Montag, 28. Februar 2011

Wann immer ein Mensch...

... einen anderen Menschen durch Anwendung von Macht und Autorität dazu zwingt, etwas zu tun, versagt er ihm die Gelegenheit, Selbstdisziplin, Selbstverantwortung zu lernen oder zu üben. Er nimmt ihm jede Gelegenheit eigene Kriterien zu entwickeln - ein von innen gesteuertes, selbst eingeleitetes, selbst erkanntes Verhalten -

Diese Menschen werden in ihrem Leben von einer Autorität zur nächsten  wechseln um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Viel schlimmer noch; sie verlangen von diesen Autoritäten eine Antwort auf ihr Leben, oder Kontrollen über ihr Verhalten. Diesen Menschen fehlt es an Selbstdisziplin und Selbstverantwortung. Woher sollten sie diese auch her haben; ihnen wurde die Gelegenheit genommen das zu erwerben und zu entwickeln.

Und wisst ihr was das Schlimmste dabei - für mich - ist?
Wir verhalten uns genau so bereits bei unseren Kindern!

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Wo das Wissen aufhört, fängt der Glaube an. -Aurelius Augustinus-

Samstag, 26. Februar 2011

Freitag, 25. Februar 2011

Hier meine ganz persönliche Geschichte...

...mit der Gewaltfreien Kommunikation!


"Georg, du warst ein Arschloch. Arrogant, überheblich. Du hast niemanden ausreden lassen. Du hast sofort deine Meinung dem anderen aufgedrückt. Meine Kinder hatten Angst vor Dir. Haben wir gesagt, wir gehen zu Georg, so wehrten sich meine Kinder dagegen. Ja, sie weinten sogar. Und jetzt? Wer hätte gedacht, dass ich jemals so mit dir, einfach so, mit dir, Kaffee trinken gehe, dir so viel von mir anvertrauen möchte, dich anrufen wenn mir was auf der Seele brennt. Es mir eine Freude bereitet, dich spontan anzurufen und fragen ob wir uns treffen. Mit dem Arschloch von früher. Wer hätte damals gedacht, dass in dir so viel Gefühl steckt, du so einfühlsam sein kannst?"

Das waren die Worte die mir meine Bekannte Frauke vor einiger Zeit sagte. Beim Kaffee trinken. Beim Austauschen.

Und ob ihr es glaubt oder nicht: Ich habe es diesen vier Schritten zu verdanken. Erst einmal diesen vier Schritten. Am Anfang sehr statisch, holprig, ich erkannte mich nicht wieder im Sprechen. Aber ich war kompromisslos. Ich gehe diesen Weg, egal wie steinig er ist. Das war meine Überzeugung, und langsam bildete sich eine Haltung daraus.

Die GFK versetzte mich in die Lage, in mich zu hören. Tatsächlich „in mir zuhören“. Sie hat mir dabei geholfen meine Gefühle wahrzunehmen. Und darüber hinaus: Ich konnte sie benennen. Hier war mehr als nur "gut, schlecht". Ich spürte meinen Körper. Ich achtete auf Signale: Mir ist warm, ich schwitze, mir ist kalt, ich zittere. Ein Druck in der Magengegend. Ein Druck in der Brustgegend ... ich konnte meine Gefühle in Worte fassen. Und das war eine Befreiung! Wow, was für ein geiles Gefühl! Ich kann mir mein Gefühl beschreiben. Das kannte ich von früher nicht!

Denn ich habe gelernt meine Gefühle zu unterdrücken. Aus Schutz für mich. Denn jedes Malwenn mich mein Vater verprügelte und ich vor lauter Schmerzen schrie, bekam ich noch mehr. Also lernte ich, meinen Schmerz zu unterdrücken.

Am Anfang redete ich oft mit mir. Und das alles gezielt, ja statisch sogar. Ich ging bewusst diese vier Schritte durch. Manchmal in Gedanken, manchmal laut vor mich hin. Und so habe ich mich „bewusst“ mit mir in Verbindung gebracht. Ich habe erspürt, Schritt für Schritt, welches „Bedürfnis“ sich nicht erfüllt hat. Und für mich war es am Anfang auch so was wie ein Mangel. Bis ich erkannt habe, dass ein Bedürfnis, für mich persönlich keinen Mangel darstellt, sondern etwas „Lebensbejahendes“ ist. Und wenn jemand der Meinung ist, er möchte mit Bedürfnis einen Mangel/Bedürftigkeit erkennen, so darf er das. Wenn er sich dieser „Bedürftigkeit“ bewusst wird, und alles dafür tut, um diesen Mangel zu „beseitigen“ und seine Lebensqualität zu erhöhen. Was ist daran verkehrt? Nennt es doch wie ihr wollt. Ist das wichtig wie das heißt? Was hält uns davon ab, alles Erdenkliche zu tun, um unsere Lebensqualität zu erhöhen?

Nach und nach ging mir das in Fleisch und Blut über.

Ab und zu bemerkte ich an mir selber, dass die vier Schritte wieder durch den Kopf gehen. Wieder statisch. Ich habe dadurch vom Leben ein paar „Watsch`n“ erhalten. Und auch hier wieder hat mir die GFK geholfen, das zu erkennen, und an meiner Entwicklung zu „arbeiten“. Ich lasse „Wolfshows“ zu, ich kann manchmal auch ein böser Wolf sein. Zu mir selbst, aber auch zu anderen. Ich lasse es zu. Auch diesen statischen Ablauf der vier Schritte. Es gibt eben Situationen, in denen ich „nur“ durch die Anwendung dieser Statik mir diese sehr bewusst machen kann. Manchmal setzte ich mich tatsächlich hin und schreibe sie sogar für mich auf. Na und? Wenn es mir für meine Entwicklung hilft?

Und ich spüre nach und nach, dass ich kein Arschloch bin. Ich spüre so eine Freude wenn ich mit diesem Ding da, wie heißt das noch mal, GFK, oder? Keine Ahnung, mich auf andere Menschen einlasse/einlassen kann. Und das ohne irgend ein Erfolgsziel vor Augen.

Gestern ist es mir erst wieder passiert. Bei der Arbeit. Eine Kollegin und ich unterhielten uns über unsere „aktuelle“, private Situation. Plötzlich fing sie an, mir ihren Schmerz zu erzählen. Und sie fing an zu weinen. Sie weinte, schluchzte, brachte kaum ein Wort heraus. Ich nahm ihre Hand, legte sie in meine Hand und hörte ihr zu. Hier war kein Bedarf von vier Schritten. Hier war Präsenz notwendig. Hier war keine Haltung notwendig, hier war einfach nur Herz von Nöten. Ich habe in dieser halben Stunde vielleicht vier Worte gesagt. Zwei davon waren: Ah“ und „Okay“. Mehr war einfach nicht notwendig. Sie erzählte mir über ihre Kindheit, ihre Familie und vieles mehr.

Das, liebe Alle, hat mir „meine“ GFK gelehrt. Wenn es notwendig ist, die vier Schritte statisch einzusetzen, wo es notwendig ist, das Herz einzusetzen, wo es notwendig ist, einfach mal die Klappe zu halten und da zu sein...

Hätte ich diese, wie heißt jetzt das Ding wieder? Ist ja auch egal ... dann hätte ich einige meiner privaten „Probleme“ nicht so „leicht/schnell“ erkennen können UND sie in lebensbejahende Erfüllungen umgewandelt.

Ich danke Marshall, dass er mich mitgenommen hat in seine Gedanken. Und mir ist es mittlerweile scheißegal wie das Ding heißt. Ich gehe diesen Weg. Kompromisslos! Denn es ist mein Weg.
Für mich ist es wichtig, dies noch mitzuteilen: Ich sehe jetzt den Menschen! In mir und im anderen!

Herzlich
Georg

Tagesspruch/Quote of the day

Bildung ist, was übrig bleibt, wenn man alles weglässt, was man gelernt hat. -Autor unbekannt-

Donnerstag, 24. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Es genügt nicht, eine Sache zu beweisen, man muss die Menschen auch noch zu ihr verführen.
-Friedrich Nietzsche-

Mittwoch, 23. Februar 2011

Es bedarf sehr viel Mut...

...sich zu öffnen. Es bedarf sehr viel Mut in einer Situation die ich nicht annehmen möchte, jemandem zu sagen, was ich empfinde. Es bedarf Mut "Ich-Botschaften" zu schicken, als ihn zu beschuldigen, er habe eine schmerzliche Empfindung verursacht.
Es bedarf sehr viel Vertrauen und eine innere Sicherheit, um in einer Beziehung seine inneren Gefühle, Befindlichkeiten zu offenbaren. Denn ich laufe Gefahr, dass der andere mich als denjenigen erlebt, der ich in Wirklichkeit auch bin. Ich öffne mich - ich mache mich "durchsichtig, wirklich, verwundbar", ich zeige mein Menschsein. Ich zeige dem anderen dass ich ein Mensch bin, fähig, verletzbar, enttäuscht,  entmutigt u.s.w. zu sein. Mich zu offenbaren, wie ich empfinde, bedeutet für mich, mich zu öffnen, um vom Gegenüber erblickt zu werden. 

Ich bin authentisch, ich bin jemand der kein Hehl daraus macht, dass ich jemand bin, mit Fehlern, mit Lastern, mit Zweifeln, mit quälenden Zweiflen, Selbstzweifeln, mit "peinlichen" Gefühlen. Doch ich weiß dass ich auch großartig, einmalig, begabt und liebenswert bin. Ich habe beide Seiten in mir, und nichts davon möchte ich verstecken, denn das bin ich alles zusammen.

Doch ich mache mir viel zu oft Gedanken wie der andere wohl von mir denkt, wenn ich so offen und authentisch bin. Doch der größte Lohn dieser Offenheit und dieser Authentizität, ist wahrscheinlich, die Beziehung die dann dadurch wächst. Es wird Vertrautheit begünstigen - eine zwischen-menschliche Beziehung - die sogar mein Gegenüber ermutigt sich auch zu öffnen. So entsteht eine authentische, menschliche Beziehung. Wir können dann die Freude genießen die so eine Offenheit mit sich bringt!

Habe den MUT offen, authentisch, verletztbar, ... zu sein! Die anderen werden es dir danken. Auch du wirst es dir danken!

--gm--

Tagesspruch/Quote of the day

Einen anderen nicht beurteilen zu wollen, ist oft ein Zeichen von Humanität. -Friedrich Nietzsche-

Montag, 21. Februar 2011

Es gibt kein "Wie"

(...) Es gibt kein WIE, wenn es darum geht, einen reinen Akt der Aufmerksamkeit dem zu widmen, WAS vorhanden ist.

(...) Der reine Akt der Aufmerksamkeit ist spontan und frei. Nur wenn der Geist glückselig, still, ohne jegliche eigene Regung, ohne Projektion des Denkens, bewusst oder unbewusst - nur dann tritt das Ewige ins Sein.

(...) Es gibt keine Organisation die den Menschen zur Spiritualität führen kann. Sobald Sie einem Menschen folgen, hören Sie auf, der WAHRHEIT zu folgen. Es ist mir gleichgültig, ob Sie dem, was ich sage, Aufmerksamkeit schenken oder nicht. Ich will eine bestimmte Sache auf der Welt tun, und die werde ich mit unbeirrbaren Konzentration tun.

(...) Was nutzt es, tausend zu haben, die nicht verstehen, die ganz in ihren Vorurteilen erstarrt sind, die das Neue nicht wollen, sondern lieber das Neue so auslegen, dass es ihrem sterillen, trägem Selbst dient?

(...) Ebenso ist es kein Mangel an wahrer Liebe, wenn ich offen und ehrlich bin, ganz im Gegenteil.

(...) So wie ein Künstler ein Bild malt. weil er Freude am Malen hat, weil es ein Ausdruck seiner selbst ist, sein Glück, sein Wohlbefinden, so tue ich das Meine, und nicht weil ich irgend etwas von irgend jemandem haben will.

(...) Sie glauben und hoffen, dass ein anderer Sie durch seine aussergewöhnliche Kraft - durch ein Wunder - in dieser Sphäre ewiger Freiheit entrücken kann, die Glückseligkeit ist. Ihre ganze Lebenseinstellung basiert auf diese Autorität.

(...) und es wäre Zeitverschwenudng, wenn ich Ihnen meinen Standpunkt nicht klar und deutlich auseinandersetzen würde.

- Vollkommene Freiheit, S. 20-25, Jiddu Krishnamurti -

Und gefreut habe ich mich heute

darüber, 

dass ich meine Infoveranstaltung über die Gewaltfreie Kommunikation am 15. März bei einer Bildungsakademie in einer größeren Stadt abhalten darf. Es tut sich was an meinem Vorhaben. Diese Zusage hat mich richtig rieeeeesig gefreut.

Danke!
--gm--

Tagesspruch/Quote of the day

Wenn man nicht gesehen hat, "was" ist, wie kan man über "es" hinausgehen? -Jiddu Krishnamurti-
--:--
If you have not seen "what" is, how can you go beyond "it"? -Jiddu Krishnamurti-

-gm-

Sonntag, 20. Februar 2011

Gefreut habe ich mich heute...

...über unser erstes Treffen via Telefonkonferenz.

Vier Leute, ich und noch andere drei, haben uns verabredet unseren ersten Restorative Circle zum Üben abzuhalten. Heute ging es um einen Konflikt den ein Junge mit der Schule, explizit mit der Deutschlehrerin, hat.

Der Ablauf eines Restorative Circles ist der, dass als aller erstes derjenige der einen Konflikt hat, diesen Circle anrufen kann um über diesen Konflikt zu sprechen. Der Facilitator hört sich in einem sogenannten Pre-Circle das Anliegen an, indem er versucht heraus zu finden was genau der Anlass ist. Der Initiator bringt also den Facilitator auf *seinen* Stand.

So wurde ich ausgewählt der Facilitator zu sein. Nachdem ich zugesagt habe, dass ich gerne den Facilitator machen möchte, konnten wir loslegen. Die anderen zwei Teilnehmer waren stille Beobachter. Konnten jedoch jeder Zeit *eingreifen* wenn sie der Meinung waren, dass es wichtig für die Sache ist. Da wir im Üben sind, war das für alle Anwesenden so ok. 

Ich war sehr angespannt und neugierig wie sowas ablaufen wird. Habe ich das so in der Art nicht gemacht.

Nun stellte ich den jungen Mann die Frage: 
"Was wurde gesagt oder getan, dass du diesen Circle angerufen hast?"
 
Stille auf der anderen Seite. Mir kam das vor wie eine Ewigkeit. Ich fragte: "Hast du die Frage verstanden?" Der junge Mann, gerade mal 12 1/2 Jahre jung, sagte: "Nein, habe ich nicht!". Ich sagte: "Ich habe gehört, dass es etwas mit der Schule zu tun hat. Ist das so?". Er sagte: "Ja, das stimmt!". Wieder Stille. Ich hatte doch gehofft dass der Junge von sich weiter erzählt. Aber er war still. Also, sah ich mich in die Situation versetzt nach und nach, behutsam heraus zu finden, was den Jungen veranlasst hat den Circle anzurufen. Also fragte ich Folgendes: "Würde es dich unterstützen wenn ich dich durch Fragen versuche dich an die Situation heran zu führen?". Er sagte: "JA!". "Kannst Du Dich an die Situation in der Schule erinnern, die Dich veranlasst hat diesen Circle anzurufen? Gab es etwas was dich verärgert hat, oder sauer gemacht hat?".

So ging es nach und nach weiter. Circa 45 Minuten lang. Ich stellte Fragen, und er beantwortete diese. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass der Junge sich darüber geärgert hat, dass seine Deutschlehrerin ihm gesagt hat: "Er MÜSSE seine Hausaufgaben machen.". Ihn störte unter anderem das Wort "MUSS". Wir haben herausgefunden, dass er gerne selber entscheiden möchte, was er muss und was nicht. Wann er seine Hausaufgaben macht und wann nicht. Weiter haben wir heraus gefunden, dass er soviele Hausaufgaben aufhat, sodass er - seine Worte jetzt - wie ein Skelett in die Schule gehen müsste. Weil er ja nicht einmal was zu Essen zu sich nehmen kann.

Nachdem wir all das herausgefunden haben, bin ich zum zweiten Punkt übergegangen. Ich habe ihn gefragt: "Wer muss deiner Meinung nach dabei sein um zur Lösung dieses Konfliktes beizutragen?". Er sagte, wie sollte es auch anders sein: "Meine Deutschlehrerin, meine Mutter und ich!"

Nachden er mir mitgeteilt hat, welche Personen er gerne dabei haben möchte bin ich zum dritten Schritt übergegangen. Ich habe ihn darüber aufgeklärt, dass ich mit jeder Person die er mir genannt hat einen Termin vereinbaren werde. Sie zu einem ähnlichen Gespräch wie dieses hier einladen werde und sie fragen werde ob sie die Einladung annehmen. Danach werden wir uns alle gemeinsam
treffen. In einer Runde in der jeder die Möglichkeit hat das zu sagen was er sagen möchte. In diesem Kreis werden wir gemeinsam einen Plan aufstellen. Einen neun Termin vereinbaren um zu überprüfen ob die Vereinbarungen eingehalten und erreicht wurden, oder ob weitere Schritte notwendig sind die wir gehen möchten.

Mein letzter Schritt war ihn zu fragen, ob er weitermachen möchte. Sprich ob er möchte dass ich die nächsten Schritte einleiten darf. Er sagte: "Ja!". Zum Schluss fragte ich ihn, ob er noch weitere Fragen hat. Nachdem er das verneint hat habe ich den Pre-Circle beendet.

Nachdem mein Pre-Circle beendet wurde, haben wir die Rollen getauscht. Ein anderer Teilnehmer übernahm die Rolle des Facilitators und wiederholte den Prozess mit der *Mutter*, die Person die der Junge, zum Beilegen des Konfliktes beizutragen,
für wichtig erachtet.

Nach diesem Pre-Circle haben wir eine Diskussionrsunde gemacht in der jeder sagen konnte wie er diesen Prozess empfand.

Wir haben festgestellt dass wir was daraus gelernt haben. Ich habe festgestellt, dass der junge Mann immer lockerer wurde, je mehr ich ihn durch meine Fragen unterstütze die Worte zu finden die ihm fehlten um sich auszudrücken. Für uns alle war das ein sehr lehrreicher Tag, sodass wir uns für nächsten Donnerstag wieder verabredet haben. Wir möchten dass zu einer festen Institution machen. Soll heissen, dass jeder der Mitglied in unserem Kreis ist oder sein wird oder sein möchte, jederzeit einen Kreis einberufen kann wenn er einen Konflikt hat den er für sich lösen möchte. Wir werden uns am Anfang einmal die Woche zusammentun um über evtl. Konflikte zu sprechen.
 
Und je mehr Menschen sich unserem Kreis anschliessen desto größer die Chance Menschen zu erreichen die sonst mit ihren Konflikten alleine bleiben, und sie runterschlucken. Weil sie niemanden haben der ihnen zuhört. Weil ihnen sonst nicht die Gelegenheit gegen wird, dem jenigen mit dem sie den Konflikt haben, das so zu sagen wie sie es gerne sagen möchten.

Danke an die anderen drei für diese Erfahrung!

Wer mehr über die Vorgehensweise der Restorative Circles erfahren möchte: 

Direkt bei mir oder unter:
 

--gm--


Tagesspruch/Quote of the day

Das Einzige was ich von dir erwarte ist dass du atmest. Der Rest ist nur Zugabe. -Autor unbekannt-
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The only thing I expect from you is that you breathe. The rest is just bonus. -Author Unknown to me-
-gm-

Samstag, 19. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Von einer schweren Kränkung kann man sich nur erholen, indem man vergibt. -Alan Paton-
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From a serious injury you can recover only by forgiveness. -Alan Paton-
-gm-

Freitag, 18. Februar 2011

Und weiter habe ich mich heute gefreut...

...dass mir am 28. Februar die Möglichkeit gegeben ist, meine Infoveranstaltung über die Gewaltfreie Kommunikation beim Betriebsrat eines großen Unternehmens hier in meinem Ort abzuhalten. Das macht mich so glücklich. Jawoll!

-gm-

Gefreut habe ich mich heute...

...über das sehr angenehme Gespräch bei meinem Berater der Bundesagentur für Arbeit. Ich war sehr entspannt weil ich angenommen und gesehen wurde. Mit all meinen Gedanken und Befürchtungen. Und dieser Mensch hat es verstanden mir zuzuhören und mir diese Angst zu nehmen. Wenn bei der Agentur für Arbeit der Berater sein Gegenüber menschlich (be)handelt, dann kann auch Verständnis für die Berater  entegegengebracht werden.

Ich habe sowas auch ganz anders in Erinnerung. Heute habe ich mich jedoch sehr gefreut. DANKE!

-gm-

Wo es zu einem totalen Verstehen...

...des Bedürfnisses kommt, des äußeren wie des inneren, da ist das Verlangen keine Qual mehr, sondern eine Flamme. Ohne diese Flamme ist das Leben selbst verloren. Es ist diese Flamme, die die Kleinigkeit ihres Objektes verbrennt, die Grenzen, die Zäune, die ihm aufgezwungen wurden. Dann kann man das mit jedem beliebigen Namen benennen; Liebe, Tod, Schönheit. Dann ist es da und hat kein Ende.

-Vollkommenen Freihet S.17, Jiddu Krishnamurti -

Tagesspruch/Quote of the day

Ergib dich nicht der Stimmung desjenigen, der dich beleidigt, und folge nicht dem Weg, auf den er dich verführen möchte. -Marc Aurel-
--:--
-gm-

Donnerstag, 17. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla. -Seneca-
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Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und erfolgreich durch Beispiele. -Seneca-
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Long is the way by theory, short and successful by examples. -Seneca-
-gm-

Mittwoch, 16. Februar 2011

In Angelegenheiten...

...der Psyche oder des inneren Lebens hat eine Theorie, die auf eines anderen Menschen Erfahrung basiert, keine Bedeutung. (...) Wir müssen uns völlig davon freimachen, denn wir müssen auf eigenen Füßen stehen.
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In matters of the psyche or inner life, a theory based on another person's experience has no meaning. (...) We have to make us totally free of it, because we must stand on our own feet.

-Vollkommene Freiheit S. 11, Jiddu Krishnamurti-

Tagesspruch/Quote of the day

Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein, wenn es nicht anders geht als abschreckendes. -Albert Einstein-
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There is no other reasonable education, than to be a role model, if there is no alternative, as a deterrent. -Albert Einstein-
-gm-

Dienstag, 15. Februar 2011

Der freie Geist

Durch unsere Konditionierung, unsere Erziehung, unserer Umwelt, den Dogmen denen wir unterliegen suchen wir in einem Konflikt *immer* eine Lösung in der Art die wir beigebracht bekamen. Wir suchen die Lösung in der Außenwelt. Unser Geist bemüht unsere Erfahrungen. Dadurch lösen wir den Konflikt nicht, weil wir in unseren Grenzen - Fluchtmöglichkeiten - denken. Wir kommen immer weiter in andere Konflikte hinein.
Wenn jetzt diese Grenzen fallen, sie sind nicht mehr in unserem Inneren, *zwingen* wir diese innere Intelligenz - die frei von allen Konditionierungen ist - selbst zu denken. Wir zwingen sie nicht. Das geschieht automatisch. Denn dann sind wir in uns. Und sobald dieser Geist frei ist, kommen Lösungen so ganz von alleine.
Nur sehen muss man sie dann schon auch. Und wir sehen sie, da der Geist frei ist, nicht vernebelt.
Für mich persönlich ist es eine Aufforderung mich zu *hinterfragen*. Ja, ich meine wirklich mich. Nicht das was ich denke, wie ich handle, nicht wer ich bin. Sondern - wer bin ich NICHT -
Kann jemand verstehen was ich ausdrücken möchte?
-gm-



Tagesspruch/Quote of the day

'Zum Beispiel' ist kein Beweis. -Jüdisches Sprichwort-
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'For Example' is not a proof. -Jewish proverb-
-gm-

Montag, 14. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. -Mahatma Ghandi-
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The world has enough for everyone's need, but not for everyone's greed. -Mahatma Gandhi-
-gm-

Sonntag, 13. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst. -Aurelius Augustinus-
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It must burn within yourself what you wish to kindle in others. -Aurelius Augustinus-
-gm-

Samstag, 12. Februar 2011

Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut? Teil 4/4
What should I do with my anger? What should I do with my feelings of rage? Part 4/4:

"Die Schritte"

  1. Stimulus/Auslöser erkennen, benennen
  2. Kopfkino bewusst durchgehen
  3. unerfüllte(s) Bedürfnis(se) erkennen, benennen
  4. Gefühl/Befindlichkeit wahrnehmen, benennen
  5. konkrete Handlung suchen/erkennen
  6. Bitte(n)
Ich werde das an einem konkreten *echten* Beispiel versuchen aufzuzeigen. Wie diese Schritte am Anfang bewusst durchlaufen werden. Wenn diese sich einmal *geprägt* haben werden sie automatisch und unbewusst ablaufen.


1. Den Stimulus/Auslöser erkennen, benennen 
Denken Sie gezielt an die Situation die Sie ärgert, wütend und zornig macht. Fokusieren Sie sich unbedingt an *die* bestimmte Handlung, Aussage des Gegenübers.

In meinem konkreten Beispiel waren das folgende Aussagen:

Sie: "Ich arbeite morgen; du musst ab 15:30 das Kind betreuen!"
Er: "Ich arbeite morgen bis 18:00" 

Der Auslöser: Arbeitszeit auf die Kinderbetreung abstimmen war besprochen. Und jetzt klappt das nicht.



2. Kopfkino bewusst durchgehen
Wie sind Ihre Gedanken über diesen Menschen, über die Situation, was denken sie über sich? Was sagen sie dieser Person. Lassen Sie ihren inneren Wolf ruhig mal von der Leine!
  • das darf doch nicht wahr sein!
  • schon wieder
  • das macht der voll mit Absicht
  • so ein Egoist
  • das kotzt mich so richtig an langsam
  • warum kannst du nicht einfach meine Termine aufschreiben?
  • im Job machst du doch auch Termin- und Projektmanagement. Warum klappt das zuhause nicht?
  • versteh doch dass bestimmte Termine bei mir fix sind!
  • was kann ich noch tun um meine Termine deutlich zu kommunizieren?
  • ich meld mich krank!
  • ich möchte nicht über Termine streiten!
  • was läuft hier falsch?
  • u.s.w.
3. unerfüllte(s) Bedürfnis(se) erkennen, benennen
Versuchen Sie zu erkennen welches Bedürfnis sich für Sie nicht erfüllt hat. Benennen Sie diese. Stellen Sie sich einfach folgende Frage: "Um was geht es mir *eigentlich* dabei?"


In diesem konkreten Beispiel waren das:

  • Verlässlichkeit
  • aus dem Kopf streichen
  • Sicherheit, dass das Kind versorgt ist
  • Entlastung
  • Verständnis für den eigenen Arbeitsrhythmus
Identifizieren Sie unbedingt ein Kernbedürfnis welches für Sie jetzt und hier das *wichtigste* Bedürfnis ist. In diesem konkreten Beispiel war es "die Sicherheit, dass das Kind versorgt ist."

4. Gefühl/Befindlichkeit wahrnehmen, benennen
Nachdem Sie in Kontakt mit Ihrem Bedürfnis gekommen sind, nach dem Sie für sich benennen konnten um was es Ihnen eigentlich geht. wie fühlen Sie sich dabei? Benennen Sie Ihr Gefühl.

In diesem konkreten Beispiel waren das:
  • verwirrt
  • irritiert
  • hilflos
  • traurig
  • ängstlich
  • blockiert 


5. konkrete Handlung suchen/erkennen
Welche konkrte, machbare Handlung kann ich oder der andere tun, um dieses unerfüllte Bedürfnis zu erfüllen. Wir haben herausgefunden um was es uns geht, also suchen wir jetzt nach anderen Strategien um "die Sicherheit, dass das Kind versorgt ist" zu erreichen. Diese Strategien können sowohl mit dem Gegenüber als auch alleine gesucht und gefunden werden.


In diesem konkreten Beispiel war die Strategie:
  • dass die Mutter rechtzeitig nach einer Kinderbetreuung sucht. Die sie zwar Geld kosten wird, jedoch ist das Bedürfnis der Mutter nach "Sicherheit, dass das Kind versorgt ist" erfüllt.
6. Bitte(n)
Die letzten Schritte können wir stumm mit uns ausmachen, besprechen, durchgehen. Doch den letzten Schritt sprechen wir laut aus, zu unserem Gegenüber!

Bei diesem Schritt sagen wir unserem Gegenüber was der Auslöser für unseren Ärger, Wut oder Zorn ist. Also, was genau ich gehört oder gesehen habe, was er, der Andere getan hat, und dadurch die Erfüllung meiner Bedürfnisse verhindert wird. Ich sage ihm meine unerfüllten Bedürfnisse und wie ich mich dabei fühle wenn diese nicht zufrieden gestellt sind. Und zum Schluss füge ich eine klare gegenwartsbezogene Bitte hinzu: was wir vom Gegenüber hinsichtlich unserer Gefühle und Bedürfnisse brauchen. Oder wir bitten um eine Aussage wie sich das Gegenüber gerade selbst fühlt wenn es das hört.

In unserem konkreten Beispiel kann das folgendermaßen aussehen:

"Georg, wir haben uns am Montag darüber unterhalten, ob es Dir möglich ist heute ab 15:30 um das Kind zu kümmern. Nachdem Du es mir zugesichert hast, habe ich meinen Termin meinem Arbeitgeber zugesichert. Jetzt sagst Du, dass du bis 18:00 selber arbeitest. Ich bin irritiert und besorgt zugleich. Irritiert, weil mir Verlässlichkeit in den Absprachen wichtig ist. Und besorgt, da mir die Sicherheit dass das Kind versorgt ist, wichtig ist. Deswegen habe ich jetzt für mich entschieden, dass ich für die Zukunft rechtzeitig nach einer Kinderbetreung sehen werde. Und für heute werde ich mich krank melden. Wie geht es dir damit wenn du das hörst?" 

Immens wichtig ist hier - bei diesem Beipsiel - dass die Mutter dem Partner vermittelt, weshalb sie diese Strategie gewählt hat. Es ist wichtig zu kommunizieren; "weil mir diese Sicherheit wichtig ist, gehe ich diesen Schritt." Und NICHT weil auf den Partner KEIN Verlass ist. Dass Sie den Partner nicht verantwortlich macht. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerschaft nicht darunter leidet. Denn, Urteile und Vorwürfe werden auf keinen Fall eine höhere Kooperationsbereitschaft schaffen.

Machen sie sich immer bewusst: "Wut, Ärger oder Zorn entstehen immer dann, wenn wir über die Fehler, Schuld, böse Absichten u.s.w. anderer Menschen nachdenken. Unsere Motivation ist dabei Menschen zu beschuldigen, zu verurteilen und zu bestrafen. Nicht jedoch die Suche nach unseren unerfüllten Bedürfnissen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurem "erst einmal bewussten" Kontakt mit Eurem Ärger, Wut, Zorn und den dahinteliegenden Gefühlen und Bedürfnissen.


< Teil 3/4





The steps“
  1. Identify, name, describe the stimulus/trigger
  2. Deliberately imagine the scene and examine it
  3. Identify, express unfulfilled need(s)
  4. Become aware, express feeling/emotional state
  5. Look for, identify the concrete action
  6. Make a request
I will try to illustrate this with a concrete, “real-life“ example and describe how to go through these steps deliberately. Once the steps are internalised, they will become automatic and require no conscious effort.


1. Identify, name, describe the stimulus/trigger
Deliberately recall the situation that makes you angry/upsets you/enrages you. Concentrate on the precise behaviour, statement(s) of the other party.

In the concrete example I want to use, it was the following exchange:

She: “I have to go to work tomorrow, so it’s your turn to take care of our child!”
He: “I have to work until 6 p.m. tomorrow”

The trigger: work schedules had been coordinated to make time for child care. And now the agreement wasn’t working.

2. Deliberately imagine the scene and examine it
What kind of thoughts run/are running through your head – about the people involved, about the situation, about yourself? What do you say to this person? Let your inner jackal run loose!
  • I can’t believe it!
  • Not again
  • He/she is doing this on purpose
  • A really self-centred person
  • This is really beginning to make me sick
  • Why can’t you just make a note of my schedule?”
  • You have to deal with scheduling and project management on the job. So why doesn’t it work at home?“
  • You have to understand that certain dates and times are fixed!”
  • What else can I do to clearly communicate my schedule?”
  • I’ll call in sick!”
  • I don’t want to fight about schedules!”
  • What is going wrong here?”
  • etc.
3. Identify, express unfulfilled need(s)
Try to make out which need has remained unfulfilled for you. Express it. Just ask yourself the following question: “What is this really about for me?”

In the example above, it was:
  • Reliability
  • Not having to worry about it
  • Knowing for sure somebody is looking after the child
  • Easing the burden
  • Understanding for one’s own workflow
It is essential that you identify a core need, i.e. the most important need for you in the here and now. In this case it was “knowing for sure somebody is looking after the child”.

4. Become aware of, express feeling/emotional state
After having come in contact with your need(s) and are able to say what this is really about for you – how do you feel? Express that feeling.

In the example above, it was:
  • confused
  • annoyed
  • helpless
  • sad
  • afraid
  • blocked
5. Look for/identify the concrete step
What concrete step can you or others take to fulfil this unmet need? We have discovered what this is about for us, so now we are looking for other strategies to create a situation in which we “know for sure somebody is looking after the child”. You can look for and find appropriate strategies on your own or in cooperation with the other party.

In the example above, the strategy was:
  • Planning and hiring child care in advance. This would cost money, but would meet the mother’s need to “know for sure somebody is looking after the child”.
6. Make a request/requests
We can come to a decision, talk through, run through the next steps silently with ourselves. However, the last step is spoken out loud to the other person!

In this step we tell the other person what triggered our anger. In other words, exactly what you heard or saw that he/she, the other, did and prevents you from getting your need fulfilled. You tell him/her your unfulfilled needs and how you feel when these are not met. Finally you add a clear request rooted in the here and now, namely: what you need from the other with respect to your feelings and needs. Or you ask the other person to tell you how they feel when they hear what you have said.

In our concrete example, the conversation goes something like this:

Georg, on Monday we discussed the possibility of you taking care of our child tomorrow at 3.30 p.m. After you had agreed, I confirmed my schedule to my employer. Now you tell me that you will be working until 6 p.m. tomorrow. This annoys me and worries me. I’m annoyed because being able to depend on agreements is important to me. And worried because it is important for me to know that my child will be taken care of. This is why I have now decided to look for child care elsewhere in advance. And, as for tomorrow, I’ll call in sick. What are your feelings when you hear what I’m saying?”

It is very important – in this example – that the mother communicate to the partner why she has chosen this strategy. It is important to communicate: “because I need to be sure of this, I am taking this step.” And NOT because the partner is UNreliable; i.e. she does not make the partner responsible. This makes it more likely that the relationship will not suffer. Because: judgments and blame will not make the other party more willing to cooperate.

Always realise that: “Feelings of anger or rage always come up when we blame others, dwell on their mistakes, bad intentions etc. When we do this, our underlying motive is to accuse, judge and punish people rather than to look for and find our unfulfilled needs.”

I wish you success with connecting to your anger “consciously” and discovering the feelings and needs behind it.

< Part 3/4

Übersetzung/Adaption: Evelyn Riera, Translations That Work

-gm-



Tagesspruch/Quote of the day

Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber nichts lernen zu wollen. -Sokrates-
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There is no shame to know nothing, but one not to want to learn. -Socrates-
-gm-

Freitag, 11. Februar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Warum denkt man bei dem Satz: "Einer sei zu allem fähig" immer an das Schlimmste? -Autor unbekannt-
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Why do you think in the sentence: "One is capable of anything" always the worst? -Author unknown to me-
-gm-