Donnerstag, 30. Juni 2011

Lob kann süchtig machen!

Wir zerstören die Liebe zum Lernen in Kindern, die ausgeprägt ist, wenn sie noch klein sind, indem wir sie auffordern und zwingen, für lächerliche, kleinliche Belohnungen zu arbeiten - für Goldsternchen oder irgendwelche Zahlen, indem wir ihre Arbeiten an die Wand heften, wir ihnen im Zeugnis eine Eins geben, eine Ehrenurkunde oder einen einen Doktorhut - kurz, für die unwürdige Befriedigung, sich besser zu fühlen als andere. (John Holt, 1982)

Und glauben Sie bloß nicht, dass es heute anders ist als 1982. Auf dem Gebiet der extrinsischen Belohnung hat sich in den letzten 29 Jahren nicht arg viel bewegt. Wir behandeln unsere Kinder weiterhin so und spornen sie an, immer besser zu sein als andere. Dabei wird oft keine Rücksicht auf die inneren Empfindungen der Kinder gelegt. Extrinsische Belohungen dienen meist dazu seine - des Lobenden - eigene Bedürfnisse zu erfüllen.

Merke: Belohnungen, besonders Lob, kann süchtig machen und die Motivation eines Kindes untergraben. (Thomas Gordon, Die neue Familienkonferenz)

-gm-