte ich eine Unterhaltung mit Jemandem, der mir sagte: "Ich sehe sofort ob jemand was taugt oder nicht!" - Kann er sowas wirklich? - Kann er sehen ob jemand ETWAS TAUGT?
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Nur, weil du einen sehr kleinen Ausschnitt eines Menschen siehst, heißt das noch lange nicht, dass du alles über diesen Menschen weißt.
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Wie sieht es mit dir aus?
Bist du auch super schnell im "be-werten", "be-urteilen" eines Menschen. Steckst du ihn auch gleich in Schubladen oder be-haftest du ihn mit Etiketten?
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(c) georg mouratidis
#bewerten #beurteilen #schubladen #etiketten
 
 

 

Mittwoch, 26. August 2020

Warum ich kein Therapeut bin!

Für ein Kamingespräch, wurd eich vom Gastgeber unter anderem, als Therapeut vorgestellt. Dasinspirierte mich zu dieser Bild-Sequenz um aufzuzeigen, warum ich KEIN Therapeut bin!






Was bin ich dann?
Hier die Herkunft des Wortes mit der ich sehr "zufrieden" bin und mich eher anfreunde!



 (c) georg mouratidis

Kommunikation mal anders!

   

 

Seit einiger Zeit höre ich beim Busfahren (ich bin selbst der Busfahrer) mit meinem Smartphone Philosophie-Hörbücher. Laut. So dass es die ersten Reihen mithören können.
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Eigentlich beobachte ich, wie meine Fahrgäste die ganze Zeit über ihr Smartphone hängen; würde die Welt untergehen, würde es keiner merken, dachte ich.
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Heute kam jemand zu mir vor - beim Aussteigen - und sagte:"Sehr interessant übrigens was Sie dahören!"
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Oh, dachte ich mir und sagte:"Das ist Philosophie!"
"Dachte ich mir" sagte der Fahrgast, "deswegen dachte ich, hörst mal zu!"
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Ich finde diese Rückmeldung sehr schön, ist mir in dieser Zeit zum 3. Mal passiert.
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Ein Fahrgast setzt sich direkt hinter mich und wir sind beide ruhig, denn wir wollen beide lauschen. Früher habe ich das Smartphone angehalten, wenn er einstieg, weil wir uns über philosophische, politische, Themen der Allgemeinbildung unterhielten. Bis er sa
gte, lass es laufen.
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Bevor er aussteigt - wir haben ca. 4 Min. bis ich weiterfahren muss - unterhalten wir uns über das Gehörte.
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Ich liebe es solche Fahrgäste zu haben!

Das ist doch eine schöne Art der Kommunikation, oder?

#philosophie #busfahren #hörbuch
 
(c) georg mouratidis 

Montag, 24. August 2020

Du möchtest wissen ...,

... wie du von 0 bis 180, Konflikte ohne Stress löst?


"Wie blöd kann man eigentlich sein!" - 'Bämm' die Tür ist zu.
Kennst Du das?
Wie oft hast Du einen Streit erlebt, der durch Türenknallen beendet wurde? Durch Tränen, durch Schreie oder langes Schweigen?
Wie oft stehst Du vor jemandem und fragst Dich, ob er oder sie Dich nicht verstehen kann - oder es einfach nicht möchte?

Vielleicht fühlst Du jetzt gerade, während Du Dich wieder daran erinnerst, den Stress, der Dich in solchen Momenten überkommt?
Doch anstatt von 0 auf 180 zu sein, braucht es eine 180 Grad-Wende, um Konflikte stressfrei zu lösen. Denn... wie hast Du gelernt mit Konflikten umzugehen? 
Hast Du das überhaupt gelernt?
JA - durch die Beobachtung Deiner Umwelt. Durch Deine Eltern und die Menschen um Dich herum, glaubt Dein Unterbewusstsein zu wissen, wie Du Dich in einem Konflikt verhalten musst.
Doch sind diese Konflikte, die Du damals erlebt hast, gelöst worden?

Wir suchen die Lösung in der Außenwelt. Unsere Denkweise beruft sich auf Erlerntes und Erlebtes. Doch dadurch lösen wir den Konflikt nicht, weil wir in unseren Grenzen denken. Auch in unserem Kopf gehen so Türen zu, die uns eigentlich zur Lösung geführt hätten.
Was ist ein Streit?
Sind wir gerade gegeneinander?
Wer gewinnt? 
Mit dieser Denkhaltung keiner. Die Situation setzt Dich unter Druck, bereitet Dir Stress, weil Du Dich mit dieser Person verstehen möchtest. Du möchtest Sie nicht verletzen und auch selbst nicht verletzt werden, oder?
Und doch ist etwas in Dir so in Not, dass Du keinen anderen Ausweg siehst, als diesen: Dich in einen Konflikt zu bewegen. Weil Du es nicht anders kennst.
Doch diese Person Dir gegenüber empfindet gerade das Gleiche. Auch bei Ihr ist etwas in Not. Auch sie möchte sich nicht streiten, nicht gewinnen.
Eigentlich habt Ihr beide das gleiche Ziel.
180 Grad bedeutet, Dich von Deiner Konditionierung zu befreien.

"Du kannst keinen Konflikt mit der gleichen Denkweise lösen, wie er entstandne ist." - Albert Einstein.

Also spüre, was Deine Not ist und versuche zu erfahren - durch Nachfragen - worin die Not des anderen liegt. Wenn ihr euch versteht, könnt ihr gemeinsam voran kommen. 
Denn so löst Du Konflikte ohne Stress. In dem Wissen, dass ihr euch gerade beide auf ein gemeinsmaes Ziel hin bewegt: Harmonie. Gemeinschaft. Verständnis. Bedürfniserfüllung.
Wenn Du nicht mehr von 0 auf 180 sondern von 0 bis 180 kommen möchtest, besuche doch eines meiner Seminare. Zusammen geben wir Vollgas.
www.seiderdubist.de/portfolio.html

Ich freue mich auf Dich.

 
(c) georg mouratidis

Samstag, 22. August 2020

DaGEGEN oder daFÜR?

"Egal, ich bin dagegen" (c) uli stein
Bildrechte bei Uli Stein
 

 Ich lese, höre und sehe oft, Sätze wie :

  • was machst du gegen deine Angst?
  • was machst du gegen Stress?
  • was machst du gegen die Gewalt?
  • was machst du gegen Mobbing?

Wenn uns etwas stört, zornig oder wütend macht, traurig oder gar verzweifeln lässt, dann suchen wir in erster Linie nach einem Schuldigen. Er hat mir das angetan, er macht mir Angst, er mobbt mich, u.s.w.

Wir projizieren unsere eigene Aggresivität auf denjeningen, den wir als Schuldigen auserkoren haben.

Und so verändern sich deine Schwingungen, Frequenz oder wie auch immer du es nennen willst, zum Negativen hin! Und nur durch die Verwendung des Wortes "gegen". Es ist nun mal "negativ" konnotiert.

Wenn mich also jemand fragt "Was machst du gegen diese Gewalt?" so erinnert es mich wieder an den der mir "Böses" angetan hat. So kann "böses" Blut entstehen, ein Hass gegen diesen Menschen. Wir fokusieren uns auf den anderen. Was hat er mir "böses" angetan oder was wird er mir noch "böses" antun?

UND wir verlieren den Fokus auf uns.
Wir werden uns unserer Bedürfnisse nicht gewahr!

Mir gefällt es persönlich nicht, wenn man von "gegen etwas" spricht, anstatt "für etwas". Denn egal was ein Mensch macht, macht er es FÜR etwas.

Wie Aristoteles bereits sagte: "Menschen handeln so, was ihnen gut tut oder gut erscheint."

FÜR eines seiner Bedürfnisse.

Wenn also jemand etwas GEGEN seine Angst tut (tun soll), dann steht dem z.B. "Freude am Leben" gegenüber .

Also, "was tust du zur Freude an deinem Leben?". "Was tust du um das Befürnis nach Freude am Leben zu erfüllen?".

Wenn also jemand gefragt wird, was er "gegen" Stress macht, dann wäre die Frage "was machst du für deine Entspannung" zielführender.

Wenn als jemand gefragt wird "Was er gegen diese Gewalt tut" waere der Fokus mit der Formulierung "Was tust FÜR Liebe oder Harmonie?" auf die eigene Bedürfnisse gerichtet.

Und wir unterstützen so den Gedanken, dass "KEINER FÜR MEINE GEFÜHLE VERANTWORTLICH IST.". Er mag der Auslöser sein, doch niemals die Ursache. Denn die liegt in meinen unerfüllten Bedürfnissen.

Was ist den der postive Effekt wenn ich anstatt "gegen" "ür" benutze?

Wir konzentrieren uns auf das "Positive"
Wir konzentrieren uns auf "unsere Bedürfnisse"
Du suchst und findest so Lösungen für genau diese Situation/Problem.
Du übernimmst die Verantwortung für DEIN eigenes Handeln und Leben.
Du wirst selbst-bewusst!
Du bekommst Selbst-Vertrauen.

Das wird sich auf Dauer auf deine Stimmung und auf dein Leben auswirken.
Und dann auch noch auf dein Umfeldes.

Erkenne den qualitativen Unterschied!

(c) georg mouratidis

Freitag, 21. August 2020

Wenn Vergleich, dann nur mit sich selbst!

"Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." - Søren Kierkegaard (1813-1855) -

Gestern hatte ich eine Unterhaltung mit einem Medienmanager. In diesem Gespräch stellte er mir zwei Fragen:
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"Herr Mouratidis, können Sie in wenigen Sätzen erzählen was Sie machen, und was Sie von anderen Experten unterscheidet?"

"Zu Ihrer 1. Frage, ich möchte Menschen dabei untersützen, das zu sagen was sie sagen möchten und, dass es auch so ankommt wie sie es sagen möchten, ohne dass der Andere sich persönlich angegriffen 'fühlt'. Was Ihre 2. Frage betrifft, die möchte ich nicht beantworten. Denn ich will mich weder selbst mit anderen vergleichen noch mich von anderen vergleichen lassen. Ich be-werte nämlich andere nicht. Und das müsste ich hier machen!"
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Ein eigenes Erlebnis zum besseren Verstehen:
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Als wir uns nach einem Treppenlift umsahen, hatte ich einen Techniker eines bekannten Unternehmens mit dem Vogel in unserem Hause. Er erzählte mir, dass sein Unternehmen nicht so sei wie die anderen Anbieter. Sein Arbeitgeber würde auch nicht so vorgehen wie die anderen.

Ich fragte ihn, ob er mir erzählen kann, was IHN denn ausmacht. "Sie haben mir jetzt erzählt, wie schlecht die anderen sind, dass sie nicht so vorgehen wie die anderen. Das aber interesseirt mich nicht. WAS GENAU MACHT SIE AUS?"
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Er machte genau dort weiter wo er aufgehört hatte. Nämlich über die anderen "schlecht" zu machen. Ich bat ihn daraufhin mein Haus zu verlassen!
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"Wenn Vergleich, dann nur mit sich selbst!" (c) georg mouratidis
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Was ich jedoch kann und will, ist ...
... Sie dabei zu unterstützen sich selbst diese Fragen zu beantworten:

Waren Sie schon einmal:

... in der Situation in der Sie sich über etwas geärgert haben, Sie es jedoch nicht beschreiben konnten? Sie konnten nicht beschreiben wie Sie sich fühlen und warum? Ihnen fehlten die Worte für Ihr Gefühl und Ihr Bedürfnis?

... in einer Situation in der Sie zwar wussten wie Sie sich fühlen und warum, Ihnen jedoch die Worte fehlten es aufrichtig, ehrlich und klar zu formulieren?

... in einer Situation in der Sie sich nach einem Konflikt gesagt haben, dass es auch „nett“ gewesen wäre sich auch auf den anderen einzulassen? Sich auch die Argumente, Bedürfnisse und Gefühle des anderen anzuhören? Sie wussten aber nicht wie?

... in einer Situation in der Sie den Eindruck hatten, dass das was Sie gesagt haben, nicht so angekommen ist wie Sie es gesagt haben? Dass das Gegenüber es anders verstanden hat? Persönlich genommen hat, sich angegriffen gefühlt hat, ...? Sie es jedoch so gerne klar gestellt hätten?  Sie wussten aber nicht wie?

Haben Sie hier auch nur eine einzige Frage mit „ja“ beantwortet, dann sollten wir uns vllt. unterhalten!

(c) georg mouratidis
www.seiderdubist.de


Mittwoch, 19. August 2020

Warum ich nicht helfe ...


... keinen Ratschlag oder einen Tipp gebe!
Und das auch noch als Coach!

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Es ist mit sehr viel Vorsicht zu genießen, jemandem seine Hilfe anzubieten! Es kann schnell gefährlich werden.
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Ich beobachte wie zwei "Ausländer" augenscheinlich nach etwas suchten. Sie versuchten wohl sich zu orientieren.

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Ich dachte, ich helfe und fragte:"Kann ich helfen!"
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Einer schaute mich an und fragte erboßt zurück:"Sehe ich aus als bräuchte ich Hilfe oder was?" .
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Er lief auf mich zu, mit einem verärgerten Gesichtsausdruck. Ich hatte ernsthaft Angst, dass er mich verprügelt.
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Seit diesem Ergebnis benutze ich das Wort "Hilfe" nicht mehr!
Und seit dem habe ich keine negative Erlebnisse mehr erlebt.
Ich empfehle auch, das Wort "HILFE" nicht zu benutzen.
Es hat eine ganz andere Qualität!
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Ich möchte gerne hier darauf hinweisen, dass ich "natürlich" unterscheide. Wenn jemand mich darum bittet, ihm beim Waschmaschine tragen zu "helfen", dann ist das natürlich ein "helfen".

Wenn jemand mit einem Messer im Bauch auf der Straße liegt, dann frage ich nicht, dann "helfe" ich. . Aber, wenn es um Themen des "inneren" Lebens geht, vermeide ich das Wort "helfen".
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Ein erlebnis zum besseren Verstehen:

Ein Kellner meines Lieblingsbistros sagte zu mir:"Ich brauche deine Hilfe!"
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Da ich wusste um was es geht, sagte ich: "Ich helfe nicht".
"Ja dann gib mir halt einen Tipp eben.".
"Auch das mache ich nicht" antwortete ich.
"Äh, ich denke du machst dieses Coachings!?"
"Ja" sagte ich.
"Ja, aber hilfst du da nicht? Gibst Du keine Tipps?" fragte er mich. "NEIN, das tue ich nicht. Ich stelle fragen. Ich unterstütze dich dabei, dein Problem selber zu lösen!".
"Ok" sagte er "dann hilf mir mein Problem zu lösen!"
"Nochmals, ich helfe nicht!" sagte ich.
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Er erzählte mir ausführlich von seinem Problem.
Dann bat ich ihn, mir ein Stück Papier und Bleistift zu bringen.
Ich schrieb meine 1. Frage. Er nahm den Zettel mit und brachte ihn mir mit seiner Antwort.
Dann schrieb ich die 2. Frage und er die 2. Antwort.
Das ging 4 oder 5 Mal hin und her.
Nach der 5. Antwort bin ich aufgestanden, habe bezahlt und bin gegangen.
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Nach ca. 6 Monaten sagte er zu mir:"Georg, ich weiß warum du mich hast alles aufschreiben lassen!"
Ich fragte ihn nach dem "WARUM"
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Er sagte:"So hast du mich "gezwungen" mich mit dem Thema auseinanderzusetzen!" .
"Weißt du jetzt warum ich weder "helfe", noch Tipps gebe noch einen Ratschlag?" fragte ich ihn.
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Ich möchte, dass mein Gegenüber weiß, dass man den Georg "nicht" wie ein Aspirin einnehmen kann, wenn man "Probleme" hat.
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Ich möchte, dass mein Gegenüber weiß, dass er es ist, der sich selber hilft.
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Ich möchte, dass der andere weiß, dass ich deswegen keinen Tipp oder Ratschlag gebe (was ja auch eine Art Hilfe ist), weil er sonst das macht was ich ihm sage. Nicht was SEINS ist.
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Ich bin KEIN Berater!
Ich bin ein BEGLEITER!

(c) georg mouratidis