Montag, 25. Juli 2016

Was ist Sünde?

Ein Dialog zwischen mir und einem Kollegen (Christ).

Er: "Sünde ist, wenn man sich von Gott entfernt!"
Ich: "Kann ich mich nicht nur von etwas entfernen wenn ich schon mal dort war?"
Er: "Ja!"
Ich: "Was aber wenn ich erst auf dem Weg dorthin bin?"
Er: "Dann kannst du auch nicht sündigen!"
Ich: "Ich liebe dich dafür! Denn, da ich mich nicht auf diesen Weg machen werde, kann ich auch nicht sündigen?!"

(c) georg mouratidis

Sonntag, 26. Juni 2016

Und tötet sie, (die Ungläubigen)...

Heute hatte ich eine Unterhaltung mit einem Muslimen. Wir unterhielten uns darüber, dass ja im Koran das Töten gegenüber Ungläubigen "fördert", "verlangt". Was ich behauptete. Weil ich das gelesen habe! Im Koran.

Er fragte mich, wo das denn stünde?
"Na, im Koran", antwortete ich.

"Da steht, dass wir Ungläubige töten dürfen?"
"Ja" antwortete ich.

"Und was sind Ungläubige?" fragte er.
"Na alles was nicht dem Islam angehört. Alles was kein Moslem ist!" antwortete ich.

"Das ist Quatsch" antwortete er!

"Soll ich es dir vorlesen?" fragte ich.

"Ja" sagte er. Also ließ ich vor:


„Und tötet sie, (die Ungläubigen) wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“ Sure 2, Vers 191

„Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist. Und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist. Und Gott weiß, ihr aber wisst nicht Bescheid.“ Sure 2, Vers 217

„Sie fragen dich nach dem heiligen Monat, nach dem Kampf in ihm. Sprich: Der Kampf in ihm ist schwerwiegend; aber (die Menschen) vom Wege Gottes abweisen, an Ihn nicht glauben, den Zugang zur heiligen Moschee verwehren und deren Anwohner daraus vertreiben, (all das) wiegt bei Gott schwerer. Verführen wiegt schwerer als Töten. Sie hören nicht auf, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen, wenn sie es können. Diejenigen von euch, die sich nun von ihrer Religion abwenden und als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits wertlos. Das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin ewig weilen.“ Sure 2, Vers 218

"Ja, das steht in deiner Übersetzung." antwortete er.

"Willst du behaupten, in eurem Urtext steht was anderes drin?" fragte ich.

"Ja" sagte er.

"Ok", sagte ich. Kannst du mir bitte sagen was in deinem arabischen Koran in der Sure 2:191, 2:217 und 2:18 steht?

Er spielte an seinem Handy rum als ob er suchte. Dann sagte er: "Ich schaue zuhause, hier habe ich kein Netz!"

"Ok" sagte ich. "Obwohl mich das schon verwundert!"

Am nächsten Tag trafen wir uns und ich fragte ihn ob er denn nachgeschaut habe?

Er antwortete "Nein, habe ich nicht!"

"Weshalb nicht?" fragte ich.

Nun, er hat mir darauf keine Antwort gegeben. Ich frage mich ernsthaft, ob er seinen Koran überhaupt kennt?

Nun sitze ich hier ich armer Tor und weiss es immer noch nicht! Steht es nun im Koran? Ja oder Nein? Denn die Übersetzungen scheinen ja alle falsch zu sein. Ich weiß, es ist sowieso ein Frevel den Koran zu übersetzen.

(c) georg mouratidis

Er ist arrogant!

Dialog wischen mir und einem anderen Menschen (Mann).

Er: "Der da drüben ist arrogant!"
Ich: "Und was stört dich daran?"
Er: "Na, er! Er ist arrogant."
Ich: "Ich möchte wissen warum dich das stört?"
Er: "Ich verstehe nicht!"
Ich: "Woran machst DU es fest, dass ER arrogant ist?"
Er: "Öhm, kann ich dir nicht sagen!"

Ich war nicht erstaunt, denn das erlebe ich ziemlich oft. Menschen sind in der Lage zu ver/be-urteilen. Fragst du sie, woran sie es festmachen, können sie es dir nicht sagen? Woran aber liegt das?

Und dann behaupten Menschen ist sei wortglauberisch! Nun?

(c) georg mouratidis

Sonntag, 5. Juni 2016

Wieviel Urteil ...

Ein Dialog zwischen zwei Menschen den ich beobachtet habe.

A: "Du, du darfst mir nicht böse sein!"
B: "Hä, mit was?"
A: "Das was ich S. über dich gesagt habe!"
B: "Und was hast du S. gesagt?"
A: "Dass du anstrengend bist. Und dass ich mit dir nicht gerne arbeite!"
B: "Aha, und an was machst du das fest?"

Kurze Denkpause bei A.

A: "Hm, kann ich dir nicht sagen!"
B: "Moment, du gehst zu meinem Chef, beschwerst dich über mich bei ihm und du kannst mir nicht sagen an was du es festmachen kannst?"

A: "Nicht mit Worten, ja!"
B: "Moment, nur um dich zu verstehen. Du gehst zu meinem Chef und beschwerst dich über mich? Ok, was war denn deine Motivation zu ihm zu gehen?"

A: "Ich bin nicht zu ihm gegangen. Er ist zu mir gekommen!
B: "Du willst mir sagen, dass S. zu dir kam und dich gefragt hat, was du von mir hälst?"

A: "Ja!"
B: "Aha, und weshalb sollte er es tun?"

A: "Weiss ich nicht. Aber ich habe nicht viel gesagt. Der M. hat viel mehr gesagt!"
B: "Ach, der M. hat mehr erzählt? Was hat den M. denn mehr gesagt?"

A: "Das musst du M. fragen. Aber nicht persönlich nehmen. Es ging nicht gegen dich!"

B: "Du gehst zu meinem Chef. Beschwerst dich über mich, kannst es mir nicht mal erzählen an was du es festmachst, und dann sagst du ich soll es nicht persönlich nehmen?"

A: "Aber diese Woche hast du dich verändert! Es ist besser mit dir geworden!"
B: "Es ist besser geworden, weil ich mich mit Menschen wie dir nicht unterhalte! Deshalb ist es besser geworden!"

A: "Bist du jetzt beleidigt oder was?"
B: "Nein, ich bin nicht beleidigt. Ich weiss mit wem ich mich über was unterhalte. Und für mich ist die Diskussion hier beendet!"

A: "Wenn du beleidigt bist...."

B steht auf und geht. Ich denke, dass nicht nur B hier dahin-gegangen ist!

(c) georg mouratidis

PS: Die Diskussion ging länger und hatte auch andere Inhalte an die ich aus dem Kopf heraus nicht mehr erinnere. Warum ich diese Diskussion festhalte ist: Für mich ist das ein Zeichen mehr, wie sehr ein Mensch einen anderen be-urteilt - ja sogar ver-urteilt, denn er spielt mit dem Arbeitsplatz von B - ist aber nicht in der Lage klar und ehrlich zu erklären an was er seine be-urteilung festmacht. Und er ist so von dem überzeugt, dass er das richtige gemacht hat. Interessant fand ich dann die Diagnose, B habe sich diese Woche verändert. Zum Positiven. Wer ist eigentlich A um so über einen anderen Menschen zu urteilen? Aber genau das passiert jeden Tag. Irgendwo da draussen!

Freitag, 27. Mai 2016

Muslimische Schüler in Basel müssen ihrer Lehrerin die Hand schütteln


Dialog zwischen mir und einer Bekannten zu diesem Thema.

Sie: „Also, wenn ich beobachte was Menschen im Namen von Religionen machen, dann nervt mich das sehr. Es geht doch nur um Macht, Macht, macht.

TheFool: „ja, da stimme ich dir zu!“
Sie: „Deswegen finde ich das so gut, dass die moslemischen Schüler dazu gezwungen werden der Lehrerin die Hand zu geben!“

TheFool: „Du findest es gut, wenn mich jemand zwingt, jemandem die Hand zu geben?“

Sie: „Ja!“

TheFool: „Und was wenn ich es nicht will? Wenn ich dir die Hand gar nicht geben will?“

Sie: „Das hat was mit Anstand zu tun. Das gehört sich so! Es darf nicht religiös geartet sein!“

TheFool: „Ach so, das gehört sich so? Eine Frage wenn du erlaubst!“

Sie: „Ja!“

TheFool: „Angenommen dein Kind fragt dich. Wie jung ist dein Kind?“

Sie: „11“

TheFool: „Ok, angenommen dein 'nicht muslimisches Kind fragt dich folgendes: 'Mama, kannst du mir bitte erklären weshalb ich meiner Lehrerin die Hand geben soll?' Was würdest du ihm antworten?“

Sie: „Das gehört sich so!“

TheFool: „Aber Mama, ich möchte nicht!“

Sie: „Das zeugt von Respekt!“

TheFool: „Mama willst du mir sagen, dass ich meine Lehrerin nur respektiere wenn ich ihr die Hand gebe? Ich respektiere sie doch auch so. Ich liebe sie. Sie bringt mir Sachen bei. Ich will ihr aber die Hand nicht geben!“

Sie: „DU MUSST!“

TheFool: „Es muss? Was wäre dir als Mutter lieber. Das Kind würde es aus Überzeugung machen oder aus Angst vor der Bestrafung?“

Es kommt keine Antwort. Lange nicht!

TheFool:“Ich glaube du merkst, dass du darauf nur eine Antwort hast?“

Sie nickt!

TheFool:“Es gibt nur eine. Nämlich aus Überzeugung. Und nicht aus der Angst vor Bestrafung!“

Sie nickt zustimmend!

Sie: „Aber Georg, es gibt Regeln die in einer Gesellschaft gelten. Sonst würden wir doch nicht funktionieren. Die Gesellschaft würde nicht funktionieren. Da kann doch nicht eine Religion daher kommen und diese Regeln umschmeissen, weil ...“

TheFool:“Definiere bitte Religion!“

Sie: „Du mit deinem Definiere. Religion, von mir aus eine Gesellschaft. Die Regeln einer Gesellschaft!“

TheFool: „Aber was bitte unterscheidet deren Religion mit deiner Religion? Die Regeln Deiner Gesellschaft? Deine „Religion“, dein Glaube, DEINE Gesellschaftsregeln verlangen von meiner Religion, meinem Glauben aufzugeben. Ich soll mich nach deinen Regeln richten. Und wenn ich es nicht tue, dann bestrafst du mich. Was bitte ist daran besser? Warum ist deine Religion besser als meine? Oder meine schlechter als Deine?“

Stille!

The Fool: „Zudem gewährt mir Dein Land Religionsfreiheit!

Sie: „Religionsfreiheit darf aber nicht heissen, dass jemand hierher kommt und wir uns nach seinen Regeln richten müssen! Religionsfreiheit muss halt hier zurückstecken!“

TheFool: „Sind wir uns folgendermaßen einig? Ich gewähre dir Religionsfreiheit solange DEINE Religion nicht mit den geltenden Gesetzen hier im Konflikt steht?“

Sie: „Ja, genau!“

TheFool: „So, und nun zeige mir wo im Gesetz – in eurem Gesetzbuch, in unserem Gesetzbuch (schließlich lebe ich ja hier), was Religionsfreiheit garantiert, steht, dass es strafbar ist jemandem nicht die Hand zu geben. Wo steht es, dass ich jemandem die Hand zu geben habe. Gegen meinen Willen! Wenn du mir diese Stelle zeigst, dann stimme ich dem zu.

Sie: „Ich kenne keine!“

TheFool: „Siehste. Ich auch nicht. Außerdem hat es die Schulbehörde entschieden, nicht das Gesetz! Und wer sich nicht daran hält wird bestraft! Womit wir wieder bei der Überzeugung wären!“

TheFool weiter: „Jetzt kannst du kommen und sagen, vllt. Steht das in der Hausordnung. Was ich anzweifle dass es so eine Hausordnung gibt.“

Sie: „Hm?!“

TheFool weiter: „Und jetzt stell dir mal folgendes vor: Die Hausordnung würde jetzt so geändert werden, dass das für jeden gilt. Was glaubst du wie viele Einheimische auf die Barrikade gehen würden? Geht es wirklich um das Händeschütteln? Geht es wirklich um den Respekt? Ich zweifle es an! Sehr sogar!“

TheFool weiter: „Wie heuchlerisch ist das denn? Nimmt die Religionsfreiheit aus unserem Grundgesetz, dann hätte ich gar keine Diskussionsbasis. Ihr aber auch nicht!“

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 26. Mai 2016

Du bist halt ein Arschloch

Mein neuer Arbeitgeber gibt uns die Möglichkeit, kostenlos, an einem Englischunterricht teilzunehmen.

Wir unterhileten uns in diesem Unterricht über Politik und Merkel.

Nach der Diskussion sagte ein Kollege zu mir: "Ich mag Merkel auch nicht, aber 'Macht macht sexy'".

"Nun" sagte ich zu ihm, "definiere sexy!"

"Du schon wieder. Definiere sexy. Weisst du nicht was sexy ist?"

"Nein" sagte ich "nicht was du darunter verstehst. Und nicht in diesem Zusammenhang."

"Du bist halt ein Arschloch" sagt er zu mir.

Ich war baff. Und nicht nur ich. Die EnglischLehrerin hat es auch verstanden und fragte ihn:" Was das jetzt soll?"

Da er kein Englisch versteht hat er nicht darauf reagiert.

Aber das ist nicht das Problem.

Zwei Tage später rief mich mein Chef zu sich und erklärte mir, dass genau dieser besagte Kollege sich bei ihm beschwert hätte. Er käme mit meiner Art nicht klar. Ich solle doch bitte einen Gang zurückschalten.

Ich antwortete ihm:"Herr G... ich bin ich. Wer mit mir und meiner Art nicht klar kommt, der braucht sich mit mir nicht zu beschäftigen. Aber eine Frage hätte ich da schon!"

"Ja" fragte mich mein Chef.

"Mit welcher Motvivation oder Erwartung ist dieser Kollege zu Ihnen gekommen? Was hat er gedacht was Sie ausrichten können, wenn ER nicht mit meiner Art nicht klar kommt?"

"Ach ja, noch etwas. Hat er Ihnen gesagt, dass er mich Arschloch geschimpft hat. Vor der Mannschaft? Bin ich zu Ihnen gekommen?"

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(c) georg mouratidis

Donnerstag, 12. Mai 2016

Ist das [mangelnder] Respekt?

Seit langem beobachte ich eine junge Mutter mit ihrem Sohn (2 jahre) bei unserem Bäcker wo ich Kaffee trinke.

Ihr Sohn läuft durch die Bäckerei, geht zwischen den Kunden, läuft hinter die Theke, stellt sich auf die Stühle (mit seinen Schuhen).

Eines Tages kam das zu einem Gespräch zwischen mir und ihr. Daas Gespräch nahm seinen Lauf, weil diese junge Mutter über andere Mütter und ihren Kindern "herzog".

Ich konnte nicht anders als "natürlich" sie auf ihr Verhalten und das ihres Sohnes anzusprechen.

Sie antwortete mir:"Ja, ich weiß...aber ich lass ihn machen...was andere denken ist mir egal".

Soweit so gut!

Heute saßen beide wieder im Kaffee. Der junge verhält sich wie sonst auch. Plötzlich läuft der Chef der Bäckerei rein. Die junge Mutter sieht ihn, schaut zu ihrem Sohn rüber, ruft nach ihm. Da der junge es gewohnt ist nicht zu reagieren, ruft sie nochmal...wie üblich...der junge reagiert wieder nicht...die junge Mutter steht auf und holt ihn zu sich...der junge stellt sich auf den Stuhl...wie immer...sie 'zwingt' ihn zum "richtigen Sitzen"...Er fängt an zu weinen...sie schaut ihn an und der junge ist ruhig...und so weiter und so weiter...

Ich frage mich nun...ist das der Respekt dem Chef gegenüber...oder der mangelnde Respekt uns (den Kunden) gegenüber? Wenn der Chef nicht da ist kümmert sie sich nicht darum...es ist ihr ja sogar egal was andere denken...

Solch ein Verhalten ärgert mich persönlich sehr!

PS: Nach unserem ersten Gespräch mit der jungen Mutter, kam die Verkäuferin zu mir und stimmte mir zu...und sie sagte mir, dass es sie auch ärgert wenn sich die Mutter nicht um ihren Sohn kümmert. "Und warum sagst du es ihr nicht?" frage ich sie...keine Antwort...

(c) georg mouratidis

Freitag, 6. Mai 2016

Du musst wohl überall diskutieren?

Meine Beobachtung gerade eben beim Bäcker, beim Kaffeetrinken

Frau A: "Ich schulde dir ja sowieso was. Da dachte ich mir, ich lade dich ein beim ... zum Kaffee und Kuchen!"

Frau B: "Kuchen ist nicht gut. Hat zu viel Zucker!" (Anmerkung: Diese Frau hat Diabetes. Ja, und die 2. Frau weiß das).

Frau A: "Dann ist du einen Salat!"

Frau B: "Da muss ich auch vorsichtig sein. Letztens habe ich einen Salat gegessen und danach hatte ich einen Zucker von über 300!"

Dieser Dialog ging noch ein paar Mal hin und her. Bis Frau A dann plötzlich sagte: "Is ja gut. Du alte Meckerliese. Dann ist du halt nix. Ich wollte dir was Gutes tun. Und jetzt kann ich dir nix Gutes tun!". (Anmerkung: Ich hatte den Eindruck, dass diese Frau sehr verärgert war.).

Da ich auch weiß, dass Frau B Diabetes hat, und ich nämlich auch - konnte ich sie sehr gut verstehen. Ich wollte mich jedoch nicht einmischen.

Denn, am Tag zuvor - auf meiner Geschäftsreise - stand ich auch beim Bäcker und habe nach einem "dunklen, Vollkorn grob gemahlen, feuchtes und weiches Brot" gefragt.

Hinter mir ein Kollege:"Du musst wohl überall diskutieren. Bei jeder Gelegenheit, gell?".

Ich schaue den Jungspunt an und sage ihm:"Wenn du dann auch Diabetes hast, dann reden wir nochmal. Wenn es wichtig ist darauf zu achten was du isst!"

"Oh, das wusste ich nicht. Sorry!" sagte er.

"Siehste, deswegen fragen und nicht einfach interpretieren!"

Diskussion beendet. Stille!

PS: Ich überlasse es jedem einzelnen hier, die Poente zu erkennen!
(c) georg mouratidis

Sonntag, 3. April 2016

Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde!

Dialog zwischen mir und dem Mann hinter der Theke. An der Raststätte.

Er: "Welchen Wunsch kann ich Ihnen erfüllen?"
Ich: "Oh, Sie erfüllen Wünsche. Wie wärs mit einer Frau. Blond, blaue Augen. Groß?"
Er: "Hä, wie bitte?"
Ich: "Naja, wenn Sie mich fragen welchen Wunsch Sie mir erfüllen können, kann ich jede beliebige Antwort darauf geben, oder?"
Er: "Ja, das stimmt. Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde! Also, was möchten Sie essen?"
Ich: "Was genau ist ethisch oder 'nicht ethisch' in diesem Fall?"
Er: "Das sagt man doch so, umgangssprachilich, oder nicht?"
Ich: "Ich weiss nicht was man umgangssprachlich sagt. Aber was ist für Sie umgnagssprachlich 'ethisch'? Ich möchte SIE verstehen und nicht die anderen!"

Ob ihr es glaubt oder nicht, er wusste es nicht!

Weshalb benutzen Menschen (fremd)Wörter deren Bedeutung sie nicht einmal kennen? Und was für mich noch 'unverständlicher' ist, er weiss nicht einmal was ER damit sagen will. Was für ihn 'ethisch' ist!

(c) georg mouratidis

Samstag, 2. April 2016

Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen

Seit gestern arbeite ich bei meinem neuen Arbeitgeber.
Heute ist mir etwas passiert was ich so nicht erwartet hätte.

Mein "neuer" Einweiser den ich heute zum 1. Mal sehe, erzählt mir während unerer Zusammenarbeit über seine "gescheiterte" Beziehung. Und erzählt und erzählt.

Ich frage ihn:"Darf ich dich was fragen?"
Er:" Ja!"
Ich: "Wesshalb erzählst du es mir?"

Er zuckt mit den Achseln, als wolle er sagen, dass er es nicht wisse.

Während unserer weiteren Zusammenarbeit, in der wir auch uns unterhalten, sagt er:"Wow, das ist es?".

Ich, erschrocken, frage:"Was ist was?"

Er: "Du hast gerade etwas gesagt, das mir sehr geholfen hat. Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen. DANKE, DANKE."

"Bitte", sagte ich. "Aber mir ist wichtig, dass du weisst, dass ich gar nichts getan habe!"

"Du hast etwas gesagt, was mich jetzt zum Nachdenken anregt. Zu meinem aktuellen Problem! Und, ok, es liegt an mir was ich daraus mache. Ich danke dir dafür!"

"Komm her" sage ich zu ihm, "lass dich umarmen!"

Und wir haben uns tatsächlich umarmt! Zwei wildfremde Menschen.

Er 31, ich 53.

Genau das sind die Momente die ich in meinem Leben so liebe!

(c) georg mouratidis

ps: unser dialog ging länger als hier dargestellt. da es aber "ziemlich privat" ist, werde ich diesen hier nicht ausführlich aufführen. er - der dialog - wird aber in meinem kopf vorhanden bleiben!

Donnerstag, 24. März 2016

"christliches" Geheuchle?

Das ist ein E-Mail Austausch mit jemandem der mich "Freund" nennt. Zudem der Ansicht ist, dass er an Gott glaubt und genau das ihn legitimiert so über andere zu denken! Ich halte diese Geschichte hier fest, weil es mir persönlich zeigt, wie wenig "Nächstenliebe" in denen steckt, die da behaupten an Gott zu glauben. Aber, ihr ach so tolles Selbstbewusstsein, so über andere denken lässt. 
Nein, diesmal kein Moslem. Diesmal ein "Christ". 

Seiner Nachricht ist eine E-Mail von mir vorausgegangen, in der ich ihm mitteile, dass wir uns nicht mehr beim Busfahren treffen werden, da ich ein "Hausverbot" für diese Haltestelle erhalten habe!
Hallo Georg,

Danke für deine Nachricht. Ich muss dir leider sagen, dass ich von Dir auch ein wenig enttäuscht bin seit unserer Diskussion in Facebook. Hatte ich doch den Eindruck, dass du dich irgendwie mit „jedem“ anlegst. Ich fühlte mich durch dich sehr angegriffen und da hast du bei mir einen wunden Punkt erwischt, nachdem wir uns so kurz kannten.  Warum wundere ich mich nicht, dass du ein Hausverbot bekommen hast und die Linie nicht mehr fahren darst. Ich möchte nicht sagen, dass ich das kommen gesehen habe, aber nach deiner Aktion im Facebook sehe ich da Zusammenhänge.

Da frage ich mich, was denn „gewaltfreie Kommunikation“ ist. Was von Dir in dieser Diskussion kam empfand ich sogar sehr gewaltreich.

Ich finde es auch höchst bedenklich, solche politischen Diskussionen in der Öffentlichkeit abzuhalten. Ich habe eine klare Haltung und meine Lebenserfahrung ist fast genausolang wie deine.

Belehren lasse ich mich nicht und von niemandem. Dazu bin ich zu selbstbewusst. Das habe ich nicht nötig.

Deshalb fand ich es auch höchst unpassend von dir zu schreiben „Falsch…. Mein Freund…..“ und dergleichen. 

Auch wenn es in Deutschland (noch) kein Burka-Verbot gibt, sind Großteile der Bevölkerung dagegen. Dies wird sich früher oder später in einem Gesetz wiederfinden. Momentan ist das „toleriert“, weil es auch (noch) nicht zum typischen Straßenbild gehört und somit (noch) nicht akut ist. Das wird sich vermutlich aber ändern, wenn weitere Millionen Flüchtlinge zu uns kommen und parallele Gesellschaften, die faktisch existieren, weiter ausbauen. In anderen europäischen Ländern ist dieses Gesetz schon existierend. Das ist auch richtig so.

Eine Frau in Burka finde ich nun mal in unserem Kulturkreis höchst unpassend und da habe ich keine Bewunderung übrig. Für mich ist das Ausdruck von Sturheit, Ausdruck des NICHT-Respektierens unserer Lebensweise und Ausdruck von Unbelehrbarkeit. Ich finde es salopp gesagt eine Unverschämtheit so bei uns aufzutreten. Das provoziert mich ähnlich, wie ein Moslem, der sich aufregt, wenn eine Frau in Minirock eine Moschee betreten würde. (was für mich übrigens kein Problem wäre…..) Die Gastfreundschaft ist bei mir hier  am Ende. Das religiöse Vermummen der Frau steht  für mich für Unterdrückung, Unmündigkeit und Präsentieren der Zweitklassigkeit jener Frau. Sie steht für verstaubtes Mittelaltertum, für ein Bild, das bei uns seit Jahrhunderten überholt ist.  Ich bin ganz klar für ein Burka-Verbot. Das geht einfach zu weit. 

Dass diese Frau vor Gericht in einer Burka erschien ist für mich ähnlich unpassend und verachtungswürdig wie der Auftritt aktuell von Anders Breivik, der beim Gerichtstermin mit Hitlergruß salutierte.

Den Vergleich von Dir „….das würde aber Jesus nicht gefallen“ fand ich absolut unterirdisch und hatte in dieser Diskussion einfach nichts zu suchen.  Ich würde eine religiöse Meinung niemandem vorhalten, auch wenn er noch so gläubig ist.  Die Frage stellt sich auch gar nicht. Natürlich bin ich christlich und gläubig, das heißt aber noch lange nicht, dass ich danach strebe, exakt wie Jesus zu sein und zu leben. Das verlangt auch der Glaube nicht. Sonst würden wir vermutlich alle ins Kloster gehen.  Der Glaube eröffnet aber Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen. Man muss nicht unendlich tolerant sein. Ich finde es sogar sehr christlich, zu demonstrieren: „Halt….. Eine Vermummung einer Frau ist ein falsches Signal und hat nichts mit der vor Gott gebotenen Gleichheit der Geschlechter zu tun“.

Ich würde aber in der  Öffentlichkeit meine Meinung niemals mit meiner religiösen Haltung begründen. Weil ich weiß, wie provozierend das aufgefasst wird. Vor allem gegenüber anders gläubigen. Daher ist das NICHT-Erwähnen von religiösen Elementen in einer Diskussion für mich ganz klar angewandte gewaltfreie Kommunikation.  Religion, so verstehe ich sie, ist im Stillen zu leben, im Inneren, in Bescheidenheit, in Demut und keinesfalls in der Präsentation nach außen.

Ich habe viele Christen beobachtet, denen die Präsentation nach Außen viel wichtiger ist, als christlich  zu leben. So sind die, die ihren Glauben so sehr nach außen tragen und diesen stark betonen und ihn unterstreichen stets mit Skepsis zu betrachten. So sehe ich auch manche Moslems. Höchste Vorsicht bei denen, die den Glauben sehr nach außen präsentieren.  

Ich bin der Meinung, dass unsere europäische  Kultur in der Welt einen gewissen Fortschritt gegenüber anderen hat. Andere „sind noch nicht soweit“. Die brauchen noch 200-300 Jahre. Wir müssen unser Erreichtes aber vor den Bestrebungen schützen, zurückgerissen zu werden.

Daher gibt es meiner Meinung nach in Deutschland nur einen Weg zu einem erfolgreichen miteinander. Dieser heißt „ANPASSUNG“.  Glauben darf jeder was er will und an wen er will. Solange er sich an unsere kulturellen Regeln hält.

Das ist meine Meinung.

Grüße Rainer
Meine Antwort an ihn:
Nun Rainer,

jemand der soviel Selbstbewusstsein hat wie du, hat es nicht nötig eine so lange Rechtfertigung zu schreiben.

Du hast es teilweise "richtig" formuliert:

...du empfindest es so...
...nach deinem Empfinden...
...du fühlst dich belehrt...
...du bist enttäuscht...

eben! DU!

Aus diesem Grund ist es mir recht, wenn wir das "Biertrinken" nicht weiter verfolgen. Denn mein Selbstbewusstsein sagt mir, dass ich keine Interesse an eine Verbindung habe, in der der andere sich "belehrt" denkt!

Seine Antwort:
Sehr gut formulliert.
Das machen wir so.

Danke für dein Verständnis.
Dir alles Gute weiterhin.

Grüße Rainer

Ich war nahe dran ihm zu antworten und zu fragen, ob er irgend etwas, von dem was ich geschrieben habe, verstanden hat. Ich ließ es bleiben. Nach meinem Empfinden hat ein Mensch, der angeblich ein so starkes Selbstbewusstsein hat, eine Rechtfertigung nicht nötig.  Thema verfehlt. Sechs. Setzen!

Mich persönlich nervt es, wenn Gläubige, andersgläubige vorhalten, wie sie zu sein haben. Hier, die Christen den Moslems. Und dann benutzen sie Wörter wie "Gott", "Liebe", "Jesus", "Nächstenliebe". Welches Geheuchle!

Im aktuellen Fall ging es darum dass eine Frau ihre Burka vor Gericht nicht absetzen wollte. Und ich ihr meinen Respekt gezollt habe. Mit den Worten: "Auch wenn ich dich nicht kenne, ich hebe meinen imaginären Hut vor Dir! Weil du zu deinem Glauben unerschütterlich stehst!!".

Der "tolle" Christ war der Ansicht, verbal auf mich und auf die Frau (die er nicht einmal kennt) einzuschlagen. Dieser tolle und selbstbewusste "Christ", hat sowohl unsere "fb Freundschaft" als auch Teile aus unserem Dialog gelöscht. Tja, von welchem Selbstbewusstsein spricht er? Ich kann dieses Geheuchle der Gläubigen nicht mehr ausstehen!

(c) georg mouratidis

Samstag, 19. März 2016

Eigenwahrnehmung schärfen!

Ich habe mich dazu entschlossen das Bauchreden zu lernen. So habe ich mir "professionelle" Hilfe bei einer Logopädin geholt. Sie zeigte mir Atemübungen, Schulter lockern, Mund/Sprechübungen und vieles mehr. In meinem Erfahurngsaustausch sagte siei zu mir:

"Es ist sehr beeindruckend, wie schnell sich Ihre Eigenwahrnehmung geschärft hat, so soll das im Idealfall sein."

Ich wäre nicht ich, würde ich sie nicht fragen: "
Wie meinen sie das mit Eigenwahrnehmung??"

Ihre Antwort darauf hat mich beeindruckt: "Das Spüren was der Körper wie macht, zB. wo die Atmung hin fließt, ob sich die Schultern bewegen etc. Dafür benötigen die meisten Menschen, die zu mir kommen, Wochen bis Monate, aber bei Ihnen geht das ruckizucki. Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern. Das ist wirklich wunderbar und v.a. essentiell für eine resonanzreiche, umangestrengte Stimme. Beide Daumen hoch!"

Abgesehen davon, das meine Logopädin es so erzählt und gezeigt, dass ich es verstanden habe und jedes ihrer Worte aufgesogen habe, ist es ein jahreslange Training um zu merken was der Körper macht.

Ich halte dieses Ereignis nicht fest um mich daran zu erinnern wie toll ich bin, sondern genau wegen des Satzes: "
Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern.". Denn in meinen Trainigs und Coachings geht es mir genau darum. Spürt was euer Körper sagt, und fühlt ob es euch gut tut. Und wenn nicht, arbeitet daran, dass es euch wieder gut geht. Das erinnert mich mal an ein Gespräch als mich ein junger Mann fragte, woran er denn merke wenn er richtig handle? Meine Anwort war genau das: "Dein Körper wird es dir melden! Fühle in ihn hinein und du wirst es spüren! Fühle was dein Körper macht!".

Was die Achtsamkeit betrifft, habe ich mal vor Jahren einen Artikel hierzu gepostet: Achtsamkeit.

(c) georg mouratidis

Ich hätte nie gedacht ...

...dass du griechische Musik hörst!

Das sagte mir mein griechischer Kollege, als ich abends in das Depot einfuhr. Ich mache die Tür auf und er hört meine laute Musik.

Er schaut mich - irritiert und wohl überrascht - an.

"Was?" frage ich ihn.

"Ich hätte nicht gedacht, dass du griechische Musik hörst!"

"Aha, und weshalb nicht?"

"Weiß nicht. Hätte ich nicht gedacht!"

"Tja, so kann man sich irren! Du kennst noch so vieles nicht von mir!"

--:--

Wie schnell wir so in Vorurteile geraten, gell?

(c) georg mouratidis

Sonntag, 13. März 2016

Weil wählen gehen ja so wichtig ist!

Ist das so?

Wenn du zu McDonalds gehst und dir etwas zum Essen kaufst, bezahlst und gehst...ist die Intention von McDonalds erfüllt. Ihm ist es egal, ob du den Fraß isst oder wegschmeisst.

So ist es auch mit der Wahl. Die die gewählt sind/wurden ist es egal was du über sie NACH der Wahl "ihres menüs" machst. 
Hauptsache du hast gewählt!
Naja, wenn das die Lösung für euch ist?

(c) georg mouratidis


Er-ziehung

Er-ziehung versucht Millionen von Menschen ein Prinzip über-zu-stülpen, was ihnen nicht passt. Dabei bleibt die Individualität seiner Bedürfnisse auf der Strecke. Es entsteht so Dividualität! Man könnte es auch Gewalt nennen!

Das hält ein Mensch eine Weile gut aus. Aber eine dauerhafte Umstellung machen Menschen nur mit, wenn ihre Bedürfnisse und liebgewonnene Wertevorstellung berücksichtigt werden. Ist das nicht berücksichtigt, leidet die Lebensqualität. Diese holt man sich zurück, z.B. durch Rebellion. Oder diese Lebensqualität wird nicht zurückgeholt und man macht einen (inneren) Rückzug.

Ich favorisiere eine Art von gegenseitigem Verständnis, in dem Raum geschaffen wird für die "Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Anwesenden".

Wie das geht?

Oh, das Konzept :-) ist einfach: Kommunizieren! Austauschen! Alle Beteiligte einbinden! Keine "komplizierte" Regeln!

(c) georg mouratidis