Freitag, 15. April 2011

Beziehung(en)

Nachfolgenden Text habe ich in meinem Fundus gefunden und möchte ihn mit euch teilen, da ich der selben Ansicht bin wie der ursprüngliche Autor. Den Namen des Autors habe ich mir leider nicht gemerkt und so bleibt er unbekannt und ungennant.

Beziehung hat nur dann wirklich eine Bedeutung, wenn sie ein Prozess der Selbstenthüllung ist, in dem man sich während seines eigenen Handelns in der Beziehung sich selbst erkennt. Doch die wenigsten wollen sich in ihrer Beziehung entblößen. Sie benutzen ihre Beziehung als ein Mittel, ihr eigenes Ungenügen, ihre eigenen Schwierigkeiten, ihre eigene Unsicherheit zu verschleiern. So wird aus einer Beziehung nur eine "Bewegung", nur eine "aktiv sein". Ich habe für mich erkannt, dass eine Beziehung sehr schmerzlich ist, solange ich den Prozess meiner Selbstenthüllung nicht durchlaufen habe, in dem ich mich selbst erkenne. So eine Bezeihung basiert nur auf eine Vorstellung, auf einer Idee.

Eine Idee wird aus Wunsch, einem Verlangen, einer Absicht geboren. Wenn ich eine Beziehung zu meinem Partner habe, weil ich ihn brauche, körperlich oder seelisch, dann basiert diese Beziehung nur auf eine Idee. Auf einer Idee etwas von ihm haben zu wollen. Jedoch nicht aus der Erkenntniss zu sich selbst. Daher ist eine solche Beziehung immer anstrengend und schmerzlich, sie besteht aus schmerzvollen Auseinandersetzungen.

Und da der Verstand daran interessiert ist, sich selbst zu schützen, indem er stets im Bereich des Bekannten bleibt, reduziert er alle Beziehungen auf die Ebene der Gewohnheit oder der Sicherheitsgedanken.

Die meisten Beziehungen basieren auf wirtschaftlicher oder psychischer Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit verursacht jedoch Angst, oft weckt sie auch Besitzanspruch in uns selber. Dieser Beistzanspruch weckt jedoch Frustration, Verdächtigungen, Unsitimmigkeiten.

In dieser Besitz ergreifenden Beziehung fühlt man sich bereichert, kreativ, aktiv. Und weil man diese Vervollkommnung nicht verlieren möchte, fürchtet man den Verlust des anderen.

Dieser Besitzanspruch weckt Ängste. Bewusste oder unbewusste.

Wer mehr über Beziehungen lesen möchte, aus der Sicht meines Lieblingsphilosophen und Gelehrten Jiddu Krishnamurti, hier (m)eine Buchempfehlung: "Jenseits der Bilder und Worte - Beziehungen verstehen und verwandeln"

-gm-

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