Sonntag, 24. Mai 2015

Sie verstehen mich falsch!

Ich stehe an der Nordsee. 

Am Restaurant Nordsee und möcht emir etwas zu Essen kaufen.
Da höre ich plötzlich jemanden Folgendes sagen:"Geh da weg, der Mann hat hinten keine Augen!"

Ich drehe mich um und sehe ein kleinen Jungen hinter mir und seinen Vater.

Ich schaue seinen Vater an und sage: "Oh doch, ich habe hinten Augen!"

Darauf antwortet der Vater:"Äh, nein. Sie verstehen mich falsch!"

Ich schaue ihn an und frage:"Woher wollen Sie wissen wie ich Sie verstehe?"

Das Gesicht hättet ihr sehen "sollen".

Ich zahle, drehe und bücke mich zum Jungen - der immer noch ganz nah hinter mir steht - und frage ihn:"Darf ich bitte an dir vorbei?"

Der "junge Mann" geht zur Seite und ich bedanke mich bei ihm und geh weiter.
 


(c) georg mouratidis

Samstag, 23. Mai 2015

Den Charakter eines Menschen erkennt man doch an seine Taten!

IST DAS WIRKLICH SO??

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit meiner Kollegin. Bei ihr zu Hause. Sie hat mich zum Kaffee eingeladen.

Wir unterhielten uns über Menschen, Kommunikation, Verhalten.

Da sagte Sie:"Menschen erkennt man doch an ihren Taten!"


"Nein" sagte ich. "WIR machen sie zu etwas!"

"Aber durch ihre Taten kann ich doch sehr wohl sagen WAS sie sind!"

"Nein, du weisst nicht WAS ein Mensch IST, wenn du nur seine Taten siehst!"

"Hä, verstehe ich nicht." sagte sie und wir haben zu mindest diese Diksussion beendet.
 

Ein paar Wochen später kam mir das Leben zur Hilfe. Meine Arbeitskollegin ludt mich zum Osteressen ein. Mich und auch ein Arbeitskollegen-Ehepaar. Der Mann selber war mir sehr sympatisch. Die Frau gab sich in Ihrem Benehmen eher "männlich". In ihren Bewegungen, Haltungen und auch Sprache. Und genau diese Sprache sprach ich dann auch mit ihr. Was ihr nicht gefiel. 

Von einem Augenblick auf den anderen stand sie auf, forderte ihrem Ehemann und ihrer Tochter aufzustehen und die Geseelschaft zu verlassen. Mein Gastgeber begleitete sie nach unten, verabschiedete sie und kam wieder hoch.

"Und was hat sie gesagt?" fragte ich sie.

"Möchtest du den genauen Wortlaut?" fragte mich mein Gastgeber.

"Ja klar!"


"Sie sagte: 'Er respektiert Frauen nicht. Er respektiert nichts. Er ist respektlos!'. Das hat sie gesagt. "

Ich schmunzelte nur.

"Aber so bist du nicht!" sagte mein Gastgeber. "Du bist weder respektlos, noch respektierst du nicht die Frauen. Dafür kenn ich dich sehr gut!"

Ich musste wieder schmunzeln. "Weisst du jetzt was ich dir vor ein paar Tagen bezüglich Charakter und charaktierisieren sagen wollte?"



Sie schaute mich an und nickte zustimmend!

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 14. Mai 2015

Sind Sie verliebt?

"Merhaba!" begrüße ich die junge Türkin - vor ein paar Tagen - an der Kasse von LIDL.

"Merhaba!" antwortet sie mir


"Sagen Sie, sind Sie verliebt?" fragt sie mich dann.

"Ja" antworte ich ihr.

"Oh, ja das sieht man." antwortet sie. "Sie kommen so glücklich und mit einer Leichtigkeit und einem Lächeln hier rein!"

"In mich." antworte ich. "Ich habe mich in mich verliebt".


Die Kassiererin lacht. Ich weiß nicht ob sie erschrocken ist, weil ich gesagt habe, dass ich mich (wieder) in mich verliebt habe.

"Wow" höre ich die Kundin an der Kasse sagen. "Das ist wundervoll wenn man das von sich sagen kann. Viele Menschen können das nämlich nicht. Ist aber auch sehr schwer!!" fügt sie hinzu.


"Das ist allerdings wahr!" antworte ich ihr.

"Warten Sie auch mich draussen." sage ich zur Kundin. "Ich zeige es Ihnen sehr gerne."

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 13. Mai 2015

Gefreut habe ich mich heute

...beim LIDL...
...auf dem Parkplatz!
Ich habe meinen Einkaufswagen zurückgebracht und laufe zu meinem Auto. Da bemerke ich eine junge Türkin wie sie eine andere Türkin etwas fragt.

 


Ich verstehe natürlich gar nichts, doch ich interpretiere, dass sie die andere junge Türkin fragt, ob sie ein Eis will. Ich nehme eins, sage ich ganz "frech". "Gerne" antwortete sie. Ich stoppe meinen Gang zum Auto, laufe zu ihr hin und sie reicht mir ein Eis. "Vielen Dank!" sage ich. "Sehr gerne" antwortete sie.
 
Das ist das Leben wie es mir gefällt. Einfach nur "Freude".

(c) georg mouratidis

Dienstag, 12. Mai 2015

Muslime und Alewiten bekommen 3 Feiertage in DEU

Heute in den Nachrichten:

BaWü möchte den Muslimen und Alewiten 3 ihrer wichtigsten rel. Feiertage als "arbeitsfrei" gewähren. Der Arbeitgeber darf ihnen das Feiern und Fehlen in diesen Tagen nicht verbieten.

Ich finde das im Zuge der Integration sehr gut. Hut ab liebes BaWü!

Aber:

Was pasiert mit all den anderen Konfessionen die in DEU so keuchen und fleuchen? Z.B. Orthodoxen. Diese feiern z.B. Ostern nicht unbedingt genau zeitgleich mit den Deutschen Ostern? Ich finde es im Zuge der Integration ganz schön diskriminierend - diesen, anderen Konfessionen gegenüber!!!

Und, was machen die Muslime und Alewiten, wenn DEU Ostern und Weihnachten feiert. gehen die trotzdem arbeiten? Oder nehmen sie "Zwangsurlaub", denn das wäre ja dann mehr als nur "gerecht"???  Den deutschen gegenüber. Und nicht nur denen gegenüber.

Kann ja nicht angehen, dass diese Menschen bevorzugt werden und 3 Tage mehr an Feiertagen haben, oder? '

Ich weiß nicht, heisst 3 Feiertage auch drei Tage - in Worten: DREI - oder kann das mehr Tage heißen. Denn Weihnachten besteht ja auch aus 2 Tagen, wenn nicht drei, nimmt man Heilig Abend mit hinein?

Fragen über Fragen???? Ja liebe Politiker, bin gespannt auf eure Antwort.

Und dann wundert ihr euch, wenn Einheimische sich "diskriminiert" "fühlen"?

Oder leide ich jetzt auch noch unter Xenophobie, z. deutsch: "Fremden-angst"???
Ich weiß, Phobie ist mehr als Angst.

Tja!

BTW: hier nachzulesen wieviele Konfessionen mit wievielen Mitgleidern es in DEU gibt. http://www.pinselpark.org/religion/sekten/auflist.html

Sonntag, 3. Mai 2015

Ich habe Recht zu haben! - oder auch sprechen, hören, verstehen (wollen)!

"Guten Tag, haben Sie Kontakt zum anderen Fahrer?" fragt mich ein Fahrgast der in meinen Bus einsteigt. Ohne auf meine Antwort zu warten sagt er weiter:"Dann rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll nächstes Mal nicht so früh abfahren. Es waren zwei oder drei Minuten."

"Das glaube ich nicht" sage ich ihm.

"Dooch" sagt er und das mit einer Überzeugung in seiner Stimme. Läuft dann weiter und setzt sich hinter mich.

An der Endstation angekommen, läuft er an mir vorbei und wünscht mir ein schönes Wochenende.

"Können Sie mir bitte sagen wieviel Uhr es it?" frage ich ihn.

"Meinen Sie jetzt? Wieviel Uhr es jetzt ist?" fragt er.

"Ja" sage ich "jetzt!".

"Ich habe keine Uhr!"

"Aha, und woher wissen Sie, dass er früher abgefahren ist?"

"Eine Uhr ist an der Pforte. Und laut dieser Uhr ist er 2 Minuten früher abgefahren!"

"Welchen Grund hätte er früher abzufahren?" frage ich.

"Keine Ahnung" sagt er "aber es ist jetzt auch egal!"

"Mir ist es nicht egal" antworte ich ihm. "Und ich glaube nicht, dass er früher los ist!"

"Dann bezeichnen Sie mich jetzt als Lügner!" sagt er. In einem ruhigen Ton.

"Nein, dass ist Ihre Interpretation! Ich glaube nicht, dass mein Kollege früher los ist. Das ist das Einzige was ich Ihnen gesagt habe!"

Er steigt aus und wir wünschen uns ein schönes Wochenende.

An der oberen Pforte angekommen, kann ich die Uhr der Pforte ganz genau sehen. Jetzt dürft ihr genau einmal raten, welche Zeit diese Uhr gezeigt hat. Im Vergeleich zu meinem Bus?

Na?

Sie ging zwei Minuten nach.

Tja, das zum Thema "Sie bezeichnen mich als Lügner!"

(c) georg Mouratidis

Samstag, 2. Mai 2015

Luci oder Lu

Heute steigt eine junge Frau in meinen Bus ein. Eine Chinesin. Sie ist eine sehr freundliche Frau. Jedes Mal wenn sie einsteigt, grüßt sie mich. Und wenn sie wieder aussteigt verabschiedet sich auch. Auch wenn sie am hinteren Ausgang aussteigt.

"Hallo", sagt sie.
"Hallo" sage ich zurück. "Beim nächsten mall gehen wir gemeinsam Kaffee trinken, sooft wie sie mit mir fahren!"
"Heute ist nir gar nicht nach Freude oder Spaß. Scheiss Arbeit" sagt sie.
"Haben Sie Stress gehabt", frage ich.
"Ja mit einem Kollegen" sagt sie und scheibt ein "Grrr" hinterher.
"Ist es ein Deutscher oder ein Ausländer", frag eich
"Eigentlich Ausländer. Ist mit einer deutschen Frau verheiratet und hat die deutsche Staatsbürgerschaft!"
"Wo kommt er denn ursprünglich her?" frage ich sie
"Iran oder so"

Ich deute mit meinem Finger unter meiner Nase ob er hochnäsig oder überheblich sei und sie bejaht es.

"Oh ja" sagt sie. "Eine Flau zählt bei denen wohl nichts. Egal ob junge oder alt Flau."
"Und eine Frau die auch noch selbst Geld verdient, wohl schon gar nicht?" frage ich.
"Oh ja. Puuh" sagt sie.

"Der kennt mich doch gar nicht. Ich bin eine fertig ausgebildete Ingineurin. Habe 1 Jahr bei Siemens gearbeitet und sowas kenne ich von dort gar nicht. So ein arroganter S...ck!"

"Ist er ein Kollege von Ihnen, oder arbeiten Sie gemeinsam mit ihm an einem Projekt?" frage ich.

"Er ist P....-intern und ich bin extern. Und er meint er wäre was besonderes!"

"Was glauben Sie wie manche ihre Kollegen mit mir den Busfahrer umgehen?" frage ich Sie. "Und ich habe 20 jahre lang Software entwickelt. Die kennen mich gar nicht und erlauben sich solche Vorgehensweise mit mir!"'

"Ja, eben" sagt sie. "Mich kennt der doch auch nicht"

"Wo kommen Sie her" frage ich sie.

"Aus Schanghai" antwortet sie. "Die meisten glauben ich sei aus Japan!" schiebt sie hinterher.

"Oh, mir war klar, dass sie aus China kommen"

"Japaner haben schlechte Zähne" sagt sie und lächelt dabei. Ein Schelm wär etwas dabei denkt :-)

"Jetzt geht es mir viel besser" sagt sie. "Nach unserem Gespräch. Vielen Dank!"

"Gern geschehen!" antworte ich.

Wir sind schon agekommen an der Haltestelle an der sie raus muss. Sie kommt nach vorne, bedankt sich nochmal und reicht mir ihre Hand.

"Verraten Sie mir Ihren Namen" frage ich sie.

"Luci" sagt sie.

"Und auf chinesisch?" frage ich.

"Lu!"

"Gefällt mir besser. Schönes Wochenende Lu!"

Manchmal kann ein Busfahrer zuhören und den Fahrgästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern :-)

(c) georg mouratidis

Montag, 13. April 2015

Was Du in die Welt hinaussendest …

... werden wir hundertfach zurückbekommen. So wird es seit Jahrtausenden behauptet.

Heute beil LIDL. Ich gebe mein Leergut ab. Ich lege Flasche für Flasche in diesen Automaten der mir bei jeder Flasch anzeigt was ich an Geld zurückbekomme. Er zeigt 17,50 € an. Ich schaue in den Wagen. Puuh, denke ich mir...da ist ja mindestens nochmal soviel.

Im gleichen Augenblick nehme ich eine Gestalt wahr die im Mülleimer - oder Müllkorb - im LIDL rumwühlt. Ich drehe mich zu dieser Gestalt hin und sehe es ist ein Mann.

"Suchst du Flaschen?" frage ich.
"Ja" sagt er "aber wieder verwertbare" fügt er hinzu.

"Hier" sage ich und schiebe ihm meinen Wagen nicht. Er schaut sich den Wagen an und sagt": Aber..."

"Nix aber" sag eich "kannst du haben. Ich schenke es dir!"

Er kann es nicht fassen, schaut mich neugierig und fragend an. Wahrscheinlich ist er dsowas nicht gewohnt. "Doch, doch" sage ich "nimm es. Ich schenke es dir gerne. Aber den Wagen möchte ich wieder. Da ist 1 € drin ".

Er nimmt den Wagen und fängt an die Flaschen einzeln in den Automaten hinein zu legen.
"Wir machen das so" sage ich. "Ich tue die Flaschen in diese Tüten und du nimmst die Tüten. Ich muss nämlich weiter!"

"Ok" sagt er und reicht mir seine Hand zum Dank. ich nehme seine Hand lege meine zweite auf seine und freue mich mit ihm. "Habe ich sehr gerne gemacht!" und wir trennen uns.

Ich hole mir zwei Brezeln und gehe an die Kasse um zu beazhlen. Ich kenne die Kassiererin. Sie gibt mir mein Restgeld, bügt sich und holt etwas aus dem Schrank unter der Kasse. Es sind zwei Tüten. Eine mit Schokoladeneiern und eine mit Geelefrüchte.

Ich war überrascht und habe mich gleichzeitig auch gefreut. Ich hatte das gleiche Lächeln im gesicht wie der Mann dem ich die Flaschen geschenkt habe.

Ja, ich bin der Meinung, dass ist die Dankbearkeit die mich erreicht hat, weil ich etwas in die Welt hinausgesendet habe. Da bin ich überzeugt.

(c) georg mouratidis

Sonntag, 12. April 2015

Aγνή Aγάπη - Reine Liebe - Pure Love

Meine liebe Y.,

mir ist es wichtig dir das zu schrieben. Für dich zu schreiben. Mich beschäftigt immer noch mein Gefühl zu dir. Ich bin auf der Suche danach was genau das ist, was mich von dir nicht loslässt. Also rede ich gerne darüber. Zum Beispiel auch mit Jota.

Ich erzählte ihr, dass ich auf der Suche bin. Dass ich mir nicht sicher bin, welche Liebe es ist, die sich bei mir meldet.? Ist es wirklich nur sexuelles Verlangen, väterliche Liebe oder mehr?

Sie fragte mich:“Was würdest du denn tun, wenn sie mit dir Sex haben wöllte?“

„Sofort!“ antwortete ich.

Ich sagte ihr, dass ich vermute, dass es auch die Art von Liebe ist, die in „uns“ lebt, dass wir ähnlich denken und es leben wollen. Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Offenheit.

Plötzlich sagte Jota:“αγνή αγάπη“

„ja“ antworte ich. „genau das ist es!“.

Dieses Gespräch ging mir nicht aus dem Kopf. Es beschäftigte mich. Den ganzen Tag. Und dann sprach ich mit Jota wieder darüber:
„Je mehr Zeit vergeht, Stunden oder Tage, desto klarer wird mir, dass die Liebe zur Y. nicht reiner sexueller Natur ist. Oder gar der Wunsch nach einer Partnerschaft mit ihr. Ich habe solche Gedanken nicht. Es ist mehr. Das was du mir heute morgen gesagt hast und mir gefallen hat. αγνή αγάπη – reine Liebe -. Das ist das was ich dir versucht habe zu erklären. Es gibt mehrere Arten der Liebe. Und zur Y. empfinde ich immer mehr und mehr diese „reine liebe“. Trotzdem, würde sie mich fragen ob ich mit ihr sex haben wöllte; Sofort! Halt mich für verrückt, aber so ist es eben“

Jota antwortete mir: „Nein, ich halte dich nicht für verrückt. Ich verstehe dich. Dann bist du eben der 'gefickte'.

„Was meinst du mit 'gefickt', verstehe ich nicht?“

„Na ja“ sagt Jota, „du hast den Wunsch nach etwas, was du nicht bekommen wirst? Und diese Art der Liebe wird sehr schwer vergehen?“

„Nochmal, meinst du hier den Sex? Wie kann ich dir das erklären. Heute morgen hast du diesen Satz gesagt...der mir sehr gefällt...ich ganz gut damit kann...es fühlt sich stimmig an...das ist mein Wunsch...mein Begehr...diese reine Liebe...und ich empfinde es so als ob wir sie uns beide geben (wollen)...und würde sie mich fragen – ich wiederhole mich, ich weiß – willst du mit mir Sex haben, dann würde ich sofort ja sagen. Das habe ich dir aber heute erzählt...ich weiß du wirst mich nicht für verrückt halten...und ich weiß du wirst mich verstehen...nur mit dieser „reinen Liebe“ würde ich Sex mit ihr haben wollen...verstehst du mich..Sex mit reiner Hingabe...nicht wie man im Deutschen – verzeih mir den Ausdruck - „ficken“ sagt. Sondern mit voller Hingabe...Mit der Hingabe von reiner purer Liebe, Das wollte ich dir erzählen...Du hast diesen Satz gesagt der mir mehr und mehr gefällt. Verstehst du mich? Irgend wann wirst du mich verstehen.“

„Ich weiß was du sagst. Ich verstehe dich. Ja, ich habe dich verstanden. Du bist nicht verrückt. Das ist das Schönste was es gibt. Wenn dir jemand so etwas gibt und du es erwidern kannst. Das ist nicht nur im Lotto gewinnen oder ein großes Los zu ziehen...das ist VOLLKOMMENHEIT!“

Liebe Y., ich weiß nicht wieviel Ehrlichkeit, Offenheit und Liebe du ertragen kannst. Wieviel dein junger Körper und Geist bereit ist zu empfangen. Ich weiß um deine Angst. Ich weiß auch über die Art und die Menge Liebe die du in deinem Leben erhalten hast. Respektive nicht erhalten hast. Ich weiß, dass du mir gesagt hast, dass du es nicht gewohnt bist „so viel“ Liebe zu erhalten. Zu bekommen. Zu erfahren. Ich weiß, dass ich Gefahr laufe, dass sich unsere Beziehung dadurch etwas „versteifen“ könnte. Ja sogar auflösen könnte. Doch dieses Risiko gehe ich ein. Wegen der „reinen Liebe“ zu dir.

Du bist in mein Leben gestolpert. Ich hätte nicht gedacht, dass unsere Beziehung diesen Weg gehen wird. Aber, so ist das Leben. Ohne dich zu kennen schrieb ich dir von „der Perle“. Weil ich wohl etwas er-spürte. Eine Seelenverwandtschaft. Ich suchte nach Wege, Worte um dieses Empfinden zu erklären. Am Anfang kam so etwas wie „Vaterliebe“ hoch. Ja! Zumindest war das der erste Versuch meine Gefühle erst Mal für mich zu erklären. In Worte zu fassen.

Dann bemerkte ich auch eine körperliche Anziehung. Meinetwegen „sexuelle“ Anziehung. Auch ja! Denn wie ich dir mal gesagt habe, so unsexy siehst du nicht aus. Diese explosionsartige Aussagen, mal in Richtung Vaterliebe, mal in Richtung flirten, mal in Richtung Empathie, waren genau die Emotionen die zu diesem Zeitpunkt in mir lebendig waren. Und ich äußerte sie einfach. Ich lebte sie.

Manchmal sagte ich etwas, dass dich ver-ärgerte. Das hast du mir ja auch oft gesagt. Es war nicht meine Absicht dich zu verärgern oder gar dir Angst zu machen. Es war der Versuch dir zu zeigen was ich für dich empfinde. Ab und zu haben wir uns ja „wieder“ gefunden. Wir sind beide auf den selben Weg gelaufen.

Und trotzdem befriedigte mich dies nicht. Mein starker Wunsch nach „DER“ Erklärung, nach dem benamsen dieses Gefühls fehlte mir. Ich war innerlich nicht zufrieden. Irgend etwas trieb mich an. Also entschied ich mich es dir zu sagen. Mit der Hoffnung heraus zu finden was es ist. Es war der Versuch und das große Verlangen mit dir es herauszufinden. Es gemeinsam heraus zu finden. Dass ich den Eindruck habe, dass es mehr als nur Vaterliebe ist. Auch hier kam ich nicht weiter. Denn als ich es dir gesagt habe, waren deine Aussagen der Natur, dass für dich diese Option gar nicht existiert. Und dass du auch Angst vor mir hast. Ich empfand eine Verteidigung deinerseits, war traurig und nachdenklich.

Also ging ich bei diesem Thema nicht mit dir auf die weiteren Suche. Ich suchte andere Menschen die „keine“ oder eben nicht auf dieser Ebene, emotionale Bindung zu mir haben. Und so habe ich es gefunden was es ist.

Zumindest ist es für mich sehr stimmig und ich fühle eine Ruhe und Gelasssenheit. Diese Erkenntnis wurde zwar auch durch unsere tiefen und offenen Gespräche immer wieder gefestigt. Nur DIE Erklärung habe ich nie gefunden. Weder alleine noch mit dir zusammen. Jetzt habe ich sie.

Ich weiß jetzt was ich für dich empfinde. Ich benötige keine Beweise im Sinne von Beweise. Das habe ich dir auch gesagt. Damals an dem besagten Smastag.
Denn ich liebe dich „weil du bist“. Einfach nur weil du existierst. Weil du dich fallen lässt...

Dieses Gefühl hatte ich in meinem Leben genau zwei Mal. Und eine davon war mit einem Mann, Diese pure, reine Liebe. Ich bin so froh, dass ich dich kennen lernen durfte, darf und wünsche mir, dass ich dich weiter er-kennen darf.

Ja, ich liebe Dich. Und das ist keine dieser inflationären Floskeln!


(c) georg mouratidis

Freitag, 10. April 2015

Rechts- und Linksgewinde!

Ich bin der Ansicht, dass Empathie einen angeborene Gabe ist. Nur braucht es auch das Umfeld um es (aus)zu.leben. Das Elternhaus, Kindergarten, Schule, Freunde ... wären ein geeignetes Umfeld.

Leider wird es nicht immer und bei jedem "gelebt". Woher denn auch, diese Menschen hatten doch dieses Umfeld mit hiher Wahrscheinlichkeit auch nicht gehabt.

Am besten ist es mE bei Einzelkindern zu sehen. Sie bekommen (vllt.) Empathie, doch es ist nahezu unmöglich Einzelkondern das "Empathie-geben-Umfeld" auszubreiten. Die meisten Einzelkinder lernen nicht zu teilen, sich auf andere einzulassen.

Leidvoll ist es wohl bei Kindern (und später Erwachsene) die weder das eine noch das andere gezeigt bekamen. Weder Empathie erhalten noch ihnen vorgelebt wurde wie sie Empathie geben können.

Der Schock ist dann so groß, wenn dann doch jemand plötzlich da ist, der ihnen diese Empathie gibt. Sie durch nachfragen verstehen möchte. Mit ihnen gemeinsam in die tiefen Seelen gänge hinabsteigt. Sie dabei untersützt sich selbst zu verstehen und auch zu verstehen was sie von sich selbst trennt. Jemand der durch bloßes Anschauen mit ihnen Verbindung aufnehmen möchte. Ihnen Aufmerksamkeit schenkt.

Diese Erkenntnis kann wohl sehr heilend sein, aber auch sehr schmerzhaft. Diese Erkenntnis kann den einen oder anderen zum Schwanken bringen. Manschmal sogar sich selbst in Frage stellen. Sie empfinden das neutrale Anschauen als "unwohl"; kennen sie es doch nicht anders. Und noch niemals hatten sie jemand der sich in sie einfühlen möchte. Oder sich gar die Mühe gemacht hat es zu wollen. Und jetzt stehen sie vor was Neuem, Unbekanntem.



Es ist ähnlich zu sehen, wie wenn ein Lehrling in der Werkstatt jahrelang nichts anderes zu tun hatte als eine Mutter mit Rechtsgewinde auf eine Schraube mit Rechtsgewinde - tag ein tag aus - zu drehen. Und jetzt bekommt er eine mit Linksgewinde. Es kann sehr frustrierend sein, wenn man diese blöde Mutter nicht auf die Schraube bekommt. Und man selber nicht weiß woran das liegt. Hat es doch jahrelang so gut funktioniert. Jetzt kann er die Schuld bei sich selbst suchen oder beim Ausbilder.

Also ist es wichtig diesen Menschen sachte und vorsichtig auf das Linksgewinde vorzubereiten. Ihn darauf aufmerksam machen, dass es sowas wie ein Linksgewinde gibt. Das ein Linksgewinde ok ist und hier niemand "schuld" ist, dass die Mutter nicht auf Anhieb drauf passt. Denn es bedarf Übung, wie man die Mutter anfassen muss, die Schraube anfassen muss, wie die Mutter drehen damit sie auf die Schraube fassen kann. Es bedarf genau dieses Umfeldes um "Empathie" zu erfahren. Empathie empfangen erfahren.

Es ist dann ein sehr erhabenes Gefühl, wenn jemand es geschafft hat eine Mutter auf eine Schraube mit Linksgewinde zu drehen. Es ist ein warmes, zufrieden stellendes und freudiges Gefühl Empathie zu empfangen.

Wenn der Weg dorthin so steinig und schmerzvoll war, um wieviel schwieriger wird es wohl sein "Empathie" zu geben. Aus ganzem Herzen zu geben. Anderen non dieser "Frucht der Erkenntnis" etwas abzugeben? Haben wir doch selbst die Erfahrung gemacht wie "süß" das jetzt schmeckt wenn sich anderen in uns einfühlen. Wenn wir endlich mal im Mittelpunkt stehe. Wenn wir verstanden werden.

Und jetzt soll ich davon abgeben?!

Das wird viel schwieriger sein als Empathie zu empfangen. Deshalb brauchen wir sehr viel Geduld mit Menschen die nicht in der Lage sind - noch nicht - sich auch um andere zu kümmern. Denn es gibt so vieles mehr als nur Rechts- oder Linksgewinde.

Denn dieser Mensch muss erst die Erfahrung selbst machen, welche Freude es ihm und den anderen bereiten kann, wenn ER ihnen das Linksgewinde-Eindrehen zeigt. Wenn er jetzt das Umfeld für andere vorbereiten kann. Mit Freude vorbereiten kann. Und nicht aus Angst vor Verlust er sich diesem verweigert!

(c) georg mouratidis

Samstag, 7. März 2015

Zurück zu "my total freedom"

In erster Linie ist das ein Dankeschön an meine "Schülerin" Yasemin Celikkan.

Und dann ist es eine Botschaft an die Welt da draußen. Doch alles der Reihe nach.


In unserem letzten Gespräch sagte Yasemin "Das zum Thema Aufrichtigkeit, gell?". Das war die Frage auf eine Antwort von mir. Die mehr eine Ausrede schien als eine aufrichtige Antwort an mich selber. Es nervte mich, dass meine "Schülerin" mir, ihren Lehrer, so eine Antwort stellte. Irgend wann mal endete das Gespräch. Ich ging nach Hause. Einerseits mit sehr viel Liebe vür Yasemin, andererseits ärgerte ich mich richtig. Ich suchte die "Schuld" bei ihr, dann suchte ich die "Schuld" bei mir. Für meinen Ärger. Doch es fühlte sich überhaupt nicht gut an.  Dieses innere Theater ging ca. 3 Tage. Ich konnte nachts nicht schlafen. Es quälte mich Etwas. Dann, auf die Nacht vom 3. auf den 4. März wachte ich um 2:00 Uhr morgens auf. Als ob mich irgend etwas oder irgend jemand ganz sanft weckte und zu mir sprach: "Georg, ich erinnere mich, als ich mit der Gewaltfreien Kommunikation begann fühlte ich mich glücklich. Die glücklichen Gesichter der Menschen mit denen ich sprach, die Menschen die ich begleitet habe, ohne Worte wie "Coaching", "Seminar", Workshop, "Infoveranstaltung" und ähnliches fühlte ich mich frei. Es war ein so schönes Gefühl zwischen all den Menschen, Erwachsenen wie auch Kinder, zu sitzen und eine Wärme zu spüren. Ohne das Damoklesschwert über mir, dass da heisst "Geld verdienen". Und jetzt?

Seit ich mich selbstständig gemacht habe und ich Geld verdienen muss, bin ich nicht frei. Bei den Vorstellungsgesprächen in Firmen, Schulen bin ich nicht mehr authentisch. Ich bin blockiert. Ja keinen Fehler zu machen. Ich muss ja überzeugen, verkaufen. Du brauchst den Auftrag, sonst....

Ich kann mich an einen Fall erinnern in dem ich mich und "meine" Gewaltfreie Kommunikation angeboten habe. In einem großen Unternhemen. Da war der Chef, seine Assistentin und eine Abteilungsleiterin dabei. Angesetzt war 1 Stunde. Wir saßen 2,5 Stunden zusammen. Da war diese innere Freiheit, kein "verkaufen" zu müssen, es war menschlich. Die Abteilungsleiterin erzählte mir von ihrem "Problem". Und da habe ich empathisch reagiert nicht statisch, kopfig um den Auftrag zu erhalten. Da dachte ich gar micht daran. Wir trennten uns richtig frei und warm. Wir haben uns geeinigt, dass wir eine Infoveranstaltung mit allen Mitarbeitern abhalten. Und dann? Als ich die Veranstaltung vorbereitete, war wieder der Kopf dabei. Und was ist passiert. Ich habe den Auftrag nicht erhalten, weil ich nicht mehr der war, wie in dem Vorgespräch. Die Assistentin sagte mir "Herr Mouratidis, Sie waren ganz anders. Sogar Fr. XY von der Abteilung hat das gesagt. Und sie war so angetoan von Ihnen und Ihrer Art!"

Zu diesem Zeitpunkt habe ich diese Aussage "beiseite geschoben." - Pfff, wenn die nicht will, dann halt nicht. Natürlich habe ich andere Aufträge erhalten, aber ich verlor mich immer und immer weiter. Ähnlich ging es mir mit einer Schule. Beim Vortrag war ich so gelöst mit den Kindern zu arbeiten. Ich saß mitten unter Ihnen, die Kinder um mich rum. Und wo ran scheitert es? An dem Kopf der denkt den Auftrag zu bekommen.


Und ich weiß, es fühlt sich überhaupt nicht gut an.

Zwei andere Situationen haben mir das wieder vor Augen geführt. Es war einmal bei unserer Kindercoachinggruppe. Wenn ich bedenke, dass am aller ersten Tag alle Kinder gesagt haben, dass sie nicht freiwillig da sind, sondern nur weil ihre Eltern sie dazu "überredet" haben. Ander jeder Doppelstunde haben ALLE auf die Frage hin, "wer ist nächstes Mal dabei?" mit einem klaren "ICH" geantwortet. Wenn ich an das Feedback der Kinder denke, am Ende jeder Doppelstunde und am Ende des Projektes, dann war ich überglücklic. genau im meinem "Fluss". Genau das was ich will, beabsichtige. Die Freude in den glänzenden Augen dieser Kinder. Und ich habe es tatsächlich geschafft, dass zwei Kinder geweint haben und ein Junge ganz nahe dran war. Sie fühlten sich "erlöst", es war jemand da mit dem sie reden konnten. Der ihnen einfach zuhört. Ich kann mich an eine Antwort von einigen der Kinder erinnern, die da gesagt haben, "...aber unsere Eltern können das nicht so wie ihr...".

Und dann? Beim Abschluss des Pilotprojektes, als wir den Müttern gesagt haben, dass wir uns überlegt haben für die Doppelstunde denn bestimmten Betrag zu verlangen. Da sagte eine Mutter, "da muss ich mich zurücknehmen. Wir bauen gerade, und mein Mann wird mich umbringen wenn ich hier zusage!". In diesem Moment bemerkte ich wie ein Mädchen von der heiteren Stimmung plötzlich richtig traurig wurde. Sie hatte sich so gefreut weiter zu machen. Es ist genau das Mädchen von dem diese Mutter gesagt hat, dass sie nun beobchatet wie ihre Tochter jetzt verstärkt Kindern die gemoppt werden, unterstützt.

Und ein Junge war auch sehr traurig, als seine Mutter ähnlich gesagt hat, dass sie nicht weiter machen werden.

Auch wenn wir gesagt haben, dass es am Geld nciht scheitern soll, kam später gar keine Reaktion seitens der Eltern.

Und das genau macht mich sehr traurig. Denn wir denken an die Kinder, das war der Grund weshalb wir dieses Pilotprojekt angesetzt haben. FÜR DIE KINDER.


Die zweite Situation war die mit Yasemin. Sie sagte mir:"Das was andere nicht in 4 vier Jahren schaffen, hast du bei mir in vier Monaten geschafft!". Am Anfang habe ich diesen Satz nicht verstanden. Jetzt kommt er mir Stück für Stück in den Sinn zurück. Wenn jemand sich dazu "überwindet" mein Seminar- oder gar das Coachinggeld aufzubringen, ist es nicht jedem gegeben eine längere Zeit mit mir zu gehen. Um dieses "Klick" zu erkennen. Und genau diese Möglichkeit möchte ich jedem geben. JEDEM!
 

Das wird aber nicht geschehen, wenn es am Geld scheitert!
Hier endete meine nächtliche Diskussion mit mir!


Somit habe ich mich entschieden, dass alle meine Dienstleistungen KEINER Preisliste unterworfen werden. Es kann jeder - wirklich JEDER - das bezahlen was er kann und/oder ihm die Arbeit mit mir wert ist.  Ich werde offen legen, was mich die fixen Kosten (wie Räumlichkeiten, etc) kosten. Wenn ich 0 auf 0 komme ist es auch ok, wenn dann auch noch etwas für mich übrig bleibt, auch gut.

ACHTUNG: Alle meine Preise (in den Flyerrn, PDFs, Seiten, ...) sind mit "freiwillige wertschätzende Honorierung" zu ersetzen. Bis ich meine Homepage nach und nach angepasst habe!
Nehmen Sie mich beim Wort. Erzählen Sie es weiter. Geben Sie sich und anderen die Chance die Yasemin erhalten hat, lamgsam heran geführt zu werden. In ihre Aufrichtigkeit, in ihre Liebe und Empathie!

Ich konnte danach sanft einschlafen und habe es kaum ausgehalten das festzuhalten.

Danke Yasemin, für die provokative Frage. Die mich wieder zu mir geführt hat!

PS: Seminare die ich in meiner Funktion als Dozent abhalte - wie z.B. in den Paracelsusschulen - kann ich nicht beeinflussen. Da machen Sie einen Vertrag mit den Schulen und nicht mir.

Mittwoch, 4. März 2015

Bauchgefühl vs. Ratio oder Engelchen und Teufelchen


Ein innerer Dialog brachte mich dazu diese Frage in einem Forum zu stellen.
Die einzige Antwort die ich erhalten habe - und die mir sehr gefällt - halte ich hier einfach fest.

Ich
Ich hab da mal ne Frage: "Angenommen ihr habt den Eindruck, dass euch jemand be-nutzt, be-trügt oder un-ehrlich zu euch ist. Wie geht ihr das an um Gewissheit zu bekommen, ob es nur ein Eindruck ist oder ob ihr "Recht" habt? Und sagt mir bitte jetzt nicht: "Dann frag den doch!" Genau da liegt ja die Crux!
Antwort
Lieber Georg, hast Du eine Intuition, auf die Du Dich verlassen kannst bzw. war Dir Deine Intuition oder auch Dein Bauchgefühl ein guter Wegbegleiter? Und meine andere Frage an Dich ist: wäre es denn schlimm, wenn es so wäre wie Dein Eindruck es Dir vermittelt oder kann es sein, dass es an Deiner Perspektive, Deinem Denkmuster, Deinem Blickwinkel, Deiner Erwartungshaltung, Deiner Angst etc. liegt. Was für Dich eine Lüge ist, muss für die andere Person noch lange keine Lüge sein, oder? Das ist doch Dein Eindruck bzw. unter Umständen Deine Bewertung. Und wenn man das nicht ehrlich fragen bzw. darüber reden kann, so nimmst es doch wahr und kannst das auf Dich wirken lassen und je nachdem wie Du es für Dich für richtig hältst, Dich "verhalten" in mehrfacher Hinsicht. Oder Du nimmst den Menschen so wie er ist und lässt es auch so. Es kann ja sein, dass es einen ganz bestimmten Sinn und Zweck hat, dass dieser Mensch Deinen Weg kreuzt. Es ist nur so wichtig wie Du dem Wichtigkeit beimisst Also das ist nur einer der vielen Denkansätze und Möglichkeiten. Ich wünsche Dir eine angenehme Nachtruhe. Nachti
Ich 
Die Intuition (Bauchgefühl) glaubt das nicht. Sie glaubt nicht daran, dass derjenige sie betrügt oder be-nutzt oder gar be-lügt. sie ist davon sogar überzeugt. doch es ist der kopf der sich dazwischen mogelt. dieser ratio oder wie der heisst. es ist ein kampf zwischen diesen beiden. Bauchgefühl und Ratio. Wie Engelchen und Teufelchen. Und er denkt es ist das Bauchgefühl dass nach Klarheit sucht. Dabei ist es der Kopf. Oder es wird nach einer dritten Seite gesucht. Vllt. sowas wie ein Alibi. Alibi für das Bauchgefühl um dem Verstand nicht glauben zu wollen. Oder gar zu folgen. Weil der Weg der Intuition ein warmer ist oder sich nur warm anfühlt.

Oder ein Alibi für den Ratio. Damit er eine Rechtfertigung, eine Absolution eine Bestätigung für sein "kommendes" Handlen zu haben.

Dann wäre es aber in beiden Fällen nur ein Alibi. Selbst kultiviert. Selbst im Kopf erzeugt.

Aber wie gewinnt das Bauchgefühl diesen erbarmungslosen Kampf. Kann er ihn denn überhaupt gewinnen? Muss irgend eine Seite gewinnen? Denn der Bauch weiss, alles was ein Mensch tut, tut er um sich ein Bedürfnis zu erfüllen. Auch wenn der Bauch dadurch krampft. Doch der Kopf schreit "und genau das ist Betrug an den anderen. Das ist egoistisch!! Der beutet dich aus. Der benutzt dich. Deine Wärme, deine Offenheit, deine Güte, u.s.w."

Muss überhaupt jemand etwas gewinnen? Was auch immer "gewinnen" nun ist.

Einen wunderschönen Tag dir!

Samstag, 14. Februar 2015

Pilotprojekt Kindercoaching zu Ende

Heute war der letzte Tag unseres Kindercoachng Pilotprojekt.

Yasemin hat die Kinder getrennt von den Eltern befragt.

Eine der Fragen war: "Wer möchte weitermachen?"
Alle schrien sofot "Ja" - Ausser ein 14 jähriges Mädchen. Als ich sie gefragt habe, ob sie uns sagen kann und möchte, weshalb sie nicht weitermachen will, hatte sie keine Antwort. Oder die Worte nicht für die Antwort.

Ok, als die Eltern kamen fragte Yasemin ob die Eltern eine Veränderung gesehen haben. Also, ich habe das so wahrgenommen, dass kein Elternteil eine Veränderung gesehen hat. naja, das ist ja auch legitim. Es waren ja "nur" 6x.

So, und jetzt kommen wir zu den Kosten. Als Yasemin erzählt hat was wir in der zukunft haben wollen - für unsere Arbeit - sagte eine Mutter: "Da muss ich mich zurückziehen. Wir bauen gerade und das können wir uns nicht leisten."

Ich ließ das mal so stehen bis Yasemin zu Ende war.
Ich fragte ob ich 2 Minuten noch bekomme, weil ich was sagen möchte.

Alle nickten und ich sagte:" Also, ich stelle fest, dass L...i sehr unruhig ist..."

Ich war noch kaum fertig, da sagte ihr Mutter: "Ja, ihr ist langweilig!"

"Das glaube ich nicht und das wollte ich nicht sagen. Ich habe bemerkt, dass L....i wohl sehr traurig wurde, als du gesagt hast, dass du dich zurückziehen musst! Denn L....i war die aller erste die am "lautesten" geschriehen hat, dass sie weiter machen will."

L....i nickt zustimmend.

--:--

Ich möchte hier jetzt gerne aufhören mit der Erzählung. Mir war sehr wichtig hier klar zu machen, dass 1. Bedürfnisse der Kinder nicht berücksichtig werden und 2. die Interpretation dass es L...i langweilig sei.

Ich hatte den Eindruck - bei der Elternrunde - dass sie der Ansicht waren, sie schicken unsere Kinder zu uns und dann sind sie "geheilt". Nämlich so, wie sie - die Eltern - es gerne hätten.

Ich bedaure diese Kinder sehr! Und nicht nur diese.

Ich bedauere aber auch die Eltern, die in ihrer Konditionierung die Bedürfnisse ihrer Kinder übersehen.

(c) georg mouratidis

no one is born racist


Eines Tages war ich mit meiner behinderten Tochter und ihrer Mutter im Freibad. Wir saßen dort auf dem Rasen. Neben uns eine andere Mutter mit ihrer Tochter. Die Tochter fragt ihre Mutter: "Mama was hat das Kind?" - Die Mutter schaute verschämt weg und beantwortete die Frage ihrer Tochter nicht. Ihr war es offensichtlich peinlich, weil sie merkte, dass ich das gehört habe. Ich wandte mich an das Kind und fragte:"Möchtest du mich was fragen?" Das Kind antwortete mit einem ja. "Ok" sagte ich, "was möchtest du wissen?" Das Kind fragte mich, was denn das Mädchen habe. Ich sagte es ihm, es bedankte sich und es war "zufrieden". Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Es sind unsere Gedanken über andere Menschen. Und genau das was unsere Eltern, Lehrer und die Gesellschaft uns "lehrt!"

~:~

One day I was with my disabled daughter and her mother in the outdoor pool. We sat there on the grass. Beside us another mother with her daughter. The daughter asks her mother: "Mom what does this child have?" - The mother looked away shyly and did not answer the question of their daughter. It was obviously embarrassed her, because she realized that I've heard that. I turned to the child and asked, "Would you like to ask me something." The child answered with a yes. "Ok," I said, "what do you want to know?" The child asked me what that the girl has. I told him it thanked me and it was "satisfied". I can not repeat it often enough. It is our thoughts about other people. And what our parents, teachers and the society teaches us!

Freitag, 16. Januar 2015

Hauptsache über andere urteilen!

Vorgestern war ich tanken.
Ich wollte mit der Karte bezahlen. Die Kassiererin schaut 3-4 Mal an mir vorbei zu den Tanksäulen. Sie bemerkt dass ich verwundert schaue und sie sagt: "Da ist eine junge Frau, die hat offensichltich Probleme mit dem Tankdeckel!".
Ah ok sagte ich.

Hinter mir sagt dann eine Dame:"Sie könnte ja auch dort weg fahren und wo anders den Deckel versuchen zu schließen. Oder? Sie steht an der Zapfsäule und behindert die anderen. Oder nihct. Denke ich doch so. Hmm". Und ich erkannte einen "ironischen" Unterton in ihrer Stimme.
Ich drehte mich zu ihr und sagte:"Oder sie hätten auch helfen können, wenn es ihnen zu lange geht, oder?"

Sie schaut mich an, zuckt mit den Schultern, zieht Mundwinkeln nach unten als ob sie Gleichgültigkeit signalisieren will und macht "pfff!"
Ich frage Sie dann: "Wenn es iHnen doch so egal ist, wieso haben Sie es hier dann erwähnt? Hauptsache über andere "geurteilt", oder?"

Stille! Alle anderen Kunden schauen mich an. Ich weiß niatürlich nicht was sie in diesem Moment dachten, aber mich hat diese Reaktion der Frau sehr genervt.

"Hauptsache über andere blöd reden" dachte ich mir!

(c) georg mouratidis