Freitag, 20. Juli 2012

Angst ist notwendig, weil sie uns in Bewegung setzt.

Hallo Barbara,

Deine Aussage "Angst ist notwendig, weil sie uns in Bewegung setzt. " hat mich zu etwas "längerem" Nachdenken veranlasst. Und ich möchte dir Recht geben.

Vor Angst, dass jemand Fremdes mein Land okkupiert setz ich mich in Bewegung. Ich erforsche wie ich mich dagegen wehren kann. Kaufe Waffen, experimentiere mit vielem, erzeuge meine eigene Atomwaffe u.s.w

Aus Angst dass ich entmachtet werde setze ich mich in Bewegung. Ich unterdrücke mein Volk. Mit Gewalt. Siehe Syrien.

Aus Angst seine Autonomie als Bürger zu verleiren setze ich mich in Bewegung. Demonstriere, notfalls mit Gewalt. Siehe Afrika oder auch Griechenland bei der Wahl der Troika. Die Bürger bewegen sich!

Stichwort "Occupy".

Vor Angst, dass ich mich abhängig von einem anderen Land mache, z.B. bez. Energiezufuhr wie Strom, baue ich meine eigene Kraftwerke. Mit dem Pferdefuss, sie ist noch nicht ausgereift. Doch ich bringe mich in Bewegung!

Ich könnte jetzt noch so viele Beispiele aufschreiben. Doch ich vermute, dass du weißt worum es mir geht.

Somit kann Angst etwas/jemanden in Bewegung setzen. Ja!

Und andererseits bin ich dennoch der Ansicht, dass Angst auch "lähmt"!
Weshalb sonst gehen Frauen nach dem Aufenthalt in einem Frauenhaus "zurück" zu ihrem schlagenden und gewalttätigen Ehemann? Obwohl sie so eine "scheiß"-Angst vor ihm haben?

Grüßle Georg 

-gm- 

1 Kommentar:

  1. Hmm...

    Angst setzt uns ganz bestimmt in Bewegung. Doch in was für eine? Angst ist schließlich DER Auslöser für zwei Reaktion: Flucht oder Angriff.

    Wer aus Angst heraus handelt wählt letztlich eine dieser beiden Optionen. Beobachtbar ist dann jedoch natürlich oftmals kein klassisches Weglaufen oder Physische Gewalt, sondern Verhaltensweisen die einen dieser beiden Zwecke letztendlich erfüllen.

    Angst ist nur eine der vielen Emotionen des Menschen, doch wenn ich mir aussuchen kann, was mich antreibt (und ich glaube, ich kann mir das aussuchen), dann wähle ich lieber die Freude als Antrieb für mein Leben.

    Stef

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