Freitag, 13. Dezember 2013

Die AIKIDO Philosophie!


Ein Bekannter der AIKIDO macht, erzählte mir, dass der Trainer in einem AIKIDO-Dojo die AIKIDO-Philosophie mit der Gewaltfreien Kommunikation verglichen hat. Und mein Bekannter dachte da sofort an mich.

Ich rief diesen AIKIDO-Menschen an und wir unterhielten uns eine geraume Zeit über die beiden Philosophien und stellten fest, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben.

In der Philosophie des AIKIDO wird gelehrt, dass der Kampf vermieden werden soll. Du sollst also den/dem "Kampf" vermeiden, weichen.

Ich habe meinen Bekannten gefragt ob das in seinem AIKIDO Unterricht gelehrt wird. Und er verneinte dies.

Ich stellte mir sodann die Frage, was nützt die Philosophie, wenn sie nicht gelehrt wird? Wenn nicht gezeigt wird, wie jemand der AIKIDO lernt, gezeigt bekommt, wie er mit Kommunikation einen Kampf vermeiden kann.

So haben wir uns entschieden zusammen zu arbeiten. Der AIKIDO-Trainer und ich. Wir wollen die AIKIDO- und die GFK Philosophie vereinen und zeigen/lehren.

Ich würde mich freuen, wenn AIKIDO interessierte mir schreiben, ob sie etwas von der AIKIDO Philosophie gehört haben und ob sie es in ihrem Untericht lehren/lernen?

Wenn ja, was genau ist das was sie lehren/lernen?

Grüßle Georg

Sonntag, 1. Dezember 2013

Verblüffung!

Gestern unterhielt ich mich mit einem jungen Mädchen. Sie ist erst 18.

Sie erzählte mir, dass sie aus Griechenland nach Deutschland gekommen ist, um hier zu arbeiten.
Während unserer Unterhaltungäußert sie ihren Ärger über die Dame beim dtschen Amt.

"Ich komme rein und frage auf Englisch, ob die Beamtin Englisch spricht? Die Beamtin antwortet mit einem yes. Daraufhin erzähle ich ihr mein Anliegen auf Englisch. Und die Bematin antwortet mir auf deutsch. Ich sage der Dame, dass ich kein Deutsch kann, und sie doch gefragt habe ob sie englisch spricht. Und sie ja gesagt hat. Doch sie spricht weiter auf deutsch. Und das hat mich geärgert. Genervt. Das hat sie mit Absicht gemacht! Vier mal ging das so hin und her. Ich englisch, sie deutsch. Und keiner versteht den anderen."

Ich habe den Eindruck, dass das junge Mädchen denkt, die Beamtin macht das mit Absicht. Um sie zu ärgern. Oder einfach nur dispektierlich. Und stelle dem jungen Mädchen eine Frage:"Stell dir vor, du wärst sie! Weshlab würdest du weiterhin deutsch mit mir sprechen?"

"Ich würde aber nicht mit dir weiter auf deutsch sprechen!"

"Stell es dir nur vor bitte!"

"Weil ich dort hängenbleibe. Weil ich es gewohnt bin nur deutsch zu sprechen. Deshalb!"

Sie lächelte ein wenig verschmitzt. So nach dem Motto:"Scheiße, erwischt!" :-D

"Ok, danke Dir" sagte ich. "Noch Fragen?"

Sie war etwas irritiert und verblüfft über sich selber. Denn sie hat wohl erkannt, dass es auch andere Gründe gibt weshalb jemand nicht gleich so reagiert wie wir uns das wünschen!

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 27. November 2013

Mittwoch, 20. November 2013

Samstag, 16. November 2013

Auch Tiere sind voller Mitgefühl!

Tiere haben so einige  menschliche Züge an sich, nur wer genau hinschaut, wird sie erkennen…
Hier mal eine rührende Geschichte von jemanden der viel in der Welt umherreist:

In Indien beobachtete der britische Tierschutzaktivist Bill Jordan Bauarbeiten unter Zuhilfenahme von Arbeitselefanten. Ein Elefant sollte in vorbereitete Gruben große Baumstämme als Pfosten einlassen. Dazu musste er sie mit dem Rüssel greifen, in die Vertikale bringen und dann eben in das Loch stellen. Bei einem Loch weigerte sich der Elefant, den Pfahl hineinzustellen. Er wurde angeschrien und geschlagen von den Elefantenführern und Bauarbeitern. Bis einer auf die Idee kam, in das Loch zu schauen. Da war ein kleines Katzenbaby reingefallen. Der Elefant weigerte sich unter Schlägen und Schreien, dieses Kätzchen zu verletzen!

(Quelle: Gordon Smith “The Amazing Power Of Animals” Hay House UK 2008, ISBN 978-1-84850-008-2, S. 57f)

Dienstag, 12. November 2013

Für wen das alles?

Und es begab sich, dass ein reicher Mann seinen Reichtum betrachtete und sich darüber freute! Doch da kam ihm die Sorge ins Gesicht. Was wenn das nicht so weitergeht mit der Ernte. Also beschloss er jedes Jahr seine Ernte zu häufen und zu häufen. Aus Angst, dass er mal nichts mehr haben könnte. Und er wollte morgen damit beginnen. Und er ging beruhigt ins Bett.

In seinem Traum erschien ihm der "Herr" und fragte ihn: "Du Narr, für wen machst du das alles? Heute Nacht werde ich dich holen!"

Das erinnert mich an das Zitat von Krishnamurti:"Es wundert mich sehr, wieviel Energie die Menschen in die Vergangenheit und in die Zukunft verschwenden. Und übersehen dabei, dass das Leben jetzt passiert."

Es ist an der Zeit sich Gedanken über sein Leben zu machen, und sich fragen:"Für wen das alles?"

(c) georg mouratidis

Dienstag, 5. November 2013

Das echte Networking

"Echtes Networking besteht darin, nach Möglichkeiten zu suchen, anderen Menschen zu mehr Erfolg zu verhelfen. Man muss sich bemühen, mehr zu geben als man bekommt. Wir brauchen einander heute mehr als je zuvor." - Keith Ferrazzi - 

Wie kann ich Ihnen zu mehr Erfolg verhelfen? Vllt. eine Motivation oder Inspiration? Falls Ihnen etwas einfällt, lassen Sie mich es wissen!

(c) georg mouratidis

Montag, 28. Oktober 2013

Die GFK-App!

Ich möchte selber für das Android System eine App für "Gewaltfreie Kommunikation" entwickeln.
Auf diese Idee hat mich ein junges Mädchen gebracht, das bei mir im Zuge von Couchsurfing übernachtet hat.

Jetzt suche ich Ideen!

- Was "muss" diese App auf jeden Fall für euch haben, oder tun können?




Freue mich auf Ideenvorschläge.


Danke im Voraus!

Grüßle

Montag, 21. Oktober 2013

Crowdfunding und Gewaltfreie Kommunikation

Für die die mich noch nicht kennen, hier eine kurze Vorstellung:
Ich bin als Coach und Trainer für Personal- und Persönlichkeitsentwicklung selbstständig tätig. Die Basis meiner Arbeit ist die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg.
 

Ich bin von der Gewaltfreien Kommunikation so begeistert, dass ich diese so vielen Menschen wie möglich nahebringen möchte.  
Wie sagte eine Freundin von mir: "Wenn es nach uns ginge, müsste es die Gewaltfreie Kommunikation auf Rezept geben!"
Vor ein paar Tagen habe ich im Fernsehen einen Bericht über Crowdfunding gesehen. Der hat mich so inspiriert und elektrisiert, weil ich hier eine Möglichkeit darin sehe die Gewaltfreie Kommunikation AUCH - nicht nur - Menschen zugänglich zu machen, die nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen.

Was ist Crowdfunding? Das kommt aus dem englischen Crowd = die Masse und Funding = Finanzierung. 


Genauere Infos findet ihr unter: www.crowdfunding.de oder startnext.de
Also, möchte ich ein Projekt starten/wagen, um genau das zu ermöglichen: Einen Begegnungsraum zu schaffen um dort die GfK an viele Menschen weiterzugeben. Eine Anlaufstelle zu schaffen die "ein offenes Ohr" bietet, einen Ort für Austausch und Lernen...

Da Menschen so unterschiedlich sind bitte ich euch an dieser Stelle um eure Gedanken und Ideen dazu, was denkt oder empfindet ihr diesbezüglich?

Wie könnte so ein Projekt umgesetzt werden?
Was könntet ihr euch vorstellen, was dort angeboten werden soll?
Was könntet ihr euch vorstellen, wie "Dankeschöns" aussehen könnten, um dabei zu sein?
...

Ich freue mich über jeden der hier seine Ideen dazu niederschreibt - so abwegig sie auch sein mögen.
Wie sang einst Michael Jackson:

Heal The World
Make It A Better Place
For You And For Me
And The Entire Human Race
There Are People Dying
If You Care Enough
For The Living
Make A Better Place
For You And For Me

Um euch ein Bild dessen zu machen, wer ich bin und was ich anbiete, besucht doch meine Homepage: http://www.seiderdubist.de

Das Sammeln von Ideen endet spätestens am 30.11.2013. Also, her mit Euren Ideen, Vorschlägen, Wünschen, Gedanken. Und ich würde mich freuen, wenn ihr diesen Artikel weiterleitet, empfehlt, damit so viele Menschen wie möglich darüber erfahren.

Nach dem 30.11.2013 wird dann das Projekt in ein Crowdfunding-Forum veröffentlicht. In welches genau wird hier dann veröffentlich.


Herzlichen Dank für Eure Untersützung.


Georg

Sonntag, 20. Oktober 2013

Was eben ein Kind ausmacht?

Neulich unterhielt ich mich mit einem Vater. Er erzählte mir, dass

- sein Kind so lebhaft sei
- sein Kind ihn immer auf Trapp hält
- und dass es sehr stressig sei , so zappelig, so hyperaktiv, so uneinsichtig, undankbar,..
- wenn es etwas will, dann will es es, und vieles mehr.

Das erinnert mich an all diese Begriffe wie ADHS, HS und was weiß ich noch alles.
Eben wie ein Kind zu sein hat. In unserer Erwachsenenvorstellung.

Sind Kinder wirklich so stressig, so uneinsichtig, so undankbar, so zappelig, so hyperaktiv, so unkonzentriert, so egoistisch, ...???

ODER KOMMEN WIR ERWACHSENE HEUTZUTAGE MIT DEN EIGENSCHAFTEN EINES KINDES NICHT MEHR KLAR? WAS EBEN EIN KIND AUSMACHT!!!!

WEIL WIR ES NICHT BESSER WISSEN?
WEIL ES IN UNS KULTIVIERT WIRD, WIE EIN KIND ZU SEIN HAT?

Ich würde mich über einen Austausch hier auf diesen Blog sehr freuen!

Grüßle

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Das süße Lächeln eines Kindes!

Heute gehe ich zum Frühstücken. In einem Möbelgeschäft in meiner Nähe. Ich parke mein Auto und als ich meine Tür aufmache höre ich schon ein Weinen. Es ist ein Kind. Hört man. Aber ich sehe das Kind nicht. Ich steige aus und laufe Richtung Eingang. Das Weinen kommt immer näher. Doch ich sehe immer noch kein Kind. Ich sehe nur zwei Erwachsene. Ach da, da ist ja doch ein Kind. Doch das ist nicht das Kind das weint. Ich laufe weiter, und plötzlich sehe ich zwischen zwei parkenden Autos ein kleines Mädchen. Vllt. drei Jahre. Es weint. Andere Passanten alufen vorbei. Das Kind schaut mich an und weint weiter.

Ich reiche ihm meinen kleinen Finger. Es greift nach ihm. Ganz fest. Es steigt über den hohen Bordtsein auf den Gehweg. Weint immer noch. Ich vermute, weil der Bordstein einfach zu hoch ist. "Wo ist denn die Mama?" frage ich. Keine Antwort. Es läuft mit mir in Richtung der zwei Erwachsenen mit dem kleinen Kind. Ich vermute es ist die Mutter. Sie ist ca. 10 Meter entfernt.

Das Kind und ich laufen Richtung Mutter. Das Kind weint immer noch. Die ganze Zeit. Da kommt die Mutter auf uns zu, schaut mich an und sagt:" Ich habe sie stehen gelassen, weil ich möchte, dass sie alleine herkommt. Zuhause macht sie das ja auch!". Ich habe den Eindruck dass sie sich in der Pflicht sah ihr Verhalten zu rechtfertigen.

"Es ist noch ein Kind. Es muss noch so viel lernen!" sage ich zur Mutter. "Und vielleicht hat es ja einfach  nur Angst gehabt, weil es Sie nicht sehen konnte? Zwischen den parkenden Autos!"

Sie schaut mich an, nimmt das Kind bei der Hand und ich laufe weiter.

Oben im Lokal sieht mich das Kind wieder. Es scheint mich zu erkennen, schaut mich an und lächelt mich ganz süß an. Na wenn jetzt der Tag nicht "gerettet" ist *smile, durch das süße Lächeln eines dreijährigen Kindes.

(c) georg mouratidis

Dienstag, 1. Oktober 2013

WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?

Heute möchte ich über eine Begebenheit beim Friseuer berichten.

"Ich kenne Sie" sagt die Friseurin zu mir, "Ich habe auch eine Karte von Ihnen, gell?"
"Ja, ich weiß" sage ich zu ihr.
"Und wenn Sie das interessiert, dann können Sie einen Kurs in der VHS in Weissach besuchen. Dort kostet es nur 38,- Euro. Es ist ein Samstag!"

"Samstag habe ich keine Zeit. Da arbeite ich!"
"Nun, ist Ihnen ihre persönliche Entwicklung keine 38 Euro wert?"
"Wenn Sie mir meinen Ausfall bezahlen, dann komme ich!" sagt sie.
"Wieviel verlieren Sie durch den Ausfall?" frage ich sie. "10,20,30,50,100 Euro? Wieviel?"
"50 Euro" sagt sie.
"50 Euro + 38 Euro für den Kurs sind 88 Euro! Ist ihnen das nicht wert, damit sie ihr Leben angenehmer leben?"
"Mein Leben ist angenhem" sagt sie.
"Nun, ich sagte angenehmER!"
Sie lacht.
"Waren Sie noch nie in einer Situation, in der Sie Angst hatten etwas zu tun was anderen nicht gefallen würde?"
"Ständig" sagt sie.
"Und dann ist es es Ihnen nicht wert?"
"Die Zeit ist es mir nicht wert!"
"Dann ist der Schmerz nicht groß genug. Doch das Leiden ist da!" antworte ich.
"Ich habe keinen Schmerz!" sagt Sie.
"Sag ich ja. Doch das Leiden ist da! Wollen Sie nicht lernen wie sie ihr Leben ohne Angst leben. Sich nicht von anderen beeinflussen lassen?"
"Oh, ich habe keinen Angst. Meine Mutter hat mir beigebracht, dass ich nicht darauf hören soll was andere über mich sagen!"

ANMERKUNG: Ich überspringe jetzt den weiteren small talk und komme zum wesentlichen!

"Wie alt sind sie?" frage ich sie
"30, und sie?"
"Raten Sie mal?"
"38!" sagt sie
"Schmeichlerin" sage ich zu ihr, "also wie alt?"
"38!"
"Ist das jetz ihr Ernst?"
"Ja" sagt sie.
"Das hat bis jetzt noch keiner zu mir gesagt. Jetzt bleibt nur noch übrig, dass ich Sie frage, wann Sie mit mir Essen gehen wollen?"
"Oh, gar nicht" sagt sie.
"Und weshalb nicht?" frage ich sie.
"Weil mein Mann etwas dagegen haben wird?"
"Und weshalb ist Ihnen das wichtig?"
"Na, sowas macht man doch nicht? Mit einem wildfremden Mann Essen."
"Bringen Sie Ihren Mann mit" antworte ich.
"Ne, Ich weiß wo das endet."
"Wo denn?" frage ich sie.
"Na im Bett!"
"Wieso denken Sie so? Wieso glauben, Sie dass ich mit Ihnen ins Bett möchte. Es könnte doch für alle eine schöne Bekanntschaft werden, oder? Und wenn ich mit Ihnen ins Bett wöllte, würde ich es Ihnen sagen. Sie können meine Tochter sein! Also, was ist der Grund!"
"Eine verheiratete Frau macht sowas nicht. Und unsere Kultur verbietet es!"
"Sind Sie Italienerin?" frage ich sie.
"Nein, Türkin. Und deswegen verbietet es mir meine Kultur!"
"Ihre Kultur verbietet es Ihnen mit einem Mann essen zu gehen, und einfach quatschen? Ausserdem ist diese Diskussion entstanden, weil Sie mich so jung geschätzt haben. Es war ein Spaß. Ich bin 51! Ich könnt also Ihr Vater sein, vom Alter her!"
"51?" fragt sie erstaunt.
"Ja, 51. Also, ich verstehe Sie und respektiere Ihre Kultur. Doch ich frage nach dem WARUM. WARUM wollen Sie nicht?"



Eine Minute des Schweigens. Ein kurzes verschmitztes Lächeln.

"Wenn ich das jetzt sage werde ich mich widersprechen!" sagt sie und lacht!
"Sagen Sie es mir, und ich verspreche nichts zu sagen!"
"Und auch nicht zu lachen?!" sagt sie mehr fragend als sagend!
"Ja, ich lache auch nicht."

"WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?" sagt Sie.
"Hm" sage ich "das zum Thema 'ich habe keine Angst!'"

Sie nickt und schaut mich fragend und erwartungsvoll an, als ob sie auf das (Aus)lachen wartet.

Ich habe viele Menschen - und nicht nur junge - kennen gelernt die so denken, aufwachsen, konditioniert werden: "WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?" Und so leben sie nicht ihr eigenes Leben und lassen sich leben. Das Traurige dabei ist, dass sie das sehen, merken, darunter leiden und doch nichts daran ändern wollen. Weil sie buchstabentreu ihre Kultur und Glauben annehmen und umsetzen. Weil der Schmerz nicht groß genug ist. Wenn das Leid irgendwann mal nicht mehr auszuhalten ist, dann wird der Vulkan ausprechen. In welcher Weise auch immer!

(c) georg mouratidis
http://www.seiderdubist.de

Sonntag, 29. September 2013

Gleich auf den Bauch zu hören!

Vor ein paar Wochen hatte ich eine Diskussion am Telefon. Mit einem Radiosender der mich zu meiner Arbeit interviewen wollte.

Ich versuchte bestimmt drei oder vier mal ihn zuerreichen. Es klappte aber nicht. Beim fünften Mal ging der Herr ran mit dem ich sprechen wollte.

"Du bist ja besser geschützt als Fort Knox" sagte ich zu ihm.
"Wieso?" fragte er mich.
"Naja, ich habe jetzt bestimmt 100 mal versucht dich zu erreichen".
"Es steht ganz klar auf unserer Homepage, dass wir zwischen einer bestimmten Zeit nicht erreichbar sind. Du bist doch auch nicht immer erreichbar, oder. Wir müssen arbeiten.".

Ups, dacht ich mir. Der muss sich verteidigen?

"Es war nur ein Joke, Marco. Nur ein Joke. Lass uns jetzt über das geschäftliche reden." sagte ich.


Ich fing an meine Frage zu stellen, doch ich kam nicht weit. Er fiel mir ins Wort und erzählte und erzählte. Obwohl ich meine Frage gar nicht zu Ende gestellt habe. Ich nahm einen neuen Anlauf und er fiel mir wieder ins Wort. Ich blieb wieder ruhig. Also ließ ich ihn wieder reden. Ich nahm einen dritten Anlauf und er fiel mir wieder ins Wort. Es wurde für mich anstrengend jemandem zuzuhören der mir Antworten gab auf Frage die ich nicht gesteltl habe.

"Lieber Marco, ich habe jetzt versucht drei mal Anlauf zu nehmen, doch du fällst mir ins Wort. Es ist für mich anstrengend und ich bin stinksauer...."

Er fiel mir wieder ins Wort:" Ok, dann sprich" sagte er.

"Ich habe keine Lust mehr und ich möchte das Gespräch hier beenden!"

Und er erzählte und erzählte und erzählte. Sowas wie :" Wenn das deine Strategie ist bei einem Gespräch ..." und "Schon komisch, und du bist Coach ...?" und und und.

Ich hörte ihm zu und als er fertig war um Luft zu schnappen, sagte ich zu ihm: "Ja, also tschüss!"

Keine zehn Minuten später schickte er mir eine Email mit "...Kopfkino wenn du als Coach Unternehmen berätst, legst einfach auf, ..." und "lass uns es nochmal versuchen".

Ich habe die Email gelesen wollte jedoch nicht sofort antowrten. Ich wollte erst am nächsten Tag antworten. Ein paar Stunden später erhielt ich eine neue Email in der er schrieb, ich könnte unsere Zusammenarbeit als beendet sehen, da ich es ja nicht mal für nötig gehalten habe auf seine letzte email zu antworten. Keine Minute später sah ich auf seiner Homepage dass die bewerbung des Interviewes gelöscht war.

Genau zu diesem Moment war ich mir sicher, dass ich mit diesem MEnschen nicht zusammen arbeiten möchgte. Dass mein Bauchgefühl der letzten Tage recht hatte. Ich jedoch nicht drauf gehört habe.

Menschen denken, dass Coaches die andere beraten wohl alles schlucken müssen. Sie haben feste Vorstellungen von dem, wie und wann andere zu reagieren haben. Und sie müssen andere auf jeden Fall bis zum Schluss verstehen. Sind sie doch schliesslich Coaches und Berater. Menschen denken, ich habe so zu reagieren wie sie es erwarten. Die email dann zu beantworten wenn sie das wollen. Anderen zum 30 Mal ins Wort fallen und die anderen haben das zu ertragen.

Falsch gedacht. Ich sage es, wenn mir etwas nicht passt.
Und für das Kopfkino anderer bin ich nicht zuständig.

Diese Erfahrung mache ich öfters in meinem Leben. Es wird so sehr die Verantwortung abgegeben, andere für die eigenen Gefühle verantwortlich gemacht und gleich ist ein Schuldiger ausgemacht. Und dann noch dieses Schubladendenken wie "Coach und Berater kann doch sowas nicht machen."

Und genau diese Menschen kommen nicht damit klar, wenn sie die Konsequenzen für ihr Verhalten zu tragen haben.

Und die Moral von der Geschichte? "Gleich auf den Bauch zu hören!"

(c) georg mouratidis, http://seiderdubist.de

Freitag, 27. September 2013

Der erste Eindruck zählt!

Ist das wirklich so?
Oder ist da was dran an der Aussage? Der zweite ist entscheidend!"

Einfach mal nur zum Nachdenken. Wie schnell wir voreilig andere beurteilen oder gar über sie urteilen. Nur wegen des ersten Eindrucks.

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 26. September 2013

Pädophilie = nur Mann!

Kann schön provokativ diese Aussage, gell?
Doch lesen Sie mal was Schubladendenken ausrichtet und wie wir solche Schubladendenken züchten.

Vor einiger Zeit war ich in einem Möbelhaus welches eine sogenannte Kidscorner hat. D.h., dieses Möbelhaus hat einen Bereich seiner Verkaufsfläche zur Verfügung gestellt. Für Kinder. Wundervoll eingerichtet mit vielem was Kinderherzen höher schlagen lässt. Ist ja nichts gegen einzuwenden, oder? Sehr ehren voll, oder?

Hm, irgendwie kam ich mit der Zuständigen ins Gespräch. Ins Gespräch zum Thema Toilettengehen mit den Kindern.

Sie sagte mir, dass Männer nicht mit den Kindern auf die Toilette dürfen.
Ich habe es erst nicht verstanden und fragte nach: "Verstehe ich Sie richtig. Sie dürfen mit den Kindern nicht auf die Toilette? Müssen Sie die Eltern holen?".

"Nein" sagte Sie. "Männer dürfen das nicht. Männer dürfen nicht mit den Kindern auf die Toilette gehen!".

"Wer sagt das?" fragte ich.

"Na die Eltern!".

Nochmal fragte ich nach: "Eltern verlangen, dass die männlichen Angestellten die hier arbeiten mit den Kindern nicht auf die Toilette dürfen?".

"Ja" sagte sie mir.

"Weshalb?" frage ich.

"Naja" sagte sie.

"Naja was?" frage ich.

"Naja, wegen Angst von sexuellem Missbrauch. Pädophilie und so!".

"Das ist nicht ihr Ernst?" frage ich "und wie denkt Ihr Chef darüber?" frage ich.

"Naja, er hat es dann angeordnet. Und in manchen unserer Häuser werden keine Männer in diesem Bereich eingestellt!"

Ihr Chef unterstützt diese dumme Gedanken der Menschen?".

"Ja" sagt sie.

"Und wie denken Sie darüber?" frage ich.

"Ich finde es Scheiße. denn so züchten wir ja dieses Denken" antwortet sie mir.

Ich persönlich bin entsetzt darüber wie sich Menschen verhalten. Männer = Pädophilie einerseits und andererseits wie ein Möbelhausinhaber sich diesem beugt indem er ins gleiche Horn blässt und zugleich Männer so diskriminiert.  

(c) georg mouratidis









Weshalb legen wir alles Kind ab?

~Als ich ein Kind war, dachte ich wie ein Kind, lebte ich wie ein Kind, war ich ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich alles Kind ab! - Autor mir unbekannt -

Als ich dieses Zitat hörte, was er mir ein Bedürfnis das festzuhalten. Und ich fragte mich: "Weshalb ist das so? Weshalb legen wir alles Kind ab?"

Die Antwort für mich ist: "Weil uns das beigebracht wird. Weil uns das Kindliche weggenommen wird. Von den Eltern, den Lehrern, der Gesellschaft. Weil uns beigebracht wird Gefühle zu unterdrücken, zu vernachlässigen, gar nicht erst wahr zu nehmen. Ein Mann hat keine Gefühle zu zeigen. Geschweige denn zu haben.

Und genauso ist es mit den Bedürfnissen. Ein Mensch hat keine zu haben. Und eine Frau schon gar nicht.

Nun, es werden hier viele aufschreien - vielleicht - und sagen, dass das nicht überall und nicht bei jedem so der Fall ist. Nun, wer kann das sagen? Wieviele von 100 können aufstehen und sagen, dass sie all das Kind sein dürfen, oder sogar sind? Ich erfahre in meiner Arbeit das Gegenteil. Von Kindern, über jungen Menschen bis hin zu Erwachsenen die nicht ihr eigenes Leben leben. Sondern ein Leben das ihnen vorgelebt, auferlegt oder sogar (auf)gezwungen wird.

Wieso geben wir, wenn wir Erwachsen werden, all das Kind ab?

(c) georg mouratidis

Dienstag, 24. September 2013

Das Geschenk der Stille

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn: “Was ist der Sinn von Stille und Meditation, für die Du und Deine Brüder stehen?”

Der Mönch war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern: “Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?” Die Leute blickten in den tiefen Brunnen und antworteten: “Wir sehen nichts!”

Der Mönch stellte seinen Eimer ab. Nach einer kurzen Weile forderte er die Leute noch einmal auf: “Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?” Die Leute blickten wieder hinunter: “Jetzt sehen wir uns selbst!” “Ihr konntet nichts sehen” erwiderte der Mönch, “weil das Wasser unruhig war wie euer Leben. Nun aber ist es ruhig. Das ist es, was uns die Stille schenkt: man sieht sich selber!”

Dann gebot der Mönch den Leuten, noch eine Weile zu warten. Schließlich forderte er sie auf: “Und nun: Schaut noch einmal in den Brunnen. Was seht ihr?” Die Menschen schauten hinunter. “Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.” Da erklärte der Mönch: “Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.”
 
(aus dem Zen)

Möchtest du auch lernen "dich selbst zu sehen"?.
Ja?, mehr Informationen auf meiner Homepage

Montag, 23. September 2013

Gehorsam, Lob und Belohnung

Gehorsam wird aber nicht nur unmittelbar durch Strafe und Furcht produziert, sondern auch mittelbar durch den verinnelrichen Druck, Leistung bringen zu müssen, und einfach nur durch Belohnung (Anm. von mir: und durch Lob). Wir merken gar nicht, dass mit solchen Druckmittlen das Verhalten hervorgerufen wird, sich an gesellschaftlichen Normen anzupassen.

- Dem Leben entfremdet, Arno GRUEN -
Nicht ohne Grund lehnt die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) "Loben und Belohnung" ab. Denn das zwingt Menschen dazu das zu tun, was andere wollen. Nicht jedoch aus der Überzeugung heraus, dass das dem Leben dient. Beider Leben! 
Mehr über das Loben im Zusammenhang mit der GFK finden Sie in diesem Artikel oder auch unter Lob und Belohnung

-gm-

Sonntag, 22. September 2013

Das eigene Leben leben!

"Wer ein anderes als sein eigenes Leben lebt, wer nicht mit der Wahrheit des Schiffbrüchigen verbunden ist, fälscht sein Selbst, um sich abstrakt rechtfertigen zu können und zementiert sein Leben, dessen Grundlage ebenso gefälscht ist. Wer sein Leben nicht lebt, fälscht es unbewusst, weil Schmerz, Leid und Schiffbruch in unserer Kultur mit Schwachsein gleichgesetzt werden."

- Auszug aus dem Buch "Dem Leben entfremdet, ARNO Gruen -

Das erinnert mich an all die Menschen die ich begleitet habe. All die die nicht ihr eigenes Leben leben. Weil sie so konditioniert wurden. Weil sie voller Angst sind. Angst um ihren Arbeitsplatz, um ihre Beziehung, Angst was die anderen sagen, wenn sie das oder jenes nicht erreichen. 
Wie sagte mir ein junges Mädchen das ich begleitet habe? "Ich habe die Eier nicht meinem Chef das genau so zu sagen!"

Und genau diesen Menschen möchte ich die Kraft geben genau der su sein, der sie tatsächlich sind und auch sein wollen. Dass sie diese "Eier" bekommen, entwickeln, um für ihr eigenes Seelenheil Verantwortung zu übernehmen.

In diesem Sinne: Sei der du bist - aber der sei!

-gm-

Samstag, 21. September 2013

Wir wenden uns dem Untergang zu

Geist ist eingedrungen in die Natur, wie das Messer dringt in eines Baumes Mark. Nunmehr freilich kann die toddrohende Schneide nicht aus dem Stamme herausgezogen werden, denn der Baum würde dabei verbluten. Aber niemand darf behaupten, dass ein Schwert im Herzen der Weltesche das Merkmal sei für ihre Gesundheit. 
- Jean-Jacques Rousseau (1750) : Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen -

Mittwoch, 18. September 2013

Der Müll - Das Geschenk!

Ich stehe beim Trölsch, möchte mir ein Frühstück holen.
Ich beobachte einen jungen Burschen - so ca. 3 Jahre alt -
Er sagt so vor sich hin: "Morgen, ..., morgen, ..., morgen."
Keiner reagiert!
Er schaut mich an. Sagt "Morgen"
"Morgen kleiner Mann" sage ich.
Er reicht mir etwas rüber. Ein Blatt mit Stengel. Braunes Blatt. Verwelkt!
Ich nehme es und bedanke mich.
Der junge Bursche freut sich, lächelt und dreht sich zur Mutter um.
Diese ist an der Kasse und bezahlt.
Sie kommt auf den Jungen zu und nimmt ihn bei der Hand.
Im Augenwinkel erkennt sie wohl, dass er mir dieses "Ding" gegeben hat. 
Dreht sich auf dem Absatz um und nimmt es mir aus der Hand.
Ohne mich zu fragen.
"Was glauben Sie wie es dem jungen Mann gefällt, wenn Sie mir das wieder wegnehmen?" frage ich.
Sie schaut mich an und sagt:"Wollen Sie diesen Müll etwa haben?"
"Ich weiß nicht, ob der junge Mann das als Müll sieht" sage ich.
Der junge Mann beobachtet das Ganze und will das Blatt aus der Hand seiner Mutter nehmen.

Sie schaut mich gleichzeitig entgeistert an und drückt mir das Blatt in die Hand, so als wolle sie sagen: "Hier haben Sie den Mist!". Ich vermute das, weil ich ihren Gesichtsausdruck gesehen habe.

"Danke" sage ich.
Der junge Mann ist irgend wie wieder fröhlich, als ich sein "Geschenk" wieder habe.

Die beiden gehen.

"Genau" sagt eine ältere Dame neben mir. "Sie haben Recht. Da sehen Sie mal wie die heutige Generation so ist und denkt!"

"Nun" sage ich "sie wissen es nicht besser!"

Ich habe mich eine Weile lang gefragt, was wohl die Mutter dazu veranlasst hat so zu denken. Ich werde es wohl nie erfahren.

-gm-

Mittwoch, 31. Juli 2013

Manchmal hören andere mit!

Letzte Woche war ich zwei Mal im Leocenter in einem Handyshop weil ich mir ein Smartphone kaufen wollte. Frustkauf! Denn mein aktuelles spinnte mal wieder :-)

Also ging ich voller Freude - trotz Frust :-D - in diesen Shop in dem ich jemanden kenne. Als ich das erste Mal jedoch dort ankam war er persönlich nicht da. Dann komme ich morgen sagte ich zu mir. Am nächsten Tag gin gich mit einem anderen Freund wieder in den Laden und auch diesmal war nicht anwesend.

Das junge Mädchen - oder auch die junge Frau - die da war fragte mich ob sie mir helfen könnte.

"Ich möchte gerne das Samsung Note 2 kaufen" sagte ich ihr.
"Das machen wir nicht" war ihre knappe Antwort. Ohne weiter auf mich einzugehen.

"Nun" sagte ich "dann nicht!" und ging von dannen!
Zu meinem Freund sagte ich:" Das war ganz schön unprofessionell, oder? Also hier kaue ich mein Handy nicht"

Für mich war die Sache gegessen. Doch heute gin gich wieder in diesen Shop und wollte nachsehen ob mein Kumpel der dort arbeitet heute anwesend ist. Und siehe da, er ist da.

Wir begrüßten uns und dann sagte ich ihm : "Deine Kollegin ist ganz schön unflexibel und ..."

Ich konnte meinen Satz nicht zu Ende sprechen, da sagte er :"Sie ist doof. Heute rief mich eine Kundin an und sagte mir, dass letzte Woche jemand da war der ein Smartphon ekaufen wollte und dass meine Kollegin gesagt hat, dass wir das nicht machen und, dass der Kunde dann gegangen ist. "

"Das war vermutlich ich!" sagte ich ihm. "Denn ich war da, wollte mir das Note 2 kaufen, doch die Antwort deiner Kollegin war: 'Das machen wir nicht'".

"Ehrlich?" fragt er mich.
"Ja!" antworte ich ihm.

"Diese Kundin" sagte er, "die macht das gleiche wie Du. Kommunikation. Sie sagte: 'Das hätte man auch etwas freundlicher rüberbringen können, dann hätte der Kunde vllt. einen Vertrag gemacht.'"

"Tja" antworte ich ihm. "Manchmal hören andere mit und geben das weiter!".

(c) georg mouratidis

Samstag, 22. Juni 2013

Sonntag, 16. Juni 2013

Mein erster Tag für den Knast!

Heute und gestern war ich bei einem Einführungskurs mit dem Titel "Warum will ich in den Knast?", welches vom "Fortbildungsverbund Straffälligenhilfe in Baden Württemberg" abgehalten wurde.

Eine gute Frage. Eine sehr gute Frage. Warum will ich in den Knast? Dieser Gedanke kam mir schon vor ein paar Jahren in den Sinn. In den Knast zu gehen! Damals, als ich mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) in Berührung kam. Damals war der Gedanke, diese GFK den Inhafierten näher zu bringen. Weil in mir der Gedanke keimte, dass die Exekutive und die Justiz "willkürlich" mit den (Grund)rechten der Inhaftierten umgehe. Ich wollte den Inhaftierten eine Sprache nahebringen wie sie gegen diese Willkür "gewaltfrei" angehen können.

Der Gedanke (v)erblasste nach und nach. Da ich merkte, dass es ziemlcih schwierig ist in den Knast zu kommen. Ich verstand dies nicht. Wieso hält man den Inhaftierten diese Möglichkeit vor? Wieso ist es so schwer da rein zu kommen. Ich verstand das nicht.

Einige Jahre später - Anfang des Jahres - prüften meine Assistentin und ich, wie wir unser Thema - die GFK - auch in die Menschen herantragen können, die sich (meine) Seminare nicht leisten können. Und da kam das Thema "Ehrenamt" auf. Meine Assistentin meinte:" Wieso etwas neu erfinden, wenn es das Ehrenamt gibt?"

Also kümmerte ich mich um das Ehrenamt in meiner Umgebung. Und ich stieß auf die JVA Heimsheim. Nach änfänglichen Schwierigkeiten wurde ich zu diesem Kurs eingeladen. Kosntenlos!


Ich habe mich sofort angemeldet. Ohne darüber nachzudenken. Und so besuchte ich diesen Kurs gestern und heute.

Und ich bereue es nicht. Kein bisschen. Meine "kostbare Zeit" in diesem Kurs verbracht zu haben. Denn es wurden für mich einige Dinge klar, die ich vorher unlogisch und "würdelos" empfand. Ich will nicht sagen, dass es aus meiner Sicht, keine "würdelose" Handlungen gibt. Nur weiß ich weshalb diese so geregelt werden. Ich erfuhr den Unterschied zwischen lebenslänglich und lebenslänglich lebenslänglich und Sicherheitsverwahrung (SV). Ich erfuhr weshalb es diese SV gibt und welche Regularien greifen müssen, bevor jemand in SV geschickt wird. Ich erfuhr, dass Zigaretten und Briefmarken DIE Währung im Knast ist und weshalb wir Gefangenen KEINE Zigaretten und Briefmarken mitbringen dürfen. WAS, schrie ich auf. Warum nicht? Es erschien mir nicht nachvollzihbar. Die Antwort war ernüchternd. Diese Währung bedeutet im Knast "MACHT". Je mehr ein Insasse davon "besitzt" desto mehr Macht heat er. Imn jedem Sinne. In die eine und in die andere Richtung.

Ich erfuhr den Unterschied zwischen Mord und Totschlag. Den Unterschied zwischen einer Straftat und keiner Straftat. Z.B. ist Flucht per se KEINE Straftat. Das ist in Deutschland ein "Menschenrecht". Die (Um)Wege und die Umstände die zur Flucht führen, können eine Straftat bedeuten.

Ich habe erfahren, dass es eine Parallelwelt existiert. Für den der von draußen kommt, ist der Knast eine Parallelwelt. Und für den Knacki ist die Welt da draußen eine Parallelwelt.

Ich habe erfahren welche Tricks und Kreativität sich mancher Inhaftierter einfallen lässt, um "verbotene" Sachen in seiner Zelle zu verstecken. Welche Weg es gibt, von außen "Schmuggelware" nach innen zu bringen. Eine externe Besucherin wurde "verpfiffen", dass sie vorhabe Ware in den Knast zu schmuggeln. Sie holte aus ihrwer Vagina ein Kondom mit 500 Tabletten. Weil man ja weiß, dass die Körperöffnungen externe Besucher NICHT durchsucht werden.

Ich habe selbstgemachte Tauchsieder (aus einem Kabel) gesehen, selbstgemachte Spritzen (aus ein bisschen Plastik und einer Schraube), selbstgemachte Pfeiffen fürs Rauchen (Hasch und/oder Marihuanna). Es ist einfach kreativ :-). aus einer Stinknormalen NähNadel und ihrem Rasierer wird eine Tätowiermaschine gemacht. Und die tätowieren sich alle und bekommen so AIDS und/oder Hepatitis. Weil die Nadel nicht sterili gemacht wird. Deshalb sind solche Nadeln auch verboten.

Deshalb gilt die Regel "Nichts rein und nichts raus!".

Ich habe auch erfahren, dass viele Inhaftierte sich auch jemand von da draußen wünschen, der nicht Bediensteter ist, der ihnen einfach nur zuhört. Bei diesem Zuhören ist jedoch sehr große Vorsicht geboten. Denn es gibt Inhaftierte, die wissen es sehr gut auszunutzen und ihrem Betruer mit Aufgaben zu betreuen, die die Anstallt ihm verbieten würde.

Ich habe wirklich so viel gelernt. Zu verstehen. Ich finde es sehr spannend. Und habe mich entschlossen "ehrenamtlich" für den Knast zu arbeiten.

Ich empfehle jedem diesen Kurs mitzumachen. Alleine aus der Tatsache, dass einige Vorurteile im Keim erstickt werden. Jedoch argumentativ!

(c) georg mouratidis

Freitag, 7. Juni 2013

Ich dachte halt

Heute ist eine Dame zum Einarbeiten und Probearbeiten gekommen. Ich habe ihr als aller erstes, dass Dokument gezeigt in dem die Liste der Unternehmen ist, welche sie anrufen soll.

Ich erklärte ihr jede einzelne Spalte. Wie sie wo was eintragen soll, damit es "rund" läuft.

Dann zeigte ich ihr meinen Terminkalender in dem sie - wenn ein Termin zustande kommt - diesen hier einträgt.

Während meiner Einweisungen spürte ich eine Unsicherheit in ihr aufkommen.

Sie sagte mir, dass sie zwar mit einem Computer umgehen kann, aber was ein Account ist, wisse sie nicht.

Ich unterbrach diese Einweisung und fragte sie: "Sagen Sie mir bitte mit Ihren Worten was bei Ihnen angekommen ist von dem was ich Ihnen erzählt habe und zeigen Sie es mir im Dokument?"

Die Frau erzählte so viel was mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hatte. "Wie in der Schule!" meinte sie.

Ich unterbrach sie indem ich sagte:"Schauen Sie bitte nicht mehr auf das Dokument. Schauen Sie mich an bitte. Erzählen Sie mir was Sie verstanden haben ohne auf das Dokument zu schauen. Einfach auf mich schauen und erzählen.

Sie konnte es nicht.

Ich habe ihr noch zum Schluss den Telefonleitfaden gezeigt. Und ich merkte, dass sie dabei schluckt.
"Sind Sie sicher, dass Sie das machen wollen?" fragte ich sie.

Sie erzählte mir über ihre momentante "private" Situation. Dass sie im Trennungsjahr ist und endlich raus möchte. "Ich dachte halt, ich könnte es!" sagte sie.

"Wissen Sie" sagte ich zu ihr "Sie sind noch labil um offen am Telefon mich zu repräsentieren! Wie sehen Sie das?"

"Ja, Sie haben recht" sagte sie "ich bin wohl noch nicht so weit. Noch nicht. Vllt. später mal, aber ich glaube ich bin nicht so weit. Ich dachte hatlt ich könnte es!"

Ich habe ihr ein Podcast auf meiner Homepage abgespielt.
Nachdem sie das gehört hatte, schaute sie mich an und sagte: "Herr Mouratidis, während das so lief ist mir eins klar geworden. Das ist nicht das was ich machen will. Ich möchte wie Sie Menschen ansprechen und evtl. Solche Veranstaltungen organisieren. Ich danke Ihnen dafür. Jetzt weiß ich zu mindest, dass es nichts für mich ist. Dieses Telefonieren!"

"Das freu tmich sehr, wenn Sie diese Erkenntnis bekommen haben. Ich habe da eine Idee" sagte ich zu ihr und erzählte ihr über meine neue Idee meine Dienstleistung in Form einer Homeparty abzuhalten. Sie war Feuer und Flamme und wir haben uns darauf geeinigt, dass sie jetzt diese 1. GFK-Homeparty organisieren darf und wird.

Ich freue mich sehr, dass das so gelaufen ist. Und ich machte mir vorher bereits Gedanken wie und ob ich ihr vorher absagen soll. Noch bevor ich sie gesehn hatte. Denn am Telefon merkte ich bereits ihre Unsicherheit. 

Ich dachte halt!

Und bin froh, dass ich ihr nicht vorher abgesaht habe.
 
Tja, wie sagt einer meiner Lieblingsphilosophen? "Das Leben passiert während du es planst!"

Ich bin der Überzeugung – wie ich auch die Erfahurng mit dieser Dame gemacht habe – dass es auch in Unternhemen/Wirtschaft möglich ist, Menschen dabei zu unterstützen für sich herauszufinden was sie wollen und was sie nicht wollen. Wie sich gezeigt hat – bei uns – konnten wir Gemeinsamkeiten für eine Unterstützung herausfinden. 

Hätte ich dieser Dame von vornherein abgesagt, oder das Gespräch sofort beendet, weil ich über sie “urteilte”, dann hätten wir beide nichts davon gehabt.
Jetzt habe ich jemanden der Meine Idee umzusetzen versucht und die Dame hat eine Aufgabe die sie mit viel Begeisterung machen möchte. Ich bin begeistert.
“Jaja, die Zeit. Ich weiß!”


(c) georg Mouratidis

Montag, 3. Juni 2013

Ganz schön mutig...

...sagte mir heute ein XING-Kontakt am Telefon, nachdem ich ihm und einen Teil meiner anderen Kontakte per PN angekündigt habe, dass ich mich gerne mit ihnen austauschen möchte.

Ich fragte ihn:"Ganz schön mutig im Sinne von: 'Ganz schön mutig, da das keiner macht', oder ganz schön mutig im Sinne von:'Ja, da könnten evtl. Synergien drin stecken. Lass uns mal schauen'?".

"Eher das Erstere", sagte er. "Doch ich finde es wirklich mutig, denn das ist doch der Sinn einen Netzwerkes!"

"Finde ich auch" sagte ich ihm "ich möchte mich gerne mit meinen Kontakten austauschen und Synergien schaffen und nicht Kontakte sammeln von denen ich gar nicht weiß, was diese tun. Und so evtl. vorhandene Gemeinsamkeiten bündeln!"

Wir tauschten uns aus. Jeder erzählte was er geschäftlich macht, wo seine Kernkompetenzen liegen und darüber hinaus konnten wir uns ein Bild darüber machen, ob wir uns gegenseitig unterstützen können. 

Hätte ich diese Aktion nicht gemacht, dann hätte ich zwar ein Kontakt, doch ich wüsste nicht was er "arbeitet". Wozu denn sonst ein Netzwerk, wenn es nicht wirklich genutzt wird?

Dieser Spruch: "Kontakte schaden nur dem der sie nicht hat" ist für mich sowas von inflationär genutzt und Quatsch, denn was nützen  mir Kontakte wenn ich sie nicht "nutze". Wenn ich ihre Stärken nicht kenne und diese nicht meine?

Dieser Netzwerkgedanke der ist nicht neu. In Griechenland - ich bin Grieche - war das vor einigen Jahren Gang und gebe.

So nach dem Motto: "Du Georg, ich suche jemanden der mir Türen verkaufen kann. Hast du Jemanden? Ich brauche 10."

"Ja klar! Melde dich doch bei XY!"

"Du XY, ich brauche jemanden der mir die Türen auch günstig einbaut. Kennst du jemanden?"

"Nein, leider nicht, aber ich kenne jemanden der vllt. jemanden kennt. Gib mir ein paar Tage Zeit und ich melde mich bei dir!"

Das, und nur das ist für mich Netzwerk! Ich beobachte wie einige die ich angeschrieben habe mein Profil besuchen, aber sich nicht melden. Und den Kontakt löschen sie auch nicht. Ich frage mich, welchen Nutzen sie denn dann von mir haben?" -> "Keinen!"

Ich werde diese nach und nach löschen, weil ich auch keinen Nutzen von ihnen habe!

(c) georg mouratidis

Montag, 20. Mai 2013

Haben gläubige Menschen denn keine eigene Meinung?

Neulich spreche mit einem Bekannten. Moslem. Arbeitet in einem Reisebüro. Ich besuche ihn zwei oder drei Mal die Woche. Vllt. auch öfters. Und wir unterhalten uns. Über Gott und die Welt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Über Gott und die Welt.

Neulich erzählte ich ihm über eine Angelegenheit die mir passierte. Ich sagte dann zum Schluss. "Ist wohl Schicksal, oder so".

"War bestimmt dein Schicksal?" fragte er mich.

"Ich denke, letztendlich ich. Durch meine Einstellung, Gedanken, bewussten oder unbewussten Handlungen."

"Nicht Gott" fragte er weiter.

"Nein, nicht Gott!"

"Glaubst du nicht an Gott?"

"Ich denke nicht. Nein. Früher dachte ich ich glaube an sowas. Wahrscheinlich weil meine Eltern es so wollten. Nein, ich glaube nich, dass es einen Gott gibt." sagte ich ihm.

"Und wer bestimmt dein Schicksal?" fragte ich ihn "wer ist dafür zuständig?"

Und er fing an mir von dem Koran zu erzählen. Von zwei Welten. In der einen Gott und in der anderen der Mensch.

"Ich möchte das nicht hören" sagte ich ihm. "Ich möchte wissen, wer für dein Schicksal zuständig ist."

Er reagierte nicht drauf und erzählte von Geschichten aus dem Koran. Ich bat ihn damit aufzuhören, da es meiner Ansicht nach meine Frage nicht beantwortet.

Er zeichnete zwei Kreise. der innere kleinere stellt ihn dar und der äußere große Gott. Allah.

"Was muss ich noch tun, dass du mit dieser Geschichte aufhörst" fragte ich iuhn. Ich habe dich gefragt, wer diener Ansicht nach zuständig für dein Schicksal ist und du erzählst mir vom Koran, Allah, zwei Welten. Glaubst du wirklich, dass das meine Frage beantwortet?

Er schaut mich an und sagt: "Es gibt halt zwei Welten. Die eine ist Allah und die andere ist der Mensch. Also ich! Das steht auch so in unserem Buch. Dem Koran."

"Genau das ist es was mich bei den Gläubigen so nervt. Sie kommen mit irgendwelchen Büchern daher. Koran oder Bibel und erzählen es so, als ob es unumstößlich wäre.

"Ok" sagte ich. "Nochmal die Frage anders. Wer ist für dein Schicksal zuständig. In dieser Welt?" Und ich deute auf den inneren Kreis seiner Zeichnung.

"Hm" sagt er und schaut mich mit großen fragenden Augen an. Stille! Er kann mir diese Frage nicht beantworten.

"Du oder Gott?" frage ich ihn. Ich merke, dass er sehr nachdenklich wird. Nachdenklich, wie er jetzt diese Frage benatworten kann!

"Ich!" sagt er nach langem Zögern.

"Und was habe ich gesagt?" frage ich ihn "als du mich gefragt hast, wer mein Schicksal lenkt?

Weshalb ist es so schwer - auch als Gläubiger - eine eigene Meinung zu haben? Und diese auch zu vertreten?

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 15. Mai 2013

Pistewe ke min erewnás! Pistewe ke eréwna!

glaube und forsche

Dieses griechische Zitat hat mir heute ein guter Freund gesagt. Und hat mir auch gleich dieses Bild auf einer Papierserviette gezeichnet. Wir hatten es davon, wie Menschen mit dem Gesagten umgehen! Nach dem er es gezeichnet hatte habe ich verstanden um was es ihm ging. Ohne, dass er ein zusätzliches Wort gesagt hat. Und ich habe ihm sofort Recht gegeben. Ich möchte hier nicht mehr schreiben. Möchte anregen darüber zu sprechen/diskutieren was bei euch ankommt, wenn ihr das seht? Was ist die Botschaft die diese Grafik vermitteln will?

Grüßle Georg Mouratidis

Sonntag, 10. März 2013

Heute bei einer Therapeutin

"Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich es am dringensten!"

Diesen Spruch habe ich an der Wand einer Ergotherapeutin für Kinder gelesen. Als Hintergrundbild ein sehr "verängstliches" Kind.

1. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir schreiben könnt, WAS dieser Spruch mit euch "macht".

2. Welches Bedürfnis könnte sich eine Therapeutin mit diesem Plakat erfüllen wollen?

Ich persönlich war erschrocken. Sowohl vom Plakat, als auch von der Reaktion der Therapeutin.

Ich habe der Therapeutin gesagt, was das Poster mit mir macht. Welche Wirkung es auf mich hat.

Darauf sagte sie: "Das Poster hängt schon seit Jahren. Das habe ich von meiner Ausbilderin erhalten. Sie war eine gute Ausbilderin. Und es hat sich bis jetzt keiner beschwert. Alle empfinden das als sehr positiv. Die Mütter und die Kinder!"

Ich fragte Sie: "Wenn ich ein Kind wäre und Sie fragen würde: 'Mutter, was kann ich tun um deine Liebe zu verdienen?' was würden sie dem Kind antworten?"

Sie hat daraufhin das Gespräch abgebrochen.

Anmerkung: Sie arbeitet mit ADHS-Kindern und wir wollten evtl. zusammen arbeiten.

Grüßle
Georg

Ich habe mal im Netz das Bild gefunden, das da hängt. Es geht mir hier um das Bild selbst. Nicht um den text um das bild herum.

http://www.google.de/imgres?um=1&hl=de&sa=N&biw=1440&bih=753&tbm=isch&tbnid=yrmq3Xp1WY9CnM:&imgrefurl=http://www.paedboutique.de/elterntraining.htm&docid=Dz4xx7HLn1YRZM&imgurl=http://www.paedboutique.de/images/kind1.jpg&w=556&h=836&ei=nA86UbP_O8WctAahvYGADw&zoom=1&iact=hc&vpx=12&vpy=107&dur=298&hovh=269&hovw=179&tx=76&ty=146&page=1&tbnh=165&tbnw=114&start=0&ndsp=32&ved=1t:429,r:0,s:0,i:80

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 7. Februar 2013

Einfach nur festhalten...

...weil mich das berührt hat.

Ich komme nichts ahnend nach Hause und checke mein Email-Postfach. Und finde unter anderem folgende email:

Hallo Georg Mouratidis,
wir haben uns damals vorm Starbucks unterhalten gehabt, über die Jugend und Ihre Mobiltelefone.
Mir hat das Gespräch mit Ihnen sehr gefallen und mich zum Nachdenken angeregt. Nun habe ich ein Problem,
ich hoffe Sie können mir helfen, zwar geht es um die Schule. Ich kann mich einfach nicht zum lernen aufraffen
und das spiegelt sich in meinem Zeugnis wieder. Haben Sie vielleicht welche Tipps wie ich das wieder hinbekommen
könnte? Vielen dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Sxxx Gxxx

Erst dachtre ich, dass wäre Spam, doch ich konnte mich noch ganz wage dran erinnern. Also habe ich das nochmal gelesen und habe mich gefreut, dass sich jemand nach so langer zeit an mich erinnert. UND, mir schreibt.

(c) georg Mouratidis

Mittwoch, 6. Februar 2013

Pierre trägt Lätzchen...

....und isst dabei Spätzchen.

Solche und auch andere Sprüche werden über den 9-jährigenPierre gemacht. Der Junge wehrt sich nicht und frisst es in sich hinein. Nur seiner Mutter vertraut er es an. Er sagt ihr, dass er wütend ist, sauer und oft auch sehr traurig. Doch er wehrt sich nicht!

Die Mutter fasst sich ein Herz, geht zu dem jungen Mädchen und fragt sie: "Wie fühlst du dich dabei wenn du das sagst. Was genau hast du davon?"

Das junge Mädchen "fühlt ein schlechtes Gewissen". Sie kann keine Antwort geben.

Dann sagt die Mutter: "Pierre ist sehr wütend, sauer und oft auch traurig. Und er möchte, dass das aufhört!"

Am nächsten Tag kommt Pierre nach Hause und erzählt seiner Mutter, dass das Mädchen sich bei ihm entshculdigt hat. Und, dass ihm das gefallen hat.

Die Mutter ist darauf hin zu dem jungen Mädchen und hat sich dafür bedankt.

Und seit dem wird Pierre nicht mehr gehänselt. Und das ist jetzt zwei Wochen her.


Das hat mir meine Assistentin über ihren Sohn erzählt. Und dass sie es versucht durchzuziehen. Das mit der GFK, mit den vier Schritten. Und es klappt immer wieder. Bei den Kindern. Nur ein Lehrer war angeschnupft, als er das mitbekommen hat, dass ich direkt zu den Kindern gegangen bin.

Ich finde es klasse, dass diese Frau es tatsächlich durchzieht und GFK anwendet wo immer sie es kann. Weil sie das Klsse findet. Sagt sie. Ausser zu Hause. Da klappt das nicht so, sagt sie :-)

(c) georg mouratidis

Freitag, 1. Februar 2013

Es ist eine ganz andere Verbindung, als wenn ich nur um Entschuldigung bitte.

Eine Frau rief mich an und wollte darüber berichten, wie sie sich bei ihrem sohn entschuldigt hat. Mit dem Zusatz: "Wer schaft das heute sich bei seinen Kindern zu entschuldigen? Fast keiner! Ich habe mich bei meinem Sohn entschuldigt auch wenn er dann sagte, dass er das schon lange vergessen hat."

Ich hörte ihr zu und sagte ihr am Schluss: "Das freut mich, dass dir das wichtig war, doch entschuldige dich nicht bei ihm!"

"Wie?" fragte sie. "Und was mache ich wenn ich merke, dass ich etwas getan habe,dass den anderen verletzt hat?"

"Sage ihm wie es dir damit geht mit dem was du getan hast, weshalb du es getan hast und weshlab es dir wichtig ist darüber zu sprechen. Und sage ihm auch wie es dir damit geht wenn er sagt, dass er das bereits vergessen hat!"

--:--

Zwei Wochen später ruft mich dieselbe Frau an und sagt: "Das mit dem Nicht-Entschuldigen finde ich klasse."

"Aha" sagte ich.

"Ja" sagte sie "Wieviele Menschen können sich nicht mehr an die Situation erinnern um die es geht. Dieses Entschuldigen ist doch dann nur ein Wort. Um diese Situation schnell zu beenden. Wenn man das aber mit den vier Schritte reflektiert, wird es einem wieder bewusst und die Gefühle kommen wieder hoch. Und dann weiß ich aiuch weshalb ich das getan habe. Und komischer Weise, wenn ich das meinem Sohn erkläre, versteht er es. Es ist eine ganz andere Verbindung, als wenn ich nur um Entschuldigung bitte. Ich danke Ihnen."

Ich finde das so Klasse,dass diese Frau so dran bleibt.

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 17. Januar 2013

Die Erkenntnis des Bauern

Es war ein Buaer der regelmäßig in die Kirche ging. Sehr fromm und hilfsbereit zu anderen. Eines Tages sah er wie sein örtlicher Pfarrer, jemanden totgeschalgen hat. Und ihn vergrub.

Nun kam der Bauer in Gewissensbissen. Er wollte nicht mehr in die Kirche gehen. Was will er dort? Wenn der Pfarrer Wasser predigt und Wein trinkt? Was soll er dort, wenn der "Heuchler" was anderes predigt und jemanden totschlägt. Also hat er beschlossen nicht mehr in die Kirche zu gehen.

Das blieb Gott natürlich nicht verborgen. Also sandte er einen Engel zu diesem Bauer. Nachts. Während der Bauer schlief.

Der Engel fragte den Bauern weshalb er nicht mehr in die Kirche ginge. Und der Bauer erklärte es ihm.

Darauf sprach der Engel: "Gehe am kommenden Sonntag in die Kirche und schau was passiert!"

Nach langer Überzeugungsarbeit versprach der Bauer in die Kirche zu gehen.

Als er am Sonntag in die Kirche ging saß er ganz vorne um ganz genau zu sehen was passiert.

Der Pfarrer betrat die Kirche. Auf seinen Schultern hing der Tote Körper dessen den er totgeschlagen hat. In dem Moment in dem er die Kanzel betrat kamen zwei Engel und nahmen den Toten von den Schultern des Pfarrers. Der Pfarrer ging auf die Kanzel predigte seine Predigt. Als er von der Kanzel runtertrat, kamen die zwei Engel und legten den Toten wieder auf die Schultern des Pfarrers.

All das hat der Bauer auch gesehen.

Abends kam der Engel wieder und fragte den Bauern was er gesehen hat. Der Bauer sagte dem Engel was er gesehen hat.

Darauf sagte ihm der Engel: "...."

Ich möchte jetzt nicht schreiben was der Engel gesagt hat. Ich möchte gerne hier die Frage stellen, was wohl der Engel dem Bauern gesagt haben könnte? Welche Erkenntnis soll der Bauer dadurch bekommen?

Würde mich freuen, wenn wir hier drüber philosophieren :)

Gruß Georg

Freitag, 4. Januar 2013

Was ansprechen bewirken kann!

Vor ein paar Tagen rief mich eine Frau an um mir für die Feiertage alles Gute zu wünschen. Dann sagte Sie: "Möchten Sie was Positives hören?"
"Ja gerne!" antwortete ich.

"Ich habe Ihnen doch erzählt, dass mein Sohn von einem Mitschüler gemobbt wird, oder?"

"Ja, haben Sie!"

"Heute habe ich gedacht, jetzt versuchst du es mal mit der GFK. Mal sehen was das bewirkt. Ich ging also zu dem Jungen der meinen Sohn mobbt und fragte ihn, ob er mir sagen könne, was er glaubt wie sich mein Sohn dabei fühlt? Der Junge konnte mir keine Antwort geben. Dann habe ich meinen Sohn gefragt, ob er sagen kann wie er sich fühlt, wenn der Junge so mit ihm umgeht. Auch mein Sohn konnte es nicht. Dann habe ich erzählt wie es mir geht, wenn ich höre dass der eine Junge mit meinem Sohn so umgeht. Und weshalb es mir dabei so geht. Und wissen Sie was? Seit diesem Tag ist nichts mehr vorgefallen. Es ist ca. 1 Woche her. Mal sehen wie das so weiter geht. Aber es hat tatsächlich funktioniert."

"Das freut mich sehr!" sagte ich zu ihr.
Weiß ich doch wieviel sie versucht hat. Und das ohne Erfolg. Und jetzt wo sie ein wenig mehr mit der GFK in Kontakt gekommen ist, hat sie es versucht. Und es hat "gefruchtet".

Für mich ist das ein Beispiel mehr, dass das Anprechen Anderen erst klar macht was ihre Handlung in andere bewirken kann. Welche Empfindungen es auslöst. Und öft hört man dann: "Das war mir nicht bewusst" oder "Das habe ich nicht gewollt!".

-gm-