Donnerstag, 28. Juni 2012

Riad, Denny, Nina, Merve und Albulena

Ich sitze am 22.6.12 im Leocenter im Starbucks. Arbeite mit meinem Tablet-PC. Plötzlich klingelt mein Handy. Ich versuche es aus meiner rechten Hosentasche herauszuziehen. Es klemmt. ich habe keine Lust aufzustehen um besser da ran zu kommen. Irgendwie komme ich doch ran. Ich erhebe den Kopf um zu telefonieren und sehe wie mich ein junges Mächen anschaut. Ich lächle "verlegen", also wollte ich sagen:"Son Mist, wenns nicht gleich klappt!"
Sie lächelt zurück. Vllt. aus Gewohnheit? Weiß ich nicht. Ihre Freundin die rechts von ihr sitzt und mir näher, schaut mich fragend an. Ich lächle. Sie dreht sich um und schaut jetzt ihre Freundin fragend an. Ich sage zu diesem Mädchen:"Sie hat mich angelächelt und ich habe zurückgelächelt". Das andere Mädchen, dass ich "verlegend" anchaute sagt dann:" Sie haben mich als erstes angelächelt!". "Ja, das stimm! Habe ich gesagt, dass SIe mich als erstes angelächelt haben?". Jetzt lachen wir beide. "Es ist halt schon doof, wenn man so vieles elektronisches Zeugs hat", sage ich.

"Ja, Sie haben ja auch so viel dabei!"

Und jetze geht die Diskussion richtig los. Wir unterhalten uns, darüber, dass sie - alle vier, mittlerweile sind noch zwei Jungs dazu gekommen - ein Praktikum machen. Jeder in einem anderen Betrieb. Beim KARSTADT, beim Douglas und andere.  Sie erzählen mir was ihnen da Spaß macht und was nicht.

Plötzlich fragt mich eines der junge Mädchen:" Und was machen Sie geschäftlich? Was arbeiten Sie?"

Ich rücke mit meinem Sessel näher in die Runde. Frage vorher ob das ok ist.

"Ich bin Kommunikationstrainer und Coach. Ich biete auch Konfliktmanagement an".

"Was genau ist das?" fragt mich einer der Jungen. 

Ich erkläre es ihm und die anderen hören mir gespannt zu. "Oh", sagt eines der Mädchen, "das können wir in unserer Schule gut gebrauchen!".

"Hm", sage ich, nachdem sie mir erzählt haben in welche Schule sie gehen, "ich habe auch eure Schule angeschrieben, doch euer Rektor hat abgelehnt. Er meinte, dass ihr das nicht braucht."

"Hm", sagte das Mädchen, "also, wenn ich das meiner Lehrerin zeige wird sie bestimmt Intersse haben!"

"Soll ich euch meine Karte geben?"
"Ja", sagen sie alle wie aus einem Guss. Ich gebe ihnen meine Karte.

In der Zwischenzeit ist noch ein etwas älteres Mädchen dazu gekommen. "Sie geht auf ein anderes Gymnasium", sagt mir der zweite Junge. "Sie ist schon 17. Wir sind alle 14" und zeigt auf die Jugendlichen die von Anfang an dabei sind.

Das "neue" Mädchen ist auch begeistert über unsere Diskussion. Sie fragt mich auch nach einer Karte für sich und ihrer Lehrerin. Ich gebe sie ihr.

Wir unterhalten uns weiter über meine Arbeit und über ihre Schulen. Sie horchen auf, wenn ich über die Gewaltfreie Kommunikation spreche.

Plötlich sagt das 17 jährige Mächen: "Wir können uns doch in einer Woche hier wieder treffen und uns über die Ergebnisse unterhalten!"

"Ist das dein ernst?" frage ich Sie. "Ich würde mich freuen. Das begeistert mich jetzt" sage ich in die Runde. "Lasst uns doch einen Termin festlegen" sage ich. Wir sinduns schnell einig. Freitag in einer Woche um 13:30 wieder im Starbucks.

"Möchtet ihr mir eure Namen aufschreiben und mir geben? So kann ich mir die merken. Fürs nächste Mal!". Einer der Jungen steht auf, geht an die Kasse vor und holt etwas zum Schreiben. 

Er schreibt dann auf den Zettel:
Riad
Denny
Nina
Merve
Albulena

Freitag 29.6.12 13:30
(Anmerkung: Die Nachnamen lasse ich weg um die Privatsphäre zu wahren!)

Ich war richtig glücklich diesen Vorschlag zu hören. Von diesem jungen Menschen. Habe ich doch die Erfahrung gemacht: "Redet nicht mit fremden Männern!" :)

Ich bin richtig gespannt auf die weitere Unterhaltung mit diesen jungen Menschen!

(c) georg mouratidis

1 Kommentar:

  1. Werter Georg,
    diese Geschichte klingt so unglaublich, dass ich sie einer anderen Person nicht abkaufen würde. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und es würde mich sehr erfreuen wenn Du diese Fortsetzung auch posten könntest.

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