Freitag, 27. Mai 2016

Muslimische Schüler in Basel müssen ihrer Lehrerin die Hand schütteln


Dialog zwischen mir und einer Bekannten zu diesem Thema.

Sie: „Also, wenn ich beobachte was Menschen im Namen von Religionen machen, dann nervt mich das sehr. Es geht doch nur um Macht, Macht, macht.

TheFool: „ja, da stimme ich dir zu!“
Sie: „Deswegen finde ich das so gut, dass die moslemischen Schüler dazu gezwungen werden der Lehrerin die Hand zu geben!“

TheFool: „Du findest es gut, wenn mich jemand zwingt, jemandem die Hand zu geben?“

Sie: „Ja!“

TheFool: „Und was wenn ich es nicht will? Wenn ich dir die Hand gar nicht geben will?“

Sie: „Das hat was mit Anstand zu tun. Das gehört sich so! Es darf nicht religiös geartet sein!“

TheFool: „Ach so, das gehört sich so? Eine Frage wenn du erlaubst!“

Sie: „Ja!“

TheFool: „Angenommen dein Kind fragt dich. Wie jung ist dein Kind?“

Sie: „11“

TheFool: „Ok, angenommen dein 'nicht muslimisches Kind fragt dich folgendes: 'Mama, kannst du mir bitte erklären weshalb ich meiner Lehrerin die Hand geben soll?' Was würdest du ihm antworten?“

Sie: „Das gehört sich so!“

TheFool: „Aber Mama, ich möchte nicht!“

Sie: „Das zeugt von Respekt!“

TheFool: „Mama willst du mir sagen, dass ich meine Lehrerin nur respektiere wenn ich ihr die Hand gebe? Ich respektiere sie doch auch so. Ich liebe sie. Sie bringt mir Sachen bei. Ich will ihr aber die Hand nicht geben!“

Sie: „DU MUSST!“

TheFool: „Es muss? Was wäre dir als Mutter lieber. Das Kind würde es aus Überzeugung machen oder aus Angst vor der Bestrafung?“

Es kommt keine Antwort. Lange nicht!

TheFool:“Ich glaube du merkst, dass du darauf nur eine Antwort hast?“

Sie nickt!

TheFool:“Es gibt nur eine. Nämlich aus Überzeugung. Und nicht aus der Angst vor Bestrafung!“

Sie nickt zustimmend!

Sie: „Aber Georg, es gibt Regeln die in einer Gesellschaft gelten. Sonst würden wir doch nicht funktionieren. Die Gesellschaft würde nicht funktionieren. Da kann doch nicht eine Religion daher kommen und diese Regeln umschmeissen, weil ...“

TheFool:“Definiere bitte Religion!“

Sie: „Du mit deinem Definiere. Religion, von mir aus eine Gesellschaft. Die Regeln einer Gesellschaft!“

TheFool: „Aber was bitte unterscheidet deren Religion mit deiner Religion? Die Regeln Deiner Gesellschaft? Deine „Religion“, dein Glaube, DEINE Gesellschaftsregeln verlangen von meiner Religion, meinem Glauben aufzugeben. Ich soll mich nach deinen Regeln richten. Und wenn ich es nicht tue, dann bestrafst du mich. Was bitte ist daran besser? Warum ist deine Religion besser als meine? Oder meine schlechter als Deine?“

Stille!

The Fool: „Zudem gewährt mir Dein Land Religionsfreiheit!

Sie: „Religionsfreiheit darf aber nicht heissen, dass jemand hierher kommt und wir uns nach seinen Regeln richten müssen! Religionsfreiheit muss halt hier zurückstecken!“

TheFool: „Sind wir uns folgendermaßen einig? Ich gewähre dir Religionsfreiheit solange DEINE Religion nicht mit den geltenden Gesetzen hier im Konflikt steht?“

Sie: „Ja, genau!“

TheFool: „So, und nun zeige mir wo im Gesetz – in eurem Gesetzbuch, in unserem Gesetzbuch (schließlich lebe ich ja hier), was Religionsfreiheit garantiert, steht, dass es strafbar ist jemandem nicht die Hand zu geben. Wo steht es, dass ich jemandem die Hand zu geben habe. Gegen meinen Willen! Wenn du mir diese Stelle zeigst, dann stimme ich dem zu.

Sie: „Ich kenne keine!“

TheFool: „Siehste. Ich auch nicht. Außerdem hat es die Schulbehörde entschieden, nicht das Gesetz! Und wer sich nicht daran hält wird bestraft! Womit wir wieder bei der Überzeugung wären!“

TheFool weiter: „Jetzt kannst du kommen und sagen, vllt. Steht das in der Hausordnung. Was ich anzweifle dass es so eine Hausordnung gibt.“

Sie: „Hm?!“

TheFool weiter: „Und jetzt stell dir mal folgendes vor: Die Hausordnung würde jetzt so geändert werden, dass das für jeden gilt. Was glaubst du wie viele Einheimische auf die Barrikade gehen würden? Geht es wirklich um das Händeschütteln? Geht es wirklich um den Respekt? Ich zweifle es an! Sehr sogar!“

TheFool weiter: „Wie heuchlerisch ist das denn? Nimmt die Religionsfreiheit aus unserem Grundgesetz, dann hätte ich gar keine Diskussionsbasis. Ihr aber auch nicht!“

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 26. Mai 2016

Du bist halt ein Arschloch

Mein neuer Arbeitgeber gibt uns die Möglichkeit, kostenlos, an einem Englischunterricht teilzunehmen.

Wir unterhileten uns in diesem Unterricht über Politik und Merkel.

Nach der Diskussion sagte ein Kollege zu mir: "Ich mag Merkel auch nicht, aber 'Macht macht sexy'".

"Nun" sagte ich zu ihm, "definiere sexy!"

"Du schon wieder. Definiere sexy. Weisst du nicht was sexy ist?"

"Nein" sagte ich "nicht was du darunter verstehst. Und nicht in diesem Zusammenhang."

"Du bist halt ein Arschloch" sagt er zu mir.

Ich war baff. Und nicht nur ich. Die EnglischLehrerin hat es auch verstanden und fragte ihn:" Was das jetzt soll?"

Da er kein Englisch versteht hat er nicht darauf reagiert.

Aber das ist nicht das Problem.

Zwei Tage später rief mich mein Chef zu sich und erklärte mir, dass genau dieser besagte Kollege sich bei ihm beschwert hätte. Er käme mit meiner Art nicht klar. Ich solle doch bitte einen Gang zurückschalten.

Ich antwortete ihm:"Herr G... ich bin ich. Wer mit mir und meiner Art nicht klar kommt, der braucht sich mit mir nicht zu beschäftigen. Aber eine Frage hätte ich da schon!"

"Ja" fragte mich mein Chef.

"Mit welcher Motvivation oder Erwartung ist dieser Kollege zu Ihnen gekommen? Was hat er gedacht was Sie ausrichten können, wenn ER nicht mit meiner Art nicht klar kommt?"

"Ach ja, noch etwas. Hat er Ihnen gesagt, dass er mich Arschloch geschimpft hat. Vor der Mannschaft? Bin ich zu Ihnen gekommen?"

--:--

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 12. Mai 2016

Ist das [mangelnder] Respekt?

Seit langem beobachte ich eine junge Mutter mit ihrem Sohn (2 jahre) bei unserem Bäcker wo ich Kaffee trinke.

Ihr Sohn läuft durch die Bäckerei, geht zwischen den Kunden, läuft hinter die Theke, stellt sich auf die Stühle (mit seinen Schuhen).

Eines Tages kam das zu einem Gespräch zwischen mir und ihr. Daas Gespräch nahm seinen Lauf, weil diese junge Mutter über andere Mütter und ihren Kindern "herzog".

Ich konnte nicht anders als "natürlich" sie auf ihr Verhalten und das ihres Sohnes anzusprechen.

Sie antwortete mir:"Ja, ich weiß...aber ich lass ihn machen...was andere denken ist mir egal".

Soweit so gut!

Heute saßen beide wieder im Kaffee. Der junge verhält sich wie sonst auch. Plötzlich läuft der Chef der Bäckerei rein. Die junge Mutter sieht ihn, schaut zu ihrem Sohn rüber, ruft nach ihm. Da der junge es gewohnt ist nicht zu reagieren, ruft sie nochmal...wie üblich...der junge reagiert wieder nicht...die junge Mutter steht auf und holt ihn zu sich...der junge stellt sich auf den Stuhl...wie immer...sie 'zwingt' ihn zum "richtigen Sitzen"...Er fängt an zu weinen...sie schaut ihn an und der junge ist ruhig...und so weiter und so weiter...

Ich frage mich nun...ist das der Respekt dem Chef gegenüber...oder der mangelnde Respekt uns (den Kunden) gegenüber? Wenn der Chef nicht da ist kümmert sie sich nicht darum...es ist ihr ja sogar egal was andere denken...

Solch ein Verhalten ärgert mich persönlich sehr!

PS: Nach unserem ersten Gespräch mit der jungen Mutter, kam die Verkäuferin zu mir und stimmte mir zu...und sie sagte mir, dass es sie auch ärgert wenn sich die Mutter nicht um ihren Sohn kümmert. "Und warum sagst du es ihr nicht?" frage ich sie...keine Antwort...

(c) georg mouratidis

Freitag, 6. Mai 2016

Du musst wohl überall diskutieren?

Meine Beobachtung gerade eben beim Bäcker, beim Kaffeetrinken

Frau A: "Ich schulde dir ja sowieso was. Da dachte ich mir, ich lade dich ein beim ... zum Kaffee und Kuchen!"

Frau B: "Kuchen ist nicht gut. Hat zu viel Zucker!" (Anmerkung: Diese Frau hat Diabetes. Ja, und die 2. Frau weiß das).

Frau A: "Dann ist du einen Salat!"

Frau B: "Da muss ich auch vorsichtig sein. Letztens habe ich einen Salat gegessen und danach hatte ich einen Zucker von über 300!"

Dieser Dialog ging noch ein paar Mal hin und her. Bis Frau A dann plötzlich sagte: "Is ja gut. Du alte Meckerliese. Dann ist du halt nix. Ich wollte dir was Gutes tun. Und jetzt kann ich dir nix Gutes tun!". (Anmerkung: Ich hatte den Eindruck, dass diese Frau sehr verärgert war.).

Da ich auch weiß, dass Frau B Diabetes hat, und ich nämlich auch - konnte ich sie sehr gut verstehen. Ich wollte mich jedoch nicht einmischen.

Denn, am Tag zuvor - auf meiner Geschäftsreise - stand ich auch beim Bäcker und habe nach einem "dunklen, Vollkorn grob gemahlen, feuchtes und weiches Brot" gefragt.

Hinter mir ein Kollege:"Du musst wohl überall diskutieren. Bei jeder Gelegenheit, gell?".

Ich schaue den Jungspunt an und sage ihm:"Wenn du dann auch Diabetes hast, dann reden wir nochmal. Wenn es wichtig ist darauf zu achten was du isst!"

"Oh, das wusste ich nicht. Sorry!" sagte er.

"Siehste, deswegen fragen und nicht einfach interpretieren!"

Diskussion beendet. Stille!

PS: Ich überlasse es jedem einzelnen hier, die Poente zu erkennen!
(c) georg mouratidis

Sonntag, 3. April 2016

Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde!

Dialog zwischen mir und dem Mann hinter der Theke. An der Raststätte.

Er: "Welchen Wunsch kann ich Ihnen erfüllen?"
Ich: "Oh, Sie erfüllen Wünsche. Wie wärs mit einer Frau. Blond, blaue Augen. Groß?"
Er: "Hä, wie bitte?"
Ich: "Naja, wenn Sie mich fragen welchen Wunsch Sie mir erfüllen können, kann ich jede beliebige Antwort darauf geben, oder?"
Er: "Ja, das stimmt. Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde! Also, was möchten Sie essen?"
Ich: "Was genau ist ethisch oder 'nicht ethisch' in diesem Fall?"
Er: "Das sagt man doch so, umgangssprachilich, oder nicht?"
Ich: "Ich weiss nicht was man umgangssprachlich sagt. Aber was ist für Sie umgnagssprachlich 'ethisch'? Ich möchte SIE verstehen und nicht die anderen!"

Ob ihr es glaubt oder nicht, er wusste es nicht!

Weshalb benutzen Menschen (fremd)Wörter deren Bedeutung sie nicht einmal kennen? Und was für mich noch 'unverständlicher' ist, er weiss nicht einmal was ER damit sagen will. Was für ihn 'ethisch' ist!

(c) georg mouratidis

Samstag, 2. April 2016

Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen

Seit gestern arbeite ich bei meinem neuen Arbeitgeber.
Heute ist mir etwas passiert was ich so nicht erwartet hätte.

Mein "neuer" Einweiser den ich heute zum 1. Mal sehe, erzählt mir während unerer Zusammenarbeit über seine "gescheiterte" Beziehung. Und erzählt und erzählt.

Ich frage ihn:"Darf ich dich was fragen?"
Er:" Ja!"
Ich: "Wesshalb erzählst du es mir?"

Er zuckt mit den Achseln, als wolle er sagen, dass er es nicht wisse.

Während unserer weiteren Zusammenarbeit, in der wir auch uns unterhalten, sagt er:"Wow, das ist es?".

Ich, erschrocken, frage:"Was ist was?"

Er: "Du hast gerade etwas gesagt, das mir sehr geholfen hat. Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen. DANKE, DANKE."

"Bitte", sagte ich. "Aber mir ist wichtig, dass du weisst, dass ich gar nichts getan habe!"

"Du hast etwas gesagt, was mich jetzt zum Nachdenken anregt. Zu meinem aktuellen Problem! Und, ok, es liegt an mir was ich daraus mache. Ich danke dir dafür!"

"Komm her" sage ich zu ihm, "lass dich umarmen!"

Und wir haben uns tatsächlich umarmt! Zwei wildfremde Menschen.

Er 31, ich 53.

Genau das sind die Momente die ich in meinem Leben so liebe!

(c) georg mouratidis

ps: unser dialog ging länger als hier dargestellt. da es aber "ziemlich privat" ist, werde ich diesen hier nicht ausführlich aufführen. er - der dialog - wird aber in meinem kopf vorhanden bleiben!

Donnerstag, 24. März 2016

"christliches" Geheuchle?

Das ist ein E-Mail Austausch mit jemandem der mich "Freund" nennt. Zudem der Ansicht ist, dass er an Gott glaubt und genau das ihn legitimiert so über andere zu denken! Ich halte diese Geschichte hier fest, weil es mir persönlich zeigt, wie wenig "Nächstenliebe" in denen steckt, die da behaupten an Gott zu glauben. Aber, ihr ach so tolles Selbstbewusstsein, so über andere denken lässt. 
Nein, diesmal kein Moslem. Diesmal ein "Christ". 

Seiner Nachricht ist eine E-Mail von mir vorausgegangen, in der ich ihm mitteile, dass wir uns nicht mehr beim Busfahren treffen werden, da ich ein "Hausverbot" für diese Haltestelle erhalten habe!
Hallo Georg,

Danke für deine Nachricht. Ich muss dir leider sagen, dass ich von Dir auch ein wenig enttäuscht bin seit unserer Diskussion in Facebook. Hatte ich doch den Eindruck, dass du dich irgendwie mit „jedem“ anlegst. Ich fühlte mich durch dich sehr angegriffen und da hast du bei mir einen wunden Punkt erwischt, nachdem wir uns so kurz kannten.  Warum wundere ich mich nicht, dass du ein Hausverbot bekommen hast und die Linie nicht mehr fahren darst. Ich möchte nicht sagen, dass ich das kommen gesehen habe, aber nach deiner Aktion im Facebook sehe ich da Zusammenhänge.

Da frage ich mich, was denn „gewaltfreie Kommunikation“ ist. Was von Dir in dieser Diskussion kam empfand ich sogar sehr gewaltreich.

Ich finde es auch höchst bedenklich, solche politischen Diskussionen in der Öffentlichkeit abzuhalten. Ich habe eine klare Haltung und meine Lebenserfahrung ist fast genausolang wie deine.

Belehren lasse ich mich nicht und von niemandem. Dazu bin ich zu selbstbewusst. Das habe ich nicht nötig.

Deshalb fand ich es auch höchst unpassend von dir zu schreiben „Falsch…. Mein Freund…..“ und dergleichen. 

Auch wenn es in Deutschland (noch) kein Burka-Verbot gibt, sind Großteile der Bevölkerung dagegen. Dies wird sich früher oder später in einem Gesetz wiederfinden. Momentan ist das „toleriert“, weil es auch (noch) nicht zum typischen Straßenbild gehört und somit (noch) nicht akut ist. Das wird sich vermutlich aber ändern, wenn weitere Millionen Flüchtlinge zu uns kommen und parallele Gesellschaften, die faktisch existieren, weiter ausbauen. In anderen europäischen Ländern ist dieses Gesetz schon existierend. Das ist auch richtig so.

Eine Frau in Burka finde ich nun mal in unserem Kulturkreis höchst unpassend und da habe ich keine Bewunderung übrig. Für mich ist das Ausdruck von Sturheit, Ausdruck des NICHT-Respektierens unserer Lebensweise und Ausdruck von Unbelehrbarkeit. Ich finde es salopp gesagt eine Unverschämtheit so bei uns aufzutreten. Das provoziert mich ähnlich, wie ein Moslem, der sich aufregt, wenn eine Frau in Minirock eine Moschee betreten würde. (was für mich übrigens kein Problem wäre…..) Die Gastfreundschaft ist bei mir hier  am Ende. Das religiöse Vermummen der Frau steht  für mich für Unterdrückung, Unmündigkeit und Präsentieren der Zweitklassigkeit jener Frau. Sie steht für verstaubtes Mittelaltertum, für ein Bild, das bei uns seit Jahrhunderten überholt ist.  Ich bin ganz klar für ein Burka-Verbot. Das geht einfach zu weit. 

Dass diese Frau vor Gericht in einer Burka erschien ist für mich ähnlich unpassend und verachtungswürdig wie der Auftritt aktuell von Anders Breivik, der beim Gerichtstermin mit Hitlergruß salutierte.

Den Vergleich von Dir „….das würde aber Jesus nicht gefallen“ fand ich absolut unterirdisch und hatte in dieser Diskussion einfach nichts zu suchen.  Ich würde eine religiöse Meinung niemandem vorhalten, auch wenn er noch so gläubig ist.  Die Frage stellt sich auch gar nicht. Natürlich bin ich christlich und gläubig, das heißt aber noch lange nicht, dass ich danach strebe, exakt wie Jesus zu sein und zu leben. Das verlangt auch der Glaube nicht. Sonst würden wir vermutlich alle ins Kloster gehen.  Der Glaube eröffnet aber Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen. Man muss nicht unendlich tolerant sein. Ich finde es sogar sehr christlich, zu demonstrieren: „Halt….. Eine Vermummung einer Frau ist ein falsches Signal und hat nichts mit der vor Gott gebotenen Gleichheit der Geschlechter zu tun“.

Ich würde aber in der  Öffentlichkeit meine Meinung niemals mit meiner religiösen Haltung begründen. Weil ich weiß, wie provozierend das aufgefasst wird. Vor allem gegenüber anders gläubigen. Daher ist das NICHT-Erwähnen von religiösen Elementen in einer Diskussion für mich ganz klar angewandte gewaltfreie Kommunikation.  Religion, so verstehe ich sie, ist im Stillen zu leben, im Inneren, in Bescheidenheit, in Demut und keinesfalls in der Präsentation nach außen.

Ich habe viele Christen beobachtet, denen die Präsentation nach Außen viel wichtiger ist, als christlich  zu leben. So sind die, die ihren Glauben so sehr nach außen tragen und diesen stark betonen und ihn unterstreichen stets mit Skepsis zu betrachten. So sehe ich auch manche Moslems. Höchste Vorsicht bei denen, die den Glauben sehr nach außen präsentieren.  

Ich bin der Meinung, dass unsere europäische  Kultur in der Welt einen gewissen Fortschritt gegenüber anderen hat. Andere „sind noch nicht soweit“. Die brauchen noch 200-300 Jahre. Wir müssen unser Erreichtes aber vor den Bestrebungen schützen, zurückgerissen zu werden.

Daher gibt es meiner Meinung nach in Deutschland nur einen Weg zu einem erfolgreichen miteinander. Dieser heißt „ANPASSUNG“.  Glauben darf jeder was er will und an wen er will. Solange er sich an unsere kulturellen Regeln hält.

Das ist meine Meinung.

Grüße Rainer
Meine Antwort an ihn:
Nun Rainer,

jemand der soviel Selbstbewusstsein hat wie du, hat es nicht nötig eine so lange Rechtfertigung zu schreiben.

Du hast es teilweise "richtig" formuliert:

...du empfindest es so...
...nach deinem Empfinden...
...du fühlst dich belehrt...
...du bist enttäuscht...

eben! DU!

Aus diesem Grund ist es mir recht, wenn wir das "Biertrinken" nicht weiter verfolgen. Denn mein Selbstbewusstsein sagt mir, dass ich keine Interesse an eine Verbindung habe, in der der andere sich "belehrt" denkt!

Seine Antwort:
Sehr gut formulliert.
Das machen wir so.

Danke für dein Verständnis.
Dir alles Gute weiterhin.

Grüße Rainer

Ich war nahe dran ihm zu antworten und zu fragen, ob er irgend etwas, von dem was ich geschrieben habe, verstanden hat. Ich ließ es bleiben. Nach meinem Empfinden hat ein Mensch, der angeblich ein so starkes Selbstbewusstsein hat, eine Rechtfertigung nicht nötig.  Thema verfehlt. Sechs. Setzen!

Mich persönlich nervt es, wenn Gläubige, andersgläubige vorhalten, wie sie zu sein haben. Hier, die Christen den Moslems. Und dann benutzen sie Wörter wie "Gott", "Liebe", "Jesus", "Nächstenliebe". Welches Geheuchle!

Im aktuellen Fall ging es darum dass eine Frau ihre Burka vor Gericht nicht absetzen wollte. Und ich ihr meinen Respekt gezollt habe. Mit den Worten: "Auch wenn ich dich nicht kenne, ich hebe meinen imaginären Hut vor Dir! Weil du zu deinem Glauben unerschütterlich stehst!!".

Der "tolle" Christ war der Ansicht, verbal auf mich und auf die Frau (die er nicht einmal kennt) einzuschlagen. Dieser tolle und selbstbewusste "Christ", hat sowohl unsere "fb Freundschaft" als auch Teile aus unserem Dialog gelöscht. Tja, von welchem Selbstbewusstsein spricht er? Ich kann dieses Geheuchle der Gläubigen nicht mehr ausstehen!

(c) georg mouratidis

Samstag, 19. März 2016

Eigenwahrnehmung schärfen!

Ich habe mich dazu entschlossen das Bauchreden zu lernen. So habe ich mir "professionelle" Hilfe bei einer Logopädin geholt. Sie zeigte mir Atemübungen, Schulter lockern, Mund/Sprechübungen und vieles mehr. In meinem Erfahurngsaustausch sagte siei zu mir:

"Es ist sehr beeindruckend, wie schnell sich Ihre Eigenwahrnehmung geschärft hat, so soll das im Idealfall sein."

Ich wäre nicht ich, würde ich sie nicht fragen: "
Wie meinen sie das mit Eigenwahrnehmung??"

Ihre Antwort darauf hat mich beeindruckt: "Das Spüren was der Körper wie macht, zB. wo die Atmung hin fließt, ob sich die Schultern bewegen etc. Dafür benötigen die meisten Menschen, die zu mir kommen, Wochen bis Monate, aber bei Ihnen geht das ruckizucki. Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern. Das ist wirklich wunderbar und v.a. essentiell für eine resonanzreiche, umangestrengte Stimme. Beide Daumen hoch!"

Abgesehen davon, das meine Logopädin es so erzählt und gezeigt, dass ich es verstanden habe und jedes ihrer Worte aufgesogen habe, ist es ein jahreslange Training um zu merken was der Körper macht.

Ich halte dieses Ereignis nicht fest um mich daran zu erinnern wie toll ich bin, sondern genau wegen des Satzes: "
Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern.". Denn in meinen Trainigs und Coachings geht es mir genau darum. Spürt was euer Körper sagt, und fühlt ob es euch gut tut. Und wenn nicht, arbeitet daran, dass es euch wieder gut geht. Das erinnert mich mal an ein Gespräch als mich ein junger Mann fragte, woran er denn merke wenn er richtig handle? Meine Anwort war genau das: "Dein Körper wird es dir melden! Fühle in ihn hinein und du wirst es spüren! Fühle was dein Körper macht!".

Was die Achtsamkeit betrifft, habe ich mal vor Jahren einen Artikel hierzu gepostet: Achtsamkeit.

(c) georg mouratidis

Ich hätte nie gedacht ...

...dass du griechische Musik hörst!

Das sagte mir mein griechischer Kollege, als ich abends in das Depot einfuhr. Ich mache die Tür auf und er hört meine laute Musik.

Er schaut mich - irritiert und wohl überrascht - an.

"Was?" frage ich ihn.

"Ich hätte nicht gedacht, dass du griechische Musik hörst!"

"Aha, und weshalb nicht?"

"Weiß nicht. Hätte ich nicht gedacht!"

"Tja, so kann man sich irren! Du kennst noch so vieles nicht von mir!"

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Wie schnell wir so in Vorurteile geraten, gell?

(c) georg mouratidis

Sonntag, 13. März 2016

Weil wählen gehen ja so wichtig ist!

Ist das so?

Wenn du zu McDonalds gehst und dir etwas zum Essen kaufst, bezahlst und gehst...ist die Intention von McDonalds erfüllt. Ihm ist es egal, ob du den Fraß isst oder wegschmeisst.

So ist es auch mit der Wahl. Die die gewählt sind/wurden ist es egal was du über sie NACH der Wahl "ihres menüs" machst. 
Hauptsache du hast gewählt!
Naja, wenn das die Lösung für euch ist?

(c) georg mouratidis


Er-ziehung

Er-ziehung versucht Millionen von Menschen ein Prinzip über-zu-stülpen, was ihnen nicht passt. Dabei bleibt die Individualität seiner Bedürfnisse auf der Strecke. Es entsteht so Dividualität! Man könnte es auch Gewalt nennen!

Das hält ein Mensch eine Weile gut aus. Aber eine dauerhafte Umstellung machen Menschen nur mit, wenn ihre Bedürfnisse und liebgewonnene Wertevorstellung berücksichtigt werden. Ist das nicht berücksichtigt, leidet die Lebensqualität. Diese holt man sich zurück, z.B. durch Rebellion. Oder diese Lebensqualität wird nicht zurückgeholt und man macht einen (inneren) Rückzug.

Ich favorisiere eine Art von gegenseitigem Verständnis, in dem Raum geschaffen wird für die "Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Anwesenden".

Wie das geht?

Oh, das Konzept :-) ist einfach: Kommunizieren! Austauschen! Alle Beteiligte einbinden! Keine "komplizierte" Regeln!

(c) georg mouratidis

Wenn du die Welt von irgendetwas befreien könntest...

Dialog auf facebook!

A: den menschen oder seine fähigkeit zu denken

Ich: Dann wären wir in vielen nützlichen Dingen aber nicht weiter!

A:
was für nützliche dinge??? die menschen haben jegliche instinkte scheinbar vergessen und ... ach was soll ich dir das ohr abkauen ... das ändert weder deine noch meine meinung!

Ich:
Versuchs doch mal. Mit dem Ohr kauen!

A: ich bin kein streitlustiger Mensch und akzeptiere andere Meinungen --- Dir gefällt meine Antwort nicht oder zumindest findest Du sie verbesserungswürdig. Das ist völlig okay und das können wir auch einfach so stehen lassen

Ich: Mit gefällt weder deine Antwort NICHT noch finde ich sie verbesserungswürdig. DEINE Interpretation. Dein Denken! Und streiten wollte ich schon gar nicht!

Was wolltest du nochmal abschaffen?

A:
der mensch hat seine instinkte verloren und meint durch denken richtig zu handeln. die besitzansprüche sind enorm gestiegen nur weil der mensch denkt er braucht es! er denkt ein kriegt löst ein problem oder oder oder ... die menschen zerstören die welt durch ihre falschen vorstellungen von lebensstil! das kurz zu fassen und anderen zu erklären ist weder einfach noch zwei mal nicht virtuell.

Ich:
Ich verstehe dich sehr gut...und ich kann es nachvollziehen...sogar...aber, um mir das zu schreiben, war da nicht DENKEN notwendig? Ist nicht DENKEN notwendig anderen etwas zu vermitteln? Jetzt können wir es sehr gerne stehen lassen!

A:
wir können es gern so stehen lassen damit hab ich kein problem

(c) georg mouratidis

 

Samstag, 12. März 2016

Alles nur eine Frage des "sich trauens"

Neben mir am Nachbartisch...Ein Mann mit "lauter" Musik aus seinem Handy...So laut, dass ich den Text sogar verstanden habe...Und ich beim Lesen von Sokrates' Leben.

Ich neige mich rüber zum Tisch und frage:"Darf ich Sie was fragen?"
Er wendet sich mir zu...Mit einem Lächeln das ich als "ja" deute.

Ich:"Angenommen ich würde Ihnen sagen, dass mich die laute Musik stört, was würden Sie dann machen?"

Er: "Ich würde sie leiser machen!"

Und er macht sie leiser.

Ich: "Danke!"

(c) georg mouratidis

Samstag, 5. März 2016

Du bist so schön!

Nehmen sie sich doch bitte die Zeit - bevor sie weiterlesen - und machen sich Gedanken über diesen Satz. Was kommt bei euch an? Was macht es mit euch? Welche Gedanken, Interpretationen gehen euch da durch den Kopf?

Haben sie es?
Ok!
Jetzt dürfen sie weiterlesen! :-D

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Dieser Satz fiel in meinem Seminar. Eine etwas ältere Dame (TN A) sagte genau diesen Satz zu einer jüngeren Dame (TN B). Da wir ja in einem Kommunikationsseminar sind, und es dort auch um "klare" Aussagen geht, bat ich die ältere Dame uns zu sagen, was Sie genau damit ausdrücken möchte.

TN B: "Sie braucht es gar nicht zu erklären. Ich habe sie ganz genau verstanden!"

Ich: "Würdest du es bitte trotzdem erklären?"

TN A: "Die Art wie TN B ihre Haare trägt und wie die Sonne auf ihren Dutt schimmerte haben mich an meine Mutter erinnert. Sie sah für einen Augenblick ihr sehr ähnlich. Ich fand es so schön. Deshalb habe ich das gesagt!"

Ich zu TN B: "Und, ist es das was du auch vermutet hast?"

TN B war sauer. Sie sagte wörtlich: "Ich will nicht mit einer anderen Person verglichen werden. Und mit einer alten schon gar nicht!"

--:--

TN B hat das was TN A gesagt hat einfach interpretiert und daraus das gemacht was sie gerne hören wollte. TN A hat mit keinem Wort TN B wegen IHRER "Schönheit" "gelobt". Sondern. der Gedanke an ihre Mutter ließ sie das sagen!
Hat sie mit dieser Aussage nicht eigentlich ihrer Mutter gesagt wie schön sie ist?

Tja, Kommunikation ist Glückssache!

(c) georg mouratidis

Montag, 29. Februar 2016

Glasklare Antworten!

Sie: "Sie fahren nach Heimsheim, gell? Sie fahren nicht nach Zuffenhausen?"
ich: "Ja"
Sie: "Wie ja?"
Ich: "Ja, zu beidem!"
Sie: "Fahren Sie doch nach Zuffenhausen?"
Ich: "Nein!"

Das Gesicht! Ein Bild für Götter!

(c) georg mouratidis