Sonntag, 3. April 2016

Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde!

Dialog zwischen mir und dem Mann hinter der Theke. An der Raststätte.

Er: "Welchen Wunsch kann ich Ihnen erfüllen?"
Ich: "Oh, Sie erfüllen Wünsche. Wie wärs mit einer Frau. Blond, blaue Augen. Groß?"
Er: "Hä, wie bitte?"
Ich: "Naja, wenn Sie mich fragen welchen Wunsch Sie mir erfüllen können, kann ich jede beliebige Antwort darauf geben, oder?"
Er: "Ja, das stimmt. Es wäre aber nicht ethisch, wenn ich Ihnen eine Frau 'verkaufen' würde! Also, was möchten Sie essen?"
Ich: "Was genau ist ethisch oder 'nicht ethisch' in diesem Fall?"
Er: "Das sagt man doch so, umgangssprachilich, oder nicht?"
Ich: "Ich weiss nicht was man umgangssprachlich sagt. Aber was ist für Sie umgnagssprachlich 'ethisch'? Ich möchte SIE verstehen und nicht die anderen!"

Ob ihr es glaubt oder nicht, er wusste es nicht!

Weshalb benutzen Menschen (fremd)Wörter deren Bedeutung sie nicht einmal kennen? Und was für mich noch 'unverständlicher' ist, er weiss nicht einmal was ER damit sagen will. Was für ihn 'ethisch' ist!

(c) georg mouratidis

Samstag, 2. April 2016

Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen

Seit gestern arbeite ich bei meinem neuen Arbeitgeber.
Heute ist mir etwas passiert was ich so nicht erwartet hätte.

Mein "neuer" Einweiser den ich heute zum 1. Mal sehe, erzählt mir während unerer Zusammenarbeit über seine "gescheiterte" Beziehung. Und erzählt und erzählt.

Ich frage ihn:"Darf ich dich was fragen?"
Er:" Ja!"
Ich: "Wesshalb erzählst du es mir?"

Er zuckt mit den Achseln, als wolle er sagen, dass er es nicht wisse.

Während unserer weiteren Zusammenarbeit, in der wir auch uns unterhalten, sagt er:"Wow, das ist es?".

Ich, erschrocken, frage:"Was ist was?"

Er: "Du hast gerade etwas gesagt, das mir sehr geholfen hat. Der Knoten in meinem Kopf fängt an sich zu lösen. DANKE, DANKE."

"Bitte", sagte ich. "Aber mir ist wichtig, dass du weisst, dass ich gar nichts getan habe!"

"Du hast etwas gesagt, was mich jetzt zum Nachdenken anregt. Zu meinem aktuellen Problem! Und, ok, es liegt an mir was ich daraus mache. Ich danke dir dafür!"

"Komm her" sage ich zu ihm, "lass dich umarmen!"

Und wir haben uns tatsächlich umarmt! Zwei wildfremde Menschen.

Er 31, ich 53.

Genau das sind die Momente die ich in meinem Leben so liebe!

(c) georg mouratidis

ps: unser dialog ging länger als hier dargestellt. da es aber "ziemlich privat" ist, werde ich diesen hier nicht ausführlich aufführen. er - der dialog - wird aber in meinem kopf vorhanden bleiben!

Donnerstag, 24. März 2016

"christliches" Geheuchle?

Das ist ein E-Mail Austausch mit jemandem der mich "Freund" nennt. Zudem der Ansicht ist, dass er an Gott glaubt und genau das ihn legitimiert so über andere zu denken! Ich halte diese Geschichte hier fest, weil es mir persönlich zeigt, wie wenig "Nächstenliebe" in denen steckt, die da behaupten an Gott zu glauben. Aber, ihr ach so tolles Selbstbewusstsein, so über andere denken lässt. 
Nein, diesmal kein Moslem. Diesmal ein "Christ". 

Seiner Nachricht ist eine E-Mail von mir vorausgegangen, in der ich ihm mitteile, dass wir uns nicht mehr beim Busfahren treffen werden, da ich ein "Hausverbot" für diese Haltestelle erhalten habe!
Hallo Georg,

Danke für deine Nachricht. Ich muss dir leider sagen, dass ich von Dir auch ein wenig enttäuscht bin seit unserer Diskussion in Facebook. Hatte ich doch den Eindruck, dass du dich irgendwie mit „jedem“ anlegst. Ich fühlte mich durch dich sehr angegriffen und da hast du bei mir einen wunden Punkt erwischt, nachdem wir uns so kurz kannten.  Warum wundere ich mich nicht, dass du ein Hausverbot bekommen hast und die Linie nicht mehr fahren darst. Ich möchte nicht sagen, dass ich das kommen gesehen habe, aber nach deiner Aktion im Facebook sehe ich da Zusammenhänge.

Da frage ich mich, was denn „gewaltfreie Kommunikation“ ist. Was von Dir in dieser Diskussion kam empfand ich sogar sehr gewaltreich.

Ich finde es auch höchst bedenklich, solche politischen Diskussionen in der Öffentlichkeit abzuhalten. Ich habe eine klare Haltung und meine Lebenserfahrung ist fast genausolang wie deine.

Belehren lasse ich mich nicht und von niemandem. Dazu bin ich zu selbstbewusst. Das habe ich nicht nötig.

Deshalb fand ich es auch höchst unpassend von dir zu schreiben „Falsch…. Mein Freund…..“ und dergleichen. 

Auch wenn es in Deutschland (noch) kein Burka-Verbot gibt, sind Großteile der Bevölkerung dagegen. Dies wird sich früher oder später in einem Gesetz wiederfinden. Momentan ist das „toleriert“, weil es auch (noch) nicht zum typischen Straßenbild gehört und somit (noch) nicht akut ist. Das wird sich vermutlich aber ändern, wenn weitere Millionen Flüchtlinge zu uns kommen und parallele Gesellschaften, die faktisch existieren, weiter ausbauen. In anderen europäischen Ländern ist dieses Gesetz schon existierend. Das ist auch richtig so.

Eine Frau in Burka finde ich nun mal in unserem Kulturkreis höchst unpassend und da habe ich keine Bewunderung übrig. Für mich ist das Ausdruck von Sturheit, Ausdruck des NICHT-Respektierens unserer Lebensweise und Ausdruck von Unbelehrbarkeit. Ich finde es salopp gesagt eine Unverschämtheit so bei uns aufzutreten. Das provoziert mich ähnlich, wie ein Moslem, der sich aufregt, wenn eine Frau in Minirock eine Moschee betreten würde. (was für mich übrigens kein Problem wäre…..) Die Gastfreundschaft ist bei mir hier  am Ende. Das religiöse Vermummen der Frau steht  für mich für Unterdrückung, Unmündigkeit und Präsentieren der Zweitklassigkeit jener Frau. Sie steht für verstaubtes Mittelaltertum, für ein Bild, das bei uns seit Jahrhunderten überholt ist.  Ich bin ganz klar für ein Burka-Verbot. Das geht einfach zu weit. 

Dass diese Frau vor Gericht in einer Burka erschien ist für mich ähnlich unpassend und verachtungswürdig wie der Auftritt aktuell von Anders Breivik, der beim Gerichtstermin mit Hitlergruß salutierte.

Den Vergleich von Dir „….das würde aber Jesus nicht gefallen“ fand ich absolut unterirdisch und hatte in dieser Diskussion einfach nichts zu suchen.  Ich würde eine religiöse Meinung niemandem vorhalten, auch wenn er noch so gläubig ist.  Die Frage stellt sich auch gar nicht. Natürlich bin ich christlich und gläubig, das heißt aber noch lange nicht, dass ich danach strebe, exakt wie Jesus zu sein und zu leben. Das verlangt auch der Glaube nicht. Sonst würden wir vermutlich alle ins Kloster gehen.  Der Glaube eröffnet aber Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen. Man muss nicht unendlich tolerant sein. Ich finde es sogar sehr christlich, zu demonstrieren: „Halt….. Eine Vermummung einer Frau ist ein falsches Signal und hat nichts mit der vor Gott gebotenen Gleichheit der Geschlechter zu tun“.

Ich würde aber in der  Öffentlichkeit meine Meinung niemals mit meiner religiösen Haltung begründen. Weil ich weiß, wie provozierend das aufgefasst wird. Vor allem gegenüber anders gläubigen. Daher ist das NICHT-Erwähnen von religiösen Elementen in einer Diskussion für mich ganz klar angewandte gewaltfreie Kommunikation.  Religion, so verstehe ich sie, ist im Stillen zu leben, im Inneren, in Bescheidenheit, in Demut und keinesfalls in der Präsentation nach außen.

Ich habe viele Christen beobachtet, denen die Präsentation nach Außen viel wichtiger ist, als christlich  zu leben. So sind die, die ihren Glauben so sehr nach außen tragen und diesen stark betonen und ihn unterstreichen stets mit Skepsis zu betrachten. So sehe ich auch manche Moslems. Höchste Vorsicht bei denen, die den Glauben sehr nach außen präsentieren.  

Ich bin der Meinung, dass unsere europäische  Kultur in der Welt einen gewissen Fortschritt gegenüber anderen hat. Andere „sind noch nicht soweit“. Die brauchen noch 200-300 Jahre. Wir müssen unser Erreichtes aber vor den Bestrebungen schützen, zurückgerissen zu werden.

Daher gibt es meiner Meinung nach in Deutschland nur einen Weg zu einem erfolgreichen miteinander. Dieser heißt „ANPASSUNG“.  Glauben darf jeder was er will und an wen er will. Solange er sich an unsere kulturellen Regeln hält.

Das ist meine Meinung.

Grüße Rainer
Meine Antwort an ihn:
Nun Rainer,

jemand der soviel Selbstbewusstsein hat wie du, hat es nicht nötig eine so lange Rechtfertigung zu schreiben.

Du hast es teilweise "richtig" formuliert:

...du empfindest es so...
...nach deinem Empfinden...
...du fühlst dich belehrt...
...du bist enttäuscht...

eben! DU!

Aus diesem Grund ist es mir recht, wenn wir das "Biertrinken" nicht weiter verfolgen. Denn mein Selbstbewusstsein sagt mir, dass ich keine Interesse an eine Verbindung habe, in der der andere sich "belehrt" denkt!

Seine Antwort:
Sehr gut formulliert.
Das machen wir so.

Danke für dein Verständnis.
Dir alles Gute weiterhin.

Grüße Rainer

Ich war nahe dran ihm zu antworten und zu fragen, ob er irgend etwas, von dem was ich geschrieben habe, verstanden hat. Ich ließ es bleiben. Nach meinem Empfinden hat ein Mensch, der angeblich ein so starkes Selbstbewusstsein hat, eine Rechtfertigung nicht nötig.  Thema verfehlt. Sechs. Setzen!

Mich persönlich nervt es, wenn Gläubige, andersgläubige vorhalten, wie sie zu sein haben. Hier, die Christen den Moslems. Und dann benutzen sie Wörter wie "Gott", "Liebe", "Jesus", "Nächstenliebe". Welches Geheuchle!

Im aktuellen Fall ging es darum dass eine Frau ihre Burka vor Gericht nicht absetzen wollte. Und ich ihr meinen Respekt gezollt habe. Mit den Worten: "Auch wenn ich dich nicht kenne, ich hebe meinen imaginären Hut vor Dir! Weil du zu deinem Glauben unerschütterlich stehst!!".

Der "tolle" Christ war der Ansicht, verbal auf mich und auf die Frau (die er nicht einmal kennt) einzuschlagen. Dieser tolle und selbstbewusste "Christ", hat sowohl unsere "fb Freundschaft" als auch Teile aus unserem Dialog gelöscht. Tja, von welchem Selbstbewusstsein spricht er? Ich kann dieses Geheuchle der Gläubigen nicht mehr ausstehen!

(c) georg mouratidis

Samstag, 19. März 2016

Eigenwahrnehmung schärfen!

Ich habe mich dazu entschlossen das Bauchreden zu lernen. So habe ich mir "professionelle" Hilfe bei einer Logopädin geholt. Sie zeigte mir Atemübungen, Schulter lockern, Mund/Sprechübungen und vieles mehr. In meinem Erfahurngsaustausch sagte siei zu mir:

"Es ist sehr beeindruckend, wie schnell sich Ihre Eigenwahrnehmung geschärft hat, so soll das im Idealfall sein."

Ich wäre nicht ich, würde ich sie nicht fragen: "
Wie meinen sie das mit Eigenwahrnehmung??"

Ihre Antwort darauf hat mich beeindruckt: "Das Spüren was der Körper wie macht, zB. wo die Atmung hin fließt, ob sich die Schultern bewegen etc. Dafür benötigen die meisten Menschen, die zu mir kommen, Wochen bis Monate, aber bei Ihnen geht das ruckizucki. Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern. Das ist wirklich wunderbar und v.a. essentiell für eine resonanzreiche, umangestrengte Stimme. Beide Daumen hoch!"

Abgesehen davon, das meine Logopädin es so erzählt und gezeigt, dass ich es verstanden habe und jedes ihrer Worte aufgesogen habe, ist es ein jahreslange Training um zu merken was der Körper macht.

Ich halte dieses Ereignis nicht fest um mich daran zu erinnern wie toll ich bin, sondern genau wegen des Satzes: "
Nur wer merkt was der Körper macht, auch Fehler, kann dies ändern.". Denn in meinen Trainigs und Coachings geht es mir genau darum. Spürt was euer Körper sagt, und fühlt ob es euch gut tut. Und wenn nicht, arbeitet daran, dass es euch wieder gut geht. Das erinnert mich mal an ein Gespräch als mich ein junger Mann fragte, woran er denn merke wenn er richtig handle? Meine Anwort war genau das: "Dein Körper wird es dir melden! Fühle in ihn hinein und du wirst es spüren! Fühle was dein Körper macht!".

Was die Achtsamkeit betrifft, habe ich mal vor Jahren einen Artikel hierzu gepostet: Achtsamkeit.

(c) georg mouratidis

Ich hätte nie gedacht ...

...dass du griechische Musik hörst!

Das sagte mir mein griechischer Kollege, als ich abends in das Depot einfuhr. Ich mache die Tür auf und er hört meine laute Musik.

Er schaut mich - irritiert und wohl überrascht - an.

"Was?" frage ich ihn.

"Ich hätte nicht gedacht, dass du griechische Musik hörst!"

"Aha, und weshalb nicht?"

"Weiß nicht. Hätte ich nicht gedacht!"

"Tja, so kann man sich irren! Du kennst noch so vieles nicht von mir!"

--:--

Wie schnell wir so in Vorurteile geraten, gell?

(c) georg mouratidis

Sonntag, 13. März 2016

Weil wählen gehen ja so wichtig ist!

Ist das so?

Wenn du zu McDonalds gehst und dir etwas zum Essen kaufst, bezahlst und gehst...ist die Intention von McDonalds erfüllt. Ihm ist es egal, ob du den Fraß isst oder wegschmeisst.

So ist es auch mit der Wahl. Die die gewählt sind/wurden ist es egal was du über sie NACH der Wahl "ihres menüs" machst. 
Hauptsache du hast gewählt!
Naja, wenn das die Lösung für euch ist?

(c) georg mouratidis


Er-ziehung

Er-ziehung versucht Millionen von Menschen ein Prinzip über-zu-stülpen, was ihnen nicht passt. Dabei bleibt die Individualität seiner Bedürfnisse auf der Strecke. Es entsteht so Dividualität! Man könnte es auch Gewalt nennen!

Das hält ein Mensch eine Weile gut aus. Aber eine dauerhafte Umstellung machen Menschen nur mit, wenn ihre Bedürfnisse und liebgewonnene Wertevorstellung berücksichtigt werden. Ist das nicht berücksichtigt, leidet die Lebensqualität. Diese holt man sich zurück, z.B. durch Rebellion. Oder diese Lebensqualität wird nicht zurückgeholt und man macht einen (inneren) Rückzug.

Ich favorisiere eine Art von gegenseitigem Verständnis, in dem Raum geschaffen wird für die "Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Anwesenden".

Wie das geht?

Oh, das Konzept :-) ist einfach: Kommunizieren! Austauschen! Alle Beteiligte einbinden! Keine "komplizierte" Regeln!

(c) georg mouratidis

Wenn du die Welt von irgendetwas befreien könntest...

Dialog auf facebook!

A: den menschen oder seine fähigkeit zu denken

Ich: Dann wären wir in vielen nützlichen Dingen aber nicht weiter!

A:
was für nützliche dinge??? die menschen haben jegliche instinkte scheinbar vergessen und ... ach was soll ich dir das ohr abkauen ... das ändert weder deine noch meine meinung!

Ich:
Versuchs doch mal. Mit dem Ohr kauen!

A: ich bin kein streitlustiger Mensch und akzeptiere andere Meinungen --- Dir gefällt meine Antwort nicht oder zumindest findest Du sie verbesserungswürdig. Das ist völlig okay und das können wir auch einfach so stehen lassen

Ich: Mit gefällt weder deine Antwort NICHT noch finde ich sie verbesserungswürdig. DEINE Interpretation. Dein Denken! Und streiten wollte ich schon gar nicht!

Was wolltest du nochmal abschaffen?

A:
der mensch hat seine instinkte verloren und meint durch denken richtig zu handeln. die besitzansprüche sind enorm gestiegen nur weil der mensch denkt er braucht es! er denkt ein kriegt löst ein problem oder oder oder ... die menschen zerstören die welt durch ihre falschen vorstellungen von lebensstil! das kurz zu fassen und anderen zu erklären ist weder einfach noch zwei mal nicht virtuell.

Ich:
Ich verstehe dich sehr gut...und ich kann es nachvollziehen...sogar...aber, um mir das zu schreiben, war da nicht DENKEN notwendig? Ist nicht DENKEN notwendig anderen etwas zu vermitteln? Jetzt können wir es sehr gerne stehen lassen!

A:
wir können es gern so stehen lassen damit hab ich kein problem

(c) georg mouratidis

 

Samstag, 12. März 2016

Alles nur eine Frage des "sich trauens"

Neben mir am Nachbartisch...Ein Mann mit "lauter" Musik aus seinem Handy...So laut, dass ich den Text sogar verstanden habe...Und ich beim Lesen von Sokrates' Leben.

Ich neige mich rüber zum Tisch und frage:"Darf ich Sie was fragen?"
Er wendet sich mir zu...Mit einem Lächeln das ich als "ja" deute.

Ich:"Angenommen ich würde Ihnen sagen, dass mich die laute Musik stört, was würden Sie dann machen?"

Er: "Ich würde sie leiser machen!"

Und er macht sie leiser.

Ich: "Danke!"

(c) georg mouratidis

Samstag, 5. März 2016

Du bist so schön!

Nehmen sie sich doch bitte die Zeit - bevor sie weiterlesen - und machen sich Gedanken über diesen Satz. Was kommt bei euch an? Was macht es mit euch? Welche Gedanken, Interpretationen gehen euch da durch den Kopf?

Haben sie es?
Ok!
Jetzt dürfen sie weiterlesen! :-D

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Dieser Satz fiel in meinem Seminar. Eine etwas ältere Dame (TN A) sagte genau diesen Satz zu einer jüngeren Dame (TN B). Da wir ja in einem Kommunikationsseminar sind, und es dort auch um "klare" Aussagen geht, bat ich die ältere Dame uns zu sagen, was Sie genau damit ausdrücken möchte.

TN B: "Sie braucht es gar nicht zu erklären. Ich habe sie ganz genau verstanden!"

Ich: "Würdest du es bitte trotzdem erklären?"

TN A: "Die Art wie TN B ihre Haare trägt und wie die Sonne auf ihren Dutt schimmerte haben mich an meine Mutter erinnert. Sie sah für einen Augenblick ihr sehr ähnlich. Ich fand es so schön. Deshalb habe ich das gesagt!"

Ich zu TN B: "Und, ist es das was du auch vermutet hast?"

TN B war sauer. Sie sagte wörtlich: "Ich will nicht mit einer anderen Person verglichen werden. Und mit einer alten schon gar nicht!"

--:--

TN B hat das was TN A gesagt hat einfach interpretiert und daraus das gemacht was sie gerne hören wollte. TN A hat mit keinem Wort TN B wegen IHRER "Schönheit" "gelobt". Sondern. der Gedanke an ihre Mutter ließ sie das sagen!
Hat sie mit dieser Aussage nicht eigentlich ihrer Mutter gesagt wie schön sie ist?

Tja, Kommunikation ist Glückssache!

(c) georg mouratidis

Montag, 29. Februar 2016

Glasklare Antworten!

Sie: "Sie fahren nach Heimsheim, gell? Sie fahren nicht nach Zuffenhausen?"
ich: "Ja"
Sie: "Wie ja?"
Ich: "Ja, zu beidem!"
Sie: "Fahren Sie doch nach Zuffenhausen?"
Ich: "Nein!"

Das Gesicht! Ein Bild für Götter!

(c) georg mouratidis

Sonntag, 28. Februar 2016

..ich hab keine lust mit dir zu debattieren.. ...langweiler...

Dialog in fb wegen dieses Bildes:

Ich: Das Zitat ist doof, denn Empathie kennt weder falsch noch richtig.

User A: Gott hat auch den nicht-religiösen Menschen das Gewissen gegeben.

Ich: Wer ist Gott?


User B: ..oh, mein gott!!..nicht meine erfindung, aber ne erfindung zur
manipulation von massen, die gehörig abkassiert wurden und werden, sofern sie nicht den mut haben aus der kirche auszutreten..überigens hat gott die kirche sicher nicht geschaffen und auch keine bibel oder nen koran geschrieben..das sind im prinzip schriftlich fixierte waffen..

Ich:
Niemand behauptet, Gott habe die Bibel oder der Koran GESCHRIEBEN.

Und was die Waffen betrifft...nun...wenn ich mir ein scharfes gutes Messerset für die Küche kaufe, kann ich die Messer auch als Waffe benutzen. Nur, gedacht sind sie für was ganz anderes. Ich weiss also nicht welchen Informationsgehalt du vermitteln möchtest.

User B:
..ich will damit sagen, das es gott nicht gibt..

Ich:
Woher weisst du das? Du kannst allenfalls glauben, dass es ihn nicht gibt!

User B:
..ich hab keine lust mit dir zu debattieren..

Ich:
Das war mir bewusst. Das hättest du nicht extra schreiben brauchen.

User B:
..langweiler..

Ich:
...was genau macht einen langweiler aus?

User B:
..das ist individuell verschieden, du findest dich wohl unterhaltsam und interessant und ich tu das nicht..GOTT vergelte es, also im falle des falles, dass es ihn gibt..

Ich:
meine frage bezieht sich auf dein "langweiler" an mich. also, weiche nicht aus, sondern sag mir was mich in deinen augen zum langweiler macht? kannst du das? Ne, na?

Darauf kam natürlich keine Antwort!

--:--

Ich bin immer so erstaunt wie schnell Menschen andere Menschen die sie gar nicht kennen, verurteilen und sofort eine Diagnose abgeben. Und wenn du sie um eine Erklärung fragst, reagieren sie Thema ausweichend! Ich bedaure diese Menschen.

(c) georg mouratidis

Aus muss mach will...

...dann wird das Leben zum leichten Spiel.

Diesen Spruch sagte mir heute eine etwas ältere Dame, nachdem wir uns eine Kaffee-länge unterhalten haben.

Sie stand auf und sagte:"Jetzt muss ich zu meinem Hund...Nein, nicht muss...Ich will!" schob sie hinterher.

Dann sagte sie:"Meine Mutter hat mir mal einen Spruch gesagt: 'Aus muss mach will. Dann wird das Leben zum leichten Spiel.'. Und den habe ich immer im Kopf!"

Ich nickte und stimmte ihr zu.

"Und wenn Sie aus dem will ein möchte machen, dann drückt es eine Leidenschaft aus. Denn möchte kommt von mögen!".

Sie schaute mich an, lächelte und sagte:"Ich möchte jetzt zu meinem Hund.".

(c) georg mouratidis

Samstag, 27. Februar 2016

Gefreut habe ich mich heute...

Heute ging ich wieder zu meinem Bekannten in den Fotoladen. Er kam auf mich zu und wir begrüßten uns wie immer. Freudig, den anderen zu sehen.

"Wie geht es Dir?" fragte ich ihn.

Er antwortete nicht. Er verzog die Augen.

"Oh, ist es das was ich denke?" frage ich ihn.

"Ich möchte mich bei dir für das letzte Mal entschuldigen" sagte er. "Es war von mir nicht in Ordnung mich so zu verhalten!"

Ich war überrascht aber es gefiel mir, dass er von selbst zu mir kam und sich entschuldigte. Denn das letzte Mal bin ich verärgert aus dem Laden gegangen.

"Du brauchst dich nicht zu entschudligen" sagte ich ihm, "weil ich dich liebe mein Freund. Es ist alles ok. Danke, dass du auf mich zukommst. Das schätze ich sehr."

Er bekamm glasige Augen und ich bekam eine Gänsehaut, denn seine Entschuldigung war sehr ehrlich.

"So, und jetzt magst du mir erzählen weshalb du dich nicht gut fühlst?" fragte ich ihn.

"Wenn Du Zeit hast?" sagte er.

"Ich habe die Zeit. Ich weiss nur nicht ob du jetzt in dem Laden Zeit hast?"

"Für sowas habe ich immer Zeit" sagte er und legte los.

Am Ende unserer Diskussion sagte er:"Ich lerne so viel von Dir mein Freund. Unsere Gespräche beeinflussen mich schon!"

Das hat mich natürlich gefreut. Zumal er mir das Vertrauen schenkt und es mir erzählt.

(c) georg mouratidis

Sonntag, 14. Februar 2016

Eine ANDERE Sicht des Verstehens!

video
 Kay: Hm, mich würde seine Motivation interessieren. Hab ihn jetzt schon öfters solch krude Aktionen durchziehen sehen. Interessanterweise hat er immer nur geredet und am Ende wurde Gewalt gegen ihn ausgeführt. Warum ist es eigentlich üblich das Menschen aus einer Provokation herraus handgreiflich werden? Warum wirkt dies sogar vor Gericht strafmaßmildernd?

Ich: Nun, ich glaube, dass man sich die Frage nach dem warum ziemlich einfach selbst beantworten kann: Also, stell dir folgende Frage: "wenn du die Person waerst die ihn k.o. schlägt, weshalb/warum würdest du das tun? Einfach vorstellen, nicht sagen, aber das würde ich nicht tun.

Kay: Und seine Motivation zur Provokation? Ich meine, er bekommt dafür ja sicher öfters mal eine verpasst.

"Einfach vorstellen, nicht sagen, aber das würde ich nicht tun." - Wie meinst du das genau? Worauf beziehst du dich mit dem "...aber das würde ich nicht tun."?

Ich: OK, wenn ich in meinem Coachings Menschen diese Frage stelle, sagen sie: "das würde ich nie tun!"
Ich sage dann : "versetze dich in ihre Situation und sag mir, weshalb würdest du dich genau so verhalten?"
 
Also, stell dich in seine Schuhe und versuche herauszufinden, weshalb du dich so verhalten würdest? DU!

UND das Gleiche machst du mit der Person die gewalttätig wurde!

Verständlicher?

 Kay:
Hm...Dann hab ich aber nur meine Betrachtungsweise auf beide Seiten jeweils, wie sollte ich mir sicher sein, dass es genau so auch ihre Motivationen sind?

Ich: Es geht nicht darum die Gewissheit zu bekommen. Die bekommst du nur, wenn du die fragst. Tja, na dann frage sie. Hier geht es darum eine Sicht des Verstehens zu bekommen.

Du kannst es machen, aber auch lassen.

Du hast nach der Motivation gefragt.

Kay: Danke Georg.

Ich:
Wie ist dein Danke zu verstehen? Bin gerade unsicher!

Kay:
Für die Anregung zum Nachdenken und du hast mir indirekt geholfen einiges besser verstehen zu können. Als ich das Video sah, musste ich über die vielen verschiedenen Reaktionen eher Kopfschüttelnd lachen, wie aggressiv sich doch die vielen beteiligten Parteien verhalten.
Jetzt denk ich wieder über ein Thema nach, was ich für mich wieder einmal letztes Wochenende erschlossen habe, aber nicht weiter kam. Komm ich im Moment auch nicht, aber zumindest hab ich es wieder auf dem Schirm.^^

--:--

(c) georg mouratidis