Montag, 31. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Die Arbeit soll dein Pferd sein, nicht dein Reiter. -Persisches Sprichwort-
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The work should be your horse, not your rider. -Persian proverb-

Sonntag, 30. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf. -Sokrates-
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How many things I have no need of -Socrates-

Samstag, 29. Januar 2011

Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut?
Teil 2/4:

"Kontakt mit meinem Ärger und mit meiner Wut aufnehmen. Ursache erkennen!"

Wie geht das denn? 

Als aller erstes ist es wichtig zu erkennen, dass die Ursache unseres Ärgers und unserer Wut in uns selbst liegt. In unserem Inneren. Also die Reaktion auf das was andere Menschen tun. Wie ich im ersten Teil geschrieben habe, ist Ärger und Wut ein Produkt unserer Gedanken, weil wir z.B. anderen Menschen böse Absicht in ihrem Tun unterstellen. Oder weil sich andere Menschen nicht so verhalten, wie ich mich verhalten würde/hätte. Oder weil man sich in solchen Situationen halt nicht so verhält. Und so weiter und so fort.

Also liegt die Ursache in dem was WIR brauchen/möchten/wollen/gerne hätten - in unseren unerfüllten Bedürfnissen. Es ist also die Bewertung dessen, was jemand tut, oder vllt. auch nicht tut. Wir analysieren, interpretieren, diagnostizieren, kritisieren, vergleichen, weisen Schuld zu, diskriminieren, urteilen moralisch, üben destruktive Kritik, oder Kritik generell, ....

Versuchen sie es doch mal selber, wenn sie sich verärgert fühlen, zu sich selbst zu sagen: "Ich bin verärgert weil ich zu mir selbst ... sage ..." oder "Es sind meine eigene Gedanken die mich wütend machen, weil ich ... denke ...". 

Das ist eine Möglichkeit mit seinem Ärger und mit seiner Wut in Kontakt zu kommen. Ich möchte nicht sagen - noch nicht *smile* - dass diese Art zu denken etwas *falsches* ist. Es ist mir sehr wichtig verständlich zu machen, dass die Ursache für unseren Ärger und unserer Wut ganz einfach unsere Art des Denkens ist. Hier ist es sehr wichtig zwischen der Ursache und dem Auslöser unserer Wut - also, das was ein Mensch tut - zu unterscheiden (zu lernen).

Um die Kraft der Gedanken zu verdeutlichen schildere ich eine Diskussion zwischen mir und einer jungen Mutter.

Die junge Mutter sagt zu mir: "Es ist sehr wichtig Kindern eine Grenze zu setzen. Schon von Klein an muss Strafe für etwas Falsches in sie eingeprägt werden." Ich frage sie ob sie mir das durch ein Beispiel verdeutlichen kann? Sie erzählt Folgendes: "Nun, wenn mein Kind etwas auf den Boden wirft, ich es aufhebe und es dem Kind gebe und das Kind es wieder auf den Boden wirft, dann haue ich es auf die Finger. Damit es weiß, dass es etwas Falsches getan hat. Und beim nächsten Mal weiß es, dass es was auf die Finger gibt, also wird es sich überlegen ob es das wieder auf den Boden wirft."

Ich schaue sie an und frage: "Weshalb hebst Du es denn beim zweiten Mal  wieder auf?". Sie sagt: "Na, weil es doch auf dem Boden liegt!". "Ok" sagte ich, "und was wenn das Kind das gar nicht wider haben möchte. Hast Du es denn gefragt ob es das Ding wieder haben möchte?". "Nö, wozu? Ich habe mich schon beim ersten Mal geärgert". "Ok" sagte ich, "und weshalb hast Du nach dem Kind geschlagen?". "Na weil ich nicht irgendwann mal zu seiner Dienerin gemacht werden möchte!".

Und das hat mich sehr erstaunt und gleichzeitg traurig gemacht. Diese junge Mutter denkt in der Tat, dass dieses kleine Kind mit 3 Jahren an sowas wie "ich mache meine Mutter zu meiner Dienerin" denkt. Dass es in der Tat solche Gedanken hat. Dass es tatsächlich dieses Bewusstsein hat, an sowas wie Dienerin zu denken. Ich frage mich, wenn die Mutter schon jetzt solche Gedanken über ihr eigenes Kind hat, was wird sie ihm durch Strafen im Laufe seine Lebens noch einprägen (wollen). Was veranlasst die Mutter so über ihr Kind zu denken? Und, welches Bedürfnis hat die Mutter in dieser Situation?

Im Laufe meiner Tätigkeit sind mir viele ähnliche Fälle begernet, doch das hier macht es für mich sehr deutlich wie Eltern durch ihre Gedanken Kinder in der Tat *prägen* (können). Weil sie es nicht schaffen den Kontakt zu ihren Bedürfnissen herzustellen.

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Fürchtet einer das Feuer, so riecht er überall Rauch. -Jeremias Gotthelf-
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If someone fears the fire, he smelles smoke everywhere. -Jeremias Gotthelf-

Freitag, 28. Januar 2011

Tipps für den Alltag

Dieses ppt habe ich vor ein paar Minuten von Christine zugeschickt bekommen. Viel Spaß damit, genießt es einfach wie ich es auch getan habe. Wundervolle Bilder!

Restorative Circles

vom 31.1.2011-4.2.2011

Ich persönlich freue mich sehr vom 31.1.2011-4.2.2011 bei den Restorative Circles dabei zu sein! Zumal das die letzten circles in Deutschland sein werden. Ich werde mir Mühe geben soviel wie möglich mitzunehmen und meine Erfahrungen hier in meinem Blog wiedergeben. VERSPROCHEN!
-gm-

Über Domonic Barter und die restorative circles

Eindringliche persönliche Erfahrungen in Rio de Janeiro regten Dominic Barter an, eine menschliche Umgehensweise mit Konflikten zu entwickeln, die er erfolgreich in Brasilien einsetzt und als Trainer weitervermittelt. In diesem Prozess stützt er sich grundlegend auf das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg. In Schulen, Kommunen, freien Organisationen und in der Justiz unterstützen Kreisgespräche (restorative circle) die Menschen, eine Kultur des Zuhörens und konstruktiven Umgangs miteinander aufzubauen.




Ein kurzer Überblick über Restorative Circle
Ein Kreisgespräch (restorative circles) ist ein Prozess innerhalb eines sozialen Gefüges, der diejenigen unterstützt, die im Konflikt stehen. Es bringt drei Gruppen für einen Konflikt zusammen – diejenigen, die gehandelt haben, diejenigen, auf die sich diese Handlung bezieht und diejenigen aus dem sozialen Umfeld, die davon betroffen sind. In einem gezielt systemischen Kontext findet ein Dialog unter Gleichen statt. Die Teilnehmer laden sich gegenseitig ein und kommen freiwillig. Der Prozess in diesem Dialog wird offen mit allen geteilt und von einem Mitglied aus dem sozialen Kontext begleitet. Der Prozess endet, wenn konkrete Aktionen gefunden sind, aus denen alle einen Gewinn ziehen.

Kreisgespräche verlaufen in drei Stufen, die dazu dienen, die Schlüsselfaktoren eines Konfliktes zu identifizieren, konkrete Schritte zu vereinbaren und die Ergebnisse zu evaluieren. Ein Kreis lädt dazu ein, Macht zu teilen, sich gegenseitig zu verstehen, Eigenverantwortung zu übernehmen und wirksam zu handeln.

Quelle: http://www.kreisgespraeche.org 
(Weitere Informationen darüber findet ihr auch unter diesem Link)

 

Tagesspruch/Quote of the day

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten -Katharina von Siena-
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Not the start will be rewarded, but only the perseverance. -Catherine of Siena-

Donnerstag, 27. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Wenn du einen Regenbogen sehen willst, musst du auch den Regen ertragen -Dolly Parton-
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If you want to see a rainbow, you must also endure the rain -Dolly Parton-

Mittwoch, 26. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Feuer, die man nicht beachtet, pflegen sich auszubreiten. -Horaz-
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Fire that can not be care of, tend to spread. -Horace-

Dienstag, 25. Januar 2011

Credento vides

"Irene sprach anders, ganz anders! Ich kenne Irene sehr lange. Und ich weiß, dass Irene früher ganz anders sprach. Und ganz anders reagiert hat. Und seit einiger Zeit beobachte ich eine Veränderung. Sie spricht wohlwollender, sie hat einen anderen Wortschatz. Und immer spricht sie von Georg, Georg, Georg, GFK, GFK, GFK. Und ich wollte wissen wer oder was dahinter steht. Deshalb bin ich hier!"

Das sind die Worte von Susi, auf meine Frage hin, wie sie von diesem Abend gehört hat und weshalb sie hier ist. Susi ist eine Teilnehmerin von meinem letzten Infoabend.

Weshalb erzähle ich euch das hier? Ich erzähle es um euch zu zeigen, dass es nicht notwendig ist, dass unser Gegenüber die Gewaltfreie Kommunikation kennen oder sogar beherrschen *muss* damit wir ihn *erreichen* können. Es reicht wenn wir uns nach unseren Prinzipien, Werten verhalten. Und  im Gegenüber ein *menschliches* Wesen sehen. Ein menschliches Wesen mit Gefühlen und Bedürfnissen. Unser Verhalten wird gesehen. Dessen bin ich mir sicher. So wie mein Verhalten bei Irene, und Irenes Verhalten bei Susi. Vllt. wird irgendwann mal die Veränderung in Susi von anderen gesehen und erkannt. Und deren Veränderung von anderen, u.s.w. u.s.w. u.s.w.

Ich glaube fest daran, dass es möglich ist wieder zurück zu  unseren menschlichen Zügen zu gelangen. Jeder Einzelne bei sich und für sich. Haben wir sie denn überhaupt verloren? Unsere Handlungen zeigen dass es so ist, Ja!

In diesem Sinne: Credento vides

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament arbeiten. -Anton Bruckner-
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He who would build a high tower must spend a long time on the foundations. -Anton Bruckner-

Montag, 24. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Der Weise fragt nicht, ob man ihn auch ehrt; nur er allein bestimmt sich seinen Wert -Johann Gottfried Seume-
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The wise man does not ask, who honours him ; 'Tis he himself decides his proper worth. -Johann Gottfried Seume-

Sonntag, 23. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Menschen die wie Götter verehrt werden, verlieren mit der Zeit ihre menschlichen Züge. -Stanislav Lec-
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People who are revered as Gods will lose their human traits over time. -Stanislav Lec-

Samstag, 22. Januar 2011

Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut?
Teil 1/4:

"Auf keinen Fall unterdrücken!"

Wut und Ärger ist ein Produkt uneseres Denkens, unserer Sprache die uns beigebracht wurde, die Art zu kommunizieren. Und nicht zuletzt auch inwieweit uns die Fähigkeit beigebracht wurde, in Spannungssituationen nach möglichen Strategien/Lösungen zu suchen.

Es ist gefährlich zu glauben, Wut und Ärger unterdrücken zu *müssen*., Wut und Ärger sein etwas *Schlechtes*. Wut und Ärger sind Alarmsignale.! Unser Schutzmechanismus ist auf *high sensitive* und meldet uns, dass *irgend etwas* unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigt. Das jetzt hinunterzuspülen, zu unterdrücken kann eines Tages einen sehr hohen Preis einfordern.

Wie hoch so ein Preis sein kann, können wir in den Zeitungen lesen, oder in den Nachrichten hören. Erfurt, Winnenden und andere Ereignisse. Fragen wir dann das nähere Umfeld dieser Menschen, dann heißt das: "Er/sie war immer so nett. So hilfsbereit und zuvorkommend. Er/Sie ist nie negativ aufgefallen.". Und so weiter und so fort...

Noch ein anderer Aspekt weshalb Wut und Ärger nicht unterdrückt werden soll(t)en: Es kann in unserer *dominanten* Gesellschaft von einigen wenigen beabsichtigt und gewünscht sein, dass andere ihre Wut und ihren Ärger unterdrücken/runter schlucken. Denn das kann dazu führen, dass diese Menschen dann unterdrückt werden (können), in dem man sie dazu bringt alles zuzulassen was immer diese *Dominanz* mit ihnen auch macht. Und irgend wann gesellt sich, zur Wut und Ärger, auch deren Freundin die Angst hinzu.

In der Gedankenwelt der "Gewaltfreien Kommunikation" wird Wut und Ärger auf die Art genutzt die uns hilft, näher an unsere Bedürfnisse heranzukommen.

Mancher mag hier aufschreien und meinen: "Kommen wir dann nicht noch gefährlich näher an unsere Wut und unseren Ärger? Werden wir dadurch nicht evtl. noch wütender und noch ärgerlicher?".

Ja, das mag sein. Nein, vllt. ist das ganz eindeutig so. Doch dadurch werden wir erkennen (können) was in uns vorgeht. Wenn wir die GFK *nutzen*, so haben wir einen sehr *festen* Handlauf der uns dabei unterstützt eben die *nicht erfüllten* Bedürfnisse auszumachen. Und wenn wir das *entdeckt* haben, dann können wir nach Möglichkeiten suchen um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Entweder ganz alleine für uns und mit uns. Oder aber auch mit unserem Umfeld gemeinsam.

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Man sagt: Eitles Eigenlob stinkt. Das mag sein; was aber fremder und ungerechter Tadel für einen Geruch habe, dafür hat das Publikum keine Nase. -Johann Wolfgang von Goethe-
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They say: vain self-praise stinks. That may be true; but what a smell strange and unfair blame has, for that the public has no nose. -Johann Wolfgang von Goethe

Freitag, 21. Januar 2011

Gefreut habe ich mich heute...

ich hatte heute ein sehr interessantes Vorstellungsgespräch.

Wir unterhielten uns, wie es so üblich ist, über meinen Werdegang als der Teamleiter des Bereiches sagte: "Und gespannt bin ich auf dr-schorsch. denn ich lese hier dass Sie sich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigen. Das wüwrde mich sehr interessieren was das ist". (dr-schorsch ist eine meiner email-adressen).

Interessant fand ich, dass beide, sowohl der Teamleiter als auch die Personalerin Interesse an "meiner" GFK gezeigt haben. Wir haben uns nach dem *offizielen* Vorstellungsgesrpräch tatsächlich mind. 30-40 Minuten nur über meine GFK-Aktivitäten unterhalten. Dass ich Kommunikationsseminare abhalte, dass ich im April zu Robert Gonzales gehen möchte - es ist ja notwendig das zu sagen, da es ja evtl. in die Probezeit fällt :-) -, das mich "restorative circles" interessiert u.s.w. Dass ich Infoabende dazu abhalte, dass ich Menschen coache. Ich fand das Gespräch so *geil*. Das ist der erste Arbeitgeber -möglicher Arbeitgeber - der sich so über meine Freizeitaktivität erkundigt und auch Interesse gezeigt hat.

Was mich beeindruckt hat war, ich habe Ihnen tatsächlich meine Visitienkarte rübergereicht mit dem Zusatz: "Solten wir nicht zusammenkommen - im Verhältnis Arbeuitgeber und Arbeitnehmer - so würde ich mich freuen wenn Sie an mich denken, wenn Sie evtl. Konflikte gelöst haben möchten. Oder, wenn ich meine Seminar hier bei Euch abhalten dürfte. Und sollten wir doch zusammen kommen, Sie als mein Arbeitgeber und ich als Ihr Arbeitnehmer, so würde ich *trotzdem* meine Seminare hier abhalten wollen.

Und die Antwort war: "Ich werde mir Ihre Karte einstecken. Vllt. brauche ich Sie ja wirklich mal."

Während des Gesprächs sagte der Teamleiter: "Also, ich kann mir das wirklich nicht vorstellen. Gewalt in der Kommunikation?!". 

Ich fragte ihn: "Was verstehen Sie unter Gewalt?".
Er sagte: "Meinen Sie jetzt physisch?"
Ich: "Was ist für Sie Gewalt?"
Er: "Wenn ich jemanden verprügle!"
Ich: "Was wäre für Sie gewaltvolle Kommunikation?"
Er gab mir seine Antwort darauf.
Ich: "Was wäre für Sie gewaltfreie Kommunikation?"
Er gab mir auch darauf seine Antwort.
Und dann erklärte ich ihm was "Gewalt" aus der Sicht der GFK bedeutet.
Mir hat es wirklich riesenfreude bereitet mich mit diesem Menschen so zu unterhalten als wenn wir uns lange kennen würden. Welch Glücksgefühl? Für mich, aus meiner Sicht natürlich.

Wir haben uns auch über *etwas älteres* Hobby unterhalten. Über Kaffee und Tee. Ich erzählte ihm von meinem Vorhaben mit meiner Ex-Partnerin ein Künstlerkaffe aufmachen zu wollen. Und dass das leider nicht geklappt hat. Er hat mich nach meiner Meinung gefragt, wie ich das sehen würde heute ein Cafe aufzumachen. Würdne doch an jeder Ecke Cafes sprießen. Ich habe ihm über mein *damaliges* Projekt erzählt und er sagte: "Sehr interessant das zu hören. Sehr interessant!"

Das ist die erste Erfahrung in diesem Stil die ich gemacht habe. Bei einem Vorstellungsgespräch so vieles *Privates* zu erzählen.  Tja, ihr könnt mich ruhig für verrückt erklären, doch dies Selbstbewusstsein habe ich durch meine GFK erreicht. Zu sein, wer ich bin. Ohne Unterschiede zu machen, ob *privat* oder *geschäfltich*.  

Und da passt mein Motto wirklich wie die Faust aufs Auge: "Sei der du bist - aber der sei!" (Bitte jetzt nicht fragen, ob dieser Spruch nicht Gewalt in sich birgt, okay *smile*)

Ich habe mich sehr darüber gefreut. Und ob er mich einstellt oder nicht, ist für mich, nach dieser Erfahrung wirklich zweitrangig.

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Es weiß niemand besser, wo der Schuh drückt, als derjenige der ihn trägt. -Autor unbekannt-
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No one knows better where the shoe pinches, as the one who carries it.  -Author unknown to me-

Donnerstag, 20. Januar 2011

Mein Rot ist nicht Dein Rot!

Die nachfolgenden Zeilen stammen aus einem anderen Artikel. Ich habe mich entschieden, diese Fragen hier zu beantworten.

Was sagt mir, dass ich mit meinem Gegenüber eine gemeinsame Basis gefunden habe zur weiteren Kommunikation? Dass sich die Erwartungen, was eine weiterbringende Basis ist, erfüllt haben? Jeder hat ja eine Vorstellung, was sich mit einem wertschätzenden Dialog verbindet, damit man sagen kann „So, jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir bereichernd ansetzen können“.

Was ist eine „reine Beobachtung“, lieber Georg?
Für eine Beobachtung brauchen wir unsere Sinne. Sinne können uns täuschen und sie tun es auch ganz bestimmt. Allein schon unsere Farbwahrnehmung ist eine Illusion und Konstruktion unseres Gehirns. Zudem weiß ich nicht, ob der Andere z. B. ein Rot genauso wahrnimmt wie ich es tue. 


Klicken Sie hier um den kompletten Ursprungsartikel zu lesen!

Ich werde versuchen mit einem Beispiel, nahezu alle Fragen die mir gestellt wurden, zu beantworten. Und ich hoffe dass es mir gelingt. Wenn nicht, einfach weiter fragen bitte.

Folgender email-Austausch zwischen einer lieben Freundin und mir:

Sie schreibt: (...) ich bin etwas verunsichert ... hab ich gestern etwas geschrieben was Dir nicht behagt hat?? Ich freue mich natürlich auf Dich, wenn Du mich am Sonntag besuchen magst. Ist es Dir so recht, wie ich geschrieben habe? Wäre schön wenn Du Dich nochmal melden könntest...damit ich weiß wann Du kommen kannst oder möchtest.

So, jetzt stehe ich hier ich armer Thor und habe jede Menge Möglichkeiten darauf zu reagieren. Eine wäre zu sagen: "Was will die doch von mir? Von welcher eMail redet sie denn?". Eine andere wäre mich darüber zu ärgern was sie mir hier unterstellen möchte. Ich könnte also interpretieren, urteilen, Vorwürfe heraushören u.s.w.

Doch ich erkenne ihre Verunsicherung. Schreibt sie ja auch. Sie teilt mir ihre Wahrnehmung von Rot mit. Also entscheide ich mich eine gemeinsame Ausgangsbasis zu finden bevor ich darauf eingehe ob und wann ich sie besuchen werde. Und somit gebe ich erst einmal meine klare Beobachtung wieder. (Meine Wahrnehmung von Rot. Im Text in blau und fett geschrieben!). Und schreibe Folgendes:



Liebe ...,

Danke dass du nachfragst. Weshalb bist du verunsichert? Ich habe von Dir gestern keine Nachricht bekommen. Weder eine email noch eine SMS. Ist da was schief gelaufen?

So, jetzt hat auch sie die Möglichkeit in verschiedenen Richtungen zu reagieren: "Jaja, das kann jeder sagen!", oder "Jetzt versucht er sich herauszureden. Ich sehe doch hier dass mein Programm anzeigt, dass die Nachricht versendet wurde", u.s.w.

Doch sie entscheidet sich mir ihre Wahrnehmung von Rot mitzuteilen, nachdem ich ihr meine mitgeteilt habe:

Lieber Georg,

das ist ja ein Ding ... dann hast Du meine Mail gar nicht bekommen ... sowas, da muss echt was schiefgelaufen sein!!

Ich kopiere Dir die Mail jetzt noch mal und häng sie unten dran ... wir hören sicher heute dann noch von einander - ich wünsche Dir guten Appetit!!

So, nachdem wir uns angenähert haben, durch den Austausch unserer Wahrnehmung, haben wir eine gemeinsame Basis gebildet um dann darüber zu schreiben, dass ich sie sehr gerne besuchen möchte. Und wir haben dann auch den Tag und die Zeit ausgemacht.

Ich wurde oben gefragt: "Was sagt mir, dass ich mit meinem Gegenüber eine gemeinsame Basis gefunden habe zur weiteren Kommunikation?"

Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: Nämlich, die entspannten Worte  in der zweiten email meiner lieben Freundin!

Grüßle Georg
-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Manche Menschen scharren mit den Hufen. Um eben von sich abzulenken. -Georg Mouratidis-
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Some people scrape the hooves. Just to distract from themself.  -Georg Mouratidis-

Mittwoch, 19. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Für die Ewigkeit ist ein Leben lang nur ein Augenblick . -Georg Mouratidis-
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For eternity a lifetime is just a moment.  -Georg Mouratidis-

Dienstag, 18. Januar 2011

Gewaltfreie Kommunikation in (Wirtschafts)Unternehmen

Heute braucht es mehr denn je oder vllt. wieder ein/DAS Bewusstsein für gemeinsame soziale Verantwortung. Es wird notwendig den Blick wieder auf den wesentlichen Wirtschafts- und Erfolgsfaktor des Unternehmens zu richten: DEN MENSCHEN!

So suchen zahlreiche Unternehmen heute nach einem anderen Umgang mit ihren Mitarbeitern. Und nicht nur mit ihren Mitarbeitern, sondern auch mit ihren Kunden. Soll heißen: Mit allen Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen.

Kernelemente dieses Umgangs sind dabei der respektvolle (Achtung, Rücksicht) Umgang, der geprägt ist von Wertschätzung (Dankbarkeit), Kooperation (mitgehen, mitwirken, zusammenbringen von Handlungen mehrerer Beteiligter, so dass die Wirkung der Handlungen zum Nutzen ALL dieser Beteiligten führt) und Menschlichkeit.

Wer wünscht sich nicht oft – zwischen unseren Monatszahlen, Zielen die erreicht werden sollen/müssen und Karrierestreben – gelassener und mit einer Leichtigkeit und Harmonie (Übereinstimmung) miteinander umzugehen?

Stattdessen setzen wir in unseren alltäglichen Auseinandersetzungen unsere Sprache als Machtwerkzeug ein, um auf den anderen Macht und Druck auszuüben.

Wer kennt das nicht?
  • "Wenn Sie mir bis dann und dann das oder das nicht zukommen lassen, werde ich meinen Anwalt einschalten!"
  • "Sie werden von unserem Anwalt hören!"
  • "Aber ich bin doch im Recht!"
  • "Sie können nicht anders!"
  • "Sie MÜSSEN!"
Lassen Sie sich eins sagen, "NIEMAND MUSS MÜSSEN!". Denn so wird unsere Verständigung erheblich gestört. Auch wenn Sie glauben im Recht zu sein, so muss der andere erst einmal NICHTS. Rein GAR NICHTS. Der einzige der "muss", wenn wir hier überhaupt von "müssen" sprechen möchten, das sind SIE. Ja, genau. SIE. Denn wollen Sie die Unterlagen (oder was auch immer) haben, dann "MÜSSEN" SIE erst aktiv werden.

Ein anderer Kommunikationsansatz ist hier die "Gewaltfreie Kommunikation", oder auch "einfühlsame", "wertschätzende" Kommunikation.

Die gewaltfreie Kommunikation hilft uns, mit dem Kollegen, dem Mitarbeiter, dem Vorgesetzten, aber auch mit dem Geschäftspartner neben der sachlichen auch eine persönliche Basis aufzubauen.

Sie hilft uns Menschen im Unternehmen, aber auch z.B. den Geschäftspartner ernst zu nehmen und vor allem zuzuhören. Sie hilft uns auch uns zuzuhören und auch uns selbst ernst zu nehmen. 

Somit hat die gewaltfreie Kommunikation zwei Grundpfeiler: Aufrichtigkeit und Empathie.

Die gewaltfreie Kommunikation verbindet eine wertschätzende Haltung mit einem anderen Denk- und Sprachgebrauch, als wir sie heute (be)nutzen.

Je mehr wir uns unserer Gedanken und unserer Sprache bewusst werden, desto mehr/stärker können wir Einfluss nehmen um eine lebensdienliche/menschliche Kultur zu fördern.

Das heißt also: "Klare Verständigung spart in einem Unternehmen Zeit und Geld!"

Das heißt weiterhin: Wenn wir es schaffen eine Kommunikationskultur in Unternehmen "ins Leben zu rufen", bei der Konflikte frühzeitig erkannt und offen angesprochen werden, gemeinsam gelöst und die Bedürfnisse/Anliegen/Motive aller Beteiligten berücksichtigt werden, dann besteht eine sehr große Entwicklungsmöglichkeit (Potenzial) bei den Mitarbeitern, Führungskräften, jedoch auch bei Ihren Geschäftspartnern. Denn jeder einzelne wird spüren, dass er "wahrgenommen" wird.

In diesem Sinne: Überdenken wir unsere Kommunikation! Mit anderen, aber auch mit uns selbst!

-gm- 

Tagesspruch/Quote of the day

Niemand kann sehen wer oder was ich bin. Der einzige der das kann bin ich. Wenn überhaupt. -Georg Mouratidis-
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Nobody can see who or what i am. The only one that can that's me. If at all -Georg Mouratidis-

Montag, 17. Januar 2011

Die geilste Bewerbung!/The coolest application!

Am Wochenende wurde mir von einem Bekannten ein junger Mensch mit folgenden Worten vorgestellt:

"Das ist Rumen, ein Junge aus Bulgarien. Er hat sich mit der geilsten Bewerbung vorgestellt. Er ist in eine Werbeagentur gegangen mit den Worten: 'Mein Name ist Rumen. Was ich kann ist, Gabelstapler fahren. Den Rest müsst ihr mir beibringen!'. Und der wurde vom Fleck weg eingestellt.

"Wie geil ist das denn?" habe ich gesagt.

Was möchte mir diese Geschichte sagen: Das Rumen nicht nur "nur Gabelstapler fahren kann!". Sondern in ihm auch andere Potentiale liegen. Es ist nur wichtig das zu sehen/erkennen. Und nicht von vorn herein glauben zu wissen was ein Mensch "ist" oder "kann".

Heute leitet Rumen Kundeprojekte. In einer Werbeagentur mit mehr als 40 Mitarbeiter.

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At the weekend I got from a friend, a young man presented with the following words:

That's rumen, a boy from Bulgaria, he introduced himself to the coolest way, he has gone into an advertising agency as saying..' My name is Rumen What I can do is lift truck driving the rest you'll have to teach me.! '. And he got the job from the spot.

"How cool is that?" I said.

What is that what the story wants to tell me: That Rumen not only "can only drive fork lift" . But that other potentials lie in him. It is only important to see/recognize. And to think from the very beginning not to know what a man "is "or "can."

Today, Rumen is leading customer projects. In an advertising agency with more than 40 employees.

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Der erste Kuss ist der Beginn einer wundervollen Schwingung, welche die Liebenden aus der Welt von Maß und Zahl zu den Gefilden der Träume und Offenbarungen leitet. -Khalil Gibran-
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The first kiss is the beginning of a wonderful vibration that leads the lovers from the world of measure and number to the realm of dreams and revelations. -Khalil Gibran-

Sonntag, 16. Januar 2011

You are listen too fast!

Diesen Satz habe ich auf einem GFK-Video im Netz gelesen. Und er gefällt mir sehr.

Und dieser Satz kam mir gestern, bei meinem GFK-Infoabend, in Erinnerung.
Ich war dabei die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation zu erklären.

Eine Teilnehmerin hat sich bereit erklärt mit uns ihren speziellen Fall zu diskutieren.

Sie erzählte:"Mein Kollege macht mich vor anderen Kollegen nieder!"
 
Ich: "Kannst du bitte eine reine Beobachtung wiedergeben, ohne eine Bewertung!"
 
Sie: "Das verstehe ich nicht. Ich sag doch, dass er vor versammelter Mannschaft mich schlecht   macht"
 
Ich: "Das ist nicht das was du siehst, das ist das was du glaubst zu sehen. Das ist das was du für dich so interpretierst. Also, noch einmal: 'Was genau hast du gesehen oder gehört?'"
 
Sie: "Tut mir leid, ich bin überfordert. Das ist das was ich gesehen habe. Was anderes kann ich dir nicht sagen."
 
Ich: "Stell Dir vor, dass du die Situation mit einer Kamera aufnimmst. Was also nimmt diese/deine Kamera auf. Gib es mit Worten wieder. Mach einen Schwenk über die ganze Situation und zeig es uns!" 

Sie: "Mein Schwenk zeigt einen Menschen der jemand anderen vor vielen Menschen niedermacht." 

Nach einer Weile hin und her, sagte ich: "Ich möchte euch jetzt die reine Beobachtung wieder geben. 'Der Kollege X sagt in einem Meeting mit 20 Menschen Folgendes: 'Viola du hast hier einen Fehler gemacht!" 

Ein anderer Teilnehmer des Infoabends sagt: "Du möchtest uns sagen, dass wir schnell in die Bewertung gehen, ja!?" 

Ich: "Genau, das möchte ich! Wir sind es so gewohnt gleich in eine Bewertung, Analyse, Diagnose, Interpretation zu gehen! Und noch weit mehr. Wir hören dann nihct weiter zu was der andere sagt. Oder um was es dem Anderen dabei geht. Wir haben sehr schnell zu Ende gehört!" 

"In der Tat, we are listen too fast!" 

Die Teilnehmer: "Puuh, das ist ganz schön schwer!"

In der Tat: "It's simple but not easy"

-gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Der Mensch bringt sogar die Wüsten zum Blühen. Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand bietet, befindet sich in seinem Kopf. -Ephraim Kishon-
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The man brings even the deserts bloom. The only desert that it offers some resistance, is in his head. -Ephraim Kishon-

Samstag, 15. Januar 2011

Tagesspruch/Quote of the day

Die meisten Menschen denken hauptsächlich an das, was die anderen Menschen über sie denken. -Sean Connery-
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Most people think mainly about what other people think about them. -Sean Connery-

Freitag, 14. Januar 2011

Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben

Ein Auszug aus der Rede Astrid Lindgrens bei der Verleihung des Friedenspreises des dtsch. Buchhandels 1978

(...) Verhaltensnormen brauchen wir alle, Kinder und Erwachsene, und durch das Beispiel ihrer Eltern lernen die Kinder mehr als durch irgendwelche anderen Methoden. Ganz gewiss sollen Kinder Achtung vor ihren Eltern haben, aber ganz gewiss sollen auch Eltern Achtung vor ihren Kindern haben, und niemals dürfen sie ihre natürliche Überlegenheit missbrauchen. Liebevolle Achtung voreinander, das möchte man allen Eltern und allen Kindern wünschen.

Jenen aber, die jetzt so vernehmlich nach härterer Zucht und strafferen Zügeln rufen, möchte ich das erzählen, was mir einmal eine alte Dame berichtet hat. Sie war eine junge Mutter zu der Zeit, als man noch an diesen Bibelspruch glaubte, dieses "Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben".

Im Grunde ihres Herzens glaubte sie wohl gar nicht daran, aber eines Tages hatte ihr kleiner Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte, die erste in seinem Leben. Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen, den er ihr dann bringen sollte. Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er weinend zurück und sagte: "Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein, den kannst du ja nach mir werfen."

Da aber fing auch die Mutter an zu weinen, denn plötzlich sah sie alles mit den Augen des Kindes. Das Kind musste gedacht haben, "Meine Mutter will mir wirklich weh tun, und das kann sie ja auch mit einem Stein."
Sie nahm ihren kleinen Sohn in die Arme, und beide weinten eine Weile gemeinsam. Dann legte sie den Stein auf ein Bord in der Küche, und dort blieb er liegen als ständige Mahnung an das Versprechen, das sie sich in dieser Stunde selber gegeben hatte: "NIEMALS GEWALT!"





--gm-

Tagesspruch/Quote of the day

Je länger ein Mensch Kind bleibt, desto älter wird er. -Novalis-
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The longer a person remains a child, the older he gets. -Novalis-

Donnerstag, 13. Januar 2011

Children full of life

  • eine Schule
  • ein Lehrer
  • viele Kinder, seine Kinder
  • ein Land, Japan
  • Empathie. Empathie im Klassenzimmer
  • Eine Klasse "children full of life"
Ihr denkt ihr seit viel zu stark um zu weinen? 
Dann schaut euch die Videos rechts in der Leiste unter "children full of life" an.
Ich warne euch jetzt schon: Legt Taschentücher bereit.

Kümmern sich Schulen hier bei uns viel zu wenig um unsere Kinder?
Ist das überhaupt bei uns möglich? Wenn nein, weshalb nicht?

Ich würde mich auf eure Kommentare freuen 

--:--

  • a school 
  • a teacher 
  • many children, his children 
  • a country, Japan 
  • Empathy. Empathy in the classroom 
  • A class' children full of life "

Do you think you are too old to cry about?
Then check out the videos in the right pane, under "children full of life".
I warn you now: Sets handkerchiefs ready.

Does the school cares about our children?
Is that even possible with us? If not, why not?


I would look forward to your comments
-gm-