Samstag, 23. April 2011

Heute ist GEORGios-Tag (mein Namenstag)

Georg der Märtyrer

Gedenktag katholisch: 23. April
in der Slowakei: 24. April
Hochfest in England
Fest im Dom in Bamberg, im Bistum Gozo in Malta und im Deutschen Orden
geb. Gedenktag im Bistum Bamberg und Innsbruck und im Bistum Malta

Gedenktag evangelisch: 23. April

Gedenktag anglikanisch: 23. April

Gedenktag orthodox: 23. April
Weihe der Kirche in Lydda: 3. November
Weihe der Kirche in Kiew: 26. November
in Georgien: Martyrium durch Rädern: 10. November

Gedenktag armenisch: 23. April
lit. Feier am 2. Samstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Weihe der Kirche in Lydda: 3. November

Gedenktag koptisch: 18. April
Bau seiner ersten Kirche in Ägypten im Ort Be'r Ma': 28. Mai
Ankunft der Reliquien in seiner Kirche in Alt-Kairo zur Zeit
von Gabriel, dem 88. Patriarchen von Alexandria: 10. Juli
Weihe der Kirche in Lydda: 3. November

Gedenktag syrisch-orthodox: 23. April
Name bedeutet: der Landmann (griech.)

Märtyrer, Nothelfer
* im 3. Jahrhundert in Kappadokien in der Türkei (?)
† 305 (?) in Lod in Israel (?)

Viele Legenden ranken sich um Georg; zwei frühen syrischen Kircheninschriften zufolge starb Georg in Lydda - dem heutigen Lod in Israel - den Märtyrertod. Gleiches besagt auch ein Kanon von Papst Gelasius I. aus dem Jahr 494, der Georg als verehrungswürdige Gestalt erwähnt. Andere Quellen geben Nikomedia - das heutige Ízmit in der Türkei - als Todesort an.

Märtyrerlegenden kennen einmal einen Bischof Georg von Alexandria, Anhänger des Arianismus, der nach zahllosen Martyrien immer wieder vom Erzengel Michael zum Leben erweckt wurde. Andere Legenden berichten von einem Perserkönig Dadian - in späteren Legenden wird er als Richter Dacian vorgestellt, der die Martern Georgs unter Diokletian veranlasste. In einer Vision soll Jesus selbst ihm ein sieben Jahre andauerndes Martyrium vorausgesagt haben, wobei er dreimal sterben und auferstehen werde. Einmal sollen ihm 60 Nägel gleichzeitig in den Kopf geschlagen worden sein.

Besondere Berühmtheit erlangte die Legende vom Kampf des Ritters Georg mit einem Drachen, der in einem See vor der Stadt "Silena in Lybia" - dem heutigen Qabīlat Sīlīn bei Al Khums oder Cyrene - dem heutigen Shahhat in Libyen (?) - hauste und die Stadt mit seinem Gifthauch verpestete. Die Einwohner mussten ihm täglich Lämmer opfern, um seinen Grimm zu stillen. Als keine Tiere mehr aufzutreiben waren, wurden die Söhne und Töchter geopfert. Eines Tages traf das Los die Königstochter - die als Verkörperung der Kirche gelten kann -, die nach Herz zerreißendem Abschied von den Eltern an den See vor der Stadt ging. Da erschien Georg, nachdem er alle Martern überstanden hatte, gevierteilt worden war und von den Cherubim mit Michael wieder zum Leben und zu herrlicher Schönheit gebracht worden war. Als der Drache auftauchte, schwang Georg mit dem Zeichen des Kreuzes die Lanze und durchbohrte das Untier, das zu Boden stürzte. Er veranlasste die Königstochter, den Drachen mit ihrem Gürtel in die Stadt zu ziehen, wo alle die Flucht ergreifen wollten. Georg versprach, den Drachen zu töten, wenn die Leute sich zu Christus bekehrten. Er erschlug den Drachen, vier Paar Ochsen mussten das gewaltige Gewicht des Drachen aus der Stadt schleppen, der König ließ sich daraufhin mit allem Volk taufen. Diese Schilderung entspricht der Georgsdichtung aus dem 12. Jahrhundert, die die Rolle des Helden betont, der die Kreuzfahrer unterstützt. Hier kommen Demetrius und Theodor als seine Brüder vor, die ihm in einer älteren Überlieferung zur Seite stehen und neben Georg die meistverehrten Heiligen der Ostkirche sind. Hinzuwiesen ist auch auf die Ältesten, in der Georgslegende wieder auftauchenden, Vorstellungen von der heldenhaften Bekämpfung und Befreiung aus der Drachengewalt des Bösen durch ein neues Bewußtsein.

Hier setzt die - auch Ambrosius bekannte - ältere Legende ein, der zufolge Georg erleben musste, wie viele Bekehrte durch die Verfolgungen unter den Kaisern Diokletian und Maximian wieder ungläubig wurden. Er legte sein ritterliches Kleid ab, gab sein Gut den Armen und trat mitten unters Volk mit den Worten: "Alle Heidengötter sind böse Geister, unser Herr aber hat Himmel und Erde erschaffen." Da ließ ihn der Richter Dacian greifen, mit Nägeln blutig reißen und ihm Salz in die Wunden reiben. Im Gefängnis wurde Georg von Christus getröstet und gestärkt. Ein Zauberer sollte ihn mit einem Giftbecher bezwingen, aber Georg machte das Kreuzzeichen über dem Trank und erlitt keinen Schaden, der Zauberer bekehrte sich und wurde enthauptet. Georg wurde aufs Rad geflochten, stieg aber unversehrt herab; auch aus einem Kessel mit siedendem Blei ging er unverletzt hervor. Georg war nun bereit zu tun, was der Richter begehrte. Dieser rief das Volk zusammen, Georg kniete und betete, Feuer fiel vom Himmel und verbrannte Tempel, Götzenbilder und Priester, die Erde aber tat sich auf und verschlang alle Trümmer. Da ließ der Richter Georg von Pferden durch die Stadt schleifen und schließlich enthaupten.

Auf die Reinbot-Dichtung geht die häufige Bezeichnung der Königstochter als "Margarete" zurück, nach ältester Tradition auf die Kaiserin Alexandra bezogen, die nach der Enthauptung von Engeln im Himmel den neuen Namen erhielt. Zusätzlich erzählt die Legenda Aurea, wie Georg in weißer Rüstung den Kreuzrittern vor Jerusalem erschien: von Gott zur Erde zurück geschickt, habe er sie unterstützt, die Sarazenen zu erschlagen und Jerusalem zu erobern. Diese Darstellung bildet die Grundlage der Georgsritter-Bruderschaften.

Georg gehört zu den 14 Nothelfern. Sein Kult und seine Verehrung sind vor allem im Osten verbreitet. Er ist Landespatron von Äthiopien, heißt in der Landessprache Amharisch "Giyorgis"; in der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche wird der 23. Tag jeden Monats nach dem Äthiopischen Kalender "Giyorgis" genannt. In Lydda - dem heutigen Lod in Israel - wurde ihm im 4. Jahrhundert eine Kirche geweiht. Die Weihe der Kirche in Kiew fand 1051 - 1054 statt und wird in der orthodxen Kirche als eigener Gedenktag begangen.

In den Westen kam der Kult durch die Kreuzfahrer; Georg wurde zum Symbol der Ritterlichkeit, besonders in England. Im Jahr 1222 ernannte die Synode von Oxford den Namenstag des Heiligen zum nationalen Feiertag. Er war persönlicher Schutzpatron von Richard Löwenherz und ist Schutzpatron des englischen Königreichs sowie des berühmten Hosenbandordens, obwohl keinerlei historische Bezüge zwischen dem Heiligen und dem angelsächsischen Raum existieren. Schon 896 brachte Bischof Hatto von Mainz den Kopf Georgs auf die Insel Reichenau im Bodensee, wo sie nun in der ihm geweihten Kirche liegen. Das Land Georgien ist nach ihm benannt, die Dardanellen wurden dereinst als "Meerenge des heiligen Georg" bezeichnet. 2005 beschloss der Landtag des österreichischen Bundeslandes Tirol, Georg neben Joseph zum zweiten Landespatron zu erklären.

Der Georgstag war in der Landwirtschaft ein wichtiger Tag: Dienstboten konnten auf diesen Tag wechseln, Zinsen waren an diesem Tag zu bezahlen. Pferde wurden an diesem Tag gesegnet, verbreitet sind noch heute Pferdeumritte. Dort, wo am Georgstag die Sonne aufgeht, ist nach alter Tradition in Mitteleuropa Osten.

Auf Arabisch heißt Georg Al Khader. Im Ort Al Khader bei Betlehem in Palästina ist er der Schutzheilige der palästinensischen Christen, das Drachentöter-Motiv findet sich praktisch über jedem Hauseingang in der Gegend und auch mit einem Standbild im Stadtzentrum von Beit Jala, der Schwesterstadt gleich neben Betlehem. Al Khader wird auch von den Moslems verehrt, für die er als "der Grüne" für Fruchtbarkeit des Landes und der Früchte des Feldes sorgt.

Attribute: Ritter mit Lanze, den Drachen durchbohrend, Patron des englischen Königreichs, des byzantinischen Reiches, von Georgien, Äthiopien, Griechenland, Serbien, Tirol, Aragonien und Katalonien, Genua und Barcelona; von 13 Ritterorden; der Soldaten, Bauern, Reiter, Bergleute, Sattler, Schmiede, Böttcher, Pfadfinder, Artisten, Wanderer, Gefangenen, Spitäler und Siechenhäuser, Pferde und des Viehs; gegen Kriegsgefahren, Versuchungen, Fieber, Pest; für gutes Wetter; Patron des Bistums Limburg, zweiter Patron des Domes in Bamberg

Bauernregeln: 
Ab Georgi dürfen die Felder nicht mehr betreten werden.
"St. Georg kommt nach alten Sitten / auf dem Schimmel angeritten." - er bringt noch einmal Schnee!
"St. Andreas macht das Eis, St. Georg bricht das Eis."
"Kommt St. Georg auf dem Schimmel, / kommt ein gutes Jahr vom Himmel!"
"Sind die Reben an Georgi noch blind, / so freut sich Mann und Kind."
"Auf St. Georgs Güte / stehen alle Bäum in Blüte."
"Zu Georg soll sich's Korn so recken, / dass sich eine Krähe kann verstecken."
"Gewitter am St.-Georgs-Tag / ein kühles Jahr bedeuten mag."
"St. Georgi und St. Marks / dräuen oft viel Arg's."
"Regnet's am Georgitag, / währt noch lang des Segens Plag."
"Vor Georgi trocken, nach Georgi nass."
"Wenn vor Georgi Regen fehlt, / wird man nachher damit gequält."

(Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Georg_der_Maertyrer.htm) 


Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag :-))

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  2. Es ist bei Leuten wie erwartet, dass zum Tag der Geburt ein Originelles Geschenk überreicht wird. Aber leider wissen allerlei Personen eigentlich nicht, dass des Weiteren der Namenstag ein großes Ereignis sein könnte. In vielen Gegenden wird der Namenstag noch mehr als der gute alte Tag der Geburt zelebriert. Daher ist es eine gute Idee, wenn man nun zum Namenstag einer Person ein witziges Präsent übergibt. Es gibt etwa Erlebnisgutscheine, mit welchen man aufregende Abenteuer überreicht. Oder aber kleinere Geschenke, die auch Freude bereiten.


    Ein Vorname stammt in der Regel von einer älteren Sprache, aus jener dieser überliefert wurde. Bringt man ihn dann ins Deutsche, erhält man dann seine richtige Höhere Bedeutung. Diese trägt mehrheitlich einen weiten Aussage, wie z. B. Kraft oder Standhaftigkeit. Auf diese Weise kann man auch aufklären, ob der eigene Name zu einem passt oder keinesfalls.
    Der Namenstag hat übrigens auch einen besonderen Hintergrund. Menschen, die diesen Vornamen trugen und dahingeschieden sind, sind in der Regel die Grundlage von einem Namenstag einer Person.


    Der Name einer Person hat eine größere Bedeutsamkeit. Er ist der Tag, an welchem eine Persönlichkeit, die den Namen gehabt hat, aus dem Leben geschieden ist. In vielen Teilen der Welt wird der Namenstag sehr gefeiert. Ab und an ist er selbst wichtiger als der eigene Geburtstag.
    Die Vornamen sind Überlieferungen einer vergangenen Sprache. Viele Vornamen beinhalten in ihrer Aussagekraft gewisse Attribute, wie Kraft. Man kann ganz unmittelbar herausfinden, was der eigene Name bedeutet.

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