Dienstag, 28. Februar 2012

Es war kein Strafzettel

Werner schaute noch mal auf den Tacho, bevor er langsamer wurde. 78 km/h innerhalb einer Ortschaft. Das dritte Mal, dass er in diesem Jahr erwischt wurde… Der Polizist der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto und kam mit einem Notizblock auf Werner zu. Christian? Die Uniform irritierte zunächst, aber es war Christian aus der Kirche! Werner sank tiefer in seinen Sitz. Das war schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischte einen Typen aus seiner eigenen Kirche. ‘Hallo Christian. Komisch dass wir uns so wiedersehen!’ ‘Hallo Werner.’ Kein Lächeln. ‘Ich sehe, du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen.’ ‘Ja so ist das.’ Christian der Polizist, schien unsicher zu sein. ‘Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen, und war im Gedanken schon beim morgigen Familienausflug. Mit wie viel hast du mich erwischt?’ ‘Siebzig.’ ‘Ach Christian, warte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich sah! Ich schätze das waren 65 km/h !’ Werner konnte mit jedem Strafzettel besser lügen… Genervt starrte er auf das Armaturenbrett. 

Christian war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte er nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis Werner sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Ungeduldig sagte er: ‘Es liegt doch ganz in deinem Ermessen. Sicher habe ich eine Verkehrsregel gebrochen, aber man kann doch auch mal ein Auge zudrücken, oder?’ Christian schrieb weiter, riss dann den Zettel ab und gab ihn Werner. ‘Danke.’ Werner konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Ohne ein Wort zu verlieren, ging Christian wieder zu seinem Streifenwagen zurück. Werner wartete und schaute ihm im Spiegel nach. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihm dieser Spaß kosten? 

He, war das ein Witz? Es war kein Strafzettel! Doch dann las Werner: ‘Lieber Werner, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie fünf Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Ein Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast, dann war der Mann wieder frei. Frei um seine beiden Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Ich hatte nur eine, und ich werde warten müssen, bis ich sie im Himmel wieder in die Arme nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Werner. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß, Christian.’ 

Werner drehte sich um und sah Christian wegfahren. Er fuhr die Straße wieder hinunter. Werner sah ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen war. Erst einige Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und Benny ganz fest in die Arme.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht. Bitte gib sie weiter an deine Freunde. Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen. Menschenleben nicht …

- Autor mir unbekannt -

Ich möchte einfach verstehen - schaff es aber nicht!

Jetzt möchte ich auch mal ein Thema zur Diskussion bringen.
Ich versuche es zu verstehen, doch ich schaffs einfach nicht.

Also, der eine oder andere weiß was ich "beruflich" mache. wer es nicht weiß, hier ganz kurz: "Ich bin Trainer für Kommunikation und Konfliktmanagement auf Basis der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Marshall Rosenberg. Gut soweit.


Da mir die Verbreitung dieser Kommunikations
art am Herzen liegt habe ich zwei UNIs mein Angebot gemacht ihnen meinen Infoabend kostenlos anzubieten.

Weiters habe ich die Schulen hier in meiner Stadt - aus Datenschutzgründen nenne ich diese Schule nicht - angeschrieben und ihnen auch angeboten mein Infoveranstaltung abzuhalten.

Mal davon abgesehen, dass die mesiten - fast alle Schulen - nicht geantwortet haben, haben sie, nach Rückfrage meinerseits, mir folgendes geschrieben:
  • wenn wir ihnen nicht geantwortet haben, dann haben wir kein Interesse 
  • kein Bedarf. Und da sie uns ungefragt eine Werbeemail geschickt haben müssen wir nicht antworten
  • oder, der Rektor ist selbst für seine Mails zuständig und verantwortlich
  • oder sie haben auch auf diese Erinnerungsmail nicht geantwortet
  • die UNI hat 4 Monate gebraucht um mir zu schreiben, dass sie keine Bedarf und keine Kapazitäten haben.

Nicht, dass ich mit diesen Antorten nicht umgehen kann, das kann ich sehr wohl. Erstaunt bin ich über die Antworten, "wir haben keinen Bedarf".
Das, und genau das glaube ich ihnen nicht. Denn ich habe auch andere Erfahrungen gemacht, wie ich in meinem anderen Bericht schon berichtet habe: http://seiderdubist.blogspot.com/2012/02/von-den-eltern-und-den-lehrern.html

Mich wunderst es sehr, wenn über unsere Jugend heutzutage "hergezogen" wird, im Fernsehen Sendungen über Mobbing oder Schlägerein in Schulen gezeigt wird und ganz zu schweigen von Amok laufenden Schülern, und diese Schulen behaupten sie haben keinen Bedarf oder Interesse?! Haben die kein Interesse an mein Angebot oder kein Interesse an den Kindern?

Jetzt brauche ich die Diskussion um vllt. eine andere Sichtweise zu erlangen um es evtl. doch zu verstehen.

Bitte sehr!

Montag, 27. Februar 2012

Ich bin einfach entsetzt und auch hilflos!

Heute stehe ich an der Espressobar mit einem weiteren Griechen. Theofilos. Welch Ironie, das bedeutet "Gottes Freund" oder "Freund Gottes". Weshalb Ironie? Nun, lest einfach weiter.

Wir trinken da so unseren Cappucchino - jeder seinen eigenen natürlich :) - da kommt plötzlich, plötzlich für mich weil ich es nicht bemerkte wie jemand auf uns zukam, ein Mann. Eigentlich zum "Freund Gottes" und ihn fragte: "Freund, hast du mir einen Kaffee. Ich habe kein Geld." Der "Freund Gottes" schaut ihn an und sagt: "Wenn du dein ganzes Geld nicht am Automaten verspielen würdest, dann hättest du genug Geld für einen Kaffee". Zu meiner Überraschung fragt er den Mann trotzdem: "Möchtest du einen Kaffee? Soll ich dir einen bezahlen?". Der vermeindlich Mittel-lose öffnet seinen Geldbeutel und zeigt uns seine 50er Scheine. Offensichtlich hatte er genug Geld um seinen Kaffee zu bezahlen! Was aber hat ihn dazu bewogen das zu sagen? Keine Ahnung!

Er schaut mich an und sagt: "Ich spiele viel am Automaten. Sehr viel. Gestern 200 Euro, heute 50. Das ist viel Geld!". Ich kenne diesen Mann nicht, nicke ihm zustimmend zu und frage ihn: "Hast du Famillie?". Er antwortet mir "Ja, habe ich!"

In diesem Moment fängt der "Freund Gottes" an dem Mann Folgendes, was mich entsetzt hat, zu sagen: "Ich habe eine 44er Magnung zu Hause. Ich kann sie dir geben. Du legst sie unter deinem Kinn und drückst ab. Dann fliegt deine Schädeldecke und dein ganzes Gehirn weg. Und du hast dann kein Problem mehr". Ich war entsetzt, beobachtete was der andere Mann nun sagt oder macht. Er nickte dem "Freund Gottes" zu und sagte: "Ja, da hast du Recht!". Ich schrie auf und sagte "NEIN!" er hat nicht Recht. Der Mann schaute mich an und sagte: "Weißt du ich bin krank, sehr krank. Automatenkrank. Ich habe Depressionen. Sehr große Depressionen!". Mir war nicht danach in diesem Moment mich über die Probleme dieses Menschen zu unterhalten. Doch irgendwas sagte mir, ich muss was tun. Ich fragte ihn ob er "Hilfe" annehmen würde. Er bejahte meine Frage und ich gab ihm eine Telefonnummer. Nicht ohne das Versprechen, dass er da jetzt dort anrufen soll. Er versprach mir das und ging hinaus zum Telefonieren.

EIn paar Minuten später kam er wieder zu uns. Ich fragte ihn ob er Jemanden erreicht habe. Er sagte "ja, aber er kann mir nicht helfen". Keine fünf Minuten später klingelt mein Handy. Mein Bekannter ist am Apparat - zu dem ich den Mann geschikt habe - und sagete mir:"Du hier hat jemand angerufen, der sehr große Hilfe braucht. Stationäre Hilfe braucht. Ich kann ihm nicht helfen. Zumal er nicht versteht was ich ihm sage." Also hat der Mann tatsächlich angerufen.

Zwei Tage später sah ich ihn wieder, an der gleichen Espressobar. Ich fragte ihn, wann er einen Termin hat. Beim Arzt. Er sagte mir: "Am Montag, also heute". Ich weiß nicht was daraus geworden ist. Wenn ich ihn wieder sehe werde ich ihn fragen.

Weshalb schreibe ich das alles hier nieder? Weil ich entsetzt bin über die Aussage dieses "Freund Gottes". Wie kann er so "unsensibel" sein. Ich habe es diesem "Freund Gottes" auch später gesagt, dass ich das nicht mag, dass mich das ärgert wie er mit diesem Menschen gesprochen hat, weil mir wichtig ist, dass er sich auf grund dieser Aussage nichts antut.

Die Antwort war: "Ich bin Bestatter. Ich muss an mein Unternehmen denken!"

Puuh! Nicht mal als Witz sagt man so etwas!

Sonntag, 26. Februar 2012

Von den Eltern und den Lehrern vergessen?

Heute war ich mit einem Freund in einem Döner-Laden. Nach Jahren mal wieder. Wir betreten den Laden, nehmen zwie Kinder (12 und 15) mit einem erwachsenen Mann wahr. Der Junge lernt wohl Englisch mit diesem Mann. Ich vermute Nachhilfe. Das junge Mädchen sitzt an einem anderen Tisch und paukt wohl auch. Weiter schenke ich diesen drei menschen keine Bedeutung mehr. Ich bestelle Nummer 4. Dönner-Teller mit Pommes oder Reis und Salat. Wir dürfen uns setzten, denn der Mann hinter der Thecke wird uns das Essen an den Platz bringen. Sagt er. Ich bedanke mich auf Türkisch: "teşekkür ederim". Er antwortet mir auf Griechisch "παρακαλώ". Wir setzen uns an den Tisch und warten auf unser Essen.

Als wir uns hinsetzen spricht dieser eine Mann, der mit dem Jungen lernt, meinen Freund an, Offensichtlich kenne sie sich. Sie unterhalten sich.

Ich unterhalte mich mit dem Mädchen und frage sie was sie da lernt. Sie sagt mir Englisch und Französisch. Sie erzählt mir dass sie Englisch mehr mag als Französisch. Wir kommen ins Gespräch. Wie wenn wir uns lange kennen würden. Sie erzählt mir, dass ihre LehrerInnen ihnen Strafarbeit geben nur weil sie in der Klasse reden. "Man kann doch nicht jemandem eine Strafarebit geben nur weil man redet, oder?" fragt sie mich. "Ich möchte, dass diese Lehrer gerecht sind!". Ich frage sie was sie damit meint. Sie sagt mir:"Wissen Sie, wenn ein Streber im Unterricht spricht, dann gibt sie ihm keine Strafarbeit. Wenn Schüler die nicht so gut sind und sie reden im Unterricht, dann bestraft sie uns. Das ist doch nicht gerecht! Sie soll alle gleich bestrafen. Unsere Lehrer interessiert es nicht ob wir was lernen oder nicht. Sie pauken den Stoff runter und interessiren sich nicht ob wir etwas lernen oder nicht. Das macht doch so keine Spaß.". Ich frage sie ob sie einen Lehrer oder lehrerin hat die sie gern hat. Sie sagt mir "Ja, eine Lehrerin. Sie gibt sich Mühe uns etwas beizubringen und sie sorgt dafür, dass wir es auch verstehen. Und so macht es uns viel mehr Spaß. Bei den anderen Lehrern ist es so, dass sie es den anderen Lehrern im Lehrerzimmer weitererzählen. Und diese Lehrer sind voreingenommen und behandeln uns so. Sie geben sich keine Mühe uns etwas beizubringen. Meine Lehrerin fragt mich wie ich mich "bewerten" würde. Ich solle mir selber eine Note geben. Und wenn ich mir eine Note gebe, dann hat es eh keine Wirkung. Das interessiert sie nicht. Wieso fragen sie mich dann?".

Ich frage sie: "Macht dir deine Schule denn überhaupt Spaß?". Sie antwortet mir: "Nein!". Ich fragte sie, was den anders sein müsste, damit ihr die Schule Spaß macht? Sie antwortete mir, dass sie sich wünschen würde, wenn sie ernst genommen werden würde. "Wenn die Lehrer uns etwas beibringen und es ihnen aber Spaß machen würde. Die meisten Lehrer kommen doch nur in die Schule, reissen ihre Stunden runter und gehen wieder nach Hause. Und ich habe so viel Schulunterricht, dass ich keine Freizeit mehr habe. Ich bin erst 14 und werde in 2 Wochen 15. Ich möchte gerne auch mit meinen Freunden etwas unternehmen. Das kann ich aber nicht, da ich keine Freizeit mehr habe."

In der Zwischenzeit hat sich der Nachhilfelehrer verabschiedet, da er offensichtlich mit seiner Stunde fertig war. Ich fragte mich, wie kann jemand in einem Schnellrestaurant Nachhilfe geben. Wie kann ein Lehrer - ich habe mittlerweile erfahren, dass er Lehrer ist - es "dulden" oder unterstützen einem Kind in einem Schnellrestaurant Nachhilfe zu geben? Naja, dachte ich, das ist die Sache des Vaters.

Ich unterhielt mich mit dem Jungen. Fragte ihn wie er darüber denkt über das was die Schwester über die Schule sagt. Er bestätigt all das und sagte dann noch: "Ich möchte hier nicht Vokabeln lernen. Das macht so keinen Spaß.". Ich fragte ihn natürlich wie ihm den das Vokablen lernen Spaß machen würde? Er sagte mir, "wenn er mit seinen Freunden zusammen lernen dürfte. Und nicht alleine.". "Und weshalb machst du das nicht?" fragte ich ihn. "Ich darf es nicht" sagt er. "Meine Mutter verbietet es mir! Sie glaubt ich würde dann nicht lernen sondern mehr spielen."

ich unterhielt mich mit diesen Kindern bestimmt zwei Stunden lang. Sie erzählten mir über die Schule, über ihren Vater, die Mutter, die Oma und vieles mehr. Sie erzählten mir, dass sie sich von allen verlassen fühlen. Weder der Vater noch die Mutter hat Zeit für sie. Der Vater arbeitet jeden Tag in seinem kleinen Dönerladen, die Mutter von Montag bis Sonntag, sodass beide keine Zeit für sie haben. Die Eltern leben getrennt. Selbst die Oma, so erzählt mir das Mädchen kümmert sich nicht um die Enkelkinder. "Das ist doch für eine Oma nicht normal, oder?".

Ich gestehe, dass es den Kindern sichtlich gut tat mit jemandem über ihr Leben zu reden. Denn sie fühlen sich von allen "verlassen". Ich bedaure wirklich diese Kinder, denn sie werden nicht die einzigen sein um die sich weder Eltern noch Schule kümmern.

Ich könnte hier die kompletten zwei Stunden aufschreiben, doch das ist nciht meine Intension. Ich habe gerade an diese zwei Kinder gedacht und wollte es festhalten, weil es mich sehr traurig macht. Das Mädchen war nahe dran zu weinen. Ich sahe es in ihren Augen. Sie sagte mir: "Weder meine Eltern noch meine Lehrer haben jemals so mit mir gesprochen. Weder meine Eltern noch meine Lehrer hat es jemals interessiert was ich will und wie es mir geht!"

Ich wünschte mir so sehr, dass wir "ich, du, sie" uns ein bisschen mehr Zeit nehmen für unsere Mitmenschen. Wenn wir aufmerksam und mit offenen Augen durch die Welt gehen und Menschen unser Ohr leihen. Wenn wir aufmerksam sind und auch andere wahrnehmen. Es tut sowohl ihnen als auch uns so gut. Da bin ich mir ziemlich sicher!

In diesem Sinne
-gm-

Samstag, 25. Februar 2012

Das wahre Leben in Griechenland

Gerade habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Sie lebt in Griechenland.

Sie erzählt mir, dass sie für 4 Monate 800 Euro Strom bezahlen muss. Die Renten werden gekürzt: Wer 800 Euro bekam, bekommt nur noch 400 Euro. Wer 400 Euro bekam bekommt nur noch 300 Euro. Menschen plündern die Mülleimer um was Essbares zu finden. Die Kirchen füttern diese Menschen durch.
Es wurde ein Politiker entdeckt, der Millionen an Gelder herausgeschmuggelt hat, eine Lehriren die 1200 Euro bekam bekommt nur noch 380 Euro Gehalt, u.v.m. Sie sagt, niemand weiß wie er den morgigen Tag überlebt.

Das zum Thema wie die EU das Volk rettet. So ein Schmarn, hier wird in den Nachrichten und den Medien von solchen Zuständen nicht berichtet. Und so wird ein Bild von GR aufgebaut das nicht den Tatscahen entspricht. Mich kotzt das langsam alles an. D bekommt Gelder mit 0,25% Zinsen und verlangt 5% von Griecheland. Und das nennt sie dann Hilfe. Wo geht denn das ganze Geld hin das die EU angeblich bezahlt?

Ich bin richtig stinksauer!
~Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Welt verändern. - afrikanisches Sprichwort -

Donnerstag, 23. Februar 2012

Den inneren Schweinehund besiegen...

...oder doch "Kleider machen Leute"?


"Ich 'hasse' es! Ich 'hasse' diese Kaltakquise am Telefon". Das waren meine Gedanken wenn ich daran gedacht habe wieder am Telefon Neukunden zu akquireren.

Mittwoch morgen lag ich im Bett und mir kamen da plötlich folgende Gedanken:

"Georg, heute stehst du auf, du gehst dich duschen, rasieren und Zähneputzen. Dann ziehst du dein klassisches Hemd an und deine Stoffhose (denn ich mag Jeans nicht). Du frühstückst ohne am PC hin und herzurennen. Nicht mit der Teekanne am Schreibstisch. Tue so, als wenn du zur Arbeit 'auswärts' gehst. Dann nimmst du deine Firmenliste und telefonierst die Liste einfach ab."

Was soll ich sagen?

Genau so habe ich es gemacht. Und es funktioniert tatsächlich. 

Früher habe ich auf die Liste geschaut und hatte Millionen Gedanken. Ob der mich braucht? Was wird er denken? Wie soll ich mich den anbieten?, u.v.m. 

An diesem Tag jedoch habe ich diese Liste angeschaut und habe einige Firmen einfach ausgeXt. Fertig, nächste. Ich habe dann auch einen Text (Worte) gefunden - für mich - mit dem ich gut kann. Ohne dass ich Ekel empfand. Und mir war es nicht mehr so wichtig ob ich eine Absage bekommen habe. War für mich keine persönliche Niederlage.

Es macht wohl wirklich einen riesen Unterschied wie man "an die Arbeit rangeht". Früher saß ich oft in Unterhemd oder T-Shirt da. Mit Jogginghose. Ich bin mir sicher, dass das meine Lust beeinflusste.

Heute hatte ich einen Termin bei einer Finanzagentur. Ich habe wieder das gleiche gemacht. Aufgestanden, geduscht, rasiert, Zähne geputzt und mich in eine Kombination von Tuchhose und Sakko geschmissen. Und was soll ich sagen? Es ist ein ganz anderes Gefühl. Komisch, doch es macht was mit mir.

Nach dem Termin ging ich in mein Lieblingsbistro zum Cappucchino trniken. Die Leute dort - die mich bereits kannten - schauten mich an, als würden sie mich so nicht wieder erkennen. Einer sagte: "So gefällst du mir besser. In letzter Zeit habe ich bemerkt, dass du dich gehen lässt und wollte es dir sagen. Doch ich habe mich nicht getraut. Ich freue mich wirklich dass du eine Möglichkeit für dich gefunden hast dir einen Tritt zu geben!"

Das hat mir sehr gut gefallen und auch gut getan.

Habe wieder mal den inneren Schweinehund besiegt.
Und das ist wirklich ein "geiles" Gefühl. Das sage ich euch.


Wie ist es bei Euch? Kennt jemand von euch auch so eine Situation in seinem Leben? Mich würde es sehr interessieren.

-gm-

Donnerstag, 9. Februar 2012

Und es liegt doch an mir selber,

oder anders: "Wie man in den Wald hineinruft so bettet man sich".

Ja, ich weiß, dass der Spruch anders geht. Doch mir war es wichtig beide Sprüche zu vereinen, weil sie mir gefallen!

Und weshalb liegt es an mir selber? An einem selber?

Nun, hier meine Geschichte:

Gestern war ich beim Tüv. Nein, nicht mein Auto abnehmen lassen. Sondern mich! *lach. Ich brauchte ein Gutachten für die "Fahrgastbeförderung". Und das bedingt ein paar Tests.

Nun, eins nach dem anderen und wir beginnen am Anfang.

Ich sitze in der Anmeldung und unterhalte mich mit der Dame die meine Daten aufnimmt. Wir machen Spaß und lachen auch dabei. Eine lockere Atmosphäre. Es kommt ein Mann herein und die Dame sagt mir: "Das ist übrigens der Gutachter bei dem Sie den Test machen müssen. Also, stellen Sie sich gut mit ihm." Das war natürlich "lustig" gesagt und auch gemeint, denn es passte zur aktuellen Atmosphöre.

Ich sagte ihr:"Ich muss ihn nicht machen. Ich möchte ihn machen, weil ich gerne Taxi fahren möchte".

Der Mann antwortet: "Wenn Sie das Gutachten haben möchten, dann müssen Sie den Test machen".

Ich sagte ihm: "Ich kann Ihre Aussage gut akzpetieren und sie auch so stehen lassen. Ich sehe es anders. Doch das würde jetzt philosophisch werden."

Er erzählte mir immer wieder den gleichen Satz: "Wenn Sie den Taxischein machen wollen, dann müssen Sie ..."

Dann sagte er: "Nachher bei dem Test möchte ich Sie bitten sich zu konzentrieren!"

Ich sagte ihm:" Das werde ich.Sie werden so begeistert sein, wei ich diesen Test so "gut" abschließen werde!"

Seine Antwort: "Begeistert bin ich jetzt schon von Ihnen"

Das hat mir sehr gut gefallen ;)

So, und jetzt kommt der Test. Der ging über 3 Phasen und ca. 20 Minuten lang. Nachdem der Test fertig ist, gehe ich zu der Dame in der Anmeldung und sie ruft den Gutachter. Er kommt, holt die Ergebnisse und mich ab und wir gehen in sein Büro.

Er schaut mich an und sagt:" Hm, zwei von den 3 Tests haben Sie überduchschnittlich "gut" abgeschnitten. Aber der 1 Test, der ging ganz daneben. 70 Jähringe sind weit "besser". Ich kann das nicht so durchgehen lassen. Aber wissen Sie was: "Sie werden den Test jetzt widerholen. Sie werden jetzt Linienverfolgungstest machen. Und mal sehen wie Sie da abschneiten"

Gesagt, getan. Ich darf den Test machen. Der geht ca. 5 Minuten lang.

Der Gutachter kommt wieder, holt das Ergebnis und wackelt mit den Kopf. Hm, der ist ja noch "schlechter"! Sind Sie nervös? Versuchen Sie nicht den Test schnell zu absolvieren sondern eine Mischung aus schnell und richtig."

Darauf sagte ich ihm:"Ich wertschätze sehr, was Sie hier für mich tun. Ehrlich gesagt habe ich keinen Bock nochmal zu kommen und nochmal 119 Euro zu bezahlen!"

Er antwortet: "Dann kostet es nur noch 75 Euro" und wir beide lachen. Er sagt dann weiter:"Schön wenn sie das so sehen, denn ich möchte Sie motivieren. Es gibt andere Menschen die sehen das manchmal ganz anders. Also, wir machen jetzt den Test nochmal!"

Ich machen den Test nochmal, er holt das Ergebnis ab, wackelt wieder mit dem Kopf und sagt:"Also, Sie behaupten zwar sie seien ruhig doch an der Gescgwindigkeit haben Sie nicht nachgelassen. Sie ist genau so schnell. Aber Sie haben bestanden! Sie warten bitte bis das Gutachten fertig ist und dann sind wir fertig und Sie können gehen."

Ich stand auf und reichte ihm die Hand mit den Worten:" Ich möchte mich wirklich bei Ihnen bedanken, da ich wirklich erkenne was Sie fürmich getan haben." Er schmunzelte, sagte "ja, ok gerne" und ging in sein Büro.

Während ich da so sitze und auf mein Gutachten warte habe ich die Eingebung mal in meinem Geldbeutel nachzuschauen ob ich den auch das "ganze" Restgeld zurückbekommen habe. Und siehe da. Es fehlten 50 Euro. So, und nun. Was mache ich jetzt.

Ich stehe auf, gehe zur Anmeldung und sage:"Ich habe da eine Frage: 'Kann es sein, dass ich hier 50 Euro liegen gelassen habe? Das ganze kostet 119 Euro. Ich habe Ihnen 200 gegeben und in meinem Geldbeutel sind nur 30 Euro"

Die Dame sagt mir: "Setzen Sie sich bitte nochmal draußen hin un dich zahle die Kasse nochmal ab!"

Ich weiß, dass es schwierig sein wird, dass jetzt nachzuprüfen oder zu beweisen, doch ein Wunder?

Die Dame kommt raus hält das Gutachten in der Hand und einen 50 Euroschein. Sie entschuldigt sich bei mir und es ist ihr sichtlich peinlich, dass es zu dem Versehen gekommen ist. Ich bedanke mich und sage ihr, sie brauche sich nicht zu entschuldigen, da sie es doch sichr nicht absichtlich gemacht hat, oder? Sie antwort:" Nein, das war keine Absicht, doch es ist gut dass es Ihnen sofort und hier aufgefallen ist. Denn später hätte ich Schwierigkeiten gehabt dass nachzuvollziehen"

Wir bedankten uns gegenseitig und verabscheideten uns.

Für mich war das ein freudiger Tag. Die Unterstützung durch den Gutachter und die Aufrichtigkeit der Dame an der Anmeldung.

Ich bin überzeugt davon, dass ich mir meinen Tag dadurch gestaltet habe, weil ich diese Lockerheit mitbrachte und vllt. andere damit angesteckt habe. Weil ich "locker" in den Wald hineingeschrien habe, hat man mich "weich" gebettet. Ja, dieser Ansicht bin ich. Was ein Lächeln alles so bewirken kann.

In diesem Sinne: Lächeln Sie die Menschen um sich herum an und sie werden dir dankend zurücklächeln.

-gm-

Montag, 6. Februar 2012

Eine Frau erhält von Gott ein behindertes Kind!

Schliesslich nennt er einem Engel einen Namen und sagt laechelnd:"Ihr gebe ich ein behindertes Kind."

Der Engel ist neugierig:"Warum gerade ihr, oh Herr? Sie ist doch so gluecklich !" "Eben deswegen !" sagt Gott laechelnd. "Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das waere grausam."


"Aber hat sie denn die noetige Geduld ?" fragt der Engel.


"Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der erste Schock und Zorn abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn fuer Selbstaendigkeit und Unabhaengigkeit, der bei Muettern so selten und so notwendig ist. Verstehst du, das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es dazu bringen, in der ihren zu leben. Das wird nicht leicht werden."


"Aber Herr, soviel ich weiss, ist ihr Glaube an dich nicht besonders stark !"


Gott laechelt. "Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genuegend Egoismus."


Der Engel ringt nach Luft. "Egoismus ? Ist das denn eine Tugend ?" Gott nickt. "Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht ueberstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz volkommenen Kind beschenken werde. Sie weiss es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein 'gesprochenes Wort' als Selbstverstaendlichkeit hinnehmen. Nie 'einen Schritt' als etwas Alltaegliches. Wenn ihr Kind zum erstenmal 'Mama' sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schoepfung sehen. Ich werde ihr erlauben, vieles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne --- Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile --- und ich werde ihr erlauben, sich darueber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie ihre Arbeit ebenso sicher tut, als waere sie hier neben mir."


"Und was bekommt sie fuer einen Schutzheiligen ?" fragt der Engel mit gezueckter Feder.


Da laechelt Gott:"Ein Spiegel wird genuegen !"


- Autor mir unbekannt -

Sonntag, 5. Februar 2012

Der Junge, sein Ärger, die Nägel und der Zaun

Es war einmal ein kleiner Junge, der schnell ausrastete und ärgerlich wurde. Sein Vater gab ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel. Jedes Mal, wenn er ausrastete, sollte er lieber einen Nagel in den Zaun hinter dem Haus schlagen, als seine Wut an anderen auszulassen.

Am ersten Tag schlug der Junge 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit ihnen nahm auch die Zahl der Nägel ab, die der Junge in den Zaun schlagen musste. Er fand heraus, dass es einfacher war, nicht auszurasten, als Nägel in den Zaun zu schlagen.

Schließlich kam der Tag, an dem der Junge überhaupt nicht mehr ausrastete. Er sagte dies seinem Vater und der riet ihm nun, für jeden Tag, an dem er nicht mehr ausrastete, einen Nagel wieder herauszuziehen. Wieder vergingen etliche Tage und schließlich konnte der Junge seinem Vater berichten, dass er alle Nägel herausgezogen hatte.

Der Vater nahm seinen Jungen bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun. Er sagte: "Das hast du gut gemacht, mein Sohn. Ich bin sehr stolz auf dich. Aber schau dir all die Löcher im Zaun an. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.

Denke daran, wenn du das nächste Mal etwas im Ärger zu anderen sagen willst. Deine Worte könnten eine Narbe hinterlassen so wie die Nägel ihre Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du sagst, dass es dir Leid tut, die Wunde ist dennoch da".

- Autor mir unbekannt -