Sonntag, 30. Oktober 2011

Ein offener Brief an Mutter Natur!

Liebe Mutter Natur, ich habe da mal ein paar Fragen an dich.

Seit ein paar Tagen beschäftigen mich folgende Gedanken:
- Haben Tiere Gefühle?
- Haben Tiere Bedürfnisse?
- Wenn ja, welche?
- Was denken, fühlen Tiere:
    im Augenblick ihres nahenden Todes?
        wenn sie ihr Kind gefährdet sehen?
        wenn sie zusammengepfercht im Stall stehen?
        wenn man ihnen Tiermehl zum Essen gibt obwohl sie gerne Gras hätten?
        und viele andere Fragen...

Ich habe Freunde und Bekannte gefragt und habe unterschiedliche Antworten erhlaten.
 
Von "ja Tiere haben Gefühle und Bedürfnisse" bis zu "Ohne zu wissen, ob ein Tier ein Bedürfnis (ähnlich dem der Menschen) hat oder nicht, reicht es mir bereits, zu wissen, dass es Schmerz und Leid verspüren kann. So dass ich achtsam mit ihm umgehe."

Zwei davon haben mich wieder aufhorschen lassen, nämlich:
 
"weshalb töten und essen wir sie dann?"
und

"Im übrigen halte ich die Unterscheidung von "Mensch" und "Tier" wie sie heute noch immer selbstredend als zwei völlig unterschiedliche Kategorien verwendet wird, als extrem irreführend und wenig hilfreich. Meiner Meinung nach dient diese hauptsächlich dazu unseren Umgang
mit der Tier und Pflanzenwelt zu "rechtfertigen". "

 
Da ich mich mit dieser Spezies "Mensch" unterhalten habe, interpretiere (bei einigen weiß ich das sogar) ich ihre Aussage so, dass sie eine friedliche Co-Existenz - mit Ehrfurcht allen Lebens - aller Lebewesen anstreben/wünschen/wollen/möchten. Und zwar unter aller "Lebewesen" auf diesem Planeten. Spezies Mensch, Spezies Tier und Spezies Pflanzen.

 
Sozusagen das "vollkommene" Giraffenparadies. 
Aus Sicht der GewaltFreieKommunikation. (Was das ist erzähle ich dir ein anderes Mal ;))

Und genau hier habe ich eine Frage an dich?

- Was ist dein Plan? Ist das wirklich dein Plan? Denn, wenn mir einer diese Frage beantworten kann, dann nur du?

Wenn dein Plan tatsächlich ist, dass alle Lebewesen - zu denen ich alles auf diesem Planet zähle - was geboren wird, gedeiht und stirbt, friedlich nebeneinander existieren "sollen", mit Ehrfurcht  - ich weiß ein Menschenwort, wenn du ein anderes hast, dann bitte nur her damit - vor dem Leben haben, wie denkst du dir ihr/mein "Überleben/Fortpflanzung"?
 
Was hast du dir für diese Spezies gedacht?
Von was sollen sie sich ernähren? Und bitte, ich spreche alle Lebewesen an. Spezies Mensch, Spezies Tier UND Spezies Pflanzen.

Weshalb hast du dem Tiger und dem Löwen diese scharfen Zähne gegeben, dieses ausgeklügelte Gebiss, diese Krallen die sich erst ausfahren wenn Bedarf ist. Das heißt, Bedarf um in das Fleisch eines anderen Lebewesens einzufahren um es niederzureißen?

Weshalb hast du der tötlichsten Muschel auf dieser Erde ein hochgiftiges Sekret zur Seite gestellt womit sie andere Lebewesen mit einer Art Harpune injizieren können, die dann innerhalb von Bruchteilen von MilliSekunden "sterben" und von der Muschel ausgesaugt werden?

Weshalb hast du der tötlichsten Qualle dieser Erde - eigentlich sogar DAS giftigste Tier und das unscheinbarste auf dieser Erde - mit Tentakeln ausgestattet, sodass sie innerhalb von Millisekunden ihr "Opfer" - ein anderes Lebewesen - lähmen und aussaugen. Dieses Gift ist so hochkonzentriert, dass ein Lebewesen der Spezie "Mensch" innerhalb von Stunden stirbt.

Weshalb hast du den Karnivoren oder Insektivoren (ich spreche hier in erster Lienie die Fleischfressenden Pflanzen an) mit einer so ausgeklügelten Technik versehen andere Lebewesen (Insekten bis hin zu Fröschen) anzulocken und zu verdauen? Wobei ich erfahren habe, dass es auch carnivore Pilze gibt?

Weshalb hast du den Menschen den aufrechten Gang geschenkt, den oponierenden Daumen, ein Gehirn dass ihn in die Lage versetzt mit "Hilfsmitteln" seine Beute zu erlegen OHNE sein eigenes Leben in Gefahr zu bringen? 
 
Weshalb hast du ihn mit dieser "Intelligenz" ausgesattet"?
Ich spreche hier bewusst nicht von "Überlegenheit". Denn das wäre meines Erachtens von dir ziemlich schnellbeantwortet. Nämlich dass eine Wüstenmaus in der Wüste dem "Intelligenzbolzen Mensch" bei Weitem überlegen ist.

Weshalb hast du dem Adler diese "Röntgenaugen" geschenkt, sodass er Kilometerweit eine "Beute" ausmachen kann. Sogar unter Wasser (Hier ist kilometerweit auszuschließen, ich weiß).
 
Und dann den Fisch der seine Beute aus dem Wasser heraus mit Wasser beschießt um sie zu "erlegen". Und dabei schafft er es - der Fisch - die Brechung des Wassers auszugleichen damit er nicht daneben trifft?

Weshalb dem Hai das "Revolvergebiss", den Ratten die Fähigkeit "fremde Ratten" Eindringlinge zu erriechen und zu "töten"? Regelrecht "totzumetzeln". Wieder ein Menschenwort, ich weiß.
 
Den Löwen die Fähigkeit - der Mensch würde jetzt Instinkt sagen -, die Jungen seines Vorgängers zu töten?

Und dann auch eine andere Frage an Dich:
Weshalb hast du diese Vielfalt geschaffen? Weshalb gibt es diese unterschiedlichen Spezies? Mensch, Tier, Pflanzen (Ich weiß, alles Menschenwörter).
Weshalb hast du überhaupt "Jäger" und "Gejagte" erschaffen?

Weshalb "MUSS" ich, der zur Spezies Mensch gehört, mir anhören, dass ich keine Ehrfurcht vor dem Leben habe, nur weil ich das mache was du für mich vorgesehen hast?
 
Weshalb bin ich ein Mörder in den Augen dieser anderen Mitglieder der "Spezies Mensch" wenn ich Fleisch esse? Einige/viele sagen sogar: "Fleisch essen ist falsch". Weshalb ist "Fleisch essen" falsch und "Pflanzen essen" nicht? Sind die Pflanzen keine Lebewesen in deinem Plan?
 
Weshalb, wenn du das alles so "gelenkt" hast? Weshalb sollte ich der "Spezies Mensch" zugehörig, in den Lauf deines Planes eingreifen?

Nein, ich mache es mir nicht einfach und schiebe nun die Verantwortung auf dich. Ich möchte verstehen und erkennen!

Ein "Fehler" in deinem Plan?

Ich bin gespannt auf deine Antworten!


Kommentare erwünscht. 
Auch wenns nur von der Spezies Mensch ist, die ja ein Teil der Mutter Natur ist :)

Kommentare:

  1. Monika F-I hat mich gebeten ihre Zeilen hier für sie einzustellen:

    --:--

    ...der brief an mutter natur....fragen über fragen, die ich sehr oft stelle und manchmal passiert`s , dass mutter natur mich packt und vor tatsachen stellt .." ..so komm und spüre,tief bis zum erschüttert sein, erdbeben gleich und handle.."......dann passierts, der gewaltlose kampf- nicht lautlos- wenn ich das leid sehe, spüre, wahrnehme, mitfühle ..und wenn empathie in jeder zelle des körpers spürbar wird, dann setze ich mich ein..gehe auf die strasse, mit der energie mutter natur...christusenergie....naja und franz v assisi ect ect ist mit dabei.....und marshall rosenberg,der sagt, `wenn ich empathisch verbunden bin, dann spüre ich die geliebte, göttliche energie`....ja, diese energie hat und ist die volle power....`mit dieser energie überspring ich mauern`.. georg ...danke, für den brief an mutter natur...und...hat sie dir geantwortet???

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  2. Versuch einer Antwort von "Mutter Natur" - Teil 1:

    Lieber Georg,
    Deine vielen Fragen an mich nehme ich mit großer Freude auf, sehe ich darin doch Dein ehrliches Bestreben, Antworten zu finden auf all die Themen, die für Dich und den Großteil der Menschen immer noch nicht geklärt sind.

    Du wirst von mir jedoch keine Antworten hören. Ich werde Dir nur Impulse geben, Denkanstöße, die Dich in Deiner eigenen Suche voranbringen können, so Du das willst. Ich habe Euch den Freien Willen gelassen und das ist eines meiner Gesetze.

    Dich bewegt die für Dich offensichtliche „Grausamkeit in der Natur“, die Tatsache, dass ich Raubtiere wie Löwen, Tiger, Panther und giftige Tiere wie die von Dir beschriebenen Muscheln aber auch Skorpione, Schlangen geschaffen habe. Du fragst Dich, warum oder ob es dann „falsch“ sei, wenn ihr Menschen ebenfalls – wie ein Raubtier – andere Tiere tötet und esst.

    Mein liebes Kind, wie Du selbst schon weißt, sind „richtig“ und „falsch“, „gut" und „böse“ nur menschliche Konzepte, mit denen ihr euer Leben in einer dualen Welt erleichtern wollt. Tatsächlich haben derartige Bewertungen keinerlei Bedeutung oder Relevanz.
    „Richtig“ und „Falsch“ sind eine subjektive Bewertung innerhalb eines persönlichen Wertesystems und nicht von sich aus gegeben. Durch deine subjektiven Werte bestimmst und demonstrierst Du, wer Du bist.

    Du fragst danach, ob es nicht ebenso grausam sei, Pflanzen zu essen wie Tiere zu essen, da ja beide Lebewesen sind. Ich werde mich in Deine Entscheidung, was Du essen möchtest, nicht einmischen, gebe Dir aber das folgende Bild mit:

    Es gibt Menschen, die Menschen essen, Menschen, die Tiere essen, Menschen, die nur Pflanzen essen und es gibt ganz wenige Menschen, die nur noch das essen, was die Pflanzen ihnen freiwillig überlassen, die Früchte. Vielleicht kannst Du darin eine Entwicklung des Bewusstseins erkennen?

    Ich habe eure Nahrungspflanzen mit einem saisonalen oder Jahreszyklus geschaffen, nach dessen Ablauf sie sterben würden. Schließlich esst ihr keine Bäume oder andere langlebigen Pflanzen, nicht wahr?

    Du fragst nach der Grausamkeit der Raubtiere.
    Dazu möchte ich Dir nur sagen, dass ein Raubtier ein anderes Tier nur dann jagt und tötet, wenn es Hunger hat, und gleichzeitig wird dadurch das ökologische Gleichgewicht aufrechterhalten. Kannst Du behaupten, dass ihr das mit eurer Massentierhaltung und Züchtung ähnlich macht? Bitte bemühe Dich um Ehrlichkeit bei den Vergleichen, die Du anstellst. Jede Entscheidung, die Du dann triffst, sollte der ehrlichste Ausdruck dessen sein, der Du bist.


    In eurer Welt ist ein Leben ohne Gegensätze nicht denkbar. Wie sonst solltet ihr euch selbst erkennen können? Jede Situation lädt euch ein zu entscheiden, wer ihr in dem jeweiligen Kontext sein wollt. Ich habe euch den Sinn für das Schöne, das Ästhetische, das Friedvolle und Harmonische mitgegeben und als tiefste Sehnsucht in eure Seelen gelegt. Spürt dem in jeder Entscheidungssituation nach. Wer wollt ihr sein in Bezug auf Eure Nahrung? Wie positioniert ihr euch?

    Eure Wissenschaft erklärt euch, dass eure Körper, euer Verdauungssystem jede euch bekannte Nahrung verarbeiten kann. Habt ihr euch schon einmal gefragt, welche Nahrung für eure Seelen verdaulich ist, welche ihrem Bedürfnis nach Schönheit, Ästhetik und Harmonie am nächsten kommt?

    Ich habe die Gegensätze geschaffen, um euch Gelegenheit zu geben zu erkennen, wer ihr seid.

    Gerade möchte Heike etwas dazu sagen, einen Satz zitieren, den sie in einem der Bücher von N. D. Walsch gelesen hat und der tatsächlich sehr gut hierher passt:

    „In der Abwesenheit dessen, was du nicht bist, kann das, was du bist, nicht sein“.

    Das bedeutet, dass ihr, um euch selbst erkennen zu können, ein Gegenteil von euch braucht. Wenn es nichts Großes gibt, verliert der Begriff "klein" seine Bedeutung. In der Abwesenheit von "oben" gibt es auch kein "unten", usw.

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  3. Versuch einer Antwort von "Mutter Natur" - Teil 2

    Wenn ihr Raubtiere bei der Jagd, dem Erlegen und Fressen ihrer Beute zuschaut, was empfindet ihr dabei? Was empfindet eure Seele dabei? Vielleicht seid ihr fasziniert, vielleicht spricht euch die Stärke und Kraft der Raubtiere an, vielleicht schaudert ihr aber auch davor zurück. Ihr habt immer die Wahl, die freie Entscheidung, zu sein, wer ihr sein wollt.


    Ich habe Dir gesagt, dass ich Dir keine Antworten geben will, weil ich möchte, dass Du Deine eigenen Antworten in Dir selbst findest.

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