Donnerstag, 15. September 2011

Hochsensibilität

Je mehr ich lese - über die Hochsensibilität - desto mehr ärgere ich mich. Eine - meiner Ansicht nach - künstliche Diksriminierung seines Selbst - . Eine bewusste Abschirmung seiner Selbst von sich selbst und von den anderen. 

Wie Raina geschrieben hat: es ist wie der Unterschied des Geschlechts und es gibt noch weitere Unterschiede: - hetero und homo, - schwarz und weiss, ... Also frage ich mich was ist die Intension, die Absicht, das Motiv jemandem zu erzählen: "Ich bin hochsensibel". Ich zähle mich zu den 15% Menschen die etwas *anders* sind als die restlichen 85%. Möchte ich ein Alibi für mein Handeln??
Es *gibt* vllt. zwei Seiten auf einer Medaille, ja! Doch letztendlich ist es ein und die selbe Medaille. Es ist letztendlich ICH. Du kannst sie drehen und wenden wie du möchtest. DAS BIN ICH. Auf der einen Seite das und auf der anderen Seite das. Doch das bin ich. Mit ein paar Dellen, Kratzer, Ausbuchtungen, doch das bin ich. Es ist nicht hilfreich Jemanden über jede einzelne Schramme, Kratzer und Delle der Vergangenheit aufzuklären. Wenn der Andere das wissen möchte, dann wird er fragen. Wenn es einem selber ein Bedürfnis ist den Anderen - von sich aus - über den einen oder anderen Schmerz zu erzählen, dann darf das. Doch nicht jedes Mal davor zu sagen: "Ja, weil ich hochsensibel bin". Du verstehst das nicht, weil Du..." Verdammt nochmal, dann erkläre es mir. Ich frage Dich ja.
Wer ausser mir selbst kann mir sagen. ob ich innerlich schön oder hässlich bin. wer ausser mir selbst kann mir sagen ob ich unbestechlich bin? Wer ausser mir ist in der Lage den Schmerz zu sehen und diesen anzugehen? Manchmal habe ich den Eindruck es ist uns nicht wichtig um diese Dinge. Manchmal entsteht der Eindruck wir wollen es gar nicht angehen. Wir lieben es womöglich ein Alibi zu haben um zu erklären, zu entschuldigen für das was wir tun. Eine Rechtfertigung so zusagen. Dann ist aber hier keine "Heilung* und Erfüllung möglich.

"Bevor wir den Reichtum und die Schönheit der Heilung und der Erfüllung verstehen können, muss sich mein Geist von dem Hintergrund der Tradition, der Gewohnheit und des Vorurteils befreien , vom engen und begrenzten Blickwinkel befreien. Denn dann betrachte ich mein Leben durch den Schleier von Vorurteil und Verblendung. Denn dieser Schleier verhindert das *vollkommene* Verstehen des Lebens und bringt nur Verwirrung und Leiden." - Jiddu Krishnamurti -
 

Das ist meine Überzeugung. Und es ist egal ob ich Hochsensibel oder weniger sensibel bin, ob ich hetero oder homo bin, ob ich schwarz oder weiss bin. solange dieser freie Geist des Loslassens nicht vorhanden ist werde ich NIE ich selbst sein. Sondern nur das Produkt meiner Aussenwelt. Warum ändern wir es nicht, wenn wir es doch bereits wissen was uns davon abhält? Weshalb müssen wir uns zu einem Konzept machen? Kein anderer Mensch kann mich von aussen frei machen!

wertfrei !

Herzliche Grüße
Georg 


[ ein Beitrag den ich vor ca. 1 Jahr in einem Forum geschrieben habe. Habe ihn wiedergefunden ] 

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