Mittwoch, 13. November 2019

Kommunikation ist Glückssache...

...sie funktioniert halt. Oder auch nicht.

Heute beim LIDL an der Kasse.

Sie: "Wollen Sie vor?"
Ich: "Naja, wollen...?"
Sie: "Sonst hätte ich es Ihnen ja nicht angeboten, oder?"
Ich: "Nun, Sie haben ja nur gefragt ob ich will?"
Sie: "Sie dürfen vor. Ja, Sie haben Recht. Ich habe mich falsch ausgedrückt!"
Ich: "Für mich gibt es kein falsch oder richtig." und stelle mich dann doch vor sie hin.

Sie lacht und legt weiter ihre Artikel auf das Kassenband.

(c) georg mouratidis

Samstag, 9. November 2019

Gehirnwäsche?

Heute hatte ich eine Diskussion mit Sigrid. Eine ältere Dame um die 70.

Ich:"Wie geht es deiner Tochter?"

Sie:"Gut. Sie macht sich selbstständig. Als Coach und so."

Ich:"Ah, cool. Interessiert mich, erzähl!"

Sie:"Sie macht eine Ausbildung. NLP oder so!"

Ich: "Oh, jetzt interessiert es mich nicht mehr!"

Sie: "Sie muss ganz schön vile lernen."

Ich:"Ich lehne NLP ab. Weisst du was NLP ist?"

Sie:"Ja, ich bezahle es ja schließlich. Habe mal da reingelesen in ihren Unterlagen!"

Ich: "Und?"

Sie:"Früher hätte man Gehirnwäsche gesagt. Das ist ja Manipulation pur! Ich lasse mich nicht manipulieren."

Ich:"Aber du bezahlst das?"

Sie: "Ja, sie findet es gut. Und sie sagt, das wäre etwas für sie."

Ich: "Genau. Etwas für SIE. Man kann sehr schnell Geld damit verdienen. Aber ob das dem Coachee weiterhilft?"

Sie zuckte mit den Schultern und sagte nichts mehr und verließ die Diskussion.

Ich finde es ganz schön traurig und verantwortungslos, dass eine Mutter ihr Kind, mit 1000en von Euros, dabei unterstützt, Manipulationsmethoden oder wie sie es nennt, Gehirnwäsche zu erlernen, die sie an sich selbst nie zulassen würde.

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 6. November 2019

Respekt muss man sich verdienen!

Ist das wrilich so?
Kann man sich respekt verdienen?
Habt ihr euch schon Mal gefragt, ob diese Aussage einen Sinn ergibt?
Oder plappert ihr das einfach nach?

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Hier ein Dialog zwischen mir und einer Person:

Sie: "Verdienen im Sinne von erarbeiten, die Erfahrung habe ich gemacht."

Ich : "Das verstehe ich nicht. Magst Du mir ein Beispiel nennen? Am besten natürlich deine Erfahrung. Danke im Voraus."

Sie: " Ich bin Schichtführer. Ich verlange nur das von meinen Mitarbeitern, dass ich auch kann. Ich arbeite wenn es mal Personalengpass gibt ganz normal mit und verlange Disziplin und Sauberkeit. Bin immer (fast😉) freundlich und behandle immer alle gleich, egal welche Nationalität. Ich habe den Respekt meiner Schicht und den der ganzen Abteilung, weil es sich natürlich herumspricht, mein Führungsstil😊"

Ich: "erstmal Danke für die Antwort. Verstehe ich dich richtig, du hast dir den Respekt deiner MA erarbeitet? Und wenn ja, d.h. andere entscheiden ob du es wert oder gar würdig bist? Nach welchen Kriterien entscheiden die das??? Achtung Frage, keine Aussagen!!! Und was ist für dich Respekt? Achtung, du schreibst mit einem Philologen 🙄🤔😂"

Sie: "ja,ja ich merk das schon😊 Ich lebe und gebe Liebe und wenn ich diese zurück erhalte, ist alles Richtig. Gegenseitiger Respekt= Gegenseitige Liebe. Auf Antwort gespannt..."

Ich: " ich lasse deine Definition von Respekt gelten...🤪😂 Mit ein bisschen Wohlwollen ist es ja das auch. Aber kann Liebe an Bedingungen gebunden sein/werden? Ist das dann auch noch Liebe? Bist Du immer noch der Ansicht, Respekt müsse man sich verdienen? Im Sinne des Wortes verdienen! Meinetwegen im Sinne von erarbeiten?"

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Respekt aus dem lat. re-spectare, re = rück, zurück spectare = Schauen, Sicht...also Rücksicht...bedingungslos...

   

Freitag, 16. August 2019

Vergeben = vergessen?

Neulich hatte ich eine Coachingstunde mit einem Geschäftsführer!
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Er sagte mir, dass er seiner Mutter vergeben habe!
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Ich fragte ihn, ob er es auch vergessen hat.
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Er schaute mich erstaunt an und sagte: "Nein, vergessen kann ich es nicht! Das was sie mir angetan hat, kann ich nicht vergessen!"
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"Äh" fragte ich, "wie kannst du ihr dann vergeben?"
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Er hatte keine Antwort darauf.
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Ich meine, kann man wirklich vergeben ohne es auch zu vergessen?
Was genau vergebe ich dann? Wie vergebe ich? Wenn ich nicht gleich vergesse?!
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Wie denkt ihr über das Vergeben?
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Ist vergeben nicht gleich vergessen?
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(c) georg mouratidis

Donnerstag, 18. Juli 2019

Das "geheuchelte" Christsein?

Neulich traf ich einen alten Bekannten.
Wir kannten uns vom "Square Dancing!". Lang lang ists her; das mit dem Tanzen.
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Ich freute mich und sprach ihn an: "Martin?"
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Er drehte sich tatsächlich um, wir umarmten uns, unterhielten uns eine kurze Weile. Er erzählte mir, dass er Christ sei und behauptete, dass es "erwiesen sei, dass Jesus noch lebt.". Nun, da ich der Ansicht bin, dass jeder glauben kann was er will, solange er mich in Ruhe lässt....
Ich sagte ihm, dass ich eben nicht an Jesus und so glaube. Ich glaube an die Wissenschaft!
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Eines Tages kam er in den Bus mit dem ich auch fahre und erzählte mir Folgendes: "In Sindelfingen am Busbahnhof wo ich aussteige da sind viele 'Nichtdeutsche', "Nichtarier" und "NIcht-blauäugige".
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Ich schaute ihn an, und sagte "Und das sagst du als Christ?"
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Er war darauf sowas von erbost und sagte: "Du unterstellst mir, dass ich nichts von diesen Menschen halte. Das hast du schon mal gemacht!"
Ich: "Wann genau? Was habe ich da gesagt?"
Er: "Weiß ich nicht mehr!"
Ich: "Weißt du M...., wenn du mir etwas vorwirfst, mir aber nicht genau sagen kannst, was ich gesagt habe, ist es, als hättest du es  mir gar nicht gesagt!"
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Er schaute mich erstaunt an und sagte: "Und du behauptest du kannst zuhören? Das kannst du eben nicht! Du manipilierst nur die Leute!" und dann ging er von dannen.
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Ich wundere mich schon über diese Reaktion eines sogenannten Christen. Nicht mal aus Spaß denkt ein "wahrer" Christ so über andere Menschen. Wo ist da die vielzitierte Nächstenliebe die "sein" Jesus predigte?
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Ach ja, und was das Zuhören betrifft: "Ich denke er hat nicht verstanden, dass ich sehr genau zuhöre! Wohl zu genau für ihn!" :D
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Nun grüßt mich dieser Christ nur beim Vorbeilaufen!.
(c) georg mouratidis


Mittwoch, 3. Juli 2019

Ich bin eine Kurdin.

"Eine stolze Kurdin." sagt mir heute ein dreizehn-jähriges Mädchen. Ein Kind. Dabei streckt sie den Oberteil nach oben, erhebt den Kopf und schaut mich mit den Augen "von oben herab".
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"Was ist denn für dich stolz?" frage ich sie.
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Sie schaut mich an, schaut ihre Freundin an, schaut mich wieder an. Es kommt nichts. Sie denkt nach, es kommt nichts.
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"Weißt du nicht was stolz ist?" fragt sie mich.
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"Ich schon" antworte ich, "aber ich will wissen, was für dich stolz ist."
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"Im Kopf habe ich es, aber ich kann es nicht mit Worten beschreiben." antwortet sie.
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"Versuchs mal" bitte ich sie.
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Es kommt nichts, sie weiß es eben nicht. Aber sie benutzt dieses Wort. Und mit einem betonten Verhalten, was genau dieses Wort definiert:

"eingebildet, hochnäsig, auf hohem Ross".

Genau so hat sie sich mir gezeigt: "eingebildet, hoch näsig, auf hohem Ross". Ihre Körpersprache zeigte mir, dass sie genau das meint was sie sagt. Aber sie kann es nicht beschreiben. Nicht mit Worten.
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Wir sollten sehr vorsichtig sein, was wir in Anwesenheit von Kindern sagen und tun. Denn sie kopieren es einfach; und oft wissen sie nicht mal was genau sie da sagen!
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Jetzt könnte jemnad sagen, stolz habe auch eine andere Bedeutung, nämlich:  "seiner Fähigkeiten und Leistungen bewusst und erfreut darüber".
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Abgesehen davon, dass ich diese Definition nicht akzeptiere, frage ich mich, "was genau hat dieses 13-jährige Mädchen denn selbst geleistet um Kurdin zu werden/sein, sich seiner Leistungen bewusst und um darüber erfreut zu sein?"
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Und diese Frage stelle ich mir nicht nur bei Kindern. Aber hier eben besonders. Denn Kinder machen das was sie lernen. Was wir ihnen zeigen. Und vllt. sollten wir das mal überdenken!?
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(c) georg mouratidis

Dienstag, 25. Juni 2019

Kann gar nicht sein!

Ich liebe solche Aussagen. Ihr auch?

Heute beim Bäcker:

Ich: "Einen Kaffee bitte."
Sie: "1,90€."
Ich: "Oh, ändern sich Ihre Preise von Tag zu Tag?"
Sie: "Warum?"
Ich: "Naja, letztes Mal habe ich 2,00€ bezahlt."
Sie: "Kann gar nicht sein!"

Meine Gedanken: 1:0

Ich: "Sagen Sie bitte nicht, "kann gar nicht sein, denn ich weiß was ich bezahlt habe!"
Sie: "Wahrscheinlich haben Sie 10 Cent Trinkgeld gegeben. So kanns gewesen sein."
Ich: "Ne, ich habe 2,40€ für einen Kaffee und eine Marmelade bezahlt!"

Bevor Sie jetzt irgend etwas sagen konnte, schob ich nach: "Marmelade 40 Cent."

Sie: "Das glaube ich jetzt nicht!"

Meine Gedanken: Bäm, 2:0

Ich: "Nun, was Sie glauben, ist gerade nicht wichtig, denn ich habe 2,40 bezahlt. Marmelade 40 Cent.
Sie: "Keine Ahnung. Ich habe die Preise hier in der Kasse ..."

Bevor ich irgend etwas sagen konnte sagte Sie: "Alles gut." Dreht sich um - nachdem sie mir natürlich den Kaffe gegeben hat - und geht.

Bäm, 3:0.

Naja, kundenfreundlichkeit sieht bei mir etwas anders aus, zumal ich jetzt das 3. Mal dort zum frühstücken war.
Und bei jedem dieser Tage kostete der Kaffe und Marmelade anders.

1. Mal: Kaffee 2,00 + .50€ Marmelade
2. Mal: Kaffee 2,00 + .40€ Marmelade
und jetzt 3. Mal: Kaffee 1,90€

Irgendwann sollten sie sich über die Preise einig werden.
Noch schöner wäre es, wenn mit den Kunden anders umgegangen würde.
Ich kann nur von mir reden, ich weiß nicht welche Erfahrungen andere gemacht haben.
Wenn jedoch mir jemand sagt, dass das was ich sage nicht sein kann, dann frage ich mich, "was er denn von meinen letzten zwei Male weiß?".
Er/Sie war doch gar nicht dabei!

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 12. Juni 2019

Wie wichtig bist du dir selbst?

Schon seit einigen Jahren sagt eine ehemalige Kollegi, dass sie ja so unbedingt meine Seminare besuchen würde. "Aber das GELD! Wenn es nicht so teuer wäre." sagt sie.

Nun, heute sagte ich zu ihr:"Du, wenn du immer noch Interesse hast, auf der VHS in Mühlacker halte ich einen Tag mein Seminar ab. Und es ist nicht 'teuer'. Also, wenn Du willst!"

Sie holt ihren Kalender, will den Termin eintragen, schaut mich an und sagt: "Wann?"

Ich:"Ist ein Samstag. Der 12.10."
Sie: "12.10., da hat meine Mutter Geburtstag!"
Ich: "Und!"
Sie: "Da fahren wie für gewöhnlich weg."
Ich: "Aha, wieviele Geburtstage hat deine MUtter mit dir gefeiert?"
Sie zuckt mit den Schultern.
Ich: "Also, wenn es dir nocht wichtig ist und du es dir wert bist, am 12.10. in Mühlacker. Onlineanmeldung ab dem 1.8. und über das Heft ab 1.9."

Sie schaut mich an, trägt den Termin NICHT in ihren Kalender und sagt:"Also, eher nicht!"

Nun frage ich mich wirklich, wie wichtig ist es ihr die letzten Jahre gewesen? Wie wichtig ist sie sich selbst?

Aber das muss ja jeder für sich selbst wissen.

(c) georg mouratidis

Samstag, 20. April 2019

Für wen das Ganze?

Beim Bäcker! ( ja, ich weiß...langsam wirds langweilig :-D )

Ich verabschiede mich von den zwei Verkäuferinnen. Eine fragt mich, was ich den heute kochen würde?

Meine Antwort: "Ich koche nicht!"

Sie: "Ja, aber du musst doch etwas essen?"

Ich: "Nun, entweder ich rufe irgendwo an und lasse es mir liefern, oder ..."

Sie: "Das ist nix für mich!"

Ich: "Ich halte Kochen, Friseur, Arztbesuch, Putzen für Zeitverschwendung!"

Sie: "Also, wenn mein Mann so denken würde, das wäre für mich ein Grund zur Scheidung?"

Ich: "Was genau?"

Sie: "Naja, ich gehe zum Friseuer, lasse mir meine Fingelnägel machen und so..."

Ich: "Dann ist meine Frage: 'Für wen machst du das'"

Beide Verkäuferinnen - wie aus der Pistole geschossen - "na für uns!"

Ich: "Dann kann es dir doch egal sein, was andere darüber denken. Wenn du es für dich machst, oder?"

Gedenkminute!!!!

Sie: "Äh, eigentlich ja. Da hast du Recht!"

Ich: "Ein schönes Wochenende EUCH!"

(c) georg mouratidis

Dienstag, 9. April 2019

Und schon wieder beim Bäcker

Heute unterhalte ich mich mit zwei Zimmermänner. Wir kommen auch zum Thema EU, Griechenland.

Ich sagte dann, "Also ich bin nicht für die EU. Mir gibt es persönlich nichts! Für mich ist das ein kultureller Genozit."

Einer der Handwerker schaut mich an und sagt: "Ist einfach so etwas zu sagen, wenn man hier in Deutschland lebt!"

Ich schaute ihn an, habe etwas überlegt und dann fragte ich ihn: "Können Sie mir eine einzige Sache nennen, die die EU auf den Weg gebracht hat, welche ALLE Bürger und ALLE Länder der EU zugute kam? Oder kommt? Wohlgemerkt allen Bürgern und nicht nur der Wirtschaft zweier Länder!"

Also, bis jetzt warte ich immer noch auf eine Antwort!

(c) georg mouratidis