Freitag, 21. Januar 2011

Gefreut habe ich mich heute...

ich hatte heute ein sehr interessantes Vorstellungsgespräch.

Wir unterhielten uns, wie es so üblich ist, über meinen Werdegang als der Teamleiter des Bereiches sagte: "Und gespannt bin ich auf dr-schorsch. denn ich lese hier dass Sie sich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigen. Das wüwrde mich sehr interessieren was das ist". (dr-schorsch ist eine meiner email-adressen).

Interessant fand ich, dass beide, sowohl der Teamleiter als auch die Personalerin Interesse an "meiner" GFK gezeigt haben. Wir haben uns nach dem *offizielen* Vorstellungsgesrpräch tatsächlich mind. 30-40 Minuten nur über meine GFK-Aktivitäten unterhalten. Dass ich Kommunikationsseminare abhalte, dass ich im April zu Robert Gonzales gehen möchte - es ist ja notwendig das zu sagen, da es ja evtl. in die Probezeit fällt :-) -, das mich "restorative circles" interessiert u.s.w. Dass ich Infoabende dazu abhalte, dass ich Menschen coache. Ich fand das Gespräch so *geil*. Das ist der erste Arbeitgeber -möglicher Arbeitgeber - der sich so über meine Freizeitaktivität erkundigt und auch Interesse gezeigt hat.

Was mich beeindruckt hat war, ich habe Ihnen tatsächlich meine Visitienkarte rübergereicht mit dem Zusatz: "Solten wir nicht zusammenkommen - im Verhältnis Arbeuitgeber und Arbeitnehmer - so würde ich mich freuen wenn Sie an mich denken, wenn Sie evtl. Konflikte gelöst haben möchten. Oder, wenn ich meine Seminar hier bei Euch abhalten dürfte. Und sollten wir doch zusammen kommen, Sie als mein Arbeitgeber und ich als Ihr Arbeitnehmer, so würde ich *trotzdem* meine Seminare hier abhalten wollen.

Und die Antwort war: "Ich werde mir Ihre Karte einstecken. Vllt. brauche ich Sie ja wirklich mal."

Während des Gesprächs sagte der Teamleiter: "Also, ich kann mir das wirklich nicht vorstellen. Gewalt in der Kommunikation?!". 

Ich fragte ihn: "Was verstehen Sie unter Gewalt?".
Er sagte: "Meinen Sie jetzt physisch?"
Ich: "Was ist für Sie Gewalt?"
Er: "Wenn ich jemanden verprügle!"
Ich: "Was wäre für Sie gewaltvolle Kommunikation?"
Er gab mir seine Antwort darauf.
Ich: "Was wäre für Sie gewaltfreie Kommunikation?"
Er gab mir auch darauf seine Antwort.
Und dann erklärte ich ihm was "Gewalt" aus der Sicht der GFK bedeutet.
Mir hat es wirklich riesenfreude bereitet mich mit diesem Menschen so zu unterhalten als wenn wir uns lange kennen würden. Welch Glücksgefühl? Für mich, aus meiner Sicht natürlich.

Wir haben uns auch über *etwas älteres* Hobby unterhalten. Über Kaffee und Tee. Ich erzählte ihm von meinem Vorhaben mit meiner Ex-Partnerin ein Künstlerkaffe aufmachen zu wollen. Und dass das leider nicht geklappt hat. Er hat mich nach meiner Meinung gefragt, wie ich das sehen würde heute ein Cafe aufzumachen. Würdne doch an jeder Ecke Cafes sprießen. Ich habe ihm über mein *damaliges* Projekt erzählt und er sagte: "Sehr interessant das zu hören. Sehr interessant!"

Das ist die erste Erfahrung in diesem Stil die ich gemacht habe. Bei einem Vorstellungsgespräch so vieles *Privates* zu erzählen.  Tja, ihr könnt mich ruhig für verrückt erklären, doch dies Selbstbewusstsein habe ich durch meine GFK erreicht. Zu sein, wer ich bin. Ohne Unterschiede zu machen, ob *privat* oder *geschäfltich*.  

Und da passt mein Motto wirklich wie die Faust aufs Auge: "Sei der du bist - aber der sei!" (Bitte jetzt nicht fragen, ob dieser Spruch nicht Gewalt in sich birgt, okay *smile*)

Ich habe mich sehr darüber gefreut. Und ob er mich einstellt oder nicht, ist für mich, nach dieser Erfahrung wirklich zweitrangig.

-gm-

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen