Dienstag, 24. Januar 2012

Sonntag, 22. Januar 2012

Samstag, 21. Januar 2012

Der magische Pinsel

Ein Betroffener steht vor einer Prüfung und geht in den Tempel, um zu beten. Er kniet nieder vor der Statue des „roten Richters“, einer Götterfigur mit einem Pinsel in der Hand, welcher Erfolg in Kalligraphie, Poesie und Dichtkunst symbolisiert.

Zu diesem „roten Richter“ betet unser Kandidat jetzt und sagt: „Ich bin ganz verzweifelt, morgen beginnen die Prüfungen, die über drei Monate laufen werden. Kannst du mir helfen?“

Auf einmal kommt die Statue zum Leben. Der „rote Richter“ beugt sich herunter und sagt mit donnernder Stimme: „Hier, nimm diesen Pinsel! Einen Monat nach Abschluss der Prüfungen bringst du ihn mir wieder!“

Überglücklich eilt der Prüfling von dannen. Und er besteht alle Prüfungen summa cum laude. Er wird sogar ein geachteter Poet durch die Gedichte, die er in diesem Prüfungswochen schreibt. Er hat begonnen, außerhalb der Prüfungsaufgaben Gedichte und kurze Texte zu schreiben … Aber nun geht diese Zeit zu Ende, denn der „rote Richter“ hatte ja gesagt, daß er diesen „magischen“ Pinsel zurückbringen muß.

Inzwischen hat er gelernt wertzuschätzen, dass er seine Gedanken und seine Emotionen ausdrücken kann. Er hat begriffen, was für einen Sinn es hat, wenn man seine Gedanken und Empfindungen niederschreibt.
Der Tag, an dem er den Pinsel zurückgeben muss, rückt immer näher. Er schreibt ziemlich hektisch soviel wie möglich, damit er diese Zeit noch ausnutzen kann, solange er den Pinsel hat. Und dann geht er an den Schicksalstag wieder in den Tempel und betet zum „roten Richter“. Zuerst bedankt er sich für die großartige Hilfe, und dann sagt er: „Ich würde so wahnsinnig gern deinen Pinsel noch länger benutzen. Das ist so toll, das fließt aus mir heraus, es entwickeln sich so großartige Dinge. Kann ich den Pinsel bitte schön nicht noch ein Weilchen behalten?“ Wieder kommt Leben in die Statue. Wieder spricht der rote Richter mit donnernder Stimme: „Du, Narr! Hast du es denn noch immer nicht begriffen? Jetzt kannst du mit jedem Pinsel schreiben!“ 

- Autor mir unbekannt -

Und die Moral von der Geschicht: Niemand kann euch von außen glücklich machen. Niemand!

Donnerstag, 19. Januar 2012

~Es ist eine Krankheit der Menschen, dass sie ihr eigenes Feld vernachlässigen, um in den Feldern der anderen nach Unkraut zu suchen. - Victor Hugo -

Sonntag, 15. Januar 2012

Das Wort

Unaufhaltsam

Das eigene Wort,

wer holt es zurück,
das lebendige
eben noch ungesprochene
Wort?

Wo das Wort vorbeifliegt

verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf,
anzukommen.

Besser ein Messer als ein Wort.

Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.

Am Ende das Wort,

immer
am Ende
das Wort.


(Hilde Domin)

Freitag, 13. Januar 2012

Alles leuchtet heute um mich herum

Heute ist so ein Tag der wert ist festgehalten zu werden.

Die Menschen um mich - exakter, am Telefon - strahlen eine Freude aus die mich positiv überrascht! Wieso überrascht es mich, wenn Menschen so freundlich, lustig, hilfsbereit und fröhlich sind? Es sind Menschen in Ämtern oder Stellen wie die Führerscheinstelle, IHK Stuttgart,TÜV MPI und auch noch das griechische Generalkonsulat.

Oh mein Gott dachte ich mir. Jetzt muss ich auch noch das Konsulat anrufen. Die da mit dem "Arroganz"-Status. Und ich wurde positive überrascht. 

Der junge Mann, 37 Jahre jung, hat mir am Telefon - das muss man sich mal geben, AM TELEFON - normelerweise hast du keine Chance jemanden am Telefon zu bekommen. Doch, er war da. Achilles! Hihi, so heißt er.

Er sagte mir was ich benötige um mein Pass zu verlängern. Denn der läuft diesen Monat aus. Und da kam das - das wovor ich mich fürchtete - Sie benötigen eine Geburtsurkunde aus Griechenland. Na toll, dachte ich. Und wer bitte soll mir das besorgen. Dieses Dokument? "Das, mache ich für Sie" sagte er, "wenn Sie vorbei kommen. Und dann müssen Sie zu den Polizisten die hier Ihre Fingerabdrücke nehmen.". "Oh, Gott sagte ich!". "Kommen Sie in den 2. Stock fragen Sie nach mir und wir gehen gemeinsam zu ihnen. Die sind nett. Es gibt auch andere hier".
 
Und dann plötzlich sagt er: "Wie heißen Sie?"
Ich: "Georg"
Nachname: "Mouratidis"
 

Er fragte nach all meinen Daten am Telefon und dann sagte er: "Rufen Sie am Mo. oder Di. unter der Durchwahl 20 an und fragen nach der Geburtsurkunde. Ob sie schon da ist. Und wenn ja, dann lassen Sie sich mit mir verbinden und wir besprechen das weitere Vorgehen". 

Ich habe es nicht gemerkt, dass er meine Daten aufgeschrieben hat, um mir den Weg nach Stuttgart zu ersparen. Er benötigt die Daten damit er die Urkunde in Griechenland anfordern kann. HALLO, das ist nicht üblich in einem griechischen Konsulat. Ich war so positiv überrascht und habe mich "natürlich" gefreut, dass er mir da entgegenkam. Ich habe mich bei ihm bedankt und sagte ihm: "Ich weiß nicht wieso ich das tue, doch ich gebe Ihnen jetzt meine Handynummer. Wenn Sie mich anrufen, ok. Dann können wir uns kennenlernen und zusammen was trinken. Wenn Sie nicht anrufen auch ok. Ich habe mich auf jeden Fall gefreut sie kennenzulernen. Und diese Hilfsbereitschaft überrascht mich.". Er antwortete: "Mich hat es auch erfreut. Mein Name ist Achilles!". "Und mein Name ist Georg".

Dieses Erlebnis ist es mir wert festgehalten zu werten.

-gm-

Dienstag, 10. Januar 2012

Greek Orthodox Chant Music

Wenn ich mal runterkommen will, dann höre ich mir diese Art von Musik an. Sie beruhigt mich und ich fühle mich danach ausgeglichen und zentriert!

Welche Musik hört ihr um "runterzukommen"?



This is a sample of Greek Orthodox Byzantine music chanted by nuns in a Monastery of northern Greek Mainland (Hsuxastirio Timiou Prodromou Akritoxoriou Sidirokastrou Serron). The Hymn is an extract from a book called "Theotokario" and it is dedicated to the Most Holy Mother of God (Theotokos, Virgin Mary). It is usually chanted in Greek monasteries during the afternoon (after Vespers). The pictures of the video come from a different monastery of Northern Greece (Giannitsa/Pella, Iera Moni Agiou Georgiou Anudrou).
~Empathie ist, wenn beide wahrnehmen, dass sie wahrgenommen werden.  - Daniel Goleman -

Samstag, 7. Januar 2012

the green school

Eine altehrwürdige Debatte

[...]

Man hat lange behauptet, wir Menschen empfänden von Natur aus Mitgefühl und Empathie, auch wenn wir gelegentlich bösartig reagierten. Leider sprechen die historischen Belege eine andere Sprache, und es gibt wenig fundierte wissenschaftliche Daten, die dem widersprechen könnten. Man kann es aber mit einem einfachen Gedankenexperiment versuchen. Stellen wir uns einmal die Anzahl der Möglichkeiten vor, die alle Menschen auf der ganzen Welt heute hätten, sich antisozial zu verhalten, zum Beispiel zu vergewaltigen, zu morden oder auch nur rücksichtslos und unehrlich zu sein. Setzen wir diese Zahl als Nenner unter einem Bruchstrich. Als Zähler nehmen wir die Anzahl der antisozialen Handlungen, die heute wirklich begangen werden.

Das Verhältnis von potentieller Bösartigkeit zu tatsächlicher Bösartigkeit wird an jedem beliebigen Tag gegen Null gehen. Und wenn man als Zähler die Anzahl der täglich vollbrachten guten Taten nimmt, dann ist das Verhältnis von Gut und Böse immer positive, selbst wenn die Nachrichten uns das Gegenteil vorgaukeln.

Das obige Gedankenexperiment hat Jerome Kagan von der Harvard University vorgeschlagen, um eine einfach Wahrheit über die menschliche Natur zu verdeutlichen: Die Summer der Gutartigkeit überweigt die Summe der Bösartigekein bei weitem.

>>Zwar ist im biologischen Erbe des Menschen die Fähigkeit zu Zorn, Eifersucht, Selbstsucht und Neid ebenso enthalten wie eine geiwsse Neigung zu Roheit, Aggression und Gewalt<<, schreibt Kagan. >>Aber der Mensch erbt eine weitaus stärkere biologische Neigung zu Freundlichkeit, Mitgefühl, Kooperationsbereitschaft, Liebe und Zuneigung, besonders gegenüber jenen, die in Not sind.<< Dieses angeborene ethische Gefühl, meint Kagan, sei ein >>biologisches Merkmal unserer Gattung<<.

Mit der Entdeckung, dass unsere neuronale Verschaltung so konstruiert ist, dass Empathie zu tätigem Mitgefühl füht, liefert die Neurowissenschaft der Philosophie einen Mechanismus, mit dem sich die Allgegenwärtigkeit des altruistischen Impulses belegen lässt. 

Anstatt abwertende Erklärungen für selbstloses Handeln zu suchen, sollten die Philosophen sich vielleicht mit dem Rätsel beschäftigen, weshalb grausame Handlungen im Grunde ziemlich selten sind.

Quelle: Soziale Intelligenz von Daniel Goleman

Kommentare erwüncht.
-gm-