Dienstag, 31. Mai 2011

Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. - Mark Twain -

Montag, 30. Mai 2011

Definition von Emotion

Ich bin oft gerfagt worden was denn eine Emotion ist. Ob es nicht das gleiche ist wie das Gefühl. Ob das nicht ein und dasselbe ist. Nun, eine Emotion ist für mich persönlich der gesamte Prozess der abläuft. Eine Emotion kann ein Gefühl beinhalten muss es aber nicht zwangsläufig.

Ich lese zur Zeit ein Buch über die Emotionen und habe ein Kapitel gefunden in dem diese Begriffe erläutert werden. Ich habe die Erlaubnis sowohl vom Autor als auch vom Verlag auszugsweise Teile hier zu veröffentlichen. Wen es also interessiert was die wissenschaftliche Definition ist dann wird er hier mit Sicherheit befriedigt.

2.1 Definition von Emotion und verwandter Begriffe

Der Gebrauch der Begriffe "Emotion", "Gefühl", "Stimmung", "Affekt" und "Temperament" ist häufig verwirrend, da genaue und allgemein gültige Definitionen der einzelnen Begriffe fehlen bzw. widersprüchlich sind. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass sich die Bedeutung dieser Begriffe im Laufe der Zeit gewandelt hat, insbesondere vor dem Hintergrund der neueren Forschung. [...]
    Um also von Beginn an für die folgenden Kapitel eine begriffliche Klarheit sicherzustellen, werde ich die genannten Begriffe so genau wie möglich definieren. Hierbei habe ich versucht, die Definition zu wählen, über die derzeit der größte Konsens in der Auffassung von Emotionsforschern herrscht. Allerdings sollen die aufgeführten Definitionen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es grundsätzlich keine grundsätzliche begriffliche und inhaltliche Einigkeit zwischen den ausgewiesenen Emotionsforschern gibt und daher auch abweichende Meinungen zu den im Folgenden dargestellten Definitonen existieren.
    Unter Emotion versteht man ein kurzzeitiges, stimulusabhängiges Erleben von Reizen (Körper- bzw. Sinnesempfindungen), einhergehend mit Motivation, Ausdruck und häufig auch Kognition. Als Stimuli für eine Emotion kommen hauptsächlich externe Stimuli, Kognitionen und andere Emotionen infrage. Eine Emotion stellt eine Bewertung und Reaktion auf einen dieser Stimuli dar und besteht aus mehreren Komponenten (Scherer 2001):
  • einem somatischen Geschehen im Sinne einer Aktivierung der humoralen, viszeralen und muskuloskelettalen Systeme (z.B. Pulsbeschleunigung, Schwitzen, Anspannung der Muskeln)
  • einem behavioralen Anteil im Sinne von Ausdruck (ängstliches Gesicht) oder Verhalten (Fluchtimpuls, Laufen)
  • kognitiven Prozessen (Wahrnehmung eines Stimulus, gedankliche Repräsentation wie "Ich habe Angst", bewertende Kognitionen)
  • einem motivationalen Geschehen, das heißt einer Ausrichtung auf ein Ziel
  • einer subjektiv empfundenen Komponente (Gefühl)
[...]

In neueren Ansätzen werden Gefühle insofern von Emotionen unterschieden, als das ein Gefühl als ein individuelles Empfinden bzw. als die private, mentale  Erfahrung einer Emotion begriffen wird (Damasio 2001). Eine Emotion im Sinne einer körperlichen Reaktion mit einer bestimmten Handlungsbereitschaft vor dem Hintergrund einer Motivation kann demnach auch ohne ein entsprechendes Gefühl stattfinden. Wir können in einer bestimmten Situation sichtbar ängstlich oder erfreut reagieren (physilogisch und behavioral) und erst mit einer Zeitverzögerung von einigen Minuten dann bemerken, dass der Stimulus für diese Emotion bereits einige Minuten zuvor stattgefunden hat. Vielleicht haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie bereits während der Therapiestunde auf einen Patienten traurig reagiert haben, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein. Und erst in der Pause, wo Sie etwas Zeit haben, um sich selbst zu beobachten bzw. wahrzunehmen, konnten Sie auf einmal diese Traurigkeit bewusst empfinden.
    Man kann die Emotionen in zwei grundsätzliche Klassen aufteilen, nämlich in die negativen Emotionen (Ärger, Angst, Traurigkeit usw.) und die positiven Emotionen (Freude, Interesse, Zufriedenheit usw.). Die Begriffe "positiv" und "negativ" stellen in diesem Zusammenhang keine objektive Bewertung der Sinnhaftigkeit der Emotionen dar, sondern beziehen sich nur auf den angenehmen und unangenehmen Charakter der einzelnen Emotionen. Diese dichotome Unterscheidung der Qualität der Emotion findet sich auch in der Definition des Affektes wieder (s.u.).
    Negative Emotionen zeigen uns einen gefährlichen, beeinträchtigenden Stimulus an (Umwelt, Kognitionen), der von uns besser bearbeitet, also verändert werden sollte. Solange dieser Stimulus unverändert ist, bleibt die negative Emotion bestehen und motiviert uns zu einem Verhalten, dass die Veränderung des Stimulus und damit die Beendigung der spezifischen Emotion dient. So zeigt uns die Angst vor einem knurrenden Hund die hierdurch drohende Gefahr an und motiviert uns dazu, uns vor diesem Hund in Sicherheit zu bringen. Je weiter wir uns also vor diesem Hund entfernen, desto weniger Angst verspüren wir. Positive Emotionen hingegen bewirken das genau Gegenteil: Sie motivieren uns dazu, den positiven Stimulus aufrechtzuerhalten bzw. uns diesem Stimulus weiter anzunähern.
    Da für Patienten der Begriff "Emotion" häufig unbekannt ist bzw. sie umgangssprachlich von einem Gefühl sprechen, halte ich es für angemessen, in der Therapie sich grundsätzlich auf Gefühle zu beziehen. [...]


Quellenverweis: Lammers CH. Emotionsbezogene Psychotherapie. Stuttgart: Schattauer 2007

Das zum Thema Definition von Emotionen und Gefühl. In diesem Buch werden weitere Begriffe wie Affekt, Stimmungen und Temperament beschrieben. Es geht mir hier in diesen Artikel nur darum aufzuzeigen wie eine Emotion ensteht (von mir aus auch ein Gefühl *smile*).  Ich finde dieses Buch sehr hilfreich für mich, da mich die Zusammenhänge sehr interessieren. Dieses Buch ist sehr gut aufgegliedert. Beginnt es mit den einfachen Definitionen (Emotion und Gefühl), der Charakterisierung einiger wichtiger Emotionen (Freude, Zuneigung und Liebe, Stolz und (Selbst)-Zufriedenheit, Angst, Unsicherheit, Ärger, Wut und Zorn, ...) und geht über in das Zusammenspiel der einzelnen Gehirnregionen, wie z.B. der Amygdala, des Hypocampus mit dem Präfrontalen Kortex. Zusammengefasst beschreibt das Buch die Grundlagen, Strategien und Techniken in der "Emotionsbezogene Psychotherapie".
Mir gefällt es.


weiterer interessanter Bericht über Emotionen

-gm-
Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. - Mark Twain -

Sonntag, 29. Mai 2011

Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben. - Mark Twain -

Samstag, 28. Mai 2011

Freitag, 27. Mai 2011

Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen. - Mark Twain -

Donnerstag, 26. Mai 2011

Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat. - Mark Twain -

Mittwoch, 25. Mai 2011

Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. - Mark Twain -

Dienstag, 24. Mai 2011

Montag, 23. Mai 2011

Sonntag, 22. Mai 2011

Schlechte Argumente bekämpft man am besten, indem man ihrer Darlegung nicht stört. - Terenz -

Samstag, 21. Mai 2011

Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit nicht zu suchen, sondern sie schon zu besitzen. - Romain Rolland -

Freitag, 20. Mai 2011

Donnerstag, 19. Mai 2011

Mittwoch, 18. Mai 2011

~Das Gleiche lässt uns in Ruhe, der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht. - Johann Wolfgang von Goethe -

Dienstag, 17. Mai 2011

Eine Diskussion setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte. - Hans-Georg Gadamer -

Montag, 16. Mai 2011

Sonntag, 15. Mai 2011

Ich hatte heute ein Date...

...mit einer Frau? auch, ja.

Ich hate heute ein Date mit mir selbst. 
Doch alles der Reihe nach:

11:00 am Aichelberg. Ich habe ein "blind date" mit Helene. Ich nenne sie Elena, nach der griechischen Mythologie von Paris und Elena. Ein "blind date" ist so ein Treffen bei dem man(n) nicht weiß wie der andere - also hier die Frau - aussieht. Kein Bild, nüx. Ich mag diese Dates. Sie sind so unbefangen und nicht beeinflußt durch das "Äußere". Ich mag den Überraschungseffekt, wenn man sich gegenübersteht. Zu beobachten wie der Mensch - hier der anderen - reagiert. Zu erspüren wie ich selber reagiere. Beim Anblick, beim ersten sehen, beim Gegenüberstehen.

Es ist noch zu früh um in das Cafe reinzugehen. Es macht erst um 12:00 auf. Wir beschließen in das Ortsinnere - also in die Stadtmitte - zu gehen. Berg auf. Puuh. Sie läuft vor mir her. Hm? Sie erzählt von ihrem Golfspielen. Es ist interessant. Ich höre ihr zu. Sie redet. Ich sage ab und zu etwas. Ich weiß nicht ob das daran liegt, dass ich nicht zu Wort komme, oder ob ich einfach gespannt zuhören möchte. Ich höre zu.

Ich kürze jetzt einfach mal ab. 
Wir sehen das Schild "Panoramablick Restaurant". Wir beschließen dort hin zu laufen. Puuh es wird immer weiter und weiter. Der Berg hört nicht auf. Oh mein Gott. Plötlich nehme ich einen "zitronigen" Duft wahr. Ich bleibe stehen. Ich rieche an der Rose in einem Garten. Ist das der zitronige Geruch? Ja, das ist er. Ein sehr intensiver, doch lieblicher, kein durchdringender Geruch. EInfach schön. Sie kommt dazu. Sie riecht auch daran, und bestätigt: "Ja, die riechen sehr schön". Plötzlich kommt ein Mann um die Ecke. Mit einem Bart. Wie ein Prophet den ich aus der Bibel - Bibelgeschichten - her kenne.
Ich frage ihn nach der Rose. Wie lange sie schon blüht, wie lange sie schon hier eingepflanzt ist. Er antwortet mir mit einer sehr sanften, ruhigen Stimme. Er sagt mir wie sie heißt: "Er sagt, das ist eine Gloria Dei. Ehre sei Gott, oder die Freude Gottes.". Er fügt hinzu: "Sind sie länger unterwegs?". "Ja, antworten wir". "Auf dem Rückweg können Sie sich eine oder zwei einfach abknicken. Oder klingeln Sie einfach un dich schneide Ihnen welche ab.". Wir bedanken uns und laufen weiter. 

Plötzlich sehe ich Schnitzereien - in seiner Werkstatt -. Ich halte an. Er kommt dazu. Ich frage ihn, on er Künstler sein. Er antwortet mir: "Gelernt habe ich Architekt. Doch irgend wann kam ich in Berührung mit der Holzschnitzerei". Dann erzählt er uns wie er dazu kam, was er so macht. Ich erzähle ihm davon, dass ich Akt- und Portrait zeichne. Es wird ein sehr interessantes Gespräch. Und wieder verabschieden wir uns. Wir laufen weiter. Da plötzlich steht eine Skulptur, und eine Art Kugel. Sie sieht einfach wundervoll aus. Daneben ein Engel - eine andere Skulptur -. Ich frage ihn ob das eine Wurzel gewesen ist. 

Er kommt wieder zu uns und erzählt uns davon, dass diese Wurzel zwei Tonnen wog. Er erzählte uns wie er zu dieser Wurzel kam und wie schwierig es war sie mit einer Eisenstange zu gewegen. Es ging nämlich nix. Gar nix. Ich glaube mich erinnern zu können, dass er sagte er habe 2,5 Jahre daran gearbeitet und drei Kettensägeblätter stumpf gemacht zu haben. Ich war erstaunt darüber. Plötzlich zog ich meine Visitenkarte und überreichte sie ihm mit den Worten: "Ich weiß nicht weshalb ich das tue. Ich habe gerade dass innere Bedürfnis das zu tun!". Er nahm sie, schaute sie sich an und steckte sie in seine Hemdsbrusttasche. Im Laufe unseres Gesprächs sagte ich ihm: "Sie laufen Gefahr, dass ich Sie anrufe." Er nickte mit dem Kopf als wolle er sognalisieren: "Ja, gerne!". Und dann zog er seine Karte und gab sie mir.

Ich spürte eine innere Ruhe in diesem Mann. Und sie war ansteckend. Ich sagte: "Daf ich sie etwas indiskretes fragen?" Er nickte, als wolle er sagen:" Bitte, gerne". "Wie fühlen Sie sich", war meine indiskrete Frage. Er sagte. "Als eine Einheit. Seit ich mal meinem Schöpfer ganz nahe gekommen bin, und weiß das hier alles nur geliehen ist.". "Ich spüre Sie", sagte ich zu ihm. "Verstehen Sie was ich sagen möchte?" habe ich ihn gefragt. Er nickte, als wolle er sagen: "Ja, das tue ich!". Er erzählte und von seinem Nahtoderlebnis. Ich war gefesselt. Ich spürte seine innere Ruhe, seine Einheit. Ich wollte was sagen. Ich bekam eine Gänsehaut, mir wären fast die Tränen gekommen. Ich konnte sie zurückhalten. Nein, nicht das WAS er erzählte, sonder wie er es erzählte, welche Worte er benutzte. Es war ansteckend. Ich versuchte wieder was zu sagen. Ich konnte nicht. Es war wie eine sehr starke Kraft die ich spürte. Als wenn seine "Glückseligkeit" mich berührte.Ich bekam kein Wort heraus.Ich hörte ihm einfach zu. Ich dachte mir: "So kann nur jemand sprechen, der wirklich eine Einheit ist.". "Ich spüre Sie", sagte ich irgendwann wieder, als ich wieder "da" war. "Ich könnte mich mit Ihnen hier Stundelang unterhalten und ihnen zuhören.". Er sagte: "Deshalb habe ich Ihnen meine Karte gegeben.". So etwas nennen andere "Seelenverwandschaft". Wenn dieser Mensch eine Frau gewesen wäre, würde ich sagen, ich habe mein Gegenstück gefunden. Leider war das nicht so. 

Dieses Erlebnis ist sehr selten zu finden. Es sucht dich nicht jeden Tag heim. Du mußt sehr aufmerksam sein um das wahrzunehmen. Das ist etwas seltenes und wundervolles. Dieses Erlebnis, diese innere "Ruhe", durfte ich vor genau einem Jahr schon mal erleben. Es war das gleiche Gefühl. Etwas von Leichtigkeit, wie Schweben. Einfach wundervoll. Ich danke diesen beiden Menschen die in  mir dieses Gefühl ausgelöst haben. Denn , durch das Erlebnis letztes Jahr war ich heute in der Lage es wieder wahrzunehmen. Von einem Mann. Na, und? 


Es ist nicht möglich annähernd mit Worten zu beschreiben was ich gefühlt habe. Es ist auch nicht unbedingt nötig. Denn, es könnte passieren, dass dieses Erlebnis dadurch "zerstört" wird. Ich behalte es in mir.

Ich werde ihn anrufen. Mit Sicherheit. Ich werde versuchen mit ihm in Kontakt zu bleiben. 

Was ist mit Elena? Äh Helene! Wir werden den Kontakt halten, wir werden uns wieder sehen. Denn der Tag war sehr schön. Wir haben Gespräche geführt wie wenn wir uns schon lange kennen. Doch wir haben festgestellt, dass die Chemie nicht passt. Für mehr. Auch dir Elena ein "Danke" für diese Erfahrung. Denn hätten wir kein "blind Date" heute, hätte ich kein Date mit mir selbst gehabt.

Herzlichen Gruß
Georg

Bilder zu "Gloria Dei" 
(Achtung: Die Rechte der Bilder und der Quellverzeichnisse liegen beim jeweiligen Inhaber)

- gm -
Schweigen ist ein Argument, dass kaum zu widerlegen ist. - Heinrich Böll -

Etiketten und Schubladen

Ich möchte versuchen dir aufzuzeigen was es für mich bedeutet menschen zu etikettieren oder in schubladen zu stecken.

1. Etiketten
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Wenn ich bei all dem was der kleine Jeff tut, er entweder meinen Vorstellungen nicht enstpricht, oder er etwas tut was mir gefällt oder auch nicht gefällt, ihm jeweils ein Etikett anheften würde, dann würde jeff nur noch als ein *Etwas* rumlaufen auf dem lauter Etiketten rumkleben. Im Laufe seines Lebens kommen immer mehr Etiketten drauf. Und das nicht nur durch mich. Sondern durch seine Umwelt, durch seine Eltern, seinen Großeltern, seinen Lehrern, seiner Freundin, seiner Frau, u.s.w. Was genau nehme ich dann von Jeff wahr wenn ich ihn nicht sehen kann vor lauter Etiketten. Was nehme ich war wenn ich *IHN* nicht sehe, sondern nur das sehe was ich von ihm *halte*. Wenn ich nur auf der Oberfläche die Etiketten sehe und durch diese Etiketten ich schon *befangen* bin. Denn einige davon habe ich ihm ja aufgeklebt. Und diese Etiketten wieder runter zu bekommen wird für Jeff sehr sehr schwierig werden. Denn er fühlt sich nicht so wie alle anderen denken, dass er sei. Er ist nicht der den andere gerne machen wollen.

Das größte problem dabei sehe ich, dass die gefahr besteht, dass durch diese Etikettierung Jeff dann tatsächlich glaubt all das zu *sein* was auf den Etiketten steht. Er trägt es ja schliesslich mit sich und in sich und auf sich rum, Aus diesem Grund etikettiere ich nicht. Bewerte oder Verurteile ich einen Menschen nicht. Ich bewerte nicht die PERSON Jeff. Kannst Du den Unterscheid erkennen wenn ich sage ich *werte*, ja werte, nur seine Handlung. Nicht den der sie ausfürht. Und selbst da klebe ich nicht ein Etikett: "Jeff/schlecht/weil..." Und das ist nicht wie ich Jeff wahrnehme, sondern "wie gehe ich damit um wenn Jeff etwas tut". So lasse ich Jeff Jeff sein!

2. Schubladen
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Beim Schubladen sehe ich ein viel größeres *Problem*. Wenn ich anfange Jeff Stück für Stück in Schubladen zu stecken, dann ist die Person Jeff auseinander gestückelt und ich öffne jedesmal wenn sich Jeff nicht nach meinen Vorstellungen, oder auch nach meinen Vorstellungen entsprechend verhält, eine Schubalde, und hole *nur* dieses Stückchen heraus mit dem ich mich unterhalten will. Das ich bestrafen oder loben will. Im laufe seines Lebens besteht Jeff nur noch aus Millionen von Schubladen. Doch niemand sieht ihn als Ganzes. Nämlich als Jeff. Ich möchte aber mit Jeff kommunizieren. Mit Jeff!

Das zum Thema Wertschätzung. Ich wertschätze den Jeff. und nicht einen Teil/Etikette/Schublade die mir grade gefällt/passt. Die meiner Meinung nach grade Jeff ist, weil ICH das so WILL, dass er grade so ist..

D.h. im Gegenzug dass ich es nicht mag wenn jemand zu wissen glaubt wer oder was ich bin. das kann er nicht! D.h. dass ich es nicht mag wenn mir jemand auch noch sagt, ich sei das oder das. Das kann er nicht wissen! Der einzige der das kann bin nur ich. Wenn überhaupt! 
-gm- 

Samstag, 14. Mai 2011

Wenn das Haus brennt, kann man nicht darüber diskutieren, wer beim Löschen hilft. - Autor unbekannt -

Freitag, 13. Mai 2011

Wenn du wünschst, dass ein anderer dein Geheimnis bewahre, dann bewahre es zuerst selbst. - Seneca -

Donnerstag, 12. Mai 2011

Trunkenheit und Liebe verraten Geheimnisse.
(Ebrietas aut amor secreta producit).- Seneca -

Mittwoch, 11. Mai 2011

Hast Du vertrauten Umgang mit Damen,
schweig' Freundchen, stille - und nenne nie Namen:
um ihretwillen, wenn sie fein sind,
um deinetwillen, wenn sie gemein sind.
- Heinrich Heine -

Dienstag, 10. Mai 2011

Geh da weg...

...sagt die Mutter zu ihrem Sohn der sich mit mir unterhält. Ich schätze er ist so um die 4-5 Jahre jung.

Ich war heute beim Essen im Leo-Center. In meinem Lieblingsbistro. Ich setze mich an einen Tisch und warte auf den Kellner. Zwie Jungs spielen an meinem Tisch. Ich unterhalte mich mit den Jungs. Einer setzt sich mir gegenüber und erzählt mir über das Spielzeug des zweiten Jungen. Es scheint ihm gar nix auszumachen sich mit mir zu unterhalten.

Plötzlich ruft seine Mutter von eime anderen Tisch - schräg gegenüber - "Geh da weg!" Der Junge schaut mich an, steigt von dem Sitz runter und geht vom Tisch weg. Eine andere Mutter ruft nach dem anderen Jungen: "Niko, geh da weg". Beide Kinder schauen mich fragend an.

Ich frage den anderen Jungen nach seinem Namen. Er schaut fragend rüber zu seiner Mutter, als ob er die Erlaubnis einholen möchte. In der viertel Stunde in der wir uns unterhalten haben bevor seine Mutter ihn aufgefordert hat zu gehen, hat er kein einziges mal rübergeschaut.
Er schaut mich, er schaut seine Mutter an, er schaut mich wieder an; wie wenn er sagen möchte: "Ich darf nicht!". Er dreht sich um und geht.

Ich habe mich wirklich gefragt welches Bedürfnis die Mutter sah ihrem Sohn zu sagen er solle von mir weggehen; Obwohl ich ihr gesagt habe, dass die Kinder mich nicht stören. Was mich jedoch am meisten traurig gestimmt hat, war, dass beide Mütter sich kein bisschen darum gekümmert haben, wie es den Kindern ging als sie sich mit mir unterhalten haben. Dass sie sich nicht um ihr Befinden und Emotionen oder Gefühle gekümmert haben. Sie haben sie *energisch* aufgefordert von mir weg zu gehen. Schade. Nicht für mich.


Was hat die Mütter also dazu bewogen so zu handeln? Das Bedürfnis nach Sicherheit??

-gm-

Emotionsregulation

Aus dem Buch: Emotionsbezogene Psychotherapie
Autor: Claas-Hinrich Lammers
ISBN: 978-3-7945-2499-0

Ich möchte gerne etwas aus diesem Buch zitieren, weil es - meiner Ansicht nach - das wiedergibt was auch Marshall B. Rosenberg, Jiddu Krishnamurti - mein Lieblingsphilosoph - mit ihren Worten ausdrücken. Doch manche Menschen benötigen eine wissenschaftliche *Untermauerung*. Zu diesen Menschen gehöre ich ab und an auch :).

[Zitatbeginn]

[...]
Kinder lernen auch mit negativen Emotionen alleine umzugehen, diese einfach auszuhalten und nicht darauf angewiesen zu sein, die belastenden Emotionen durch Interaktion mit Bezugspersonen zu reduzieren (Holodynski 2006). Dies heißt, dass Kinder im Laufe ihrer Entwicklung eine Emotionstoleranz lernen. Das Erlernen dieser Kompetenz kann natürlich durch überfürsorgliche Eltern behindert werden und eine spätere Hilflosigkeit des Kindes im Umgang mit nicht zu vermeidenden problematischen Emotionen bedingen. Diese Emotionstoleranz hilft auch beim Erlernen der Fähigkeit zum Belohnungsaufschub, das heißt der Koordination seiner Emotionen und Motive mit den Erfordernissen seiner Umwelt.
   Im Laufe der Entwicklung lernen Kinder zunehmend, ihre Emotionen durch einen sprachlich-symbolischen Ausdruck zu repräsentieren und damit zu regulieren.
Außerdem beginnen Kinder unter dem Einfluss von Bezugspersonen neue Motive hinsichtlich der Einhaltung kultureller Normen auszubilden, das heißt, sie internalisieren die Bewertungsnormen und -weisen ihrer Bezugspersonen. Diese neuen, normenorientierten Motive, die mit selbstbewertenden Prozessen einhergehen, führen auch zu den so genannten komplexen bzw. selbstbewertenden Emotionen wie Schuld, Scham, Minderwertigkeit oder Stolz. Die selbstbewertenden Emotionen von Kindern hängen also von der erlebten Fremdbewertung durch Bezugspersonen ab. Während Klein-und Vorschulkinder zum Beispiel Stolz und Scham zunächst nur in sozialen Interaktionen gegenüber einem Erwachsenen erleben, reagieren sie im Laufe des Grundschulalters im Anshluss an eine entsrechende Situation mit Stolz und Scham, auch wenn sie alleine sind.
    Es ist leicht nachvollziehbar, dass die Beziehungserfahrungen in der Kindheit einen großen Einfluss auf dei Emotionsregulation des späteren Erwachsenen haben. Hätte das Kind immer eine Bezugsperson, die verständnisvoll und bedürfnisbefriedigend auf seine Emotionen eingegangen ist, hat es eine größere Sicherheit und Akzeptanz in Bezug auf seine Emotionen. Hat die Bezugsperson dem Kind hilfreiche kognitive und behaviorale Strategien im Umgang mit Emotionen vermittelt, wird es diese wahrscheinlich später eigenständig und erfolgreich anwenden können. In dieser Hinsicht exemplarisch führt Marsha Linehan (1996a) in ihrer Theorie zur Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung die Affektinstabilität der Patientinen auf invalidierende, unempathische, missbräuchliche und emotional vernachlässigende Eltern zurück. Die Eltern haben den Kindern durch Abwertung und Vernachlässigung nie beigebracht, angemessen mit ihren eigenen Emotionen umzugehen. Auch haben sie durch ihren vernachlässigenden, invalidierenden und unempathischen Erziehungsstil selbstabewertende Emotionen wie Scham und Schuld gefördert bzw. die Entstehung von selbstbewussten Emotionen wie Stolz und Geborgenheit verhindert.
    In der emotionsbezogene Psychotherapie stehen nun auch die emotionsregulatorischen Kompetenzen des Patienten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. [...]

Quellenhinweis: Lammers CH. Emotionsbezogene Psychotherapie. Stuttgart: Schattauer 2007.

[Zitatende]

Weshalb verlieren wir im Laufe unseres Lebens unsere naturgegebene Fähigkeit der Empathie. Und was hindert uns daran diese wieder zu erlangen. Und das unseren Kindern zu geben, zu vermitteln, zu lehren? Ihnen ihre natürlichen Emotionen zuzugestehen, sie austoben zu lassen, sie nicht regulieren und kontrollieren wollend? Ich befürchte, dass wir es sind die uns davon abhalten. Haben wir es doch auch nicht anders gelernt. Na gut, nicht alle. Doch die meisten auf diesem Planeten haben Dominanz erlebt und erleben sie immer wieder. Wenn wir jetzt als Erwachsene an diese Dominanz zurückdenken, wie geht es uns damit? Was für Gefühle gehen da in einem vor? Hat uns das gefallen? Also, mir nicht!

Doch was hindert uns daran JETZT damit zu beginnen?

Was ist eure Meinung dazu? Das würde mich sehr interessieren.

Herzlichst
Georg
-gm-
Schweigst du mir, so schweig ich dir. - Autor unbekannt -

Montag, 9. Mai 2011

Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu streicheln, bis der Maulkorb und die Leine fertig sind. - Felix Faurè -

Sonntag, 8. Mai 2011

Wir können uns entscheiden weiter in unserer Scheiße zu sitzen, weil sie warm hält. Und uns darüber wundern, dass es stinkt. - Georg Mouratidis -

Samstag, 7. Mai 2011

~Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. - Bibelzitat, - Matthäus 6,24 -

Freitag, 6. Mai 2011

Was ist eine Wunde?

Heute wurde ich gefragt: "Was ist eine Wunde?"

Wir sprechen hier nicht von einer "körperlichen" Wunde, also nicht von einem Schnitt oder einer Aufschürfung. Wir reden hier von einer "inneren" Wunde. Von einer "seelischen" Wunde.

Für mich persönlich ist so eine Wunde eine eigene, private, mentale Erfahrung. Ein Gedanke. Ich denke, sage mir, ich bin verletzt, weil der oder die, das und das gemacht hat. Meiner Auffassung nach, kann mich niemand verletzen. In der deutschen Sprache würde grammatikalisch der Satz "...ich bin verletzt worden..." heißen. Das impliziert, dass es jemanden gibt den ich verantwortlich machen kann und auch möchte. Für das was mir widerfahren ist. Vllt. liegt das daran, dass wir so denken weil wir so zu denken erzogen wurden. Ich weiß es nicht. Weil wir nicht das bekommen haben was wir wollten. Weil sich jemand nicht so verhalten hat wie wir uns NIE verhalten würden. Weil wir anfangen zu vergleichen. Rückschlüsse ziehen, weil wir dem anderen böse Absicht unterstellen WOLLEN, u.s.w. Ich weiß es nicht.

Würden wir uns jedoch mal die Zeit nehmen und versuchen aufzuschreiben was genau in einem vorgeht wenn "ich mich verletzt denke", dann bin ich überzeugt, dass sowas wie Gefühle und Emotionen hervorkommen werden. Emotionen bei nicht erfüllten Bedürfnissen. Emotionen die mir sagen was ich annehmen möchte und was ich nicht annehmen möchte. Und wenn ich es daraus "lerne", dass es an mir selber liegt, dann, und nur dann habe ich die Chance es zu verändern. Letztendlich ver-Wunden wir uns selber.

Deswegen versuch(t)e ich in den letzten fünf Jahren an dem zu arbeiten. Meinem Gehirn soviel Positives wie möglich zu geben, es sozusagen "füttern", damit mein Mandelkern dem Thalamus in Bruchteilen einer Mikrosekunde ein Schnäppchen schlagen kann. Damit meine Kognition nicht so schnell die Gelegenheit erhält "sich verletzt zu denken".

Ja, es hat oft wehgetan, ich bin oft zurückgerudert, habe alte Pfade wieder eingeschlagen. Doch mein "inneres"* schrie. Ich beging Raubbau an meinem Ich. Am Georg. Also, habe ich mich wieder daran erinnert. Und immer wieder.  Es zu verändern. Dieses *verfluchte* Denken. Und nach und nach spürte ich dass mein Körper viel mehr annehmen konnte und auch wollte. Und das was ich nicht annehmen wollte, habe ich auch ausgesprochen. Manchmal wölfisch und manchmal giraffisch.

Doch eines lerne ich dabei: Niemand anders kann mich verletzen, oder Wunden zufügen. Das kann nur ich ganz alleine. Ja, das sind wirklich meine Gedanken. Ja, davon bin ich überzeugt. Es ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. 

"Wir können uns entscheiden weiter in unserer "Scheiße" zu sitzen, weil sie warm hält. Und uns darüber wundern, dass es stinkt."


Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Wie denkt ihr darüber?

-gm-
Ein eigentümlicher Fehler der Deutschen ist, dass sie, was vor ihren Füßen liegt, in den Wolken suchen. - Arthur Schoppenhauer -

Donnerstag, 5. Mai 2011

[...] was Sie positiv nennen,

ist, wenn Ihnen ein bestimmter Plan vorgelegt wird, wenn man Ihnen genau sagt, was Sie tun sollen. Doch wenn Sie selbst verstehen, was die HIndernisse sind, die Ihrer tiefen und echten Erfüllung im Wege stehen, dann werden Sie nicht nur ein bloßer Mitläufer sein und ausgebeutet werden. 

[...] Das heißt, wir haben jetzt bestimmte Werte, Ideale, Glaubensvorstellungen, die den Geist wie in einem Netz gefangenhalten, und wenn wir deren volle Bedeutung ergründen und verstehen, dann werden wir erkennen, wie sie entstanden sind. Bevor Sie uneingeschränktund richtig handeln können, müssen Sie das Gefängnis wahrnehmen, in dem Sie leben, und erkennen, wie es zustande gekommen ist.

[...] Indem Sie durch Ihr Leiden Ihre eigene Intelligenz geweckt haben, werden Sie das Wesen der echten Erfüllung entdecken. [...] sucht Sicherheit, Gewißheit durch selbstsüchtiges Denken und Handeln, objektiv und subjektiv. [...] In Wirklichkeit gibt es keine solche absolute Trennung des Lebens in eine objektive und subjektive Welt.

[...] Wenn Sie die Sicherheit suchen, entsteht Angst, und deshalb unterwerfen Sie sich einem anderen, der Ihnen diese Unsterblichkeit verspricht. Aus Angst erfinden Sie eine spirituelle Autorität [...]

[...] Sie basiert im wesentlichen aus Angst, auch wenn Sie es die Liebe zu Gott oder zur Wahrheit nennen;

[...] Das heißt, der Geist zieht es vor, sich in Illusionen zu flüchten, anstatt sich dem Leid auszusetzen, das unweigerlich kommen wird, wenn es anfängt, die Werte, die Moral, die Religion des Gefängnisses anzuzweifeln.

[...] Solange der Geist in falschen Wertvorstellungen befangen ist, kann er keine Erfüllung finden. Nur die vollständige Intelligenz wird die Wahrheit,die Bewegung des ewigen Lebens offenbaren.

Quelle: Vollkommene Freiheit - Jiddu Krishnamurti -

-gm-
Ein wahrer Diplomat ist ein Mann, der zweimal nachenkt, bevor er nichts sagt. - Winston Churchill -

Mittwoch, 4. Mai 2011

Zu fürchten sind die, die nicht sagen, was sie denken, und die die nicht denken, was sie sagen. - Paul Valéry -

Dienstag, 3. Mai 2011

Wir lieben Menschen, die frei und offen sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir. - Mark Twain -

Montag, 2. Mai 2011

Und dann staunt man plötzlich über sich selbst: Alles, was man an anderen Menschen blöd findet, kann man auch. - Georg Mouratidis -

Sonntag, 1. Mai 2011

Du und ich: Wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen. - Mahatma Gandhi -