Montag, 6. Februar 2017

Dann sagst du das was du fühlst?

JA!

Gestern war ich bei einem Casting. Und ich habe bei einem jungen Paar (Sie:26, Er:27) übernachtet, das ich über couchsurfing kennen gelernt habe!

Der junge Mann entschuldigte sich so oft bei mir. Ich bat ihn sich nicht mehr bei mir zu entschuldigen, weil es da nichts zu entschuldigen gibt.

Er wollte wissen weshalb es da nichts zu entschudligen gibt. Er habe ja schließlich eine Frage gestellt ohne zu wissen ob es mir recht ist.

Ich habe ihm meine Einstelllung zum "Entschuldigen" erzählt. Und dass es keinen Anlass für mich gibt sich jemals zu entschuldigen!

Sie: "Aber, wenn ich etwas gemacht habe, was den anderen verletzt?"

Ich: "Ok, hast du das mit Absicht gemacht? Wenn die Antwort 'nein' ist, dann gibt es nichts zu ent-schudligen! Wenn die Antwort 'ja' ist, dann ist es ganz schon frech die Absolution von mir zu verlangen. Und was wenn ich dich nicht entschuldige? Also!"

Sie: "Entschsudligst du dich nie?"

Ich: "Ich vesuche es mich daran zu halten. JA!"

Sie: "Was machst du dann, wenn du den Eindruck hast, dass du etwas gemacht hast was den anderen 'verletzt' hat?"

Ich: "Ich bedauere es oder ich bitte um Nachsicht. Und versuche zu erklären weshalb ich das gemacht habe was ich gemacht habe!"

Pause, Nachdenklichkeit bei ihr.

Sie: "Dann sagst du das was du fühlst!?" (mehr eine Aussage als eine Frage.)

Ich: "Genau! Ich liebe dich dafür, dass du das erkannt hast. GENAU, ich sage in dem Moment was ich fühle; wenn es der andere hören will!"

Sie: "Es ist zeimlich schwer oder? Wenn man jahrelang gesagt bekommt, du sollst das und du sollst das...und dann kommst du und sagst: 'nein, ich entschuldige mich nicht. ich sage dir aber was ich fühl(t)e.'

Ich: "Ja, es ist schwer aber nicht unmöglich. Denn ich möchte, dass Menschen endlich wieder Zugang zu ihren Gefühlen bekommen! Zu ihrem inneren Kern!"

Zustimmendes Nicken. Von beiden!

(c) georg mouratidis